Forum: Wirtschaft
Neue Flüssiggas-Häfen: Deutsche Gaskunden sollen Trumps Terminals bezahlen
REUTERS

Nach der massiven Kritik an der Gaspipeline Nord Stream 2 will die Bundesregierung US-Präsident Trump entgegenkommen: Deutsche Gaskunden sollen nach SPIEGEL-Informationen den Bau von Terminals für amerikanisches Flüssiggas bezahlen.

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di_wendt 18.03.2019, 16:27
50. Ihre Aussage ist falsch

Zitat von bertholdgross
Natürlich muss der deutsche Gaskunde Gasterminals auf deutschem Boden bezahlen. Wer soll sie denn sonst bezahlen? Der Gaskunde muss natürlich auch Northstream 2 und alle anderen Pipelines in Deutschland bezahlen. Alle Kosten, die ein Gaslieferant hat, stecken im Gaspreis drin.
Schon ihr zweiter Satz ist falsch. Nordstream 2 bezahlt Gasprom.
Jetzt könnte ihr Superschlaues Argument wieder kommen , das Gasprom es in der Gaslieferung schon eingepreis hat,. FALSCH.
Denn Gasprom kann nur nach den marküblichen Preisen liefern.
Im ersten Satz bezieht sich das auf eine Pflicht was die Regierung politsch festlegt.
Sie legt auch fest das wir LNG aus den USA kaufen müssen zu den erhöhten Preisen. Sie können nichts machen. Ich sehe darin etwas diktatorisches, aber uns wird es als demokratisches verkauft.
Sie haben nur die Möglichkeit nach 4 Jahren ein Kreuz zu machen.

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Ottokar 18.03.2019, 16:29
51. Widerstand

ist nun ein absolutes muss. Der geplante Standort und die Stellen der Rohre wird von der Bevölkerung besetzt. Da kommt kein Rohr hin. Die Eigentümer der Grundstücke werden dieser Regierung keine Grundstücke verkaufen und es wird einen jahrelangen Rechtsstreit geben. Mit welchem Recht will Altmaier die Gasversorger zwingen das US Gas einzuspeisen ? Altmaier das wird teuer und wird Ihnen den Job kosten.

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schroedingers_katze 18.03.2019, 16:31
52.

Zitat von fin2010
bzw. auf mehreren Beinen steht es sich besser als auf einem. Damit es zur Gaskonkurrenz zw. RU-Pipeline und LNG kommen kann, braucht es als Anschub ein oder mehrere Terminals fürs LNG.
Vielleicht sollten Sie sich erstmal die Ökobilanz von Frackinggas zu Gemüte führen: https://www.thinkstep.com/de/content/whitepaper-fracking-shale-gas

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mc&ad 18.03.2019, 16:33
53. Politik nach Gutsherren-Art...

und "Devotismus" pur. Die Abrechnung kommt schneller als gedacht, denn viele Gas- und Umweltkunden haben ein gutes und langes Gedächtnis...
Mit Energieversorgung sollten man nicht unüberlegt spielen.

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Emderfriese 18.03.2019, 16:33
54. Boykott

Zitat von nici_d
Natürlich wird durch den Gaskunden sowohl die Pipeline als auch die LNG-Station bezahlt, aber doch wohl nicht vorne weg, und auch nicht über Netzentgelte sondern über den Gaspreis. Denn Putins Gas braucht keine kryogene Flüssigumladestelle, also sollte Putins Gas hierfür keine Kosten tragen, umgekehrt übrigens genauso: Donalds Gas sollte nicht die Nordstream Pipeline mitfinanzieren. Das wirtschaftliche Risiko müssen sich die Gaskonzerne ans Bein binden und nicht die Kunden, das ist unseren Volksvertretern in Berlin doch wohl hoffentlich klar! Im Übrigen: die USA haben keine Flüssigerdgasvorräte. Das Methan muss erst unter hohem Energieaufwand verflüssigt werden, damit es schiffbar ist, denn eine Pipeline von USA nach EU wäre wohl kaum finanzierbar.
Das nächste Gesetz ist dann eine Vorschrift an die deutschen Gaskunden, zu bestimmten Teilen US-Gas zu kaufen. Zwangsweise. Vielleicht sollten die Gasnutzer mal über einen Boykott nachdenken... würde zwar sehr schwer umzusetzen sein, aber unmöglich ist das auch nicht...

