Forum: Wirtschaft
Neue Berechnungen: Superreichensteuer könnte dem Staat 18 Milliarden Euro einbringen
imago/blickwinkel

In den USA wird sie heiß diskutiert: Eine Steuer auf Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar. In Deutschland könnte sie laut DIW mehr einbringen als der Soli. Doch es gibt einen Haken.

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so-long 26.02.2019, 10:01
1. Reflex

Wem in BER nichts mehr einfällt, fordert eine -wie auch immer geartete- Reichensteuer. Reiner Neidreflex. Im Gegenzug kann es keine Entlstung an anderer Stelle geben, weil davon auch wieder nur „Reiche“ profitieren würden. Dies zeigt eher die grenzenlose Geldgier des Staates.

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moritz27 26.02.2019, 10:01
2. Nach Belgien

ist Deutschland in Europa das Land mit den höchsten Abzügen. Das können wir nicht so lassen. Wir müssen an Belgien vorbei auf Platz eins. Und vor allem braucht unser Gemeinwesen dieses Geld dringender als die, die es verdienen oder haben. Moralisch einwandfrei. Und sicher auch erfolgreich, solange die Superreichen im Land bleiben.

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RioTokio 26.02.2019, 10:04
3.

18 Milliarden könnten wir den Superreichen abknöpfen. Also auch Geld, das die Superreichen dann hier nicht mehr investieren können.
Viele werden einfach in die Schweiz übersiedeln und Ruhe ist.
Die Superreichen sind übrigens die, die hier schon zu großen Teilen in die Steuerkassen einzahlen.
Und 18 Milliarden sind sehr relativ.
Die CDU SPD Koalition gibt ab diesem Jahr freiwillig 15 Milliarden pro Jahr mehr an die EU ab. Warum auch immer.
Die Aufgabe unserer Grenzen und Einreise von Millionen, meist direkt in unsere Sozialsysteme, kostet so 40 Milliarden im Jahr, Tendenz steigend, denn wir bekommen ja rd. 160.000 Personen pro Jahr dazu, eine Großstadt, die zu bauen und zu alimentieren ist.

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Haarfoen 26.02.2019, 10:06
4. Thanks Mrs. Warren!

Ein Dankeschön an Elisabeth Warren und Bernie Sanders, hier wird der absolut richtige Weg eingeschlagen. Den Freibetrag in Höhe von 50 Mio $ könnte man in mehreren Schritten sukzessive auf 5 Mio $ mindern, so wir volkswirtschaftlich wieder in gesundes Fahrwasser kommen. Bevor hier das neo- liberale Gebell in Sachen Neid und wirtschaftlichen Untergang wieder Spitzenwerte erreicht: Die Konzentration von Reichtum ist eben nicht nur unter sozialen Gesichtspunkten unerträglich, sie schadet auch der Volkswirtschaft.

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scooby11568 26.02.2019, 10:08
5. Vermögen zu besteuern ist Quatsch...

Dadurch schrumpfen Vermögen. Wie wäre es denn, wenn Kapitalerträge nicht mehr pauschal, sondern mit dem Einkommenssteuersatz versteuert würden? Es ist sowieso seltsam, dass Arbeit stärker besteuert wird als Zinseinkünfte.

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lo135 26.02.2019, 10:09
6. Furchtbare Neiddebatte

Wer mit seinem Betrieb gut bezahlte Arbeitsplätze in Deutschland und Europa schafft (und das tun viele im kleineren wie größeren Mittelstand), der leistet bereits einen wesentlichen Beitrag zur Gerechtigkeit und zum Wohlstand im Land.
Eine noch höhere Besteuerung in Form einer "Superreichensteuer" ist da einfach sozial ungerecht. Ganz davon abgesehen führt sie natürlich zum Arbeitsplatzverlust, zur Abwanderung von Firmen und möglicherweise auch zu Firmeninsolvenzen. Letzteres nicht in der jetzt gut laufenden Konjunktur, aber sehr wohl in der nächsten tieferen Rezession.
Insofern sind solche Vorschläge völliger Wahnsinn, gerade für Deutschland mit seiner Mittelstandsstruktur.

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Grünspahn 26.02.2019, 10:10
7.

Das Europäische Steuerrecht sieht vor, dass man am Wohnsitz steuerpfluchtig ist. So zahlt der in Polen lebende Deutsche in Polen seine Steuern, der in Feutschland lebende Pole in Deitschland seine Steuern. Herr Kühne wohnt zB in der Schweiz, die Klattens, Quandts, Albrechts, Schäffler usw können auch umziehen, zB nach Irland oder den Firmensitz ihrer Unternehmen, wie Amazon es schon getan hat, zB nach Luxemburg verlegen. Die gewähren dort (aber nicht nur dort) Supersonderkonditionen. Und dann? Außer Spesen nichts gewesen. Lasst einfach die Neiddebatte sein.

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muellerthomas 26.02.2019, 10:11
8.

Zitat von moritz27
Nach Belgien ist Deutschland in Europa das Land mit den höchsten Abzügen.
Das stimmt einfach nicht - das gilt für eine ganz bestimmte Konstellation. Im Durchschnitt liegt Deutschland bei der Abgabenbelastung im Mittelfeld.

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votevolteur 26.02.2019, 10:11
9. Die Kuh wird gemolken

Absolut logisch inkonsistent bereits versteuertes Vermögen (Einkommensteuer, Abgeltungssteuer, etc.) nochmals abzumelken statt mal politisch kreative Ideen zu suchen. Statt beim Vermögen sollte hier beim Einkommen angesetzt werden, das hätte wenigstens logische Konsistenz. Da kann man ruhig auf 70-80% Grenzsteuersatz hoch für Einkommen des 0.99 perzentils oder höher ohne dass es den Herrschaften weh täte. Die Besteuerung kann dann an den Gini-Koeffizienten gekoppelt werden und die Grenzen mit dem durchschnittlichen Einkommenszuwachs oder besser dem Produltivitätszuwachs steigen. Vermögen zu besteuern gefährdet private Investitionen und sollte extrem gut begründet sein, zb für Krieg oder sonstige Geldvernichtung die enormes Kapital verschlingt. AOC hat zu all dem gute Vorstellungen denke ich. Progressiv und modern.

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