Forum: Wirtschaft
Neue Agenda 2010: Ein Gespenst kehrt zurück
Kay Nietfeld/ dpa

Die Rezession droht - deshalb sollen die Menschen mal wieder flexibler werden und verzichten. Sagen Konzernbosse. Dabei hat genau so etwas zur akuten Krise von Konjunktur und Demokratien beigetragen.

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Martuk 23.08.2019, 13:27
50.

Wenn die Konzernbosse ihr Vermögen abtreten und nun zum Mindestlohn arbeiten, dann können wir darüber reden den Gürtel enger zu schnallen.

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Erythronium2 23.08.2019, 13:27
51.

Die Leute versuchen halt, ihre Kosten zu senken. Das ist legitim, klappt aber natürlich selten wie gewünscht. Ich schätze aber schon, dass Forderungen nach dem Engerschnallen der Gürtel zu Schröders Zeiten eher offene Ohren bei der Politik fahnden als heute. Die SPD droht gerade lieber mit der Vermögenssteuer, was die Wirtschaftsbosse vermutlich gar nicht so gern hören, falls sie tatsächlich noch im teuren Deutschland Steuern zahlen müssen. Auch das Problem der Altersarmut, das ja lange von vielen als eher lächerlich angesehen wurde, weil es nur ein paar Prozent betreffe und es aktuell viel mehr arme Familien gebe, kann inzwischen nicht mehr ignoriert werden, weil jetzt Schröders Rentenkürzung samt erhöhten Steuern und KV-Kosten für die Rentner so richtig einschlägt. Übrigens bin ich mir nach wie vor sehr unsicher, ob die sogenannte Krise der Demokratie (bei uns meist als Synonym für die AfD-Wahlerfolge verwendet) wesentlich mit von der Politik beeinflussbaren finanziellen Dingen zu tun hat. Die Flucht der jüngeren Leute aus den neuen Bundesländern in den Westen hat sich halt nach dem Mauerfall eine ganze Weile beschleunigt, auch wenn das jetzt nicht mehr so sein mag, und wer da noch im Osten sitzt, fühlt sich oft abgehängt, auch wenn es ihm finanziell gar nicht so schlecht geht.

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rosinenzuechterin 23.08.2019, 13:28
52. Jetzt aber mal Butter bei die Fische

Hat man uns ohnehin nicht schon seit Längerem und bis vor Kurzem erzählt, wir sollen eben gerade nicht so viel verzichten, damit wir den Binnenkonsum ankurbeln und unseren Exportüberschuss abbauen können, um damit die Weißkopfseeadlerfreunde hinter dem großen Teich milde zu stimmen und unsere Abhängigkeit von Importlaunen anderer Länder zu senken?

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muzepuckel 23.08.2019, 13:28
53. Ist die Party wiedermal vorbei?

Nur schade, daß sie für einen Großteil der Bevölkerung nie angefangen hat. Dieser Teil hat die Party der wenigen sogar bezahlt mit lächerlichen Löhnen. Daß unsere politische und wirtschaftliche "Elite" es mittlerweile geschafft hat die Infrastruktur komplett verrotten zu lassen und selbst der Autoindustrie so langsam den Hahn zu zudrehen, mit all den Folgen für Zulieferindustrie und dem ganzen Rattenschwanz, der da noch dranhängt, soll jetzt wieder der "kleine Mann" ausbaden. Hoffentlich macht der das diesmal nicht mit.

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Deeds447 23.08.2019, 13:29
54. Pro-Agenda-Gedanke

