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Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
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Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

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gantenbein3 05.03.2019, 12:28
280. Das sind aber andere Probleme

Zitat von MagittaW
Natürlich ist die Steuer einkommensneutral, im besten Fall. Aber der Mieter kann die GrundSTEUER eben nirgends geltend machen. Und das ist unlogisch! Der Eigentümer hat ein Interesse, sein Eigentum am gewinnbringendsten zu nutzen. Und hier kommt der Staat ins Spiel: hohe Gewinne oder Einnahmen gleich hohe Steuern. Der Eigentümer hat ja durch eine wertvolle Immobilie einen ungleich höheren Gewinn in Aussicht - und den sollte der Staat teilweise abschöpfen, wie auch sonst in der sozialen Marktwirtschaft. Der Vermieter kann dann eben die Grundmiete entsprechend gestalten. Aber jeden Quadratmeter Wohnfläche gleich zu besteuern ist absurd - dann könnten wir ja eine Flattax einführen: jeder zahlt 20% Einkommenssteuer, egal ob Sozialhilfeempfänger oder Millionär. Sie erkennen hoffentlich die Ungerechtigkeit in dieser Logik? Nicht einmal die USA haben diese Art des "Reichensozialismus"!
Fakt ist, dass die Vermieter von der Grundsteuer überhaupt nichts haben, denn sie führen sie in derselben Höhe an die Kommunen ab, in der sie sie einnehmen. Die Grundsteuer ist für die Vermieter daher ein durchlaufender Posten. Aber es wäre natürlich eine interessante Option, den Mietern zu gestatten, die Grundsteuer auf ihre Lohn/Einkommensteuer anzurechnen. Doch schlagen Sie das mal Herrn Finanzminister Scholz (SPD) vor. Der wird vermutlich nicht sehr viel davon halten. Da ist es schon besser, die Vermieter abzukassieren und im Übrigen Mieter und Vermieter gegeneinander auszuspielen, bevor der Staat auf einen einzigen Euro verzichtet.

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der_anonyme_schreiber 05.03.2019, 12:29
281.

Zitat von krisensitzung
Es gibt aber einen Unterschied. Die auf die Kaltmiete umgelegte Grunddsteuer muss der Vermieter als Mieteinnahme versteuern, wodurch der Staat doppelt profitiert, es findet sozusagen eine Steuerversteuerung statt, zu Lasten des Mieters. Die Umlage auf die Kaltmiete ist für alle diejenigen Vermieter (wie mich) kein Problem, die bisher mit der Miete noch deutlich unter der Vergleichsmiete lagen. Das Ganze ist Augenwischrei und Bürgerverdummbeutelung erster Klasse. Bravo SPD, weiter aufwärts in den Abgrund...
Stimmt nicht, als Kosten absetzbar bleibt die Grundsteuer ja weiterhin. Sie schmälert den Gewinn, d.h. man zahlt dann logischerweise weniger Steuern
Auch die nicht umlegbaren Nebenkosten ( von denen es reichlich gibt) sind ( logischerweise) Gewinnmindernd.

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Leonia Bavariensis 05.03.2019, 12:31
282. AfA

Zitat von der_anonyme_schreiber
Würden Sie mir freundlicherweise erklären welche großartigen Steuervorteile ich ganz konkret habe? Mein "Steuervorteil" ist ausschließlich der, dass ich die Kosten , die durch das Gebäude entstehen, von den Einnahmen abziehe und dann das was übrig bleibt versteuere, wie das jedes Unternehmen macht. Mich würde interessieren was da ein "Vorteil" ist. Sie können das sicher genauer spezifizieren, oder?
Das Zauberwort heißt AfA. Bei mir bleiben dann rein rechnerisch kaum noch Einnahmen übrig, obwohl ich diese natürlich habe. Aber die Absetzung reduziert die Einkommensteuer aus den Wohnungen auf fast Null.

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Justitia 05.03.2019, 12:31
283.

Zitat von egoneiermann
Ja aber Teil der Mieten sind eben Kosten, die eigentlich der Vermieter zu tragen hat. Grundsteuer auf seinen Besitz, mit dem er Geld verdient, also auch er zahlen muss. Desweiteren Verischerungen und Verwaltungskosten. Die Versicherungen sind ja dazu da, seinen Besitz abzusichern, und nutzen den Mietern nichts. Genauso die Verwaltungskosten. Wenn er zu faul ist, die Nebenkosten selbst auszurechnen, dann muss er eben dafür zahlen und nicht die Mieter. Das sind alles Kosten, die eben nicht in der Miete stecken, sindern in den Nebenkosten, die beispielsweise nicht im Mietspiegel berücksichtigt werden.
Wie kommen Sie darauf? Jeder Betrieb rechnet die von Ihnen genannten Kosten in Gemeinkosten ein und legt sie auf die Preise des Produkte und Dienstleistungen des Betriebs um. Nichts anderes soll zurecht ein Vermieter machen können.

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Abraczyk 05.03.2019, 12:31
284. Milchmädchenrechnung

Zitat von cato.
Die SPD kann viel versprechen, am Ende werden die Mieter die zusätzlichen Kosten tragen müssen.
Natürlich werden (und müssen) die Kosten, die dem Eigentümer entstehen für die Immobilie, durch die Mieteinnahmen gedeckt werden - wer sollte sonst ein Interesse daran haben, Mietwohnungen anzubieten, geschweige denn zu bauen.
Das Grundprinzip unserer Marktwirtschaft verlangt, dass es so (oder versteckt in die Miete integriert) gehandhabt wird - außer man bietet Wohnungen gemeinnützig an (aber die Anbieter wurden ja weitgehend platt gemacht).

