Forum: Wirtschaft
Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

Seite 32 von 46
misterknowitall2 05.03.2019, 12:46
310. ???

Zitat von zauberer2112
Ich möchte gerne in eine Ihrer Wohnungen einziehen. Mehr als ein Schluck unter der ortsüblichen Kaltmiete fällt für mich doch nicht an, oder? Schließlich profitieren Sie ja schon von der Immobilie an sich und die Umlage irgendwelcher Kosten grenzt an Gier. Vielen Dank für Ihr Angebot. Die Kommune, in der Ihre Immobilie liegt, ist eigentlich egal, obwohl Spreelage und Ruhe schon sehr angenehm wären. Eine gute Infrastruktur, optimale Anbindung an den ÖPNV und die fußläufige Erreichbarkeit von (Fach-)Arztpraxen, (weiterführenden) Schulen, Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf und ausgewogenes kulturelles Angebot sind eine Selbstverständlichkeit. Mit freundlichen Grüßen Ihr neuer 10-Euro-Kaltmieter Berlin-Mitte
Was genau wollen Sie mir mitteilen? Ich schätze mal, sie haben einen meiner Texte nicht so richtig verstanden. Ihr Text ist so zusammenhangslos, dass man noch nicht mal einen Scherz ausmachen kann. Oder sollte das Satire oder Ironie sein? Entschuldigung, wenn es das sein sollte, ist es nicht zu erkennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geminiape 05.03.2019, 12:46
311. Realitätsfern

Erst diese unsägliche Mietpreisbremse und jetzt das! Was ein müder haufen, unfähig zu erkennen, dass diese hohen Mietpreise allein dem Versagen der Politik geschuldet sind. Was sollen diese Fantasie-forderungen? Was will diese SPD eigentlich? Diese Forderung zeigt doch eigentlich nur die Unfähigkeit die wirklichen Probleme, die jetzt schon gigantisch sind, zu erkennen und entgegenzuwirken. Stoppt Privatisierung, stoppt diese raffgierigen Renditegeier, schafft endlich günstigen Wohnraum und verliert damit keine Sekunde mehr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gantenbein3 05.03.2019, 12:47
312. Tut mir leid, aber das ist unrichtig

Zitat von der_anonyme_schreiber
Stimmt nicht, als Kosten absetzbar bleibt die Grundsteuer ja weiterhin. Sie schmälert den Gewinn, d.h. man zahlt dann logischerweise weniger Steuern Auch die nicht umlegbaren Nebenkosten ( von denen es reichlich gibt) sind ( logischerweise) Gewinnmindernd.
Die Grundsteuer wird [u]nicht[/] bei Kosten abgesetzt. Man teilt als Vermieter in seiner Einkommensteuererklärung dem Finanzamt lediglich mit, dass man vom Mieter Grundsteuer eingenommen und in derselben Höhe an die Kommune abgeführt hat. Dieser Vorgang mindert die Einkommensteuer des Vermieters um keinen einzigen Cent.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LenaCordes 05.03.2019, 12:51
313. Absetzbarkeit der Grundsteuer

Wenn sich der SPD Vorschlag durchsetzt, dann müsste der Vermieter die Grundsteuer in der Steuererklärung mit den Mieteinnahmen verrechnen können. Hierdurch würden dem Staat dann aber grob geschätzte 30% der Einnahmen aus der Grundsteuer für vermietete Immobilien entgehen. Das scheint also noch nicht ganz zu Ende gedacht zu sein....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Michael Kn 05.03.2019, 12:53
314. Lach

Die Grundsteuer wird in vermieteten Objekten als Betriebsausgabe abzugsfähig sein. Bei 500 € Grundsteuer, individueller Steuersatz 20 inkl. Soli, etc. entsteht eine Einnahmelücke von 400 €. Diese wird bei einen Mieterwechsel oder turnusmäßigen Anpassungen der Kaltmiete dann entsprechend umgelegt. Wobei ich glaube die Grundsteuer wird noch höher ausfallen, weil man dann im gleichen Atemzug die Erschließungskosten bei Straßenmodernisierungen kippt und das Delta auch Gegenfinanzieren will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Askari 05.03.2019, 12:53
315.

