Forum: Wirtschaft
Naturschutz-Aktion in Hannover: So leer wäre ein Supermarkt ohne Bienen
Carolin Wahnbaeck

Was passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt? Ein Supermarkt in Hannover will das zeigen, räumt 60 Prozent seiner Produkte über Nacht aus den Regalen - und öffnet morgens ohne Vorwarnung seine Türen.

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Goldwin 15.05.2018, 09:53
60.

Zitat von mecker_messi
hängt hauptsächlich von der Zahl der Imker ab. Und die ist in D stark zurückgegangen.
Das stimmt nicht. Wir haben in Deutschland seit 10 JAhren wieder mehr Imker, mehr Honigbienen und mehr Honig pro Volk.

http://deutscherimkerbund.de/161-Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten

Aber solche Fakten passen nichts ins Bild und werden daher meißt weggelassen.

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regelaltersrentner 15.05.2018, 09:57
61.

Zitat von smartphone
Nun , wenn die Bienen "weg" sind , bleibt der Menschheit ( und vielen Tieren auch btw ) noch max 3 Jahre..... In China löst man das Problem durch menschl. Bestäuber ..... was auf Dauer aber nur gehen kann, wenn man genug Arbeitssklaven zum Nulltarif hat. Im Grunde liegt ein Totalversagen der Politik u.ä. vor , denen man offenbar hochgeschönte Umweltverträglichketsberichte im SInne betreutes Denken gibt. Es fehlt eine klare Struktur, die solche hochgetunten Genfabrikate a la RoundUp / Neonikotinoide Symbiosen effektiv bewerten und letztlich ohne Rücksicht auf "Unternehmensgewinne" verbietet . derartige "Gewinne" lassen sich mit hochdramatischen , unkorrigierbaren Naturverlusten nicht gegenrechnen
Eins schöne Geschichte mit den Handbestäubern in China. Die hing mit der Pflanzenzüchtung zusammen und gilt als schon lange widerlegt.
Kenne sie den weltweit größten Exporteur von Honig, es ist China.

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tobyr 15.05.2018, 10:14
62. Sie leben offensichtlich in einer sehr tristen Stadt...

Zitat von regelaltersrentner
Genau das habe ich auch schon mal gelesen, wo genau kann man das städtische Paradies für Bienen finden, ich sehe nur Gebäude, Straßen, Gehwege und ein paar Bäume, meistens solche, die von Bienen nicht angeflogen werden.
... oder kommen nicht weit aus Ihrem unmittelbaren Umfeld heraus. Bei uns gibt es Verkehrsinseln mit Wildblumen, Parks, botanische Gärten, zahlreiche Privatgärten etc. etc.
Unsere sehr erfolgreichen Stadtimker schnitzen sich ihren Honig ja schließlich auch nicht aus den Rippen.

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geri&freki 15.05.2018, 10:16
63. Werbung für eine gute Sache!

Eine wirklich gelungene und sehr anschauliche Aktion! Selbst wenn es sehr schwierig ist, auch die drohenden Mindererträge bei vielen Produkten in dieser Form darzustellen. Etwa beim Raps, dessen Erträge zum einen Teil auf Selbstbestäubung, zum anderen auf Insektenbestäubung basieren.

Natürlich werden viele Lebensmittel bei fehlender Insektenbestäubung nicht vollständig aus den Regalen verschwinden. Sie werden aber in deutlich geringerer Menge vertreten und/oder erheblich teuerer sein.

Dementsprechend gereizt die Reaktionen der Agro-Fraktion und ihrer Schreiberlinge auf diese Kampagne.

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ohjeee 15.05.2018, 10:27
64. 1

Zitat von mhwse
dass auch die Landwirte langfristig verschwinden .. (und große Teile der Landschaft wieder sich selbst überlassen werden. ) Und da wir aktuell auf dem Weg zurück ins Mittelalter sind - in den USA aber auch in Europa, ist das Eintreten dieser Utopie so schnell nicht zu erwarten .. gegen die Kommunikationsprobleme im Gehirn, der jeweiligen meist rechten Politiker (und der sie unterstützenden Bevölkerungsgruppen) hilft auch das Internet nicht.. Die können das nicht denken und erst recht nicht verstehen.
wow.
Landwirte sollen langfristig verschwinden. Ich hoffe, Sie leben bereits jetzt schon autark. Moderne Gesellschaften sind nunmal nicht als Selbstversorger konzipiert, sondern jeder macht das, was er gut kann und tauscht dann Waren gegen andere Waren (meist mit Geld).

Und klar. Am Bienensterben sind jetzt auch die Rechten schuld.
Bitte erleuchten Sie uns mit Ihrer Weisheit. Scheinbar bin ich auch rechts, denn das Geschwurbel kann ich nicht verstehen.

