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Neue Einkommensstatistik: Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer
DPA

Eine neue Statistik belegt, dass Frauen in Deutschland im Schnitt immer noch 22 Prozent weniger verdienen als Männer. Die Zahl wäre noch dramatischer, wäre der Osten nicht viel fortschrittlicher als der Westen.

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categorical 16.03.2015, 11:26
80. Glaube keiner Statistik...

die du nicht selbst gefälscht hast.

Der unbereinigte Wert von 22% ist eine Sache. Bei den vermeintlichen 7%, die übrig bleiben, muss dann allerdings sehr genau hingesehen werden, welche Faktoren berücksichtigt wurden oder nicht.

Arbeitszeit? Hierarchieebenen? Branchen? Öffentlicher Dienst oder Privatwirtschaft? Erziehungszeiten?

Der Wert von 22% verdeutlicht das Problem da schon besser. Es ist aber kein Problem, dem man mit einer gesetzlichen Regelung á la Schwesig Herr, Verzeihung, Dame werden kann. Um den 22% zu Leibe zu rücken, müsste auf allen Ebenen angesetzt werden: mit vernünftigen Löhnen im Dienstleistungssektor und den sozialen Berufen, mit dem Kampf gegen systemimmanenten Sexismus, der zur unterschiedlichen Berufswahl führt, und in allererster Linie beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bzw. Kindern als aktiven Karrierekillern für Frauen.

Es spricht nichts dagegen, mit den 22% zu arbeiten, aber dann müssen die Problemlösungen an ganz anderer Stelle ansetzen. Dann reden wir von den 22% als einem SYMPTOM, nicht einem losgelösten Phänomen, dem man mit einzelnen, vom Gesetzgeber verordneten Maßnahmen beikommen kann.

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eremit123 16.03.2015, 11:27
81. Branchenvergleich

Bei den 22% handelt es sich in erster Linie um einen Branchenvergleich hinsichtlich der Löhne. Wenn man die Löhne der Männer Branchenübergreifend vergleichen würde, käme man folglich auf ähnliche Ergebnisse. Dass diese Erkenntnis politisch nicht oppurtun zu sein scheint, ändert daran nicht das Geringste. Dass man versucht die genannten 22% als Geschlechterspezifische Lohnungleichheit darzustellen, lässt an der nötigen Sachlichkeit und Objektivität der involvierten AutorInnen zweifeln.

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lobatul 16.03.2015, 11:27
82. Gender ....

... ist mehr als nur der Unterschied zwischen "Mann" und "Frau".
Demnächst brauchen wir also Einkommenstransparenz zwischen ~ 50 unterschiedlichen Geschlechterrollen?

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sporty.hk 16.03.2015, 11:27
83. sinnvolle Projekte

Bei den tariflichen Arbeitsverträgen ist doch sowieso alles transparent und hier wird es auch keine geschlechtsspezifischen Unterschiede geben. Bei den außertariflichen Verträgen ist in der Regel ein nicht unereheblicher Teil des Gehaltes variabel und von Zielvereinbarungen abhängig. Wer die Ziele entsprechend erreicht, bekommt also entsprechend mehr. Soll jetzt der Wenigerleister, unabhängig ob das jetzt der Mann oder die Frau ist, den gleichen Bonus bekommen wie der Vielleister? Mir scheint, Frau Schwesig hat einfach nur Langeweile. Ich hielte es daher für angebracht für sie und ihre Ministerkollegen ein ebensolches Bonusschema für ihre Entlohnung einzuführen. Grundgehalt in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns und ein von mir aus auch satter Bonus bei erfolgreichen verwirklichten Projekten. Aber wahrscheinlich würde sie dann lieber zusammen mit Frau Nahles und Herrn Gabriel im Supermarkt Regale einräumen, weil da mehr bei rumkommt.

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nikolaus1962 16.03.2015, 11:27
84. Das ist falsch betreffs der Frauen.

Zitat von Alm Öhi
gleiche Bezahlung haben zu wollen, aber man muss die gleiche Leistung erbringen. Wenn wir die Realität betrachten sind Männer verfügbarer als Frauen. Klar kann man die Gehälter anpassen , aber dann werden die Männer einfach weniger arbeiten.
Frauen sind sehr gut und sehr fleißig und zuverlässig und sie können sogar mehr leisten als Männer. Das Problem von Frauen ist, sie verkaufen sich schlecht und bieten sich unter ihren Arbeitswert an, das glaube ich zu mindestens. Frauen sollten selbstbewusster werden und, das einfordern, was ihre männlichen Kollegen bekommen. Das sind sie alle male wert. Im allgemeinen bin ich sehr dafür, das nach Leistung bezahlt wird und nicht nach Geschlecht.