Zitat von july1969
Die Umsatzsteuer wird alleine vom Handel getragen? Da scheinen Sie aber nicht einmal im Ansatz zu wissen bzw. zu verstehen, wie die Umsatzsteuer und die einzelnen Phasen der Besteuerung funktionieren. Korrekt ist, der Rechnungssteller führt, sofern sie anfällt, die Umsatzsteuer an das Finanzamt ab. Von dem was er abführt darf er allerdings das abziehen, was ihm durch andere Unternehmen als Vorsteuer in Rechnung gestellt wurde. Eine tatsächliche Belastung ist die Umsatzsteuer immer nur für den letzten in der Kette. Im weit überwiegenden Fall, für den privaten Endverbraucher.
Ach so! Das wusste ich nicht. Ich bin SPD-Mitglied.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
im_ernst_56 05.03.2019, 12:53
316.

Zitat von demokrat2
.... der Besitzer und Vermögenden. Die Grundsteuer ist allein vom Eigentümer zu bezahlen und nicht von den Mietern. Solche Art von "Bevorzugung und Priviliegien" sind aufgrund der Mietpreisentwicklung nicht mehr zu akzeptieren und in höchstem Maße ungerecht. Das ist wieder ein exemplarisches Beispiel wie sich die CDU/CSU das (Un)Recht zurecht gebogen hat, um Besitzende von Kosten zu bewahren. Derart gibt es viele Gefälligkeitsregelungen zum Vorteil der eh schon bevorzugten. Das muss ein Ende haben.
Frage: Warum ist es Unrecht, dass im Ergebnis der die Grundsteuer trägt, der das Haus/die Wohnung tatsächlich bewohnt und damit von der kommunalen Infrastruktur, zu deren Mitfinanzierung die Grundsteuer dient, unmittelbar profitiert? Aus welchen Rechtsgrundsätzen schließen Sie, dass der Eigentümer, der nicht in der Kommune wohnt, im Ergebnis die Grundsteuer tragen muss? Die Grundsteuer ist keine auf das Grundeigentum fallende Vermögensteuer und Gewinne aus Vermietung und Verpachtung müssen selbstverständlich versteuert werden. Ihre Vorstellung von Recht ist nur ein subjektives Gerechtigkeitsgefühl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ignazpietsch 05.03.2019, 12:56
317. Bessere Vorschlag? Mieter aktiv entlasten!

Das kann niemand kontrollieren! Vermieter finden IMMER einen Weg, der Mieter ist immer der Dumme. Besser wäre es, beim Mieter anzusetzen. Wer zB mehr als ein Drittel seines Nettoeinkommens für Miete ausgibt, sollte dies (zB über Steuererklärung) zurückbekommen. Oder einen teil. So gäbe es auch mehr Gerechtigkeit.

Ich als Redaktuer zahle von ca 2600 netto 1000 Euro Miete in München. Ein alter Kollege, der im Ruhrgebiet geblieben ist, hat bei gleichem Tarifvertrag 600 Euro NETTO mehr in de Tesch, weil er für gleichgroße Wohnung nur 400 Euro Miete zahlt. Hier sollte es zum Ausgleich eine Art Zulage oder Ausgleich geben. Kriegt ja jeder Beamte oder Politiker ja auch. Muss ja nicht 1 zu 1 sein. Mehr Lebensqualität in München? Paaah, mit 600 Euro weniger, ja, is klar. Und ich arbeite auch nicht unbedingt freiwillig dort, sondern weil es da nen Job gab.

