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Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

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schnubbeldu 05.03.2019, 15:10
360. Eine ECHT ungerechte Welt ...

Zitat von jo126
Wohnungen sind zunächst ein Wirtschaftsgut. Sie wachsen nicht auf Bäumen, sondern müssen gegen Geld gebaut werden. Investoren geben Geld nur gegen Rendite aus, nicht aus Menschenliebe. Das macht - vielleicht - der Staat mit Steuiergeldern, aber doch kein privater Investor. Und: Das menschliche Bedürfnis nach Wohnraum kann man kostengünstig auch in Posemuckel befriedigen. Wer allerdings nach Hamburg Harvestehude oder neuerdings auch die Schanze will, muss halt zahlen. Alle wollen Porsche fahren, können aber nur einen Lada bezahlen. Eine ungerechte Welt.
... empfinde ich auch! Denn meinem Wohnungsnachbar gehörenden Maserati kotzt mich an! Hat es bei ihm nicht für einen Ferrari gelangt? Allein der Sound wäre es für mich wert gewesen einen Ferrari kommen zu hören, wenn er wieder heimkehrt. ;-)

*ironiemodus off*

Nicht falsch denken, ich bin ein Gönner für jeden der sich "was" leisten kann, weil ER es sich verdient hat. Aber wäre ich ein Mieter, müsste ich wie eingangsbeschrieben so denken. Nein, jedem das Seine und jeder hat auch unterschiedliche Werte, auf die er setzt. Sei es dass er 3x im Jahr nach Malle fliegt und dank Billigflieger sich dies leisten kann und gleichzeitig als "Umwelt-Sau" betitelt werden kann, oder ob jemand wie ich auf Qualität beim alltäglichen Leben, insbesondere Lebensmitteleinkauf setzt, und sich freut seit mehr als 5 Jahren in einer Eigentumswohnung zu wohnen und bis zum Endtermin der Finanzierung auch schuldenfrei ist. Jeder das Seine!

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misterknowitall2 05.03.2019, 15:15
361. Ach Gott...

Zitat von polza_mancini
das "Top-Argument", wenn gar nichts mehr geht in der Diskussion. Machen Sie sich mal die Mühe und lesen Sie wenigstens ein paar Seiten der Kommentierungen zu Art. 14 Grundgesetz, was sich dahinter verbirgt und vor allem: was nicht. Die Hütte wird mit meinem Rententeneintritt bezahlt sein und ganz sicher ist der Anteil der aktuellen und kommenden Mieter daran überschaubar. Aber natürlich wälze ich die Kosten als Vermieter ab, was denn sonst? Nochmals: ich zahle für das von mir bewohnte Eigentum auch Grundsteuer, darf also für die Umfeld-Wohltaten der Kommune (wo sind sie nur??) doppelt zahlen. Bekomme ich die dann erstattet. Und in punkto grandiose Vorschläge hier auch einer für Sie: sollte Ihnen das Risiko steigender Mieten zu groß sein: verzichten Sie einfach mal paar Jahre auf Urlaub und kaufen Sie oder ziehen Sie raus ins Grüne - Ihre Kilometerpauschale zahle ich über meine Steuern dann gerne auch noch mit, bin ja kein Unmensch. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte: der Pool-Pfleger hat gerufen, es scheint die Goldauflage von meinem Sprungturm abzublättern...
mit Häme und Sarkasmus auf vernünftige Argumente reagieren ist eine ganz schwache Nummer. Naja, ich bin froh sie nicht als Vermieter zu haben.

Ach, ich muss nicht auf Urlaub verzichten und kann mir trotzdem eine Wohnung leisten. Ich verdiene gut und bin nicht darauf angewiesen Mieter auszunehmen.

PS: Sie bezahlen Grundsteuer, weil sie den Grund besitzen. Es ist ihres, egal ob vermietet oder nicht. Sie profitieren von der Wertsteigerung. Deswegen ist da eine Steuer zu zahlen.....von Ihnen.

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emil7685 05.03.2019, 15:22
362.

Zitat von ignazpietsch
Was für ein Bull... Erstens, verdienen sich viel Vermieter, auch private, mit den zurzeit möglichen horrenden Mieten eine goldene Nase.
Totaler Blödsinn. Selbst ein Erbe, der eine abbezahlte und gut vermietete 100m2-Eigentumswohnung in einem berliner Trendviertel "leistungslos" geerbt hat verdient sich daran keine goldene Nase. Dem bleiben nach Wohngeld, Steuern, Instandhaltung, Hausverwaltung und außergewöhnlichen Belastungen (Mietrückstand, Prozesse usw.) vielleicht 700-800 Euro im Monat.
Würde derjenige diese Wohnung für 350-400.000 Euro verkaufen und den Erlös konservativ anlegen hätte er wesentlich mehr Rendite.

