Forum: Wirtschaft
Neue Berechnungen: Superreichensteuer könnte dem Staat 18 Milliarden Euro einbringen
imago/blickwinkel

In den USA wird sie heiß diskutiert: Eine Steuer auf Vermögen von mehr als 50 Millionen Dollar. In Deutschland könnte sie laut DIW mehr einbringen als der Soli. Doch es gibt einen Haken.

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Alias iacta sunt 26.02.2019, 12:15
190. Warum soll denn ein Reicher BRD verlassen,

wenn es ihm hier gut gefällt.
Er findet hier alle Luxusmöglichkeiten, Autobahnen, Flughäfen, Opern, Krankenhäuser, Steuerberater, Börsen, Banken, Parties, Vergnügen, kann innerhalb eines Tages um die Welt reisen; was will er mehr, das gibt es sonst selten, evtl. USA.
Es gibt sicher einige Reiche, die nach USA ausgewandert sind, aber nicht wegen der aktuell diskutierten Reichensteuer, diese Leute sind längst weg, weil es ihnen in USA besser gefällt. Und das muss man sich aber auch leisten können.
Auswandern tun nur solche Unreichen, denen es nicht gut gefällt und diese hoffen anderswo sei ein besseres Leben.

Übrigens: wenn evtl. doch viele Reiche auswandern, dann gibt’s auch wieder Platz und Möglichkeiten für die verbliebenen Menschen in BRD. Man kann das auch mal positiv sehen. Versuch macht klug.

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karl-felix 26.02.2019, 12:16
191. Und

Zitat von so-long
Wem in BER nichts mehr einfällt, fordert eine -wie auch immer geartete- Reichensteuer. Reiner Neidreflex. Im Gegenzug kann es keine Entlstung an anderer Stelle geben, weil davon auch wieder nur „Reiche“ profitieren würden. Dies zeigt eher die grenzenlose Geldgier des Staates.
nun wieder auf den Boden der Realität . Der Staat nahm von den Superreichen unter dem jungen Helmut Kohl ( CDU ) 56% an Einkommenssteuer, unter dem jungen Gerhard Schröder ( SPD )
noch 43% , d.h. pro Million zusätzlichem Einkommen "schenkte" die SPD den Superreichen mal eben leistungslos 130.000 Euro im Jahr. Da muss ein alter Niedriglöhner lange für stricken .

Soweit zur grenzenlosen Gier des Staates, die trifft nur die unteren 50% der Bevölkerung , das oberste Dezil liegt über den Beitragsbemessungsgrenze und über der Steuerprogression und drückt für seine Kapitaleinkünfte nur 25% ab .

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Ein Spielverderber 26.02.2019, 12:16
192.

Zitat von johnny_b
Sie leben in dem Irrglauben, es handelte sich hierbei um Geldvermögen. Wie soll denn der Unternehmer den Armen 2% seines Unternehmens pro Jahr abgeben, wie stellen Sie sich das vor? Halten Sie es im Ernst für eine gute Idee, dass dieser sein Unternehmen dann Stück für Stück an einen Investor verhöckert um das Geld dann den Armen zu geben? Nach 25 Jahren gehört dem Investor dann der Laden, der entlässt erst einmal 10% des Personals und drückt jahrelang die Löhne, denn er hat kein persönliches interesse an dem Wohlergehen der MA und der Zukunft des Unternehmens, dann zählt nur noch der Profit.
Schwachsinnige Argumentation. Wenn ich mein Geld anlege, erwarte ich eine vernünftige Rendite. Und ich gehe nicht davon aus, daß jemand sein Vermögen für

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saftfrucht 26.02.2019, 12:17
193. Naiv und dumm

Klar klingt das erstmal populär und für viele vielleicht auch fair (für mich nicht), aber wer hier hurra schreit denkt zu kurz. Wenn Superreiche jedes Jahr derartige Vermögenssteuern abgeben müssen, werden sie zwangsläufig versuchen ihre Einkünfte zu erhöhen, damit ihr Vermögen nicht stangiert oder gar schrumpft. Dann entziehen sie ihren Unternehmen Geld und das fehlt dann für Investitionen. Die Wirtschaft leidet und zieht auch die kleinen Leute mit. Und einige ziehen mit Sicherheit ins Ausland, wo man sie mit solchem Blödsinn verschont. Ich kann nur hoffen das derartige populistischen Schwachsinnsideen niemals umgesetzt werden, denn dann wird es finster. Wer glaubt dass bei 1:1 Umsetzung dieser Schnapsidee auch nur ansatzweise die berechnete Summe raus käme, ist ganz schön verblendet. Mit Glück die Hälfte.

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dr.m. 26.02.2019, 12:18
194. Sicher ein schadenstiftender Affekt

ist der Neid, der materielle, aber auch der Neid auf Können, Persönlichkeit, Bildung. Da werden auch arme Leute beneidet und werden arm durch Neider. Neid lässt sich nicht besteuern. Sonst hätten wir ein armes Volk mit einer reichen Regierung.

