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Neue IG-Metall-Forderung: 28-Stunden-Woche - wertvoller als Geld
DPA

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten droht in der Metallbranche echter Streit. Die IG Metall "spielt mit dem Feuer", drohen die Arbeitgeber. Denn die Gewerkschaft fordert etwas Wertvolleres als Geld: Freizeit.

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unaufgeregter 09.10.2017, 12:05
1. Guter Ansatz

Seit geraumer Zeit arbeite ich "nur" noch 25 Stunden/Woche. Das Gehalt ist entsprechend geringer. Dafür ist meine Lebensqualität sehr viel besser und ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich diesen Schritt nicht viel früher gegangen bin.
Früher habe ich viel Geld für sog. Frustkäufe oder Fernreisen ausgegeben. Das spare ich mir inzwischen. Weniger Konsum - weniger Arbeit.
Außerdem sind Teilzeitkräfte wesentlich effektiver als die Dauersitzer hier im Büro. Wer lange bleibt, ist ja sooooo wichtig. Was die Leute am Schreibtisch tatsächlich machen interessiert doch keinen.

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frenchie3 09.10.2017, 12:05
2. Kein Problem

Wenn auch nur 28 Stunden bezahlt werden. Arbeitsplätze werden dadurch definitiv nicht geschaffen. Einfach mal in Frankreich umsehen

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echoanswer 09.10.2017, 12:06
3. Dafür dürfen

die Arbeitnehmer im Osten dann noch länger für weniger Geld arbeiten. Toll.

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stefan_behrens 09.10.2017, 12:09
4. Könnte die Arbeitsmarktproblematik lösen

Die Forderung ist an sich gar nicht so unklug, wenngleich sie vermutlich etwas zu weit geht. Eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit könnte den Bedarf an Arbeitskräften ausgleichen, die derzeit arbeitslos sind oder in Minijobs feststecken. Aktuell gibt es zu wenig Arbeit für zu viele Arbeiter. Wenn das Problem bei vollem Lohnausgleich mit weniger Arbeitszeit gelöst werden kann, wäre das top. In der Vergangenheit sind wir immerhin von 50 Stunden auf aktuell 38,5 Stunden runtergegangen.

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echobravo 09.10.2017, 12:11
5. Tarif

Metallbetriebe mit Tarifvertrag sind eh nur noch in der Unterzahl, es blüht die Leiharbeit wo 40-42,5h Verträge die Regel sind, natürlich für 30% weniger Geld. Die 28h Woche ist ein Luxusproblem.

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Kurt-C. Hose 09.10.2017, 12:12
6.

Vielleicht sollten sich die Arbeitnehmer überlegen, ob sie noch von der richtigen Gewerkschaft vertreten werden. Alle reden über Altersvorsorge und die Frage, wie man angesichts sinkender Renten besser privat vorsorgen kann, und die Metallgewerkschaft möchte lieber bummeln als höhere Löhne (und in der Folge höhere Renten). Da fasst man sich an den Kopf.

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pommbaer84 09.10.2017, 12:13
7. ein Schlag ins Gesicht

Ein Schlag ins Gesicht all derer, die 40h im Vertrag stehen haben und deutlich schlechter bezahlt werden. Die Metallbranche ist einer der Dinosaurier aus der Industrialisierung. Der große Mehrwert unserer Marktwirtschaft wird auf anderen Schauplätzen generiert. Die Globalisierung tut ihr übriges.

Man kann auch so lange fordern, bis das Unternehmen die Pforten schließt. Dann hat man mehr als genug Freizeit.

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pubsfried 09.10.2017, 12:14
8. Kein Wort über VW in den 90ern ?

...Dort war die 28h-Woche längst Realität! Und das mit nahezu vollem Lohnausgleich! (wars sogar unter Herrn Hartz?)

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materialist 09.10.2017, 12:19
9. Donnerwetter

Sollten die Gewerkschaften endlich begriffen haben daß 2,5% Lohnerhöhung in Verbindung mit 2 % Inflation eigentlich nur dem Staat in Form von Steuern und Mehrwertsteuer nützen ?

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