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bildammontag 05.03.2019, 15:23
363.

Zitat von Lak Moose
oder andere Weise werden solche Kosten immer auf den Mieter (oder im Fall der Maklerprovision den Käufer) umgelegt. Das ist doch nur Augenwischerei.
Das habe ich auch nicht verstanden. wo wird die Maklerprovision auf den Mieter oder dann mal auf den Käufer umgelegt? Wie soll das funktionieren?
Nicht.

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jo126 05.03.2019, 15:23
364. Linke Spinnerei

Zitat von misterknowitall2
Panikmache auf unterstem Niveau. Diejenigen, die Wohnraum bereitstellen und instand halten verdienen dann halt ein bisschen weniger. Sie werden schon nicht arm werden. Es wird immer genug Kapitalisten geben, die bereit sind Unsummen für eine Mietwohnung auf den Tisch zu legen.
Keiner legt "Unsummen" auf den Tisch, um eine nicht renditefähige Mietwohnung zu kaufen, jedenfalls kein Investor, der bei klarem Verstand ist. Sie leben offensichtlich in einem grandiosen Umverteilungstraum, der gewürzt ist mit einem gerüttelt Ma0ß Sozialneid. Nur zur Erinnerung: Wir leben nicht im Sozialismus, zum Glück. Und die Mehrheit schent das auch keinesfalls zu wollen. In unserem Wirtschaftssystem muss man halt etwas leisten oder schaffen, wenn man gewisse Dinge errweichen will. Aber, als "misterknowitall" wissen Sie das ja. Gefällt Ihnen wohl nur nicht.

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misterknowitall2 05.03.2019, 15:24
365. Ja, sie bezahlen dafür das sie Boden besitzen...

Zitat von polza_mancini
Aber das zahle ich als Bewohner MEINER Immobilie doch auch, zusätzlich! Sie wollen an der Wertsteigerung des Grundstücks beteiligt werden, weil Sie es mieten, das ist der Punkt. Würden Sie sich dann auch gerne an meinem Investment (Tilung/ Zinsen, Grunderwerbssteuer, Makler) beteiligen? Würden Sie dann auch gerne einen Ausgleich an mich zahlen, wenn das Grundstück durch eine kommunale Maßnahme weniger wert wird? Eben! Und "es geht nur ums Kohle machen"...? Warum sollte sich jemand auf Jahre zur Alterssicherung verschulden, wenn er damit kein Geld verdienen kann?? Weil die Mieter alle so nett sind und mir das einen Platz an der Himmelspforte vorne links sichert? Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass zwischen Profi-Investoren, Heuschrecken und Miethaien ein marginaler Unterschied zum durchschnittlichen Einzel-Vermieter besteht.
was habt ihr Vermieter alle damit, dass ihr privat ja auch Grundsteuer zahlt. Na klar zahlt ihr auch für diesen Besitz. Wenn ich mehrere Autos besitze, bezahle ich auch für jedes Auto Steuern.

Nein, ich will mich nicht an der Wertsteigerung bereichern, denn ich habe dafür ja nichts getan. Sie aber auch nicht, und trotzdem profitieren sie von dem Wertzuwachs. Früher wurden solche Gewinne bei Verkauf zu 100% einkassiert und das zurecht!

Geld verdienen ist ja kein Problem, wenn daraus aber unverschämte Abzocke wird, dann habe ich sehr wohl ein Problem. Und so was wie die Grundsteuer auf den Mieter umzulegen hat für mich was von Abzocke. Ihr Investment unterstützt der Mieter durch seine Miete.

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jo126 05.03.2019, 15:29
366. Ach ja

Zitat von KlausMeucht
Wir brauchen in den Großstädten wie München keine Pfleger, keine Paketboten, keine bezahlbaren Restaurants, keine Kindergärten und schon gar keine Polizisten und Wachpersonal? Arme Menschen raus aus den Metropolen? Dann werden nicht nur die Mieten unbezahlbar. Geht es um Arbeitsplätze schreiben Sie bestimmt die Menschen sollen umziehen. Geht es um Wohnraum sollen sie wieder raus.
Das regelt der Markt, nicht private Investoren. Sowas hat mit Arroganz nichts zu tun. Es ist Abgebot und Nachfrage. Mein privates und erarbeites Geld steht jedenfalls nicht für soziale Wohltaten für vermeintlich Zukurzgekommene zur Verfügung. Dafür ist der Staat zuständig, ich zahle horrende Steuern dafür.

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MatthiasPetersbach 05.03.2019, 15:31
367.

