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Neonationaler Zeitgeist: Europa braucht eine Leitkultur
DPA

Quer durch Europa beschwören Politiker die nationale Selbstbesinnung. Statt Unterschiede zu betonen, sollte lieber herausgestellt werden, was die Europäer bereits verbindet. Denn in vielem sind wir uns schon lange nah.

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gesinecresspahl 07.05.2017, 17:05
140. Absolut richtig

Nur, wenn man einen europäischen Lebensstil pflegt, wundert man sich etwas, warum man überhaupt darüber reden muss. Aber ja, im Lichte dieser grotesken Wahlen muss man wohl darüber sprechen.

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syracusa 07.05.2017, 17:06
141. Ich bin Europäer!

Zitat von spaceagency
es fehlt gerade noch dass Deutschland eine europäische Leitkultur Debatte eröffnet. Habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Und wer soll diese definieren?
Eine Kultur wird nicht definiert, sondern identifiziert. Und da braucht es niemanden, der sowas verbindlich für alle macht. Gucken Sie sich doch nur mal die schweizerischen Kulturhistoriker an, von Jakob Burckhardt bis Lucius Burckhardt (bei dem ich studieren durfte). Auch die haben die europäische Kultur als solche identifiziert, die Sie nun kleingeistig leugnen wollen.

Selbstverständlich gibt es eine auf mindestens 3000 Jahre zurück reichende gemeinsame europäische Kultur, die in all ihren historischen Ausprägungen auch klar identifiziert werden konnte und kann. Natürlich ist die Kultur Europas bis heute maßgeblich geprägt vom römischen Reich, und von dessen Zerfall, von Romanik, Gotik, Renaissance und Barock, von Kämpfen um Säkularisierung und gegen Feudalherrschaft. Europa ist die Heimat und der Hort der Menschenrechte.

Alle Bürger der EU teilen diese kulturelle Geschichte, die, auch wenn sie oft regionale Ausprägungen erlebte, immer eine gemeinsame und auch zeitgleich erlebte Geschichte war uns ist.

Der europäische Anteil meiner eigenen kulturellen Identität ist wichtiger als der regionale Anteil. Ich bin Europäer!

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Darwins Affe 07.05.2017, 17:07
142. Führung?

Zitat von carinanavis
haben uns schon mal gar nichts vorzuschreiben. Sie sind nicht in der EU und stören da eher. Eine "dominante lateinische Kultur" existiert schon seit 1600 Jahren nicht mehr. Lesen sie mal ein büsschen Geschichte nach. Ich denke mal, dass die meisten Slawen, Romanen, Griechen, Türken etc. sehr wohl eine Kultur unter deutscher Führung sehr schätzen würden. Da würde es vielen Länder wirtschaftlich und kulturell viel besser gehen. Nicht umsonst ist Deutschland die weltweit beliebteste Nation. Nach dem maßgeblichen amerikanischen Ranking sind wir sogar die BESTE NATION der Welt http://www.wiwo.de/politik/deutschland/best-countries-ranking-2016-die-beliebtesten-laender-der-welt/12855942.html Die Schweiz ist nicht einmal unter den besten 20 zu finden. Lässen Sie mal Ihr anmaßendes Schwyzerbesserwisstum, dann kann man weiterdiskutieren.
1) Die meisten «Slawen, Romanen, Griechen haben die deutsche Führung« im letzten Jahrhundert schon mal genossen und konnten sie gar nicht so toll «schätzen.« Solange ihr blecht, akzeptiert man euch in der EU halt noch. Wenn ihr pleite seid, ist`s wohl vorbei.
2) Herr Erdogan und seine Türken haben dagegen zuletzt offener geredet --- trotz aller Waffenbrüderschaft in WK I.

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neuss66 07.05.2017, 17:08
143.

"Leitkultur"? Und dann sollen die einen die besseren Menschen sein, weil sie dem entsprechen und die jenigen die dem nicht entsprechen sind Menschen zweiter Klasse? Und wer soll denn eigentlich definieren was die Leitkultur ist? - Die AfD, die NPD, die CSU, ...? Und wie weit abseits der Leitkultur darf man sein, um geradeso noch nicht vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden? Wieviel individualität ist innerhalb einer Leitkultur zulässig? Wie wäre es mit Grundgesetz:
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
und
Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

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Schlammbuddler 07.05.2017, 17:08
144. Ihr werdet es nicht bekommen

Integration ist nicht einfach zu haben. Die Hauptintegrationsfaktoren sind 1. Die selbe Sprache, 2. die grundsätzlich selbe Religion und 3. ein ungefähr gleiches Kulrurverständnis bzw. Kultur.

Die Inka, Chinesen, Japaner, Inder (Mogule), Bismarck aber auch der am. Bürgerkrieg zeigen, wie es geht.

Zum Schluss muss einer den Hut auf haben. Europa ist weit davon entfernt. Und jetzt haben wir auch noch reichlich muslimischen Zuzug mit anderen Sprachen und noch einer weiteren starken und keinesfalls aufgeklärten Religion.

