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Neue Commerzbank-Strategie: Finger weg vom Zocken
DPA

Die Commerzbank präsentiert eine radikal neue Strategie - auch in Abgrenzung zur Deutschen Bank. Mehr als 10.000 Angestellte müssen gehen, Arbeitnehmervertreter sind empört.

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politik-nein-danke 30.09.2016, 17:46
20. Wenn man zu wenig verdient...

...sollte man mal über Erträge nachdenken....mit kostenlosen Girokonten die Kunden anderer Banken abwerben und dann heulen das man nichts verdient?

Das war doch vorher klar wie Kloßbrühe das das in die Hose geht....bei solchen Aktionen wechseln nie die guten Kunden mit denen man die kostenlose Kontoführung in anderen Geschäften kompensieren kann....

Solche Aktionen locken überwiegend die Geiz -ist-geil-Schnorrer an...

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crackspeed 30.09.2016, 17:52
21. Diese Bank wird sich niemals bekehren lassen.

Schön und nett ist es, daß sich die Commerzbanker vom Spekulationsgeschäft und von ca. 10000 Mitarbeitern trennen.
Die haben es verdient. Leider bleibt die oberste Führungsetage im Sessel und delektiert sich weiter am Steuerzahler, der die Bank einst gerettet hat. Seit 2008 ist die Coba de facto pleite und weder die Chefs noch die Mitarbeiter haben auch nur ein bißchen Demut gelernt. Frech und arrogant wie Nachbars Lumpi hat man sein Geschäftsmodell, also das Verticken von Fonds auf Provisionsbasis, weitergeführt. Ganz wie es der Gesinnung der Bosse und Mitarbeiter entspricht. Bis heute.
Der Staat hat sich 2009 erblödet, diese Bank zu retten, weil er sie für systemrelevant hält. Dabei zeigt sich jetzt, was von vorneherein klar war: das besagte Geschäftsmodell hat nicht funktioniert. Hoffentlich ist die Stellenstreichung erst der Anfang, denn im Grunde hätte der ganze Laden bereits 2009 abgewickelt gehört. Aber vielleicht kommt das ja noch.

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citizen01 30.09.2016, 18:05
22. Die Schulden der Dresdner Bank belasten immer noch die Co-Bank.

Die völlig überschuldete Dresdner Bank ging erst an die Allianz und wurde dann der Co-Bank aufgedrückt. Der Staat war daran nicht unbeteiligt und mußte deshalb in die Co-Bank einsteigen. Die Skandalbank Dresdner hätte rechtzeitig liquidiert werden müssen.

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Hamberliner 30.09.2016, 18:15
23. dienen statt zocken

Bin Commerzbank-Kunde und bereit, für Dienstleistungen, die mir zuteil werden, kostendeckend zu zahlen, genauso wie ich ja auch vom Frisör und der KFZ-Werkstatt nicht verlange, dass sie ihr Geld mit anderweitigen Geschäften erzocken um mich unter Selbstkosten zu bedienen. Kostenloses Girokonto - was für ein Quatsch!
Ich finde, das Handeln mit Aktien gehört in die Hände kleiner Privatkunden, insbesondere Rentner die das Loch zwischen Rente und früherem Nettoeinkommen füllen müssen. In die Hände von Leuten, die nicht viel Kapital besitzen, aber sich ein Leben lang das Wissen erarbeitet haben wie man mit stochastischen Schwingungen und Mathematik umgeht und wie man entsprechende Anwendungen programmiert.
Damit werde ich bald anfangen, ich habe es lang genug erfolgreich simuliert. Leider finde ich auf dem Gebiet Aktiendepots die Commerzbank weniger überzeugend als andere Broker. Ich lasse mich aber noch umstimmen. Entscheidend ist: für meine Berechnungen brauch ich zigtausende historische Aktienkurse, jederzeit aktuell bis zum Vortag, zweimal die Woche so einfach und unkompliziert als CSV herunterzuladen wie bei Yahoo Finance, aber nicht so fehlerhaft und löchrig. Wenn die Commerzbank Depotkunden das bietet bleib ich ihr vielleicht treu.
Das wär durchaus ausbaufähig. Noch besser könnte die Commerzbank an Trading-Rentnern verdienen, wenn sie wie ein Provider Root-Server vermieten würde, um den Salat als Cronjob laufen zu lassen, denn reiselustige Rentner haben kein festes Zuhause, geschweige denn Server.

