Forum: Wirtschaft
Naturschutz-Aktion in Hannover: So leer wäre ein Supermarkt ohne Bienen
Carolin Wahnbaeck

Was passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt? Ein Supermarkt in Hannover will das zeigen, räumt 60 Prozent seiner Produkte über Nacht aus den Regalen - und öffnet morgens ohne Vorwarnung seine Türen.

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niemandem 14.05.2018, 22:48
20. Schöne...

Aktion, guter Artikel! Vielleicht kommt so das Bewusstsein für dieses Problem langsam mal in der breiten Masse an und bleibt nicht nur bei denen, die sich sowieso für das Thema interessieren. Dazu sei noch gesagt, dass die Landwirtschaft auch den Rückgang von allerlei anderem Getier zu verantworten hat. Ironischerweise wird die kahle (konventionelle) Ackerlandschaft von vielen längst als normale Kulturlandschaft oder gar "Natur" wahrgenommen, obwohl sie genau das nicht ist. Dass die Welt auch mit ökologischer Landwirtschaft ernährt werden könnte (die überfällige Umstellung unserer Konsumgewohnheiten vorausgesetzt), wurde ja unlängst erforscht und für machbar befunden.

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niemandem 14.05.2018, 22:49
21. Schöne...

Aktion, guter Artikel! Vielleicht kommt so das Bewusstsein für dieses Problem langsam mal in der breiten Masse an und bleibt nicht nur bei denen, die sich sowieso für das Thema interessieren. Dazu sei noch gesagt, dass die Landwirtschaft auch den Rückgang von allerlei anderem Getier zu verantworten hat. Ironischerweise wird die kahle (konventionelle) Ackerlandschaft von vielen längst als normale Kulturlandschaft oder gar "Natur" wahrgenommen, obwohl sie genau das nicht ist. Dass die Welt auch mit ökologischer Landwirtschaft ernährt werden könnte (die überfällige Umstellung unserer Konsumgewohnheiten vorausgesetzt), wurde ja unlängst erforscht und für machbar befunden.

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spiegelleser987 14.05.2018, 23:00
22.

Das ist nichts anderes als Werbung.

Man müsste sonst an erster Stelle gegen die Biolandwirtschaft vorgehen. Dort werden andere Pestizide eingesetzt, die lange im Boden bleiben. Das ist Kupfersulfat.

Gäbe es keine Unkrautvernichtungsmittel, hätten wir mehr Jakobskraut in den Lebensmitteln. Das ist extrem giftig und vernichtet nicht nur die Bienen.
siehe hier:
http://www.deutschlandfunkkultur.de/schoen-aber-giftig.993.de.html?dram:article_id=154582

Und was ist mit den Insektiziden, die die Imker zur Vernichtung der Ameisen in Bienenstöcken einsetzen?

Die Hauptursache für das Bienensterben wird heute weggelassen. Das sind die hier eingezogenen Varroa-Milben. Die vernichten massenhaft Bienen. Die Natur kämpft gegen die Natur. Soll aber niemand merken.
siehe hier:
http://www.deutschlandfunkkultur.de/bienensterben-pestizide-und-milben-hand-in-hand.993.de.html?dram:article_id=317375

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pethel 14.05.2018, 23:01
23. Nicht zu streng sein ...

Zitat von Vournet
Rosinen und Weintrauben sind weg, aber Wein gibt es noch? Da wurde scheinbar nicht allzu gründlich gearbeitet bei dieser Aktion.
Bitte nicht zu streng sein ... Es wurde ja im Artikel erläutert: "Am vollsten sind die Regale mit Wein, Bier und Spirituosen - denn Wein und Hopfen bestäuben sich selbst."

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architekt09 14.05.2018, 23:03
24. Aufwachen!

Es ist eine Realität, dass 75% aller heimischen Insekten bereits verschwunden sind! Die Natur schenkt uns den überwiegenden Teil unserer Nahrung. Und ohne zu dramatisieren, ohne eine halbwegs intakte diversifizierte Natur wird es uns bald sehr schlecht gehen. Daher ist jeder noch so kleine Weckruf selbst eines Penny-Markts wichtig. Und die teilweise selten einfältigen Kommentare beleuchten leider nur zu hell das schattige Gemüt der Trolle aus der Pestizid-Industrie

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J.Boehrer 14.05.2018, 23:03
25.

Zitat von Vournet
Rosinen und Weintrauben sind weg, aber Wein gibt es noch? Da wurde scheinbar nicht allzu gründlich gearbeitet bei dieser Aktion.
Stimmt. Ist mir auch aufgefallen. Aber vom NABU kann man wohl keine Fachkenntnisse erwarten. Zum Ausgleich leiß er dafür die Tomaten liegen. Diese brauchen aber Insekten. Der Oberhammer ist aber der Spruch "Brot aus reinem Getreide ohne Körner.. für Samen brauchts aber dann doch bestäubung". Ja. WINDbestäunbung. Und Brot ohne Körner ist wie Hering ohne Fisch.