Möglicher Nachteil. Wenn geldgierige Vermieter mitbekommen, dass die Mieter entlastet werden, können sie ja wieder die Mieten bis zur Quetschgrenze erhöhen. Das sollte auch irgendwie verhindert werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
supergrobi123 05.03.2019, 12:58
318. @anonymer_Schreiber: Gern.

Zitat von der_anonyme_schreiber
Würden Sie mir freundlicherweise erklären welche großartigen Steuervorteile ich ganz konkret habe? Mein "Steuervorteil" ist ausschließlich der, dass ich die Kosten , die durch das Gebäude entstehen, von den Einnahmen abziehe und dann das was übrig bleibt versteuere, wie das jedes Unternehmen macht. Mich würde interessieren was da ein "Vorteil" ist. Sie können das sicher genauer spezifizieren, oder?
Sie dürfen den Wert der Immobilie über 50 Jahre mit 2% als steuerliche Abschreibung geltend machen und so tausende Euro an Miteiennahmen unversteuert einstreichen.
Nochmals zum Mitdenken: Ihr investiertes Kapital, das sich fortan vermehrt, wird als "Verlust" über 50 Jahre steuerlich gegengerechnet. Werterhaltende Maßnahmen dürfen ironischerweise zusätzlich steuerlich geltend gemacht werden.
Verkaufen Sie später, z.B. nach den vollen 50 Jahren, wenn Ihr Haus zu 100% abgeschrieben, also buchhalterisch "wertlos" ist, dürfen Sie den Verkaufserlös aber unversteuert einstreichen. Als Unternehmer müssten Sie sowas als "außerordentlichen Gewinn" voll versteuern.

Zudem dürfen Sie sich über steuerfreie Wertsteigerungen freuen! Nur 10 Jahre "Spekulationsfrist" müssen Sie verstreichen lassen, schon müssen Sie bei Verkauf keinen Heller Steuern auf Ihren Gewinn bezahlen!

2 heftige Steuergeschenke sind das!
Man stelle sich vor, man dürfe auf die Einnahmen aus Wertpapieren und Festgeldern erstmal das investierte Geld als "Verlust" gegenrechnen und hätte nach 10 Jahren sämtliche Kursgewinne steuerfrei!
Solche steueroasenesquen Vorteile hat aber nur der Vermieter.
Die Grundsteuer darf er zusätzlich auf die Mieter abwälzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 05.03.2019, 12:59
319. Ach, kommen Sie!

Zitat von polza_mancini
Das ist doch fast bei jeder Investition so! Ich kaufe für ein Heidengeld Aktien und hoffe darauf, dass die Firmenmitarbeiter fleissig genug sind, dass sich der Wert steigert. Ich kaufe für eine Heidengeld eine Wohnung in der Pampa und mit etwas Glück wird das der neue hippe Wohnort. Und die Umgebung darf ich als Steuerzahler (ja, die zahl ich auch) mitfinanzieren. Wenn es in die Hose geht, stehe ich mit meinen laufenden Kosten (auch Grundsteuer) da und habe Pech. Und der Mieter zahlt eben auch für den (temporären) Besitz einer Sache - er profitiert nur nicht vom gestiegenen Wert derselben, so wie auch einesfalls an einem Wertverfall beteiligt wäre (Staat baut mal eben eine Einflugschneise über mein Dach...)
Wenn Sie Aktien kaufen, lassen sie die laufenden Kosten ja auch nicht von den Arbeitern oder dem Konzern finanzieren. Das ist doch Blödsinn. Sie wälzen Kosten ab, nichts anderes.

Warum sollte ein Mieter für einen "temporären Besitz" etwas anderes bezahlen als eine Miete? Sie machen damit Geld, sie bezahlen die Steuer, fertig.

Ach, und wenn ihnen das Risiko zu groß ist, dann sollten sie keine Wohnungen kaufen, anstatt dem Mieter alles auf Auge drücken zu wollen. Eigentum verpflichtet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 32 von 46