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Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

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spmc-12355639674612 06.03.2019, 19:25
450. Nur zum Teil richtig

Zitat von karl-felix
1) Dann haben Sie ein herevorragendes Objekt gekauft und sehr viel Glück. Millionen privater Vermieter schreiben Verluste. Freuen Sie sich . 2) Zu kurz gesprungen . Die Immobilienpreise ( 1997 real Index 100 ) stiegen von 1987-1997 von 78 auf 100, also um 22 Punkte. Von 1997 - 2017 dagegen nur um 15 Punkte auf 115. In Deutschland wird schlicht zu wenig und zu teuer gebaut,Preistreiber ist der Staat und die Nachfrage bleibt ständig hoch . 50.000 Wohnungen im Jahr zu wenig , da helfen die niedrigen Zinsen und das Baukindergeld nur begrenzt. . Das treibt die Mieten , die zuvor von 1994-2014 real stetig gefallen sind, lt. IVD von 19,13% des Haushaltsnettos auf 15,72% . Die SPD Idee ist reine Augenwischerei , da bisher der Schuldner der Grundsteuer der Vermieter ist . Es ändert sich dadurch gar nichts. Es wird nicht eine einzige Wohnung mehr gebaut werden , die Mieten werden dadurch nur steigen da der Vermieter einen Risikoaufschlag in die reguläre Miete einarbeiten kann was er bisher über die Nebenkosten nicht konnte. Keine gute Idee.
1) Die besten Renditeobjekte gab es damals in Berlin (bis ca. Mitte 2015 relativ günstig und stark steigerungsfähig), danach einige Lagen (Altbau, zentrumsnah) in Leipzig, auf jeden Fall aber Großstädte über 500.000 Einwohner. Man musste für eine ordentliche Mietrendite aber relativ einfache Wohnungen kaufen, keine Luxusobjekte in Bestlagen.

2) Man sagt, dass Immobilienpreise normalerweise ungefähr mit der Inflationsrate steigen bzw. mit der Preissteigerungen bei Baustoffen. Das träfe von 1987-2017 nach Ihrer Rechnung in etwa zu.
Das mit dem Bauen ist wieder ein Problem der Großstädte bzw. Metropolregionen und nur dieser. Der Staat spielt zwar eine Rolle, dadurch lässt sich jedoch nicht die Steigerung seit 2014 erklären. Die geht hauptsächlich auf das Konto der Darlehenszinsen: Werden Darlehen günstiger, dann werden Immobilien teurer. Auch dieser Zusammenhang ist bekannt. Als Verstärker dieser Entwicklung spielt noch eine große Rolle, dass der EZB-Zinssatz ja aus der Not heraus geboren wurde, weil Finanz- und Aktienmärkte ins Straucheln geraten waren. Dies schlägt psychologisch und finanziell voll auf die Immobilienmärkte durch, weil Immobilien ausgesprochen krisenresistent sind (Immobilienbesitz übersteht i. d. R. sogar Kriege).

Für die Käufer, die spät, also ab ca. 2016 gekauft haben, spielt die niedrigere Rendite noch eine Rolle: Damit sich das Investment lohnen konnte, mussten zukünftige Mietsteigerungen einkalkuliert werden.

Zum Bauen: Dieses Problem betrifft tatsächlich die Großstädte ganz besonders, weil Bauland dort inzwischen sehr knapp und teuer ist. Wieder als Beispiel Berlin: In Kreuzberg liegen die Bodenrichtpreise teilweise bei 3500 Euro/m². Ein MFH mit 400m² Grundstücksfläche schlägt allein für den Bauplatz - wenn Sie überhaupt einen freien finden - also mit ca. 1,4 Mio Euro zu Buche. Damit dürften die Wohnungen, die Sie dort bauen können, pro Stück locker über 300.000 Euro kosten. Sie können das gerne machen. Lohnen würde es sich am Ende wahrscheinlich.

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