Forum: Wirtschaft
Neue Berechnungen: Superreichensteuer könnte dem Staat 18 Milliarden Euro einbringen
imago/blickwinkel

In den USA wird sie heiß diskutiert: Eine Steuer auf Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar. In Deutschland könnte sie laut DIW mehr einbringen als der Soli. Doch es gibt einen Haken.

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georg schwarz 26.02.2019, 11:50
150. Erstmal Einkommensteuer prüfen

Bevor in Deutschland neue Steuern eingeführt werden, sollte erst die Einhaltung der bestehenden Steuergesetze kontrolliert werden. In Berlin wurde begonnen, die Steuererklärungen der jährlichen Einkommen über eine Million Euro zu überprüfen und sofort konnten Nachzahlungen in Millionenhöhe eingefordert werden. Auch sollten Kapitalerträge wie Einkommen besteuert werden, auch die Erträge aus Aktienhandel und anderen Finanztransaktionen. Dann brauchen wir bestimmt keine neue Steuer.

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Cannonier 26.02.2019, 11:50
151. Wer hat noch nicht...

....wer will nochmal. Da sprudeln ja wieder die Ideen.

Meine wäre zum Beispiel eine Gehaltsobergrenze bei (Sport) Fussballprofis.

Wie dann Spitzenspieler weiterhin in der Bundesliga bleiben werden....nun, das ist dann nicht mehr mein Problem. Vielleicht könnte man in Europa eine Spitzenspielerquote durchsetzen. Hach, wieder die berühmte "europäische Lösung".
Ich kann Kanzler!

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n.wemhoener 26.02.2019, 11:51
152.

Zitat von Siebengestirn
die mit einer Vermögenssteuer für Superreiche verbunden sind, sehr gut nachvollziehbar offen. Da bedarf es einer zielgenau entwickelten Gesamtlösung, die es in der derzeitigen politischen Konstellation nicht geben wird. Außerdem steht eine Vermögenssteuer den Ländern zu, so dass es in einem Gesamtpaket zu erheblichen, teilweise das GG ändernden Korrekturen im Bereich von Einkommens- und Umsatzsteuer kommen muss. Natürlich ist und bleibt eine solche Steuer nicht nur zulässig sondern auch sinnvoll und sozial gerechtfertigt. Allerdings sollte man sich zunächst auf die im Koa.-Vertrag vorgesehene Finanztransaktionssteuer konzentrieren. Die ist auch nicht gerade leicht konstruierbar, aber voraussichtlich ertragreich und im breitem Konsens gewünscht.
Die Finanztransaktionssteuer, von der seit 10 Jahren gesprochen wird, ist beerdigt, verhindert von der mächtigen Lobby der Finanzindustrie, die natürlich Tansparenz scheut, wie der Teufel das Weihwasser. Würde eine alles umfassende FTS eingeführt - einschließlich der Derivategeschäfte, würde öffentlich vom wem und in welcher Größenordnung Casino-Transaktionen täglich um den Erdball verschoben werden.

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Newspeak 26.02.2019, 11:51
153. ...

Zitat von Olli Ökonom
[...] Und welches soziales interesse besteht daran, dass alle gleich viel Vermögen haben??? Etwas leistungsfeindlicheres gibt es nicht. Und Ihren Neidkomplex sollten Sie besser mit Bildung bekämpfen anstatt mit der Forderung nach dauernder Umverteilung.
Miot Leistung allein wird niemand reich. Insofern kann man das nicht zur Begruendung verwenden, dass Kapitalkonzentrationen gut sein sollen. Das Mass muss stimmen. Wenn ein normaler Arbeiter von seinem Vollzeitjob gut leben kann, eine Familie gruenden, ein Haus bauen oder kaufen, dann koennen Reiche von mir aus Fantastilliarden abgreifen. Aber nicht, wenn 60% der Deutschen Schulden haben, von der Hand in den Mund leben, und sichere Kandidaten fuer die Armutsrente sind. Und das ist nicht alles selbstverschuldet. Darunter sind sehr viele, die eine Ausbildung haben, Vollzeit arbeiten, und trotzdem kaum die Luft zum Atmen haben.

Warren Buffett hatte recht. Es ist ein Krieg. Die Reichen muessen aber nicht immer gewinnen. Wenn die Stimmung kippt, dann wird es ganz schnell ganz anders werden. Dann wird es auch nicht mehr um Steuerdetails gehen.

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schofseggel 26.02.2019, 11:51
154. die, dies betrifft...

werden dann wohl ihr Vermögen bis auf Sozialhilfe Niveau herunter rechnen lassen.
Das hatten wir doch schon Mal.

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Berliner42 26.02.2019, 11:53
155.

Zitat von scooby11568
Dadurch schrumpfen Vermögen. Wie wäre es denn, wenn Kapitalerträge nicht mehr pauschal, sondern mit dem Einkommenssteuersatz versteuert würden? Es ist sowieso seltsam, dass Arbeit stärker besteuert wird als Zinseinkünfte.
Wäre super, dann kann man Kapitalverluste als negatives Einkommen mit der Einkommensteuer verrechnen. Tolle Idee. Wirklich gerne!