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SaschaKa 18.03.2019, 16:34
55. wieder nur bis Mittag gedacht

warum wird noch Geld in schmutzige Technik investiert. In Norddeutschland stehen tausende von Windrädern, die man zur Herstellung von Wasserstoff verwenden könnte. Den hergestellten Wasserstoff kann man dann durch das ausgebaute Gasnetz leiten, das wäre mal eine Investition in die Zukunft. Oberirdische Stromtrassen hätten sich dann auch erledigt da man mit Brennstoffzellen wieder Strom erzeugen könnte. Aber anstatt einen Schritt nach vorn zu machen, geht man lieber wieder 2 zurück, schade dass unsere Politiker immer nur von 12 bis Mittag denken

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mwroer 18.03.2019, 16:35
56.

Zitat von fin2010
bzw. auf mehreren Beinen steht es sich besser als auf einem. Damit es zur Gaskonkurrenz zw. RU-Pipeline und LNG kommen kann, braucht es als Anschub ein oder mehrere Terminals fürs LNG.
Das gas aus dem USA ist weitaus teurer als das russische und läuft den klimapolitischen Zielen Eurer eigenen Regierung zuwider - was genau bezeichnen Sie da als 'Konkurrenz'?

Der Bau der Terminals ist politischer Aktionismus den der Steuerzahler bezahlt damit die von Euch gewählten Politiker in Washington mit dem Schwanz wedeln können.

Klasse Idee - kommt mal nicht auf die dumme mal wieder 'europäische Solidarität' für diesen Mist einzufordern. Das könnt Ihr schön selbst bezahlen!

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Sensør 18.03.2019, 16:38
57. Deutsche Gaskunden sollen Trump die Füße küssen?

So langsam bekomme ich das Gefühl, dass die CDU dem Schicksal der SPD folgen möchte. Die eigenen Werte werden an jeden unverschämten Geschäftemacher verschenkt, der auch nur bei der deutschen Regierung an die Tür klopft. Das müssen auch konservative Menschen irgendwann merken.

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schroedingers_katze 18.03.2019, 16:39
58. In diesem Falle

Zitat von bertholdgross
Natürlich muss der deutsche Gaskunde Gasterminals auf deutschem Boden bezahlen. Wer soll sie denn sonst bezahlen? Der Gaskunde muss natürlich auch Northstream 2 und alle anderen Pipelines in Deutschland bezahlen. Alle Kosten, die ein Gaslieferant hat, stecken im Gaspreis drin.
gehts aber um eine Verordnung, d.h. der Verordnungsgeber (Bundeswirtschaftsministerium) schreibt den Unternehmen vor, daß diese kostenträchtige Komponenten zwangsweise einzubauen haben. Wenn ich wählen kann, ob ich LNG oder Erdgas beziehen möchte und damit selbst beeinflussen kann, welchen Preis ich bezahle, ist das ja noch vertretbar (wobei ich mich schon frage, warum eine solche Verordnung notwendig ist; macht nur Sinn, wenn das LNG nicht konkurrenzfähig ist), wenn mir aber durch die Hintertür einer Mischkalkulation das teurere LNG nebst den Terminalkosten aufgebrummt werden, obwohl ich mit dem günstigeren NordStream-Gas zufrieden wäre, hört der Spaß auf.

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hpcaesar 18.03.2019, 16:40
59. ein schönes Beispiel für Manipulation

so geht Manipulation: ein Journalist, der gegen Fracking Gas ist, greift einen gemeinsamen Feind (Trump) auf und stellt einen Bezug zum eigenen Geldbeutel her. Heraus kommt, stark verkürzt: "Deutsche Gaskunden sollen Trumps Terminals bezahlen".
Das ist unterstes BILD-Zeitungsniveau. Schade, Spiegel!

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