Forum: Wirtschaft
Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

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masc74 05.03.2019, 12:14
260. ... da schlägt die SPD gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe tot

Was für eine wahnsinnig brilliante Idee. Ich weiß jetzt schon, auf was das rausläuft. Zum einen denkt die SPD in ihrer unnachahmlich tiefgründig taktischen Art an die armen Mieter und ruft ihnen ein lautes "Nicht schlimm! Ein andrer zahlts!" zu, da kriegen sie dafür bei der nächsten Wahl bestimmt wieder 40%. Was vermutlich viel gravierender sein wird ist, dass damit das Korrektiv durch die zahlreichen Mieter wegfällt, die von der Steuer betroffen sind .... ab jetzt wird in den Kommunen (ich denke da z.B. an München und Berlin) über den Hebesatz Steuerpolitik nach Kassenlage gemacht.... trifft ja dann nur böse immobilienkapitalisten mit einer Ersatzvermögenssteuer, aber natürlich nur für den immobilen Teil des Vermögens.... super SPD! Ihr ward mal die Speerspitze der Demokratie in Deutschland und habt vielen Bürgern zu ihren Rechten verholfen .... die stolze SPD war mal zu Recht stolz auf sich selbst. Jetzt seid ihr nur noch ein sehr trauriger Haufen, den die Republik nicht mehr braucht .... und da ist niemand anderer Schuld als ihr selbst, das habt ihr ganz alleine hinbekommen!

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egoneiermann 05.03.2019, 12:15
261.

Zitat von mucschwabe
Das Problem der hohen Mieten ist nicht die Grundsteuer sondern zu wenig Wohnungen. Außerdem können die Mieten ja auch einfach so erhöht werden. Wie wäre es mit einem konsequenten, mutigen Bauprogramm in den Metropolen? Dann gehen auch die Mieten wieder runter.
Ja aber Teil der Mieten sind eben Kosten, die eigentlich der Vermieter zu tragen hat. Grundsteuer auf seinen Besitz, mit dem er Geld verdient, also auch er zahlen muss. Desweiteren Verischerungen und Verwaltungskosten. Die Versicherungen sind ja dazu da, seinen Besitz abzusichern, und nutzen den Mietern nichts. Genauso die Verwaltungskosten. Wenn er zu faul ist, die Nebenkosten selbst auszurechnen, dann muss er eben dafür zahlen und nicht die Mieter. Das sind alles Kosten, die eben nicht in der Miete stecken, sindern in den Nebenkosten, die beispielsweise nicht im Mietspiegel berücksichtigt werden.

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SigismundRuestig 05.03.2019, 12:16
262. Ein kleiner, aber richtiger Baustein in die richtige Richtung!

Obwohl im Koalitionsvertrag der letzten GroKo vereinbart, hatte die Union - und nicht der damalige verantwortliche SPD-Minister Maas - mit ihrer Beschränkung der Bremswirkung "auf die absolut notwendigen Bereiche" das Mietpreis-Bremse-Gesetz mit zahllosen Beschränkungen und Ausnahmen erheblich verwässert. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Bremswirkung bei den Mieten nicht eingetreten ist. Die Ursache hierfür sah und sieht auch der deutsche Mieterbund ausschließlich bei der bremsenden Union.
Die neuen CDU-geführten Landesregierungen in NRW und Schleswig-Holstein wollten dieses Gesetz sogar wieder abschaffen, anstelle es zu verbessern! Das ist das wahre Gesicht der Union ggü. den Mietern!
Und anstelle, wie in der neuen GroKo vereinbart, die entschärfte Mietpreisgrenze endlich scharf zu machen, bremste die Union erneut! Die Ex-CDU-Generalsekretärin Frau Kramp-Karrenbauer forderte - noch - mehr Marktwirtschaft! Die Immobilienwirtschaft zeigte sich bereits erfreut über den erneut verwässerten Entwurf! Die Mieter haben wieder das Nachsehen! Und die Union wird wieder einmal hinterher auf die SPD zeigen wegen eines wenig wirksamen Gesetzes!
Die Stadt München und ihr SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter haben für - den kommunalen Wohnungsbestand - überzeugend gezeigt, wie weit eine solche Mietpreisbremse gehen sollte und gehen kann, damit diese ihre volle Wirkung auch entfalten kann: Mieterhöhung begrenzt auf 10% innerhalb von 5 Jahren anstelle von 15% innerhalb von 3 Jahren, Mietobergrenze = 90% des jeweiligen Mietspiegel-Wertes, Modernisierungsumlage max. 5% anstelle 11% bzw. 8%, max. 3€ pro qm und nur solange, bis Modernisierung „abbezahlt“ anstelle unbegrenzt. Und zusätzlich hat Reiter über das Vorkaufsrecht der Stadt München gerade 300 Mietwohnungen zum Schutz der dortigen Mieter zurückgekauft.
Wir können festhalten, dass die Union dagegen alles unterlässt, um, insbesondere den bedürftigen Mietern (Alleinerziehende, etc.), bezahlbare Mieten zu garantieren. Der frühere bayerische „C“SU-Finanzminister Söder hatte da noch eines drauf gesetzt und alleine in München über 32.000 landeseigene Wohnungen (85.000 Mieter!) an dubiose Investoren verscherbelt. Mit dem Erlös hatte Söder notleidende Banker der bayerischen Landesbank gerettet und unbescholtene Mieter geopfert. Insofern kann ich den betroffenen Mietern nur raten, die Mieter-Heuchler Merkel, Seehofer, Söder und ihre Union nach 12 und mehr Jahren Nichtstun auf diesem Sektor endlich abzuwählen. Und die Münchner „C“SU hat - obwohl in der Münchner „C“SU-SPD-Koalition fest vereinbart - das Instrument der SEM (Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme) aufgekündigt, was weiterhin ungebremste Bodenspekulation zu Lasten von Müllwerkern, Polizisten, Krankenpflegern/-Schwestern , Altenpflegern, Lehrern etc. auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum ermöglicht!
Dass die Union auf Bundesebene jetzt offensichtlich doch auf die SPD zugegangen ist und eine leichte Verschärfung des neuen Gesetzentwurfs mitträgt, zeigt, dass das Thema offensichtlich auch bei der Union angekommen ist, wenn auch die Maßnahmen noch längst nicht ausreichen.
Ach noch etwas...