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puddingbrumse 26.02.2019, 11:53
156. Das ...

Zitat von lebenskünstler66
[..] wir sind Exportweltmeister [...]
... ist leider falsch. Wir sind ExportÜBERSCHUSSweltmeister - was im Gegensatz zu "Exportweltmeister" tatsächlich schlecht ist, denn es ist ein Indikator dafür, dass wir und TROTZ Arbeit/Produktion (Export) nichts kaufen können oder wollen (Import).

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rosinenzuechterin 26.02.2019, 11:55
157. Unternehmen nicht wirklich betroffen

Zitat von johnny_b
Sie leben in dem Irrglauben, es handelte sich hierbei um Geldvermögen. Wie soll denn der Unternehmer den Armen 2% seines Unternehmens pro Jahr abgeben, wie stellen Sie sich das vor? Halten Sie es im Ernst für eine gute Idee, dass dieser sein Unternehmen dann Stück für Stück an einen Investor verhöckert um das Geld dann den Armen zu geben? Nach 25 Jahren gehört dem Investor dann der Laden, der entlässt erst einmal 10% des Personals und drückt jahrelang die Löhne, denn er hat kein persönliches interesse an dem Wohlergehen der MA und der Zukunft des Unternehmens, dann zählt nur noch der Profit.
Unternehmen liegen in den seltensten Fällen in alleiniger Hand, der Gesellschaftsanteil eines Einzelnen dürfte in aller Regel weit unter der im Artikel genannten Bemessungsgrenze liegen. Und wenn nicht: Ein Unternehmen, welches weniger mehr als 40 Millionen Euro wert ist, wird sicher nicht so wenig Reingewinn abwerfen, dass davon die Reichensteuer nicht bezahlt werden könnte und das von Ihnen beschriebene Szenario auch nur ein einziges Mal stattfinden würde. Wir reden hier von einem Durchschnittssteuersatz von selbst in Extremfällen (zweistelliges Milliardenvermögen) unter 3%. Weniger wirft ein Vermögen nur ab, wenn es überhaupt nicht reinvestiert. Dem ist zu Recht vorzubeugen. Eigentum verpflichtet halt nicht nur beim "Kleinen Mann".

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Olli Ökonom 26.02.2019, 11:55
158.

Zitat von herbert nau
ein als der dumme Begriff "Neidreflex". Im Artikel 14 des Grundgesetzes steht: (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Darum geht es und nicht um die Annehmlichkeiten wie Grundstücke und Häuser, Yachten, Ferraris etc, Schmuck, Champagner und 3 Sterne-Lokale. Zumal die entsprechenden Gazetten ja nur über Pseudo-Reiche schreiben und die meisten Menschen überhaupt nicht wissen, was materieller Reichtum bedeutet.
Und solche die den Artikel 14 des GG nur den nachgweordneten 2. Absatz lesen, können nur vor Neid und Missgunst zerfressen sein!
Eigentum bedeutet eben nicht, dass man es an Faule und Arbeitsscheue ohne Ende abgeben muss.
Das Eigentum ist geschützt. Das ist die Kernaussage!! Nicht wie Neider und andere Sozialisten es für Ihre Zwecke missbrauchen können.
Dienst der Allgemeinheit bedeutet im Wesentlichen, dass man in einem Wald auf den normalen Wegen spazieren gehen darf, um so die Natur geniessen zu können, aber nicht das man ihm den Besitz nach Gutdünken vor Neid zerfresseneer Sozialisten einfach so wegnehmen kann.

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markniss 26.02.2019, 11:55
159. Die Erbschaftssteuer ist m.M.n. die einzige Lösung

Wenn man die Vermögenden nicht in die Schweiz vertreiben will, dann muss anders vorgehen als durch eine "Reichensteuer". Sind die Vermögenden nämlich einmal in der Schweiz, dann verschwindet die Bindung an Deutschland und dann irgendwann auch die Arbeitsplätze und Steuern/Abgaben, die dieses Vermögen in Deutschland schaffen.

Die Lösung kann eigentlich nur in der Erbschaftssteuer liegen. Auch da stellt sich natürlich auch das Problem, dass eine zu hohe Erbschaftssteuer dazu führen kann, dass Unternehmen von den Erben an Hedge Fonds verkauft werden müssen, um die Erbschaftssteuer zahlen zu können, oder es erfolgt die gleiche Flucht in die Schweiz, um die Erbschaftssteuer zu vermeiden. Das wäre beides wieder extrem kontraproduktiv. Also muss man eine intelligente Lösung finden. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass man die Erbschaftssteuer auf große Vermögen merklich erhöhen kann wenn man den Zeitraum, in dem sie gezahlt werden muss, ebenfalls merklich verlängert. Mittelfristig sollte man den Ertrag aus der Erbschaftssteuer deutlich steigern können.

Mir geht es dabei auch um Gerechtigkeit: Denjenigen, der etwas in seinem Leben aufgebaut hat, den möchte ich nicht bestrafen. Aber derjenige, der einfach nur das Glück hatte reich geboren zu werden, der darf gerne davon etwas abgeben.

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