Jeder sollte mal kurz in sich gehen und sich fragen, warum Merkel sehr viel länger als Schröder im Amt war. Das die CDU wohl nie eine Agenda aufsetzen wird und sich damit dem politischen Suizid übergibt, sollte jedem SPD-Basher bzw. auch SPD-Wannabe-Wähler klar sein. Die CDUler würde NICHT mal AKK trotz ihrer belanglosen und unbeholfenen Versuche nach Linie, Kante oder irgendetwas wählen. Sobald etwas nach politischem Konzept richt, zieht der CDUler die Augenbrauen hoch. Man möchte in Watte und Wohlfühlatmospähre regiert werden, so, wie "wir" das schon "immer" hatten. Der SPDler dagegen sollte bitte liefern, in Berlin und im Land, am Tag und in der Nacht und sich auch dafür rechtfertigen 24/7. Schröder hat das bis heute nicht begriffen, warum man nicht von der Mitte gewählt wird, wenn man der Mitte nicht ihre Mitte lässt. Blair hat zwar mit am Konzeptpapier gekritzelt, es aber gar nicht erst versucht. Merkel ist sehr schlau gewesen, nur Tagespolitik und reaktive Maßnahmen auf politische Agenden der Nachbarn und des Auslands zu ergreifen.

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debitorenschreck. 23.08.2019, 13:30
55.

"Politik ist nicht dazu da, um den Konzernen Gewinne zu sichern." --- Haben die Schwarzen und die Gelben jemals etwas anderes gemacht? Mitnichten! Und wenn es heißt, Deutschland gehe es gut und ist schlichtweg der Hauptprofiteur der EU, dann schließt sich der Kreis.

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fjodfjod 23.08.2019, 13:32
56. Klassischer linker Humbug

Ach ja, wie immer ist der Kapitalismus an allem Schuld, auch am Aufstieg der AfD. Dass der Staat im Geld schwimmt und die Leute, die am meisten dafür verzichten müssen, nämlich die Mittelschicht, seit Jahren nur geschröpft werden - nicht mal eine Erwähnung wert. Vielleicht hat der Frust der Leute auch damit zu tun, Herr Fricke. Und dass sich Parteien wie die SPD trotzdem nicht entblöden, jeden Tag neue Ideen für neue Steuern in Umlauf zu bringen, hat vielleicht auch was damit zu tun. Aber nein, das böse böse Kapital ist schuld.

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saphit 23.08.2019, 13:32
57. Irrtum, Herr Fricke

Die Politik ist sehr wohl dazu da, daß Unternehmen Gewinne machen können (ob sie das durch verfehlte Produktpolitik versemmeln, ist eine andere Geschichte).

Und warum macht "Politik" das? Doch nicht uneigennützig, sondern weil rund die Hälfte der Gewinne von Kapitalgesellschaften als Steuern generiert werden können.

Und warum noch? Damit die sonst arbeitslos werdenden Arbeitnehmer nicht den Sozialkassen zur Last fallen, sondern als Einzahler erhalten bleiben.

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Athlonpower 23.08.2019, 13:33
58. So läuft es im Kapitalismus, wenige haben fast alles der Rest fast nix

Zitat von siryanow
va bene , jedoch ist es mehr als verwunderlich wenn eine schwaechelnde Partei sich wieder der kleinen Leute erinnert
Nuir sind die 5% für die Politiker und Volksverräter äh -vertreter weitaus lukrativer und können deshalb alles bestimmen,

so läuft nämlich der Kapitalismus, die Oberen holen sich alles und um die Krümel die runterfallen muß sich der Pöbel dann schlagen.

Nicht umsonst hat sich die Zahl der Millionäre und Milliardäre seit der Umverteilungsagenda 2010 der Rotz/Grünenregierung dramatisch erhöht,

übrigens wie auch die Zahl der Tafeln und Bedürftigen, dabei kommt die drastische Altersarmut erst noch und viele derjenigen, die sich davon ausgenommen meinen werden noch ein böses Erwachen haben, wenn sie nicht mal mehr die explodierenden Mieten zahlen werden können!

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andneu 23.08.2019, 13:37
59. Die gleiche Leier seit Jahrzehnten

"(...) deshalb sollen die Menschen mal wieder flexibler werden und verzichten. (...)"

Nein! Nicht die(!) Menschen generell! Vermögende natürlich nicht, große Konzerne auch nicht. Arbeitnehmer und Menschen mit wenig Geld sind hier gemeint.

Der Neoliberalismus kann nichts anderes, als immer(!) nur nach niedrigeren Unternehmenssteuern und Löhnen zu rufen und Vermögende zu entlasten. Da ist immer Krise. Das macht den Kern der ganzen Ideologie aus. Also nicht für blöd verkaufen lassen.

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