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Nebenkosten von Immobilien: SPD will Umlage der Grundsteuer auf Mieten verbieten
DPA

Künftig sollen allein Vermieter die Grundsteuer bezahlen - wenn es nach dem Willen der SPD geht. Fraktionsvize Carsten Schneider fordert, dass Eigentümer die Abgabe nicht mehr auf die Mieten umlegen dürfen.

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Leser161 05.03.2019, 08:48
80. Wie soll das denn gehen?

Also ich bin kein Vermieter (aber mit meinem recht zufrieden), aber ein normaler Privathausbesitzer hat normalerweise eine lebenslange Kalkulation und dann so mit 60 sein Häuschen abbezahlt. Wenn er jetzt mehr Grundsteuer bezahlt und irgendwie verhindert wird das er deswegen die Miete erhöht (was ich mir schwer vorstellen kann), dann ist der am Popo. Grosse Wohnungsbaukonzerne können das bestimmt regeln. Aber der Privatvermieter ist am Popo.

Mir gefällt die geradezu privatpersonenfeindliche Gesetzgebung der letzten Jahre überhaupt nicht. Firmen kommen immer überall raus oder werden gerettet, Privatpersonen mussen löhnen. Wer ist hier eigentlich der Souverän - Firmen oder das Wahlvolk?

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spmc-12355639674612 05.03.2019, 08:50
81. Wegen der Grundsteuer???

Zitat von Swift
Die SPD will wohl mit aller Gewalt den Wohnungsbau zurückfahren. Ich muss mir wohl überlegen, meine beiden vermieteten Wohnungen (in denen ich selber mal gelebt habe) zu verkaufen und lege mein Geld besser im Ausland an.
Sagen Sie mal: Haben Sie ausgerechnet, wie viel die Grundsteuer pro Monat ausmacht? Bisher sind das doch Peanuts und nicht einmal der Erwähnung wert. Selbst in dem Fall, dass die Grundsteuer nach der Neuregelung verdoppelt wird, ist es immer noch wenig im Vergleich zu den Mieten in manchen Großstädten. Außerdem kann man sie, falls man sie nicht mehr umlegen darf, als Vermieter einfach einpreisen.
Aber verkaufen Sie Ihre Wohnungen ruhig! Es gibt sicher ein paar Käufer, die sich darüber freuen und Sie werden solche Wohnungen zum jetzigen Preis nie wieder bekommen.

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new#head 05.03.2019, 08:50
82.

Wenn ich das richtig verstanden habe, soll die Steuerreform regionale Ungerechtigkeiten egalisieren. D.h. zukünftig würden lediglich Mieter, die bislang zu wenig Grundsteuer bezahlt haben, angeglichen. Aber zukünftig soll der Vermieter zahlen, bei reglementierten Mieten. Also ein staatlicher Eingriff in die kaufmännische Kalkulation. Zu guter letzt eine restriktive Baupolitik (siehe Berlin, wo ein grüner Baudezernent seine persönlichen Naturschutzideen zu lasten der Wohnsituation verwirklicht)
Wilkommen in der Planwirtschaft.

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c.PAF 05.03.2019, 08:50
83.

Wurde die Grundsteuer denn schon jemals auf die Mieten umgelegt? Das waren doch immer Nebenkosten...

Wäre aber eine Idee, wenn diese Position nicht mehr in den Nebenkosten abgerechnet werden kann, mache ich einfach eine Mieterhöhung draus, natürlich ohne den Begriff "Grundsteuer" auftauchen zu lassen.

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bildammontag 05.03.2019, 08:52
84.

Zitat von freudentanz
Ich als Mieter sage dazu: Selten so etwas blödes von einem Finanzpolitiker gehört! Wie soll das überwcht werden? Unmöglich links von der Mitte zu wählen. Keine aber auch null Ahnung von der finanziellen Realität. Reine Effekthascherei. Auf gut deutsch: Lügen
Ganz einfach: aus der Liste der vom Mieter zu tragenden Betriebskosten streichen. Schwuppdiwupp ist es weg und wird nicht mehr vom Mieter bezahlt.