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krisensitzung 05.03.2019, 12:18
263. Steuerversteuerung

Zitat von helmipeters
auch da wo die SPD Verantwortung trug wurden kommunale Mietwohnungen an Meistbietende verhökert und heutzutage wird sich scheinheilig um die armen Mieter zu gekümmert. Wenn Vermieter die Kosten der Grundsteuer selbst tragen müssen werden in gleichem Umfang die Kaltmieten erhöht. Ob die Mehrkosten dann Kaltmiete oder Nebenkosten benannt werden nutzt den Mieter überhaupt nicht.
Es gibt aber einen Unterschied. Die auf die Kaltmiete umgelegte Grunddsteuer muss der Vermieter als Mieteinnahme versteuern, wodurch der Staat doppelt profitiert, es findet sozusagen eine Steuerversteuerung statt, zu Lasten des Mieters.
Die Umlage auf die Kaltmiete ist für alle diejenigen Vermieter (wie mich) kein Problem, die bisher mit der Miete noch deutlich unter der Vergleichsmiete lagen.
Das Ganze ist Augenwischrei und Bürgerverdummbeutelung erster Klasse. Bravo SPD, weiter aufwärts in den Abgrund...

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*Querdenker* 05.03.2019, 12:18
264. Brief an meine Mieter

Sehr geehrte Mieter,
wie Ihnen bekannt ist, vermiete ich sehr preiswert. Sie haben selbst gesehen, dass Sie für eine entsprechende Wohnung hier normalerweise ca. 800 € Kaltmiete bezahlen müssten. Bei mir zahlen Sie nur 420 €. Nun will die SPD die Grundsteuer durch eine neue Nebenkostenverordnung nicht mehr auf Mieter umlegbar machen. Deshalb sehe ich mich gezwungen, Ihre Miete vorab um 20 % zu erhöhen. 10 Angebote vergleichbarer Wohnungen in Größe, Ausstattung und Baujahr mit Mieten zwischen 700 und 800 € liegen bei. Ihre Miete wurde letztmals vor 10 Jahren angepasst. Bedanken Sie sich bei der SPD!
Freundliche Grüße
Ihr Vermieter

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Leonia Bavariensis 05.03.2019, 12:18
265. Ein Witz

Zitat von karlo1952
nicht verstanden. Er dient der Gemeinde für öffentliche Ausgaben und Infrastruktur, die dem !Dieter zugute kommt, und nicht dem Vermieter. Denn der wohnt nicht dort und versteuert dafür die Mieteinnahmen.
Der Grundsteuerbetrag ist derart niedrig, dass ich das Geschrei darüber hier nicht verstehen kann. Es lohnt eigentlich den Aufwand nicht, die Belege rauszusuchen, um diesen noch aufzunehmen. Außerdem ist es mein Eigentum, das besteuert wird, nicht das des Mieters. Insofern ist es nicht notwendig, denen das auf noch aufzuhalsen.
Auch die Steuer auf die Mieteinnahmen ist bei konsequenter Absetzung aller Unkosten incl. AfA lächerlich niedrig im Verhältnis zu den Mieteinnahmen insgesamt (die Grundsteuer könnte dann vermutlich zukünftig auch bei den Werbungskosten abgesetzt werden).
Aber vielen Eigentümern kann der Reibach ja nicht hoch genug sein; ich sehe es im Umfeld daran, dass versucht wird, so wenig wie möglich in die Erhaltung der Mehrfamilienhäuser zu stecken, wenn die Wohnungen vermietet sind, die von Einzeleigentümern gehalten werden. Ich persönlich finde diesen Geiz überhaupt nicht geil. Und meine Mieter danken es mir mit entsprechender Sorge für ihre/meine Wohnungen.

