Forum: Wirtschaft
Negative Zinsen für neue Schulden: Investoren schenken Dänemark Geld

Italien dürfte neidisch nach Dänemark blicken: Investoren haben dem Nicht-Euro-Mitglied frisches Geld geliehen - und wollen nur einen Teil davon zurück. Selbst für das als sicherer Schuldner geltende Land war es die erste Anleiheauktion mit negativen Zinsen.

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erlachma 30.12.2011, 11:17
110. Dänemark

Zitat von doc 123
Würde mich mal ernsthaft interessieren, wieso Sie für Deutschland einen derartigen Spitzensteuersatz für problematisch halten. Wären Sie persönlich davon betroffen oder kennen Sie jemand, der davon betroffen wäre. Geradezu abstrus halte ich jedenfalls in einem SPON-Forum, wenn ein "normaler" User gegen eine ordentliche und äußerst sinnige Vermögens- und Reichensteuerabgabe anschreibt. Gibt es da nicht irgendwo anderes Foren, wie ein spezielles "Reichen- oder Vermögensforum", indem man sich mit Seinesgleichen so wirklich ernsthaft austauschen kann. Wieso MUSS man unbedingt hier den "normalen" SPON-User mit derartig abstrusen, abgehobenen und vollständig realitätsfernen Problemen belämmern (kotz).
Sie haben vermutlich Recht mit dem Spitzensteuersatz - aber zumindest in Deutschland wäre wegen der Progression natürlich auch der Spitzensteuersatz eine höhere Belastung für alle, wenn man davon ausgeht, dass der Anstieg nicht von 14-42, sondern von 14-62% gehen würde, die Grenze in Dänemark für die höchste Steuer ist ca. 52000 Euro.

Aber man muss ja gar nicht das in Dänemark komplizierte Instrument der Einkommensteuer heranziehen - die Umsatzsteuer reicht schon: 25%, keinen ermäßigten Steuersatz. Würde man das bei uns umsetzen, wäre die Revolution sicher (es sei denn, man macht das während der Ferien oder Fußball-WM).

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flower power 30.12.2011, 11:25
111.

Zitat von erlachma
Nein.
doch

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kaminister 30.12.2011, 12:20
112. Gogglen, bitte?

Bevor hier wieder der Euro in Grund und Boden geredet wird oder die negativ Zinsen als Beweis für das Funktionieren des dänischen Sozialsystems genannt werden:

Dänemark IST Teil der Eurozone. Die Dänen mögen die Krone haben, nur ist diese Teil des "Wechselkursmechanismus II" und darf vom festgelegten Leitkurs von 1 Euro = 7,46038 DKK nie mehr als 2,25% abweichen.

Nicht mal googlen können, aber sich auf die selbe Stufe wie Berufs-Spekulanten stellen... naja, irgendwer muss ja das Geld verlieren ;-)

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HeisseLuft 30.12.2011, 13:36
113.

Zitat von c++
Auch Deutschland würde es ohne Euro natürlich besser gehen als heute.
Zitat von erlachma
Nein.
Zitat von flower power
doch
Nein.

Witzig - will noch jemand mitmachen?
:-)

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mrblond1981 30.12.2011, 15:19
114.

Zitat von HeisseLuft
Nein. Witzig - will noch jemand mitmachen? :-)
Nein :-D

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HeisseLuft 30.12.2011, 16:32
115. Och...

na, denn allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Ob mit oder ohne Staatsanleihen.

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Brennstoff 30.12.2011, 19:23
116. Hochinteressant,

diese Meldung. Aber was dürfen wir daraus schließen???
Das trotz aller Krisen zuviel Geld auf dem Markt ist, ist nicht neu.
Und 390 Millionen Euro im Verhältnis zu den Rettungsschirmen und der amerikanischen Gelddruckmaschine ist nicht viel.
Reale Werte steigen unaufhörlich im Preis und immer noch ist genug Geld da, um es bei einem vertrauenswürdigen Schuldner lediglich zu parken.
Aber auch die heftig verschuldeten Südfrüchte bekommen ihre Papiere auf dem Markt noch los.
Sogar der Goldpreis fällt massiv.
Das alles trotz dem unaufhörlichem Krisengeschrei.
Das lässt für mich nur den auch nicht neuen Schluss zu, dass der Geldmarkt mehr oder weniger, eher mehr, irrational funktioniert.
Was jede Prognose seitens der Wirtschaftswissenschaftler
zu reiner Astrologie degradiert, ja das Wort Wissenschaft in diesem Zusammenhang völlig entwertet. Auch das hat sich in der jüngeren Vergangenheit manifestiert.
Aber was nun, wie geht man damit um?
In meinem Bekanntenkreis habe ich diese Frage in letzter Zeit häufiger gestellt und die Antworten waren entspannt bis zuversichtlich.
Die Palette der Antworten war breit, den Tenor kann man aber getrost eingrenzen.
Und der lautet: Ich kann daran eh nichts ändern und leb einfach meinen Stiefel weiter. Der eine oder andere ließ noch verlauten, dass er die Krisenberichterstattung einfach nicht mehr zur Kenntnis nimmt und das war bei wiederholtem Befragen generelle Tendenz.
Aber existiert eine Krise überhaupt, wenn sie von niemandem mehr zur Kenntnis genommen wird?

Ich persönlich bin ratlos, aber ebenso zuversichtlich und dass das jetzt Sache der Fachleute und Politiker ist.

In diesem Sinne einen guten Rutsch, liebe SPONER! ;o)

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DerDodga 23.03.2013, 15:43
117. Man muss Wirtschaftswissenschaft als das sehen was es ist

Zitat von Brennstoff
Was jede Prognose seitens der Wirtschaftswissenschaftler zu reiner Astrologie degradiert, ja das Wort Wissenschaft in diesem Zusammenhang völlig entwertet. Auch das hat sich in der jüngeren Vergangenheit manifestiert.
letztlich eine Geisteswissenschaft wie Philosophie oder Politik. Es ist nunmal zu einem guten Teil Interpretationssache, weshalb es auch Wirtschaftsprofessoren gibt, die gegenläufige Thesen und Meinungen vertreten. Der eine sagt sparen, der andere Geld raushauen so viel es geht. Irgendwelche Theorien dort zu "beweisen" ist nunmal in den meisten Fällen schlicht unmöglich, von daher ist es letztlich häufig eine "Glaubensfrage" wem man jetzt eher Glauben schenkt - schlüssig argumentieren ja in aller Regel beide Seiten ;)

Nur was ziehen wir jetzt für Schlüsse daraus? Dass alle Wissenschaften, die nicht "exakt etwas beweisen" können Unfug sind? Ich sehe beispielsweise Philosophie ebenfalls als wichtig an, auch wenn dort selten "belastbare Erkenntnisse im Sinne von (Natur)gesetzen o.ä." rauskommen. Auch in der Physik etwa werden ja durchaus unterschiedliche Thesen vertreten - nur hat man dort den Luxus, diese in aller Regel irgendwann beweisen/widerlegen zu können. Insofern habe ich schon ein wenig mitleid mit den Geisteswissenschaftlern ;)

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