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pommer123 30.09.2016, 19:00
24. @Champagnerschorle

Nun, getrieben von den eigenen Provisionsansprüchen war da der Foqus auf die Bedürfnisse der Kunden eher nachrangig.

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freischuetz11 30.09.2016, 19:15
25.

Zitat von politik-nein-danke
Solche Aktionen locken überwiegend die Geiz -ist-geil-Schnorrer an...
Und die sind schon am Ersten im Monat pleite. Überziehen das Konto und bezahlen für den Rest des Monats?..... Eben ;-)

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hann.overaner 30.09.2016, 19:15
26. Stimmt schon..

Zitat von citizen01
Die völlig überschuldete Dresdner Bank ging erst an die Allianz und wurde dann der Co-Bank aufgedrückt. Der Staat war daran nicht unbeteiligt und mußte deshalb in die Co-Bank einsteigen. Die Skandalbank Dresdner hätte rechtzeitig liquidiert werden müssen.
dass die Dresdner Bank eine schwere, politisch gewollte Last auf den Schultern der CoBa war.
Zur Ehrenrettung der Grünen muss man aber auch sagen, dass die Allianz sie vor dem Verkauf (oder besser gleich nach dem Kauf) nach allen Regeln der Kunst entkernt und gute Profite damit gemacht hat.
Allianz Global Investors steuert auch heute noch gute Gewinne bei und wurde mal als Deutscher Investment Trust von der Dresdner Bank gegründet und war die Cash Cow des Konzerns

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Zorngewitter 30.09.2016, 20:41
27. 2 Millionen neue Kunden?

Ich muss sagen, ich bin so entsetzt, dass ich mir nun eine neue Bank suchen werde. Ich finde das sehr unsozial, die Verantwortung die man als so großer Arbeitgeber besitzt wegen reiner Profitgeilheit zu ignorieren. Als ob 1 Milliarde für so ein Unternehmen so eine Last wäre. Soziale Verantwortung. Eigentum verpflichtet (GG!). Ich erkundige mich nun, wer die "beste" Bank in Deutschland ist (hoffentlich nicht nur *das kleinste Übel*) und wechsele. Auch wenn das mit meinen paar Euro nichts bringt :)

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Neckarfrosch 30.09.2016, 22:52
28. Milliardenrettung

Mich stört ein wenig die Formulierung "Milliarden von Steuergeldern gerettet werden". Das klingt so, als ob das Geld ausgegeben worden wäre und nun weg sei. Statt dessen hat die Regierung nur eine Garantie übernommen, für die Bank zu bürgen und / oder Überbrückungskredite gegeben. Dafür hat sie ein stattliches Aktienpaket bekommen. Der Staat verdient also an diesen Überbrückungskrediten durch die Zinseinnahmen und schließlich durch den in der Zukunft anstehenden Verkauf der Aktien. Davor kassiert er noch die Dividenden. Man muss also beide Seiten der Medaille betrachten. Für die Staatskasse ist das durchaus ein positives Geschäft.

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derschlauefrank 01.10.2016, 01:20
29. Zockergeschäft? Nicht für die Commerzbank.

Die Equity-Derivate, die in eine eigene Firma gebracht werden sollen, sind aus Sicht der Commerzbank ohne Marktrisiko, da sie direkt gegen die Underlyings gehedged werden. Leider wurde dies in dem Artikel nicht richtig dargestellt. Kunden setzen die Produkte zum Spekulieren oder zum Hedgen ein. Die Bank geht keine Marktrisiken ein, sondern verdient am Bid/Offer-Spread und Zahlungen von den angeschlossenen Brokern. Warum will die Commerzbank diese Cash-Cow abspalten?

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