Ihr könnt danach schreien, ihr werdet es nicht bekommen. Die Integrationsfaktoren reichen nicht aus und werden zudem durch die Migration gerade noch einmal auf den Kopfgestellt.

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DJ Bob 07.05.2017, 17:10
145. Unterschiede welchen denn?

Zitat von Actionscript
Warum muss man offiziell eine Leitkultur herausgeben? Die meisten Europäer fühlen die Gemeinsamkeiten, und das ist wichtig. Worte sagen wenig. Ich rate jedem, mal für ein paar Monate im Ausland zu leben. Mit Ausland meine ich nicht ein EU Land sondern aussereuropäisch z.B. die USA. Die Kulturunterschiede zwischen EU Staaten und der USA sind sehr gross. Ich lebe in den USA und habe sehr früh den Lokalpatriotismus wie südlich vom Rhein oder nördlich vom Rhein aufgegeben. Europäer, die in den USA arbeiten, und wenn es nur für kurze Zeit ist, erkennen mit einmal dass sie vieles gemeinsam haben, weil der Unterschied in der Denkweise in den USA so gross ist. Das ist meine Erfahrung. Darum wollen auch viele wieder zurück. Die gemeinsame Sprache ist einfach, Englisch. Das lernt fast jeder in der Schule. Und dass GB nun nach dem Brexit nicht mehr zur EU gehört, das sollte Englisch als gemeinsame Sprache nicht ausschliessen.
Also ich fühle mich einen Amerikaner aus Boston "kultureller" näher als jemand aus Rumänien oder sogar Griechenland.
Ein Amerikaner aus Texas mag eher jemanden aus Kroatien ansprechen
Werfen Sie bitten nicht die "Europäer" in einem von Deutschland "vorgefertigte" EU Topf

Das ist auch genau der Grund warum viele Europäer östlich der Elbe uns misstrauen

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sylviaZ 07.05.2017, 17:10
146. Stimmt,

Zitat von panzerknacker 51
Als wir noch die nationalstaatliche Ordnung hatten, waren wir uns viel näher als heute. Back to EWG und alles wird gut.
mehr braucht man da nicht zu sagen.

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skeptikerin007 07.05.2017, 17:11
147. Ich bekomme das.....

Zitat von sitcom
Ich nenne sie mal und ich zähle mich dazu... Diese Mehrheit weis was sie und an der EU hat... Ist nur schwer aufzurütteln, leider. Die schweigende Mehrheit bekommt das Kotzen wenn sie Leute wie Le pen, Wilders und das ganze gesocks von der AfD sehen.... Diese schweigende Mehrheit muss aufstehen und ihre Werte verteidigen, auch wenn sie eigendlich keine Zeit für sowas haben...
.......Kotzen, wenn ich solche Beiträge lese. Wieder ein Linker, der uns belehren will. Bei der AfD sind mehr Intelektuelle, als in der SPD, bei der Grünen mehr Millionäre, als bei der CSU. Aber jemanden gesocks zu nennen, nur weil sie Intelektuell nicht bekämpfen kann, ist armselig.
Zu der europäischen Leitkultur, es ist nicht notwendig. Lehren sie die Bevölkerung mit Scharia umzugehen, in zwei Generationen werden die heutigen Europäer sowieso in Minderheit.

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blaumupi 07.05.2017, 17:11
148. genau

Zitat von panzerknacker 51
Als wir noch die nationalstaatliche Ordnung hatten, waren wir uns viel näher als heute. Back to EWG und alles wird gut.
Genau, da waren wir uns ganz ganz nah!
Und zwar im Schützengraben mit einem Bajonett in der Hand!

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UlrichLamprecht 07.05.2017, 17:11
149. Henrik Müller gelingt es immer wieder selbst die besten seiner Ideen an die Wand zu fahren

Okay, Europa, jedenfalls große Teile und vorallem junge Leute sind sich einig im Zusammenhalt. Okay, Merzs und de Maizières Leitkultur Ulk ist Unsinn. Wir brauchen aber tatsächlich keine europäische "Bild" und keine europäische "Anne Will". Wie Henrik Müller tun diese Medien wenig zur Sache sondern befördern entweder durch Auswahl des Geschriebenen oder durch die der Talkgäste die allgemeine Verdummung, ich muss H. Müller für diesen Beitrag aber etwas Gedankenkraft zubilligen, sonst schreibt er gerne ausgemachten Blödsinn. Wir brauchen vielleicht ein besseres Englisch und ein stärkeres Hervortreten der Leute mit innovativen Gedanken in den Medien. Deutschland hat die Gabe empfangen, im wesentlichen industriell Verfertigtem zu vertrauen. Journalismus gehört dazu, digitale Sicherheit gehört dazu... funktioniert aber alles nicht wirklich. Eingesponnen in die freiheitliche Versorgung dämmern wir an allem vorbei. Sorry. Weltbürger geht anders.

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