Forum: Wirtschaft
Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

Seite 26 von 46
Bulle Geiger 05.03.2019, 12:06
250. also...

ich wohne selber als Mieter in einem Objekt, in dem ich die Grundsteuer auch selber bezahle - was mich ärgert. Gleichzeitig bin ich aber auch Vermieter - und lege die Grundsteuer nicht auf meine Mieter um. Und - oh Wunder - ich mache trotzdem meinen Schnitt. Wenn ich die Kommentare so mancher Foristen hier lese, dann muss man ja denken, dass sie, als Eigentümer und Vermieter einer Immobilie, so gerade am Existenzminimum kratzen - und das die Grundsteuer, so sie denn selber getragen werden müsste, die Bilanz der Vermietung quasi SOFORT in negative treibt.
Hallo, hört Ihr Euch eigentlich selber zu bei Eurem Lamento? Das ist hochgradig lächerlich! Ich bin bestimmt kein Freund sozialdemokratischer Ideen, im Gegenteil - aber wenn ich das hier so lese, dann kann ich verstehen, dass linke Ideen wieder mehr Anklang finden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jan_Wellem 05.03.2019, 12:07
251. Fehlende Kenntnisse der SPD

Ein schöner Beleg für die fehlende Wirtschafts- und Rechenkompetenz der SPD. Die Grundsteuer darf nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden? Dann wird sie halt auf die Kaltmiete aufgeschlagen. Warum sollte man als Vermieter die Grundsteuer selbst tragen? Aber das kann die SPD natürlich nicht verstehen, weil ihr ihre Ideologie den Blick auf die Realität vernebelt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lex13v13 05.03.2019, 12:08
252. Umlegen auf die Kaltmiete

Sofern der Vorschlag der SPD funktionieren soll, müssen sie auch das Umlegen auf die Kaltmiete verbieten. Dies wird wohl schwer machbar sein (Vertragsfreiheit) und dass trotz „Mietpreisbremse“ (ohne Mietspiegel wohl wirkungslos).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
*Querdenker* 05.03.2019, 12:08
253. Alles Komiker in der SPD!

Erst Frau Barley, die die Maklerkosten vom Verkäufer zahlen lassen will. Als Eigentümer weiß ich, was ich für meine Immobilie will und würde dann die Maklercourtage auf den Hauspreis draufschlagen.
Jetzt kommt der nächste Komiker der SPD und will die Nebenkostenverordnung ändern. Damt wird dann die Kaltmiete steigen bzw. es wird noch weniger gebaut werden, weil die Rendite sinkt. Ich vermiete wirklich billig, 105 qm für 420 € in einer Gegend, wo normalerweise um die 800 € für 100 qm genommen werden, aber wenn ich demnächst die Grundsteuer auch noch zahlen soll, dann lasse ich die Wohnung lieber leer stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jjcamera 05.03.2019, 12:10
254.

Zitat von andneu
Die Grundsteuer ist eine Steuer auf Eigentum. Und um die geht es hier.
Die Grundsteuer wird von den Gemeinden erhoben als eine Art Benutzungsgebühr für Infrastrukturangebote, die die Gemeinde allen Einwohnern zur Verfügung stellt. Sie wird laut Bescheid nach der bewohnten Grundstücksfläche berechnet und trifft damit die Bewohner eines Gebäudes und nicht die Besitzer oder Erwerber einer Immobile, es sei denn, die wohnen selbst in ihrem Gebäude. Ansonsten müsste sie Eigentumssteuer oder Gebäudebesitzsteuer heißen und wäre nicht verfassungsgemäß. Diese Regelung hat das BVG auch gar nicht kritisiert, sondern nur die Berechnungsmethodik für die "Grundstücksfläche" an sich. Wenn es anders wäre, gäbe es diese Diskussion gar nicht. Alles bliebe so, wie es ist. Was uns Steuerzahler auch deutlich weniger Geld kosten würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 05.03.2019, 12:10
255. Definition