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polza_mancini 05.03.2019, 12:19
266. Mund abputzen...

Zitat von supergrobi123
In der hohen Miete, natürlich! Sie als Vermieter/Eigentumsbewohner profitieren von den hohen Mieteinnahmen bzw. -einsparungen. Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Ich als Mieter muss horrende Miete an Leute wie Sie abdrücken, weil das steuerfinanzierte(!!!) städtische Angebot im Umfeld der Wohnung so gut ist. Die Leute, die direkt finanziell von den Steuerausgaben profitieren (egal ob durch Mieteinnahmen oder kostenfreies Wohnen), dürfen dafür auch mal was zahlen! Dass ich aktuell das städtische Angebot dank Umlage ganz allein bezahle, mein Vermieter für das von mir finanzierte städtische Angebot dann aber einen fetten Mietaufschlag verlangt, ist dreist. Sehr gern können wir folgenden Kompromiss schließen: deutschlandweit werden Miet- und Kaufpreise auf einen einzigen Stadardwert festgelegt, zusätzlich zahlt dann der vor Ort lebende (egal ob Miter oder Eigentümer) eine Steuer für all das, was im Umfeld geboten wird. Wie klingt das für Sie? Lassen Sie mich raten: nicht so dolle? Sie möchten weiterhin Kapital aus anderer Leute (Steuer-)Investitionen schlagen, gelle?
...ein bißchen zuviel Schaum dran.
Ich habe einen Sache erworben, für die ich laufende Kosten habe, allen voran meine Kredit- und Zinszahlungen. Dass die Grundsteuer keine Betriebssteuern im eigentlichen Sinne sind, ist mir wumpe, denn sie fallen gleichwohl regelmäßig an. Jetzt vermiete ich diese Sache und vereinbare mit dem Mieter, dass er dann gefälligst auch alle laufenden Kosten tragen soll, so what? Ihr "Kompromiss" ist doch super, denn ich zahle an MEINEM Wohnort in der Tat für alles, was im Umfeld geboten wird - warum sollte ich das für den Mieter an SEINEM Wohnort tun? Und ich persönlich habe die Miete seit Jahren nicht erhöht, deswegen trifft mich der Vorwurf des Miet-Hais nicht so hart; gleiches dürfte für die Mehrzahl der Einzel-Vermieter gelten. Sie wollen eine Änderung der Wohnungspolitik? Gehen Sie entsprechend wählen und hoffen Sie! Mache ich auch...

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misterknowitall2 05.03.2019, 12:19
267. Weil...

Zitat von Jan_Wellem
Ein schöner Beleg für die fehlende Wirtschafts- und Rechenkompetenz der SPD. Die Grundsteuer darf nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden? Dann wird sie halt auf die Kaltmiete aufgeschlagen. Warum sollte man als Vermieter die Grundsteuer selbst tragen? Aber das kann die SPD natürlich nicht verstehen, weil ihr ihre Ideologie den Blick auf die Realität vernebelt.
das ihre Steuer ist! Es geht dabei um ihren Besitz und um den Wert ihres Grundstückes, der sich zu 100% aus der Lage ableitet. Und das diese Lage gut ist, haben sie dem Steuerzahler zu verdanken. Sie haben dafür nichts geleistet.

Unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit sie davon ausgehen, dass alle "Unkosten" auf den Mieter umzulegen sind. Dass sind ihre Kosten! Behalten Sie diese.

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spmc-135322777912941 05.03.2019, 12:20
268. Aber immer schreien

dass nicht genügend Wohnraum geschaffen wird. Mit dieser von der SPD dominierten GroKo und der Drohung einer Volksfrontregierung lege ich doch kein Geld in Wohnraum in Deutschland an.

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Askari 05.03.2019, 12:22
269. Vorbild Umsatzsteuer

Diese Prinzip hat sich bereits bei der Mehrwertsteuer bewährt. Kein Verbraucher hat auch nur einen Cent Mehrwertsteuer an das Finanzamt überwiesen. Die Mehrwertsteuer wird allein vom Handel getragen.

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