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Neue IG-Metall-Forderung: 28-Stunden-Woche - wertvoller als Geld
DPA

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten droht in der Metallbranche echter Streit. Die IG Metall "spielt mit dem Feuer", drohen die Arbeitgeber. Denn die Gewerkschaft fordert etwas Wertvolleres als Geld: Freizeit.

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pieterbruegel 09.10.2017, 14:19
110. Ein gutes Beispiel..

Zitat von theanalyzer
Aus meiner Erfahrung als Unternehmer: Diejenigen, die zur Zeit noch arbeitslos sind, das ist der Bodensatz. Das sind die, die entweder nichr arbeiten wollen, oder es einfach aus mannigfaltigenm Gründen nicht können. Jeder, der arbeitswillig ist, hat im Moment einen sicheren Job. Oder findet sofort einen. Fachkräftemangel. Schon mal gehört?
..dafür ,wie weit Unternehmer von der Realität entfernt und abgehoben sind.Sie tun Ihrem Stand mit Ihrer Aussage keinen Gefallen,respektive erhärten die negativen Urteile über Unternehmer.

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Calimero67 09.10.2017, 14:19
111.

Zitat von Nordstadtbewohner
Hier zeigt das Gewerkschaftsunwesen sein wahres Gesicht. Derartige Forderungen sind nicht nur dreist, .....
Ohje, diese Mentalität ist mir völlig unverständlich. Jammern, darüber, dass es den Menschen besser gehen soll und Mitleid mit den Unternehmen im globalen Wettbewerb. Liegt wohl daran, dass die Lobbyisten und Arbeitgeberverbände eine gute Arbeit machen.
Oder haben Sie Angst davor mehr Zeit mit Ihrer Frau und den Kindern verbringen zu müssen?

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keery 09.10.2017, 14:20
112.

Zitat von JacksonBlood
Am besten is die Jammertrine die Sofort wieder den osten ins spiel bringt. Sind gewerkschaften bis zu euch noch nicht durchgedrungen oder reicht die Zeit neben dem verteilen von AFD-Flyern nicht mehr zu richtigem engamement?
Schauen Sie sich mal die Arbeitgeberstruktur im Osten an. Mittelständler im sehr Osten haben oft nur Mitarbeiterzahlen im ein- bis unteren zweistelligen Bereich, sind oft in keinem Arbeitgeberverband, brauchen sich nicht an Tarifverträge halten und selbst diverse gesetzliche Bestimmungen gelten nicht, weil die Mindestanzahl an Mitarbeitern nicht erreicht ist.

Da kann der Mitarbeiter in der Gewerkschaft sein soviel und aktiv er will, wenn der Arbeitgeber nicht an den Tarifvertrag gebunden ist, hat der AN sehr wenig davon.

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chardon 09.10.2017, 14:21
113. @ 45 syracusa

Zitat von syracusa
Da haben Sie recht. Aber gerade unser Krankenversicherungssystem ist ohnehin aberwitzig pervers gestaltet, denn es erlaubt gerade den Leistungsfähigsten, sich komplett aus jeder sozialen Verantwortung zu stehlen. Die durchschnittlichen Kosten eines GKV-Versicherten betragen ca 215 Euro monatlich. Wer (wie z.B. Arbeitslose) wenig verdient und deshalb weniger Beitrag .....
"......auf ein eigenes Leben zu verzichten......kommt auf gar keinen Fall in Frage". Übersetzt heisst das - keine Solidarität! Auf gar keinen Fall. Das meinte Bismarck damals als er die Sozialversicherung eingeführt hat:"die Reichen brauchen sie, die Sozialversicherung nicht, die können den Arzt sowieso bezahlen". Ich gehe davon aus, Sie gehören zu den Reichen und lehnen jede Solidarität ab. Sollten Sie alt werden brauchen Sie evtl. mal Hilfe, wenn aber niemand bereit ist für Ihr Geld Ihnen zu helfen, können sie sich an Ihre damalige "Lebensqualität" erinnern. Schon heute ist Pflege- und Altenheimpersonal überwiegend "nichtdeutsch", kommt von gaaanz weit her. Viel Vergnügen!

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MütterchenMüh 09.10.2017, 14:21
114. xxx

Zitat von Neandiausdemtal
Die Agenda ist von den DGB-Gewerkschaften aufs schärfste bekämpft worden. Ich war damals dabei.
Vieleicht verbalakrobatisch. Im BT gab es dann aber ohne Probleme die erforderliche Mehrheit.