Zitat von Ottokar
sind Betriebskosten der Eigentümer von Immobilen Sollten diese Betriebskosten nicht mehr auf die Mieter, als ausgewiesene Betriebskosten, umgelegt werden wird die Miete um diese Kosten erhöht. Wie wollen die kommunalen Eigentümer der Sozialwohnungen das ihren Mietern erklären. Das Ganze ist nur Augenwischerei der SPD um Wähler hinter das Licht zu führen.
Das mit den Betriebskosten ist reine Definitionssache. Die Grundsteuer zahlt man, laut Definition, für das Eigentum und den Wert des Grundstückes, wobei dieser über das umliegende Angebot ermittelt wird, was zum großen Teil vom Steuerzahler ohne besonderes Zutun des Vermieters geschaffen wird. Sie strafen den Mieter mit der Umlage dafür, dass er mit seinen Steuern den Wert ihres Grundstückes steigert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnubbeldu 05.03.2019, 12:11
256. Unsinn Teil 2

Zitat von proratio
Nach Ihrer Argumentation dürften Sie keine kommunale Einrichtung nutzen, da Sie die Grundsteuer auf die Mieter abwälzen. Aus welchem Grund eigentlich? Die Grundsteuer hat mit den zu zahlenden Betriebskosten für die Mietsache nicht das geringste zu tun. Es ist schon lange ungerecht, dass die Vermieter sich dieser Steuer, die sie auf Grundstück und Gebäude entrichten müssen, entledigen können. Ich habe mal zur Miete in einer Eigentumswohnung gewohnt, die Teil einer schicken Wohnanlage mit riesigem Grundstück war, das die Mieter aber nicht nutzen konnten, da dies den Eigentümern vorbehalten war. Die hohe Grundsteuer durften selbstverständlich die Mieter mit bezahlen.
Aha, wo denken Sie dass ich als Vermieter wohne? Zahle ich nicht DA schon die Grundsteuer für die Immobilie die ich selber bewohne?

Denken Sie darüber mal nach und überlegen sich DANN Ihre Antwort darauf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oil.domi1 05.03.2019, 12:12
257. Wirklich grandiose idee...

was die SPD da mal wieder hat. Für wie dumm werden die Menschen mitlerweile gehalten. Diese Lösung bringt weder dem Mieter noch dem Vermieter etwas. Der Vermieter kann die Kosten anderweitig umlegen. Die Politik will immer mehr Gesetze machen und bestimmen was wie gehandhabt werden soll. Auf der anderen Seite sind sie aber nicht in der Lage das Problem mit den immer höher steigenden mieten in den Städten zu stoppen. Die Großen Wohnungsbaugesellschaften haben leichtes Spiel ebenso wie die Spekulanten. Wenn jemand ein paar Wohnungen vermietet bekommt er immer mehr hürden in den Weg gelegt. Das ist der falsche Weg. Naja die SPD denkt sich täglich neue methoden aus um die verlorenen Wählerstimmen wieder zu bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teletubby1951 05.03.2019, 12:12
258. alberne forderung

so naiv kann auch nur ein spdler denken. wenn die grundsteuer nicht mehr offen in den betriebskosten erscheint, wird sie einfach verdeckt im mietzins eingepreist. spätestens bei mieterwechsel. letztendlich zahlt es der mieter immer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andi987 05.03.2019, 12:14
259. Richtig so

Die Idee ist auf jeden Fall richtig, da die Grundsteuer ja das Vermögen besteuern soll. Bei Neuvermietungen wird die Differenz wenn möglich aber natürlich einfach auf die Kaltmiete drauf geschlagen.
Generell ist das Problem der hohen Mieten ja vor allem der plötzlichen Zuwanderung von Millionen Menschen geschuldet. Klar das diese irgendwo wohnen müssen. Eigentlich müsste den Mietern hier eine Steuerminderung in ähnlicher Höhe gewährt werden. Gerne kann man sich das Geld bei den nun reichen Besitzern von ursprünglich quasi wertlosen Wohnungen zurück holen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 26 von 46