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Nationalpark im Amazonasgebiet: Ecuador erteilt Ölbohr-Lizenz für Weltnaturerbe
DPA

Im artenreichen Yasuní-Nationalpark wird von 2016 an Erdöl gefördert. Die Regierung Ecuadors hat einem Staatskonzern die Lizenz für Bohrungen erteilt. Zuvor war die Idee gescheitert, das Gebiet gegen Geld aus Industrienationen zu schützen.

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Thomas C. 23.05.2014, 12:06
1. Sehr gut

Wir müssen noch viel, viel mehr Öl verbrennen! Wir dürfen uns in dieser Frage nicht auseinanderdividieren lassen. Ölförderung ist alternativlos!

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trophic 23.05.2014, 12:07
2. Was kümmern mich die Probleme von morgen...

Was zählt schon der Planet auf dem wir leben, wenn man stattdessen Geld haben kann? Naja, mutmaßlich wird irgendwann der Punkt erreicht sein, an dem es nichts mehr Wert ist. Und DANN geht das Jammern los...Bedauerlich diese Kurzsichtigkeit!

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markmach 23.05.2014, 12:17
3. das ist

die traurigste Nachricht heute...

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weiseruhu 23.05.2014, 12:34
4. Eine Schande

Zitat von sysop
Im artenreichen Yasuní-Nationalpark wird von 2016 an Erdöl gefördert. Die Regierung Ecuadors hat einem Staatskonzern die Lizenz für Bohrungen erteilt. Zuvor war die Idee gescheitert, das Gebiet gegen Geld aus Industrienationen zu schützen.
13,6 Milliarden - Peaunuts, angesichts der Gelder, die in Rettungsschirme fuer Banken gepumpt wurden. Aber an Rettungsschirme fuer bedrohte Umwelt denkt natuerlich niemand, kann man ja auch nichts mit verdienen.

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann" - Prophezeiung der Cree

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hobbyleser 23.05.2014, 12:35
5. Super!

Ich hoffe mal, dass das eine Win-Win-Situation sowohl für den Öl- als auch die Teakholzmarkt wird. Ausserdem lässt sich vielleicht durch die freugewordene Fläche auch das akute Parkplatzproblem in Ecuador endlich lösen.

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Originalaufnahme 23.05.2014, 12:50
6. ===

Zitat von sysop
Im artenreichen Yasuní-Nationalpark wird von 2016 an Erdöl gefördert. Die Regierung Ecuadors hat einem Staatskonzern die Lizenz für Bohrungen erteilt. Zuvor war die Idee gescheitert, das Gebiet gegen Geld aus Industrienationen zu schützen.
Es ist sicher gut, über den Tellerrand zu schauen, aber man sollte nicht vergessen, den Zeigefinger auch auf bedrohte Urwälder hierzulande zu richten.

http://www.br.de/nachrichten/oberfra...ebung-100.html

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schon,aber 23.05.2014, 12:57
7. Zukunft des Öls

Alle Poster, die hier dafür plädieren, nicht zu bohren, kein Öl und Gas mehr zu verbrennen, frage ich
1. welche Heizung, welches Fortbewegungsmittel, welche Medikamente, welche Alltagsgegenstände, welche Smartphones, welche Computer usw. sie nutzen,
2. was sie stattdessen vorschlagen und nutzen werden, wenn tatsächlich Öl und Gas, Minerale und Metalle in der Erde verbleiben würden: Grasbildschirme, Erdfernseher, Holzwindräder, Nichtsolarzellen?

Im Übrigen ist dieser Zankapfel das beste Beispiel dafür, dass auch der letzte Tropfen Öl gefördert werden wird – als Versicherung, dass bis dahin etwas anderes an seine Stelle tritt.

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Chaosfee 23.05.2014, 13:05
8. Entsetzlich!

Wir bekommen ihn schon kaputt, unseren Planeten. Blöd ist nur, dass wir nur eine Erde haben.
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." - Weissagung der Cree.

Der Mensch ist und bleibt eine dumme, brutale Bestie. Wer würde denn sonst auf die Idee kommen, sich selbst und seinen Lebensraum zu zerstören nur für ein paar Scheine bedruckten Papiers?
Aber soweit denken die Verantwortlichen nicht, dass ihre Taten in Zunkunft für sie und ihre Nachfahren schwere Folgen haben wird. Bald werden unsere Kinder nur noch anhand von alten Bildern und Videos wissen, wie ein Regenwald aussieht. Und unser Klima wird endgültig kippen. Da können wir noch soviel Energie sparen und CO2-Emissionen verringern, wie wir wollen, wenn anderswo für das Klima wichtige Wälder und Natur massenhaft und unwiderbringlich zerstört werden.

Schon einmal darüber nachgedacht, wie lange es braucht, bis so ein Wald gewachsen ist und wie empfindlich dieses Ökosystem ist?
Ich hoffe, Ecuador wird dafür richtig zur Kasse gebeten, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man straffrei ein Weltnaturerbe zerstören darf.
Und vielleicht wird Ecuador es noch bereuen, so kurzsichtig gehandelt zu haben.

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Trolf77 23.05.2014, 13:05
9. Krokodilstränen ..

.. kann man sich hier sparen, nachdem fast niemand in den genannten Ausgleichsfonds einzahlen wollte. Was jucken uns schon abstrakte Begriffe wie "Biodiversität", "bedrohte Arten" oder "Klimawandel", wenn es um den eigenen Geldbeutel (!!!) geht. Trotzdem habe ich einige Hoffnung, dass man Ecuador hier mit etwas mehr Augenmaß und Rücksicht auf die Umwelt zu Werke geht als in Kanada, Peru usw.

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