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Alias iacta sunt 26.02.2019, 12:20
195. Viele richtige Aussagen, danke

Zitat von georg schwarz
Bevor in Deutschland neue Steuern eingeführt werden, sollte erst die Einhaltung der bestehenden Steuergesetze kontrolliert werden. In Berlin wurde begonnen, die Steuererklärungen der jährlichen Einkommen über eine Million Euro zu überprüfen und sofort konnten Nachzahlungen in Millionenhöhe eingefordert werden. Auch sollten Kapitalerträge wie Einkommen besteuert werden, auch die Erträge aus Aktienhandel und anderen Finanztransaktionen. Dann brauchen wir bestimmt keine neue Steuer.
Und jetzt noch die entscheidende Frage an die zuständigen Politiker.
Warum werden erst jetzt die Steuererklärungen der jährlichen Einkommen über eine Million Euro überprüft? Es ist doch jedem längst klar, dass dort am meisten und einfachsten zu holen ist.
Vertuscher und Verschweiger sind doch bestimmt nicht am Werk gewesen.

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ichlassmichnichtzenzieren 26.02.2019, 12:21
196. Der Ansatz stimmt ...

Man müsste eigentlich mal errechnen wieviel dem Superreichen prozentual bleibt im Vergleich zum Normalsterblichen. EK Steuer und Versicherungsanteile sind das eine, doof nur das es dem Normalverdiener im Geldbeutel schon auffällt, dem Superreichen eher weniger. Tanken gehen ist jedem Deutschen jedes mal ein Grauen, speziell wenn man bedenkt das es 75% Besteuerung des Benzins sind, welche den Geldbeutel so malträtiert. Dem Superreichen kostet das wohl ein Lächeln.
Also was wäre wenn der Superreiche sich prozentual beteiligt? Welche Spritkosten müsste er bezahlen damit er vergleichsweise ähnlich empfindet wie der Normalbürger? 50 Mio Jahreseinkommen? Na dann aber gleich mal 10 davon ab in die Sozialsysteme. Das ist zu viel? Ja was soll der Normalbürger sagen, bekommt 4.000 Euro hat aber nur 2.000 raus und davon muss er 1 Monat klar kommen. Da hat der Reiche doch immer noch 40 / 12 übrig. Da muss man nicht weinen. Die Wahrheit ist doch das ein Amazon Besitzer gar nicht weiss wohin mit seinem Geld und es im Leben nur noch verwetten aber nicht mehr ausgeben kann, während Normalbürgern einfach nicht genug Geld übrig bleibt im was zu sparen. Man müsste direkt darüber nachdenken Abgaben prozentual zum Realwert zu berechnen. Man stelle sich mal vor, um am Monatsende so viel Abgaben bezahlt zu habe, dass nichts zum Sparen übrig bleibt, müsste ein Superreicher im Jahr 50 Mio ausgeben um genau so zu empfinden wie ein Normalbürger.

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Ezechiel 26.02.2019, 12:21
197. Nein, so einfach ist das nicht.

Zitat von Grünspahn
Das Europäische Steuerrecht sieht vor, dass man am Wohnsitz steuerpfluchtig ist. So zahlt der in Polen lebende Deutsche in Polen seine Steuern, der in Feutschland lebende Pole in Deitschland seine Steuern. Herr Kühne wohnt zB in der Schweiz, die Klattens, Quandts, Albrechts, Schäffler usw können auch umziehen, zB nach Irland oder den Firmensitz ihrer Unternehmen, wie Amazon es schon getan hat, zB nach Luxemburg verlegen. Die gewähren dort (aber nicht nur dort) Supersonderkonditionen. Und dann? Außer Spesen nichts gewesen. Lasst einfach die Neiddebatte sein.
Außer Spesen nichts gewesen ? Nein, im Hinblick auf die zu erwartenden Einnahmen aus der Reichensteuer, werden teure Wahlversprechen gemacht. Und weil die Superreichen getürmt sind, muss die sowieso schon stark gebeutelte Mittelschicht wieder herhalten um die Wahlversprechen zu bezahlen. Die Superreichen fürchten die Steuern mehr, als der Teufel das Weihwasser und werden sofort mobil, sobald Gefahr droht.

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jasuly 26.02.2019, 12:23
198.

"Als ein Argument gegen die klassische Vermögensteuer gelten im Normalfall vergleichsweise hohe Erhebungskosten, da sie schon bei relativ niedrigen Vermögen greift. Zur Berechnung müsste regelmäßig der Wert von Vermögensgegenständen wie Grundstücken, Wertpapieren oder Kunstwerken bestimmt werden." *** Es ist bezeichnend, dass lediglich die "Erhebungskosten" nicht aber der damit verbundene schwere Eingriff in die Privatsphäre als Gegenargument genannt werden.

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royal_flush 26.02.2019, 12:23
199.

Zitat von frenchhornplayer85
Können sie mir mal erklären warum man auswandern würde wenn einem von einem derart großen Vermögen 2% genommen würden? Würde man am Hungertuch nagen? Würde man schlechter wohnen? Schlechtere Ärzte haben? Ein kleineres Auto fahren müssen? Erklären sie! Diese Fragen richten sich übrigens auch an alle anderen hier, die von Neid usw reden!
Den "Superreichen" geht es doch nicht um ein paar Euro mehr oder weniger. Denen geht es um das gesellschaftspolitische Klima, was hier herrscht. In anderen Ländern kann man stolz sein auf seinen Wohlstand, hier muß man sich dafür am besten schämen. Als Betroffener würde ich auch ans Auswandern denken.

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