Zitat von ignazpietsch
Erstens, verdienen sich viel Vermieter, auch private, mit den zurzeit möglichen horrenden Mieten eine goldene Nase. Viele müssen gar nicht mehr arbeiten, es sei denn, man nennt das Vermögen-Verwalten nun schon Arbeit. Ganze Bevölkerungschichten leben schon ausschließlich von Mieten/Mietern. Ich kenne in meinem durchaus wohlhabenden Umfeld KEINEN, der nebenbei noch eine Wohnung gekauft hat und im Hinblick auf Altersvorsorge vermietet. Das ist dem normalen Arbeitnehmer gar nicht möglich. Das können sich Zahnwalt/Gattinnen leisten, höhere beamte mit fünfstelligem Gehalt und Erben eventuell noch.
ja was nun?

Verdient man sich jetzt durchs Vermieten sich ne ne goldenen Nase - oder kann man sich keine Wohnung leisten, die man dann vermietet?

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swnf 05.03.2019, 15:33
368. Sie kennen es nicht...

Zitat von ignazpietsch
Was für ein Bull... Erstens, verdienen sich viel Vermieter, auch private, mit den zurzeit möglichen horrenden Mieten eine goldene Nase. Viele müssen gar nicht mehr arbeiten, es sei denn, man nennt das Vermögen-Verwalten nun schon Arbeit. Ganze Bevölkerungschichten leben schon ausschließlich von Mieten/Mietern. Ich kenne in meinem durchaus wohlhabenden Umfeld KEINEN, der nebenbei noch eine Wohnung gekauft hat und im Hinblick auf Altersvorsorge vermietet. Das ist dem normalen Arbeitnehmer gar nicht möglich. Das können sich Zahnwalt/Gattinnen leisten, höhere beamte mit fünfstelligem Gehalt und Erben eventuell noch. Zweitens: Nicht die SPD wird zur Bedrohung der Gesellschaft, sondern der entfesselte Kapitalismus. Wie im Mittelalter auf etwas höherem Niveau haben wir 5 bis 10 Prozent Reiche und wie eine Kaste bevorzugte Beamte (ein normaler Arbeitnehmer muss 120 Jahre arbeiten, eine Rente zu erhalten, die der Altersvorsorge eines ähnliche verdienenden Beamten entsapricht), die auf Kosten von 80 Prozent der Bevölkerung leben. Wie sehr ich recht habe, sieht man , wenn man mal an die Privilegien dieser Profiteure heranwill. Dann wird sich, wohlwissend, mit Händen und Füßen gewehrt.
...also kann es das auch nicht geben? Tolle Logik!

Hier ist so einer. Ein fünfstelliges Gehalt habe ich zwar, aber das gilt fürs Jahr - Sie meinten wahrscheinlich ein Monatsgehalt? Bei Beamten? Von was träumen Sie eigentlich sonst so?
Goldene Nase verdienen? Hä? Ordentlich Steuern nachzahlen und ständiges hoffen, dass die laufend anfallenden Reparaturen nicht so teuer sind, dass man am Ende des Jahres nicht auch noch draufzahlt, ist schon eher die Realität eines Privatvermieters! Mein Netto-Profit für das von mir vermietete Reihenhaus war in den letzten 10 Jahren bei max. 3000 Euro (im Jahr!!!)

Sollte die Grundsteuer jetzt auch von mir bezahlt werden müssen kommt das auf die Miete drauf. Verlustgeschäft werde ich jedenfalls nicht machen!

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polza_mancini 05.03.2019, 15:36
369. Nein,

"Eigentum verpflichtet" ist bspw. kein vernünftiges Argument sondern schlicht eine Platitüde. Ich müsste die Grundsteuer i.ü. auch zahlen, wenn der Wert fällt, sogar bis auf null. Egal.
Dass gesetzlich legitimiert umlegbare Kosten auch umgelegt werden, kann Ihnen zwar schmecken oder nicht, ist aber letztlich ohne Belang - abgesehen davon, dass dieser Anteil an den Mietkosten nicht die Welt ausmacht. Die Mieten werden weiter steigen, die Wohnungsnot größer, der verpfuschten Politik der letzten Jahrzehnte sei Dank. Genießen Sie Ihre Urlaube: mieten ist was für Reiche, wie ein anderer Forist schon richtig amerkte!
PS: Entgegen Ihres Nicks, der leider zu hohe Erwartungen weckt, haben Sie leider ein recht schlichtes Bild von typsichen Mietern und Vermietern - das provoziert leider auch irgendwann Sarkasmus, für den ich mich selbstverständlich und in aller Form entschuldige. Alles Gute.

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