Forum: Wirtschaft
Neue griechische Reformpläne: Tspiras plant Luxussteuer und Vermögensabgabe
AFP

Die Regierung in Athen reagiert offenbar auf den Druck der Euro-Partner: In einem Gesetzentwurf werden neue Reformen angekündigt, Ministerpräsident Tsipras bereitet die Griechen auf weitere Einschnitte vor.

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002614 28.04.2015, 15:29
50. Vielleicht

vielleicht ist die Ankündigung der Maßnahmen auch wieder nur ein Trick, um die Fortsetzung der Zahlungen Brüssels zu sichern und den Bankrott im Juni abzuwenden?

Hoffentlich lernt auch eine LINKE Regierung daraus, (und die Wähler einer solchen), daß nur durch die Enteignung und Besteuerung der Reichen im Land allein keine Volkswirtschaft dauerhaft geführt werden kann?

Zumindest kann man Tsipras zubilligen, daß er die aller-leichteste Art eines Staates zu Geld zu kommen, nämlich mit einem Federstrich Renten zu kürzen, nicht weiter fortsetzen will. - Alles andere aber wird unendlich schwieriger.

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stauss4 28.04.2015, 15:32
51. Der plant viel

Nur setzt er nichts um.

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mimikri 28.04.2015, 15:33
52. Abschaffung der verhassten Immobiliensteuer...

...das ist mal ein tolles Kriterium! Eine Steuer abschaffen, weil sie verhasst ist. Ich will in Zukunft auch nur noch Steuern zahlen, die ich liebe. Da muss doch was zu machen sein! Brüssel, übernehmen Sie!

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kuschl 28.04.2015, 15:34
53. Der Ankündigungspremier?

So eine Landwirtschaftsministerin hatten wir auch mal. Die lebte von ihren Ankündigungen. Leider setzte sie kaum um. Will sagen, nur beschlossene Gesetze zählen, keine Ankündigungen! Es wird aber sicher reichen, bei den Wahlbeamten Europäischer Regierungen das Thema weiter in die Länge zu ziehen, das wahre Ausmaß weiter zu verschleiern und den Steuerzahler der Gläubigerstaaten weiter bluten zu lassen im Status quo ante. Ich hoffe, der Wähler quittiert das endlich mal!

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Aloysius Pankburn 28.04.2015, 15:34
54. Deshalb gibt's ja jede Woche neue Absichtserklärungen,

Zitat von cave100
Listen und immer wieder weitere Listen und Absichtserklärungen und keiner weiß in wie weit diese Absichtserklärungen dann umgesetzt und tatsächlich auch durchgesetzt werden.(können)
damit man die von letzter Woche als unbrauchbar verwerfen kann.

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rosengregor 28.04.2015, 15:37
55. Da fehlen drei Nullen

Der Präsident Griechenlands verspricht die Rückzahlung aller Schulden. Selbst wenn man unterstellt, dass das nicht diejenigen Schulden betrifft, die vor dem Schuldenschnitt bestanden, geht es um einen mittleren dreistelligen Milliardenbetrag.

Die Regierung Griechenlands macht dann Vorschläge, also keine Gesetze und ergreift auch keine Maßnahmen, wie man Geld einnehmen könnte. Die Zielsetzung beläuft sich auf mitunter dreistellige Millionenbeträge. Ganz abgesehen, dass das erst einmal wieder nur eine Wunschvorstellung ist und man sehen muss, wer in einem national-kommunistisch missregierten Griechenland wirklich hunderte Millionen für Lizenzen zahlen soll, sind Millionen eben keine Milliarden.

Kurz: Die Regierung bemüht sich immer noch nicht um eine Lösung der Probleme, sondern nur um die Erweckung des Anscheins von Aktivität. Das ist viel zu wenig.

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Schnapi 28.04.2015, 15:38
56.

Zitat von einuntoter
Nach dem fünften Wort in der Überschrift ("plant") habe ich aufgehört, den Text zu lesen.
Es lohnt sich schon, den gesamten Artikel zu lesen. Besonders amüsiert haben mich folgende Aussagen:

""Etwas kommt. Genaues kann ich Ihnen nicht sagen", wird der Vizepräsident des griechischen Parlamentes, Alexis Mitropoulos, im Fernsehen zitiert."

oder:
"Der Zeitplan für das Gesetz ist noch unklar."
Muss man SPON doch dankbar sein, dass das die Tatsachen so nüchtern dargestellt werden!
Zusammengefasst: Es wird etwas passieren, aber keiner weiß was und wann.

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Öhrny 28.04.2015, 15:39
57. Nicht...

Zitat von Wassup
Griechenland ist also nicht bereit, seine hohe Durchschnittsrente auf das deutsche Niveau abzusenken? Das ist der größte Ausgabenposten!
...umsonst ist dem slowakischen Finanzminister der Kragen geplatzt. Die griechische Mindestrente ist höher als die slowakische Obergrenze. Aber auch die ärmeren Slowaken sollen für die Griechen aufkommen. Unglaublich.

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JanIi 28.04.2015, 15:40
58.

Alle Punkte waren Wahlversprechen und nahezu alle Standen auch auf der sogenannten "Liste Varoufakis" die auch von der Regierung veröffentlicht wurde. SpOn hat entweder wirklich keine Ahnung was abgeht oder schreibt bewusst Unsinn.

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schwaebischehausfrau 28.04.2015, 15:42
59. @quidquidagis1: Diese Definition ist bekannt..

Zitat von quidquidagis1
..das ist wohl eine Frage der Definition.Ich kann mir vorstellen,dass alle Griechen die noch einen Job und etwas zu essen haben,als "wohlhabend"eingestuft werden können.
...was die neue "linke" griechische Regierung unter schützenswerten "Armen" versteht, hat sie ja gerade erst mit ihrem Gesetzentwurf gezeigt, der Immobilien-Besitzer, die ihre Kredite nicht bedienen, trotzdem vor Zwangsräumungen schützen soll. Da ist vorgesehen: Solange das Gesamt-Vermögen 500.000 Euro (!!!), das liquide Vermögen 50.000 € und das Jahres-Einkommen 50.000 € nicht überschreitet, werden die Schuldner geschützt. Das ist offenbar die schützenswerte "Armutsgrenze" in Griechenland.
Das hat die EZB kritisiert, weil damit selbst solvente Schuldner motiviert werden, ihren Zahlungsverpflichtungen NICHT nachzukommen (denn es kann ja nichts passieren.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/ezb-kritisiert-griechisches-zwangsraeumungsgesetz-13532869.html

Von diesen Bedingungen können Menschen in Rest-Europa nur träumen. Wenn Sie in Deutschland ein Haus auf Pump gekauft haben und die Kreditraten nicht mehr zahlen können, dann verlieren Sie ruckzuck ihre Immobilie. In Griechenland passiert Ihnen gar nichts, selbst wenn Sie sogar noch 50.000 Euro auf dem Girokonto hätten - wer ist dann noch so blöd und zahlt seine Kredite weiter ab??

P.S.: Selbst in Frankfurt, Düsseldorf oder München (und das sind die wohlhabendsten Städte in Deutschland) gibt's Suppenküchen ("Tafeln") und sie sehen jeden Tag Rentner und Arbeitslose, die in Papierkörben nach Pfandflaschen suchen.

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