Und wer jetzt sagt, dann erhöht er halt die Kaltmiete - ja dann machen Sie das doch sofort, ohne auf eine Gesetztesänderung zu warten - verlangen Sie soviel , wie Sie wollen. Hat nix mit Grundsteuer zu tun.

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cerberus66 05.03.2019, 08:52
85. Überschrift

Die Grundsteuer ist ein Posten in der NK-Abrechnung. Wenn die nicht mehr angesetzt werden dürfte, stiften Sie Vermieter geradezu dazu an, diesen Posten woanders in der NK-Abrechnung zu "verstecken". Dann müsste gesetzlich en Detail festgelegt werden, welche Posten zulässig sind und welche Inhalte sie haben dürfen. Konsequent zuende gedacht, müsste dann jede einzelne NK- Abrechnung vorher von einem externen Prüfer mit Siegel bestätigt und in einem Amtsblatt veröffentlicht werden. Vielleicht möchten es Sozen ja tatsächlich so...

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brom36 05.03.2019, 08:52
86. auch gut....

....dann vermiete ich eben nicht mehr.

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Marvin__ 05.03.2019, 08:53
87. Haben wir eigentlich noch eine MARKTwirtschaft?

Mietpreisbremse, Grundsteuerumlageverbot, Förderprogramme für Dinosaurier(Schlüssel-)industrien, Kohleausstieg - der Bürokratiewahn, die offenbar Leitprinzip unserer Groko geworden ist, ist doch reine Symptomdoktorei, die Probleme nicht löst, sondern verlagert.

Die Mieten sind nicht zu hoch, weil die Vermieter zu gierig sind, sondern weil wir zuwenig Wohnungen haben. Daran könnten die Regierungen auf Bundes- und Landesebene durchaus etwas ändern - mit Baulandausweisung, Programmen, um das Land (wo es genügend günstige Wohnungen gibt) wieder attraktiver zu machen (Mobilität, Internet, ärztliche Versorgung, Arbeitsplätze).
Bei der Industriebpolitik sollte man überlegen, ob die Niedriglohnstrategie zukunftsfähig ist in Zeiten, wo der Rest anfängt, Gegenmaßnahmen gegen unseren Exportüberschuss ein zu leiten. Und ob der Bürokratiewahn - Copyrightfilter, DSGVO - hilft, die Zukunft des Standortes Deutschland zu sichern, oder ob er unseren Unternehmen noch weitere Steine in den Weg legt.
Beim Kohleausstieg überrascht, dass hier offenbar alle Probleme mit größzügigen Spenden aus der Steuerkasse gelöst werden. Mit Geldern, die dann für die Zukunftsindustrien nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Solarindustrie haben wir schon kaputtgeschossen, die Windindustrie fast, ein deutsches Google oder Facebook sind nicht in Sicht.
Wie wäre es, wenn die Regierung mal "Wirtschaftsweise" an Board holt, die helfen, die richtigen Weichenstellung für eine zukunftsfähige Marktwirtschaft zu stellen die Mietpreise über Angebot und Nachfrage löst, den Kohleausstieg über eine faire Verteilung der Kosten der Kohleindustrie (angefangen mit Zertifikaten und Rücklagen für die Renaturierung der Gruben).
Das würde Deutschland wieder zukunftsfähig machen.

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bildammontag 05.03.2019, 08:53
88.

Zitat von andregera
Oder am besten die Grundsteuer abschaffen.
Kaltmiete erhöhen? Ja klar, dafür braucht es doch aber nicht die Abschaffung der Umlagefähigkeit der Grundsteuer. Das können Sie doch heute schon tun. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

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spon_2999637 05.03.2019, 08:53
89.

Zitat von freudentanz
Ich als Mieter sage dazu: Selten so etwas blödes von einem Finanzpolitiker gehört! Wie soll das überwcht werden?
Man muss es nicht überwachen. Der Mieter zieht den Posten "Grundsteuer" einfach aus den Posten seiner NK-Abrechnung ab. Wie andere, heute schon unzulässige Umlagen auch.

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