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fluxus08 09.10.2017, 14:21
115. Lassen Sie mich raten,

Zitat von trader_07
Da kann ich Ihnen nur vollumfänglich beipflichten. Meine Frau und ich arbeiten ebenfalls seit einigen Jahren nur noch um die 25-30 Stunden die Woche. Dazu haben wir es uns so eingerichtet, dass wir - bei weitgehend freier Zeiteinteilung - beide von zu Hause aus arbeiten. Das bedeutet, die Pendelzeit zum Arbeitsplatz ist ebenfalls weggefallen. Das Plus an Lebensqualität ist enorm.
im Handwerk arbeiten Sie sicherlich nicht, sondern verrichten Büro-Dienstleistungen, die von zu Hause durchgeführt werden können.
Die Krux ist die, dass Sie keine Sekunde darüber nachdenken, dass viele Arbeitnehmer überhaupt gar nicht die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu arbeiten oder flexibel ihre Zeit einteilen können, weil deren Unternehmen unter Zeitdruck Arbeiten ausführen muss, die so vom Kunden bestellt worden sind.
Ohne diese Industrie wären Sie übrigens dann auch arbeitslos, weil Ihre Dienstleistungen von niemanden mehr benötigt werden. Schön, wenn man nur in seiner eigenen Blase lebt.

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Bin_der_Neue 09.10.2017, 14:22
116. Soso.

Zitat von donatellab
Als Protestantin soll ich im Schweiße meines Angesichts malochen. Mache ich aber nicht. Leute, die das Leben mit der Arbeit verwechseln, tun mir leid. 20 Stunden reichen hin, zumal sich die Arbeit permanent verdichtet. Eine Folgeerscheinung des neoliberalen Kapitalismus.
20 Stunden werden aber kaum ausreichen, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Also liegt die Vermutung nahe, dass Sie es finanziell nicht nötig haben, was Ihre Meinung in dem Zusammenhang irrelevant macht, oder schlicht und einfach auf Kosten anderer (eben die Dummen, die "malochen" gehen) leben.

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Neandiausdemtal 09.10.2017, 14:23
117. Frage

Zitat von Freidenker10
Ich begrüße Maximalforderungen von Gewerkschaften ausdrücklich! Ich selbst bin von Verdi abhängig und somit völlig verloren! Warum sollten die Arbeitnehmer nicht endlich auch ein Stück vom riesigen Kuchen abbekommen? Bisher profitieren nur Vorstände und.....
Sind Sie Mitglied in ver.di? Wenn nicht haben Sie nicht mal das Recht über gewerkschaftliche Leistungen zu räsonieren, Sie wären nur Trittbrettfahrer und würden ohne eigenes Zutun von den Ergebnissen profitieren, für die andere zahlen und manchmal auch streiken.
Und jetzt belegen Sie mal, wo sich Bsirske alle zwei Jahre die Taschen füllt.

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wauz 09.10.2017, 14:24
118. Falsche Voraussetzung

Zitat von stefan_behrens
Die Forderung ist an sich gar nicht so unklug, wenngleich sie vermutlich etwas zu weit geht. Eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit könnte den Bedarf an Arbeitskräften ausgleichen, die derzeit arbeitslos sind oder in Minijobs ....
Wir haben eine strukturelle Arbeitslosigkeit, keine Massenarbeitslosigkeit. Wenn früher z.B. die Aufträge aus der Autoindustrie zunahmen, wurde bei Bosch am Band eben eine Nachtschicht eingeführt und dafür wurden dann Leute gesucht. In Anlerntätigkeiten.
Solche Anlerntätigkeiten gibt es kaum noch. Heute wird kaum noch jemand dafür eingesetzt, pro Werkstück zwei Stifte in zwei Bohrungen einzusetzen. Entweder, das macht ein Automat, oder es macht ein Chinese in China.
Was wir wirklich brauchen, ist eine Pflicht, Arbeitszeiten IMMER voll zu erfassen und abzurechnen. Eine wirksame Überstundenbremse muss her! Und was wir noch brauchen: verbindliche Tarife, mit klaren Einstufungsregeln, die von extern geprüft werden. Das ist bisher recht der Betriebsräte, wird aber von denen praktisch nie wahrgenommen (auch nicht von denen, die bei IGM sind)
Und noch etwas ist wichtig: Verbot von Sachgrundlosen und Kettenbefristungen. Probezeit max 6 Monate.

Die IGM muss endlich einsehen, dass sie sich mit dem Modell der Spaltung, auch Hartz-Modell genannt, hat auf's Eis führen lassen. Betriebe, die tarif zuahlen sind eh schon selten genug. Und da, wo es tarife gibt, wie z.B. in der Zeitarbeit, wirken die als Deckel, nicht als Mindeststandards.
Gewerkschaftlicher Kampf ist heutzutage etwas anderes als vor 40 Jahren!

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opitz2010 09.10.2017, 14:27
119. Aha ?

Zitat von candoom
Ich bin dafür. Eine solche Regelung brauchen wir seit Jahren. Der Mensch wird krank bei zu viel Arbeit + Überstunden.
Daher gibt es ja auch in Japan so viel 100-Jährige, oder?

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