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Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

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transatco 05.03.2019, 07:58
10. Superidee!!

Irgendwann wird gar keiner mehr vermieten! Warum sollte man Vermieten, wenn man am Ende nicht einmal seine Kosten umlegen darf und zudem die Sorgen mit so manchem Mieter hat!?

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zauberer2112 05.03.2019, 08:00
11. Sehr weitsichtig

Natürlich wird dann (zurecht) versucht, das auf die Kaltmiete aufzuschlagen. Und sollte das nicht klappen, gehen die Investitionen im Wohnungsbau halt zurück. Und überhaupt: Manche haben sich ein Haus mit wenigen Wohnungen zur Vermögensbildung / Altersvorsorge angeschafft. Nicht jeder Vermieter ist ein Konzern wie Vonovia und Deutsche Wohnen. Und diese trifft man mit dieser Maßnahme nicht, man schmälert allenfalls marginal deren Rendite. Will man (gerade als SPD) halbwegs für Gerechtigkeit sorgen, dann sollten solche Unternehmen vielleicht irgendwann auch mal Grunderwerbsteuer zahlen.

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erzengel1987 05.03.2019, 08:02
12. Ganz einfache mathematische Frage

Nehmen wir an ich habe ein Haus, da wohnen 4 Mietparteien. Das Haus kostet mich Grundsteuer, Strom, Gas, Wasser, etc. .
Die Miete ist so ausgelegt, dass zum einen die kosten gedeckt sind und zum anderen, so dass ich noch etwas Gewinn machen kann. Zusätzlich ein kleines Depot falls Reparaturen anstehen.
Wenn jetzt ein Kostenfaktor steigt, so ist es doch logisch dass die Miete erhöht wird.

Ich meine niemand vermietet zum Spaß und aus reiner Menschlichkeit. Man möchte mit seinem Besitz doch zumindest etwas Geld erwirtschaften. Das ist der Grund wieso Eigentum vermietet wird. Idealerweise Bestandsschutz und Kapitalanlage in einem.

Daher die Frage, wenn ein Kostenfaktor massiv steigt, so muss die Miete erhöht werden. Ich meine der Staat kann doch die Steuer frei festlegen.

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unpolit 05.03.2019, 08:04
13. Grundsteuer zahlt der, der wohnt,

egal ob Eigentümer in selbstgenutzter Immobilie oder Mieter in fremder. Und wenn ich diese nicht mehr entsprechend der konkreten Höhe umlegen darf, dann wird die Kaltmiete erhöht. Natürlich mit einem gewissen Sicherheitsaufschlag, denn bei den Kommunen kann man nicht sicher sein, wie sich Abgaben entwickeln.
Vielleicht muss ich zukünftig auch noch Müll, Strom, Gas und Wasser für meine Mieter zahlen? Um nicht mit dem Bereitstellen von Wohnraum auch noch drauflegen zu müssen, genau darum rechne ich eine Miete aus. Da sind alle nicht umlagerfähigen Kosten einkalkuliert, müssen diese ja auch. Und ein kleiner Gewinn.
Und wem dass nicht passt, der soll halt selbst die Pobacken zusammen kneifen, Verzicht üben und sparen, investieren und in die Vorleistung gehen, selbst bei der Sanierung Hand anlegen (wenn die Mieter im Freibad sind oder vor dem Fernseher). Und natürlich: Verantwortung übernehmen.
So stellt sich die Situation für den überwiegenden Teil der privaten Vermieter außerhalb von Metropol-Regionen dar.

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yogi65 05.03.2019, 08:04
14. zeitweise sprachlos

Manchmal macht mich die scheinbare wirtschaftliche Naivität der SPD regulär sprachlos. In dem Anbietermarkt den wir zur Zeit bei Wohnraum haben, egal ob Miete oder Eigentum, werden solche regulativen Maßnahmen natürlich sofort über die Preise bzw. Mieten weitergegeben. Das gilt auch für die geplante Regulierung bei Maklerprovisionen, die zukünftig nach den Plänen der Sozis zwingend vom Auftraggeber getragen werden sollen. Das geht selbstverständlich auch sofort in die Preise, für den Käufer ändert sich im Saldo nichts. Diese Logik gilt übrigens auch für das Thema direkte Wohnbauförderung. Das Geld das wir durch unsere Steuergelder so in den Markt pumpen wird eins zu eins über die Preise von den Anbietern abgegriffen. So läuft es halt. Ich denke das Wissen die Sozis auch, müssen nur für ihre Wähler Aktionismus dokumentieren. Die realistischen Wege das Angebot zu verbilligen wären Lockerungen bei den Bauvorschriften, Themen Lärmschutz, Brandschutz, Wärmedämmung etc. sowie Förderung des sozialen Wohnungsbaus auf Rechnung kommunaler Wohnungsbauunternehmen.

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dido450 05.03.2019, 08:05
15. Privatvermieter gehen langsam Kaputt den den tollen Gesetzen

Ich Vermiete Privat und wohne nicht im Haus warum soll ich die G-Steuer als Vermieter Tragen? Meine Mieten sind weit unter dem Schnitt. Halten das Objekt top im Schuss. Langsam werden wir dank den tollen Gesetzen noch draufzahlen wenn es so weiter geht.. Kann mir nur noch an den Kopf fassen über unsere Politiker bzw. Realitätverweiger wundern.

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jujo 05.03.2019, 08:05
16. ....

Wenn es so kommt werde ich meinem Mieter genau in Höhe der Grundsteuer, nach oben gerundet, die Miete erhöhen. Die letzte Mieterhöhung liegt drei Jahre zurück.

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filimou 05.03.2019, 08:05
17. Der SPD-Mann sollte etwas weiter denken!

Zum einen wird der Wohnungsbau dadurch unattraktiver und wird deshalb zurück gehen. Der Wohnraummangel wird verstärkt. Die Mieten werden deshalb weiter steigen. Zum anderen ist doch absehbar, dass Vermieter die zusätzliche Belastung in die Kaltmiete einrechnen werden. Der Mieter wird also nicht entlastet werden. Der Staat hätte auch finanzielle Nachteile, weil der Eigentümer die Grundsteuer als Werbungskosten absetzen könnte.
Im Ergebnis ist der Vorschlag wieder typisches Wahlkampfgeschwätz.

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entsetzt04.09.2015 05.03.2019, 08:06
18. Verbieten?

Ich denke es sollen mehr Wohnungen gebaut werden? Wenn der Vermieter bestimmte Nebenkosten nicht mehr in die Miete einrechnen darf, wird das wohl nichts. Schafft die Grundsteuer ab!

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japhet 05.03.2019, 08:06
19. Falschdarstellung

Aktuell werden Grundsteuern nicht „auf Mieten umgelegt“. Ein Vermieter kann aber die Grundsteuern als Nebenkosten auf den Mieter (!) übertragen im Mietvertrag. Sollte diese Praxis verboten werden, werden sich Vermieter überlegen, die dann für sie höheren Kosten ihres Mietobjekts eben doch in die Miete einfließen zu lassen.

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