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markus_wienken 16.03.2015, 11:28
85.

Zitat von thomas.b
Das wird den Frauen doch zugetraut. Aber die müssen das auch wollen. Fragen Sie mal in Ihrem eigenen Bekanntenkreis nach z.B. dem Interesse an MINT-Fächern...
So ist es.
Als ich studierte (FH Dortmund) waren in meinem Jahrgang 2 Frauen, beide haben ihren Abschluss sehr gut bestanden, arbeiten heute aber nicht mehr.

Auch in meiner Branche (Telekommunikation/IT) finden sich kaum Frauen.

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zitzewitz 16.03.2015, 11:28
86. Fragen über Fragen...

Welche Gewerkschaften schliessen denn Tarifverträge ab, in denen Frauen 22% weniger als Männer erhalten? Müsste das nicht in tausenden Klagen vorm Verfassungsgericht enden? Warum werden überhaupt noch Männer eingestellt, wenn Frauen für 22% weniger zu haben sind?

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picard95 16.03.2015, 11:30
87. Gehaltsverhandlungen

Ich arbeite im IT-Bereich und das Gehalt muss jeder individuell verhandeln.
Da ich (als Mann) darin sehr schlecht bin, bekommen einige Arbeitskollegen und auch -kolleginnin mit Sicherheit mehr Gehalt bei vergleichbarer Arbeit.

Aber deshalb mache ich kein Fass auf. Es ist halt so und ich fühle mich da nicht diskriminiert.

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diospam 16.03.2015, 11:30
88. re

Zitat von bluepower111
Es bleibt unerklärlich, warum der Spiegel wie andere Medien weiterhin das Märchen vom 22% Gehaltsunterschied verbreiten. Diese Statistik ist die grösste Irreführung, die man sich vorstellen kann. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Dass jemand mit.....
Die Erklärung ist ganz einfach:
-Bei 22% kann man behaupten sind es die pösen, pösen Unternehmen die gaaaanz fies die armen unschuldigen Frauen diskriminieren. Super easy also für die Politik: Es wird mit dem Finger gezeigt und weiter nichts gemacht. Also: Alles Supi für Frau Schleswig!

-Beim echten bereinigten Wert werden die Gründe offengelegt, und diese sind primär von gesellschaftlich-Politischer Natur. Das kann und darf natürlich nicht sein. Wo kämen wir denn hin wenn die Politik schuldig ist und intelligent handeln muss ohne demagogie und ideologie. Also: Gaaaaanz böse für Frau Schleswig!

Ein paar Regelungen die die Frauen massivst Gehalttechnisch helfen würden:

-Kita Betreuung muss zeitlich flexibel verfügbar sein (7:30-18:30 minimum)
-Es muss Not-Kitas für Übernachtungen geben (Schichtarbeit oder Dienstreisen)
-Kitas müssen immer 10% freie Kapazität über das Jahr vorweisen (Beruflich bedingte Umzüge!)
-Ganztagesschulen von der ersten Klasse an.

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bernd.stromberg 16.03.2015, 11:31
89.

Zitat von categorical
Der unbereinigte Wert von 22% ist eine Sache. Bei den vermeintlichen 7%, die übrig bleiben, muss dann allerdings sehr genau hingesehen werden, welche Faktoren berücksichtigt wurden oder nicht.
Meines Wissens nach (u.a. aus den SPON-Gehaltsartikeln von oft weiblichen Gehaltscoach) verhandeln im Allgemeinen viele Frauen wohl niedrigere Löhner weil sie nicht so "dreist" und selbstbewusst auftreten wie viele der männlichen Kollegen.

Das mag mit der Erziehung zu tun haben, aber auch mit der Natur. Männern wird ja gerne mal vorgeworfen (oder beim Auto fahren sogar nachgewiesen) eher "risikofreudig" zu sein (was evolutionstechnisch bedingt sein könnte, darf man sowas heutzutage noch sagen?!). Diese Bereitschaft eher ein Risiko in Kauf zu nehmen, wäre natürlich bei Gehaltsverhandlungen ein ganz entscheidender Faktor.

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