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großtroll 15.05.2018, 10:42
65. Gute Aktion

Motivation des Marktes ist egal, der Effekt passt. Übrigens: mein Garten ums Haus ist naturnah. Wildkräuter willkommen, was wächst darf kommen. Rasen mähen, nur wenn's nicht mehr anders geht. Ich hab fast das ganz Jahr Bienen und Hummeln ums Haus brummen. Friedliche und "fleißige" Tierchen.

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geri&freki 15.05.2018, 10:57
66. Einfaches Weltbild!

Zitat von Newspeak
Man sollte dasselbe bitte mal für Produkte machen, die nur durch Düngung, Pestizid- bzw. Herbizideinsatz, industrielle Landwirtschaft erzeugt werden. Unsere Supermärkte wären noch leerer als ohne Bienen. Aber mit einseitigen Aktionen ist es einfacher sich ein einfaches Weltbild zu machen.
Man hätte die Produkte vielmehr mit Preisschildern versehen sollen, die real wiedergeben, was uns deren agro-industrielle Erezugung tatsächlich kostet bzw. in Zukunft erst kosten wird.
Und das sind gewiss nicht die Preise, die wir heute an der Ladenkasse bezahlen.

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Goldwin 15.05.2018, 11:15
67.

Zitat von geri&freki
Eine wirklich gelungene und sehr anschauliche Aktion! Selbst wenn es sehr schwierig ist, auch die drohenden Mindererträge bei vielen Produkten in dieser Form darzustellen. Etwa beim Raps, dessen Erträge zum einen Teil auf Selbstbestäubung, zum anderen auf Insektenbestäubung basieren. Natürlich werden viele Lebensmittel bei fehlender Insektenbestäubung nicht vollständig aus den Regalen verschwinden. Sie werden aber in deutlich geringerer Menge vertreten und/oder erheblich teuerer sein. Dementsprechend gereizt die Reaktionen der Agro-Fraktion und ihrer Schreiberlinge auf diese Kampagne.
Nun, wenn Penny doch so sehr an nachhaltiger Landwirtschaft gelegn ist, dann können sie ja nur noch Bioprodukte und/oder Produkte kleiner bäuerliocher Betriebe verkaufen. DAS wäre eine gute Aktion. So wird weiterhin mit Billiglebensmittel ordentlich Geld verdient und mit soclhen Aktionen ein gutes Gewissen erkauft.
Man könnte auch mal die PArkplätze der Pennymärkte mit ganzjährigen Blühpflanzenmischungen aupeppen. Aber nein... auch das kostet wieder Geld

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geri&freki 15.05.2018, 11:16
68. Bumerang

Zitat von J.Boehrer
Stimmt. Ist mir auch aufgefallen. Aber vom NABU kann man wohl keine Fachkenntnisse erwarten. Zum Ausgleich leiß er dafür die Tomaten liegen. Diese brauchen aber Insekten. Der Oberhammer ist aber der Spruch "Brot aus reinem Getreide ohne Körner.. für Samen brauchts aber dann doch bestäubung". Ja. WINDbestäunbung. Und Brot ohne Körner ist wie Hering ohne Fisch.
Weit her scheint es mit Ihren eigenen Fachkenntnissen aber auch nicht zu sein. Sonst wüssten Sie nämlich, dass Tomaten sog. "Vibrationsbestäuber" sind. Das bedeutet, dass sich diese durch Rüttelbewegungen - ausgelöst durch Wind, manuelles Schütteln oder auch eine dicke Hummel - selbst bestäuben (Autogamie). Also nicht durch klassische Pollenübertragung von Pflanze zu Pflanze mittels eines sog. Bestäubungsvektors (hier: Bienen).

Folglich hätte man bei der Aktion die Tomate, heute zum Großteil in Gewächshäusern herangezogen, wenngleich dort durch eingesetzte Hummeln bestäubt, in aufgeschnittenen Stücken oder in halb gefüllten Ketchup-Flaschen auslegen müssen.

Im Übrigen können die wild verzerrten, stümperhaften Aussagen kaum aus dem Mund des Experten stammen. Denn so kommt man heute nicht einmal durch das Vordiplom. Vielmehr wurde wohl mal wieder in täppischer Weise - wahrscheinlich durch den Chefredakteur - verkürzt

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geri&freki 15.05.2018, 11:28
69. Weglassungen

Zitat von Goldwin
Das stimmt nicht. Wir haben in Deutschland seit 10 JAhren wieder mehr Imker, mehr Honigbienen und mehr Honig pro Volk. http://deutscherimkerbund.de/161-Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten Aber solche Fakten passen nichts ins Bild und werden daher meißt weggelassen.
Dass die Zahl der Honigbienenvölker bei uns im Wesentlichen sehr wohl von den Imkern, d.h. deren Zahl und/oder Engagement, abhängt, können Sie gleichwohl nicht bestreiten.

Dieses Faktum scheint wiederum nicht in Ihr Weltbild zu passen und wird daher ebenfalls nur zu gerne weggelassen..

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