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spon-facebook-10000387603 14.05.2018, 23:09
26. Schöne PR-Aktion ... mehr nicht.

Ich glaube nicht, dass sich über Lippenbekenntnisse hinaus etwas ändern wird. Vielleicht ein paar Pseudomaßnahmen, man wird irgendein Blühstreifenprogramm ansetzen und ein paar der gefährlichsten Agrargifte verbieten. Aber am grundsätzlichen Problem, unserer Einstellung zu Lebensmitteln, ihrer billigstmöglichen-Rundum-die-Uhr-Verfügbarkeit, wird sich nichts ändern.
Es werden noch mehr Personen glauben, durch das Aufhängen von Wildbienennisthilfen und Aufstellen eines Bienenkastens "Bienen zu retten" und sich auf die Schulter klopfen. Warum stellt sich eigentlich niemand einen Tiger in den Vorgarten oder auf den Balkon? Ist auch ein bedrohtes Tier mit Sympathiewert.
Die Imkerei-Zulieferindustrie verdient gut an diesen Pseudomaßnahmen, denn mit den Modebegriffen wesensgemäß, artgerecht, naturnah etc. läßt sich auch der größte Mist verkaufen.
Ich warte auf den ersten solarstrombetriebenen Elektrogrill für die Grill-Weltmeisterschaften, bei denen dann weiterhin das Billigfleisch aus Massentierhaltung verarbeitet wird.
Ich habe selber mehr als 30 Jahre Imkerei betrieben, zuletzt bio-zertifiziert und beruflich. Als ich als Junge mit der Imkerei begann, waren Bienen so vital, dass ich am Ende der Saison kaum wußte, wohin mit den vielen Völkern. Heutzutage bringen Imker ihre Bienen quasi mit einer Gute-Nacht-Geschichte in Bett, nicht wissend, ob sie am nächsten Tag noch leben. Das mag sich übertrieben anhören, aber wer kann sich vorstellen, dass Bienen einst so einfach verfügbar waren, dass man sie am Ende der Saison zur Honigernte von den Waben in den nächsten Bach fegte? Es gab genug ...
Nicht dass ich solches guthieße oder praktiziert hätte.
Es müßte sich zuviel ändern, damit Bienen und andere Insekten eine Lebensgrundlage haben. Und die Bereitschaft dazu sehe ich nicht.

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om108 14.05.2018, 23:11
27. Das zunehmende Verschwinden der Bienen, Schmetterlingen

und vielen anderen Insektenarten kann ich in meinem Garten, darüber aber im gesamten ländlichen Raum seit Jahren beobachten. In diesem Frühling sind weniger denn je vorhanden. Eine zutiefst beunruhigende Entwicklung, die ein radikales Umdenken hinsichtlich der Notwendigkeit, viel nachhaltiger zu wirtschaften, dringend erfordert. Diese Aktion von Penny finde ich aufrüttelnd und funktioniert hoffentlich als Denkanstoß, da sie über die Medien Verbreitung findet. Bilder von leeren Reagalen bleiben oftmals besser in Erinnerung als nur statistische Angaben. Der Produktumfang, der in Abhängigkeit von Bienenaktivitäten steht war mir vorher nicht so bewußt.

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karlsiegfried 14.05.2018, 23:58
28. Die beste Idee zum Thema Bienensterben ohne Ende

Werbung hin oder her, das ist völlig egal. Nur auf diesem Weg kann den Verbrauchern und den Landwirten klar gemacht werden, wie wichtig die unscheinbaren, weil klein, Bienen sind. Ob nun irgendeine Supermarktkette den Mut hat dies Aktin nachzumachen. Am besten wäre, alle deutschen Supermärkte würden diese Aktion, aber angekündigt, eine ganze Woche lang durchziehen. Das hätte mit Sicherheit eine durchschlagende. Man sieht nun deutlich, nicht nur VW und andere böse Zeitgenossen zerstören die Lebensqualität, die Bauern sind auch kräftig dabei.

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Wasserexperte 15.05.2018, 00:02
29. Panikmache

Reine Panikmache, tut mir leid, wenn ich das so deutlich sagen muss! Seit Mitte der 90er werden in Deutschland und Europa flächendeckenden Neonikotinoide eingesetzt, mindestens ebenso lange sterben die Bienen. Seit mehr als 20 Jahren!!Müsste man also nicht allmählich merken, dass bestimmte Lebensmittel knapp werden? Oder zumindest teurer? Tun sie aber nicht. Erst vorletztes Jahr gab es in Deutschland eine Rekordernte an Äpfeln! Trotz Bienensterben und Neonics? Wundert das keinen?

Nichts gegen Bienenschutz und vernünftigen, auf das notwendige Mindestmaß beschränkten Einsatz von Pestiziden. Aber diese Panikmache von NABU und REWE hat mit der Realität nichts zu tun!

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