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hersp58 05.03.2019, 12:31
285. typisch SPD

Dieser Vorschlag ist genau so bescheuert, wie das vorgelegte Konzept der SPD zur Grundsteuer - bzw. Einheitswertreform überhaupt. Wenn die Belastung durch die geplante Einheitswertreform den einzelnen nicht mehr belasten soll, dann müssen zwangsläufig die Hebesätze angepasst werden, es sein denn man rechnet global, d.h. einige zahlen mehr und andere weniger. Was die Mieterumlagen angeht, können sich die Hauseigentümer dann revanchieren, in dem sie die Mieten bis zur Obergrenze des Mietspiegels ausreizen. Wer sitzt denn schließlich am längeren Hebel?

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klaus.rode 05.03.2019, 12:31
286. "die"

spd-basher sind schon wieder in Hochform. "DIE SPD" , wenn EIN Spd-Abgeordneter seine Meinung äußert. Zur Sache ist das natürlich Unsinn. Man muss bedenken, dass die Miete entsprechend kalkuliert wird. Diese getroffene Disposition auf Grundlage der bestehenden Rahmenbedingungen ad hoc zu unterlaufen ist grob unbillig. Dies ginge nur mit einem erheblichen zeitlichen Vorlauf. Schwachsinn ist es, lieber Genosse Carsten Schneider, sozial eingestellte Vermieter, die im Verhältnis zum Gebäude (Größe, Lage, Ausstattung) eine moderate Miete nehmen, durch diese Maßnahme auch noch zu sanktionieren. Gerade diese Vermieter werden dann gezwungen den gesetzlichen Rahmen zur Mieterhöhung voll auszuschöpfen.

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misterknowitall2 05.03.2019, 12:32
287. Da ist ein Fehler im Text....

Zitat von *Querdenker*
Sehr geehrte Mieter, wie Ihnen bekannt ist, vermiete ich sehr preiswert. Sie haben selbst gesehen, dass Sie für eine entsprechende Wohnung hier normalerweise ca. 800 € Kaltmiete bezahlen müssten. Bei mir zahlen Sie nur 420 €. Nun will die SPD die Grundsteuer durch eine neue Nebenkostenverordnung nicht mehr auf Mieter umlegbar machen. Deshalb sehe ich mich gezwungen, Ihre Miete vorab um 20 % zu erhöhen. 10 Angebote vergleichbarer Wohnungen in Größe, Ausstattung und Baujahr mit Mieten zwischen 700 und 800 € liegen bei. Ihre Miete wurde letztmals vor 10 Jahren angepasst. Bedanken Sie sich bei der SPD! Freundliche Grüße Ihr Vermieter
Sehr geehrter Mieter,

zusätzlich zu den horrenden 1200 Euro für 80m² kalt, werde ich jetzt noch meine Steuern ober drauf packen, da ich die ja nicht mehr über die Nebenkosten abwälzen darf. Des Weiteren lege ich meine Sanierungskosten um und erhöhe ihre Miete dauerhaft um 11%, obwohl die Kosten dafür bereits nach 6 Jahren wieder drin wären, und sie selbst von der energetischen Sanierung kaum profitieren.

Tut mir Leid, aber mir geht es so schlecht, dass ich keine andere Wahl habe. So ist das nun mal wenn man Eigentum erbt, ....nichts als Ärger.

So sieht das realistischer aus. Bitte nicht persönlich nehmen, ich kenn sie ja nicht.

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jfpublic 05.03.2019, 12:32
288. Ist die SPD in der Opposition oder noch in der Regierung?

Die SPD kommt jeden Tag mit neuen Ideen und redet jedem nach dem Mund. Makler weg, Grundsteuer auf die Eigentümer, Mietbremse und "baut mehr Wohnungen". Durchdacht ist anders. Leider ist das ja nicht der einzige Bereich: Vizekanzler Scholz hält vormittags das Geld zusammen und nachmittag verteilt er es mit den Genossen. Die SPD sollte schleunigst in die Opposition - da kann sie keinen dauerhaften Schaden anrichten.

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polza_mancini 05.03.2019, 12:33
289. Nein!

Zitat von misterknowitall2
dass sie Grundsteuer zahlen, weil sie irgendwo wohnen. Das ist Gott sei Dank noch nicht mit Steuer belegt. Nein, sie bezahlen Grundsteuer für den Besitz und Wert eines Grundstücks samt Immobilie. Der Wert hängt dabei direkt von der Umgebung ab, in die sie sicher kaum investiert haben. Nein, da hat der Steuerzahler alles schön gemacht. Sie sollten als Vermieter eigentlich wissen, was sie da umlegen. DA DENKEN sie mal drüber nach, bevor sie hier die Leute für Blöd verkaufen.
Das ist doch fast bei jeder Investition so! Ich kaufe für ein Heidengeld Aktien und hoffe darauf, dass die Firmenmitarbeiter fleissig genug sind, dass sich der Wert steigert. Ich kaufe für eine Heidengeld eine Wohnung in der Pampa und mit etwas Glück wird das der neue hippe Wohnort. Und die Umgebung darf ich als Steuerzahler (ja, die zahl ich auch) mitfinanzieren. Wenn es in die Hose geht, stehe ich mit meinen laufenden Kosten (auch Grundsteuer) da und habe Pech. Und der Mieter zahlt eben auch für den (temporären) Besitz einer Sache - er profitiert nur nicht vom gestiegenen Wert derselben, so wie auch einesfalls an einem Wertverfall beteiligt wäre (Staat baut mal eben eine Einflugschneise über mein Dach...)

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