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Neue IWF-Analyse: Athen braucht mindestens 50 weitere Milliarden
DPA

Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland benötigt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds für die kommenden drei Jahre unbedingt ein neues Hilfspaket. Umfang: Mindestens 50 Milliarden Euro.

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alf999 02.07.2015, 21:27
110. Toll

Soll's doch die USA für Ihre geostrategischen Interessen zahlen! Andernfalls stehen ja Russland und China zur Verfügung! Aber selbst die machen nix ohne Sicherheiten! Beide haben ja auf Turbokapitalismus umgeschaltet. Ich hab genug von der Tradition von 35-jähriger NASSAUEREI! Raus aus Euro und EU, ab nach Afrika!

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mimas101 02.07.2015, 21:29
111. Hmm, tja

vor dem Referendum sollte man nicht spekulieren und abwarten ob die bisherige Regierung am Sonntag noch im Amt ist.

Wie im SPON berechtigt kommentiert wurde: Anstelle von Unsummen an uneinbringlichen Krediten hätte man 2010 einen kompletten Schuldenschnitt machen müssen auch wenn Investoren dann keinen mehrfachen Gewinn gemacht hätten (höhere Zinsen wegen erhöhtem Zahlungsausfall, Fälligwerden der profitträchtigen CDS und ähnliches).

Wenn es wirklich ein 3. Hilfspaket geben sollte, ich ich gehe davon aus das ist nicht durchsetzungsfähig (zumal Griechenland um die 500 Mrd bereits erhalten hat), dann nur unter striktester Auflagenerfüllung die mit entsprechend aussagekräftigen Nachweisen zu belegen ist.
1 Sou oder 1 Deutsche Mark darf nur dann fließen wenn Athen von sich aus in Vorleistung hinsichtlich der zu erfüllenden Aufgaben getreten ist und eine Nachhaltigkeit zwecks Verbesserung der Finanzlage prüfungsfähig nachweist.

Und auch dieses Geld muß zurückgezahlt werden, meinetwegen als zinsloses Darlehen. Das hält dann den Griechen an selbst von sich aus sparsam mit dem geborgtem Geld zu haushalten.
Fühlt sich allerdings der Grieche in seinem Stolz gekränkt dann muß er halt ausschließlich mit dem auskommen was er sich selbst eingebrockt hat. Und das ist aktuell ein umfangreiches Nichts.

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karend 02.07.2015, 21:30
112. .

Zitat von ocelot99
Die Schulden sind doch gar nicht das Problem. Griechenland hat die fällige IWF-Rate nicht gezahlt. Sind die griechischen Probleme damit gelöst? Nein, sie fangen jetzt erst an. Bisher hat man immer Dumme gefunden, die Griechenland finanzieren, aber wer sollte das jetzt tun? Herr Tsipras hat seine Wahlen mit dem Versprechen gewonnen aufzuhören mit der Austerität. Aber wer das ganze bezahlen soll, das hat er nicht gesagt. Entweder sie lassen sich weiter von Europa finanzieren, machen Reformen und zeigen den Willen zumindest teilweise wieder was zurückzuzahlen. Oder Griechenland steht alleine da und wird dann eindrücklich feststellen, dass der griechische Staat auch ohne Schulden zurückzuzahlen seine Ausgaben nicht finanzieren kann. Sie werden dann feststellen dass Tsipras Griechenland mit einer Mischung aus Linksextremismus und Nationalismus noch tiefer in den Schlamassel geritten hat. Das heisst dann noch weniger Geld ausgeben oder vielleicht mal darüber nachdenken ob es nicht doch besser wäre ein bisschen was Steuern zu zahlen. Die IWF-Rate war ja ein Klacks verglichen mit dem was an Steuern ausstehend ist oder was die Bürger so aus den Automaten rausziehen. Es sind die Griechen selber die Griechenland das Genick brechen, und soll mir keiner erzählen niemand hätte da Geld. Alleine was der Tourismus erwirtschaftet. 24 Millionen Gäste letztes Jahr. Die ganze EU Förderungen, EU Subventionen für Landwirtschaft, die etwa dazu führen dass keine Zitronen mehr angebaut werden, weil's für anderes mehr Geld gibt. Jemand hat da Geld, es wühlen nicht alle in Mülleimern. Varoufakis hat ja eine nette Homestory gemacht.
"Die ganze EU Förderungen, EU Subventionen für Landwirtschaft, die etwa dazu führen dass keine Zitronen mehr angebaut werden, weil's für anderes mehr Geld gibt."

Eben, ein wahrlich überfließender Trog, den Griechenland gerne nutzte: 230 Milliarden Euro seit EU-Eintritt. Das macht bequem.

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j4k 02.07.2015, 21:33
113. sedierte Wähler ...

Zitat von derinvestigator
Nachdem nun das Scheitern der unglaublich dummen Politik Merkels und ihres Spießgesellen Schäuble auch für Blind sichtbar sein müsste, sollten sich die Foristen weder mit GR-Bashing befassen, weil Schnee von gestern, sondern ernsthaft mal darüber nachdenken, wie man die vielen sedierten CDU-/sPD-Wähler wecken und ihnen klar machen kann, in welches Dilemma diese Kanzlerin aus Machtgier unser Land geführt hat. Jetzt geht es darum, dass der Souverän (Wähler) Verantwortlichkeiten der Berliner Regierung einfordert. Wenn die Meldung stimmt, wonach Merkel bereits 2011 davon überzeugt war, dass GR nicht zu helfen sei, dann muss dringlichst aufgeklärt werden, weshalb sie die riesige Geldverschwendung zu Deutschlands Schaden in die Wege geleitet hat. Jeder Wähler muss sich fragen, welche persönlichen Konsequenzen er für sein Wahlverhalten ziehen will. Die Vernichter deutschen Volksvermögens sollten von der Zukunftsgestaltung unseres Landes ab sofort ausgeschlossen werden.
.. ist ein gutes Stichwort. Deshalb verhält sich unsere Führungsriege doch so wie sie sich verhält. Ohne jetzt eine Statistik zu haben, Geschenke für Rentner hier, Drohung mit Konflikten dort, damit hat man einen guten Teil der Bevölkerung in D auf seiner Seite. Und dies ist der Teil, der auch zur Wahl geht (rolliert) oder im Pflegeheim die Briefwahl ankreuzt. Gewählt ist unsere GroKo doch nur von ca. einem Drittel der Deutschen Wähler.
Allerdings, eine Lösung durch andere Parteien sehe ich nicht. Und bei den Leserzahlen der BLÖD habe ich bei anderen Konstellationen andere Ängste.
Reformbedürftig ist neben Griechenland auch unser Politikerverständnis, das der EU sowieso.

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vau2 02.07.2015, 21:33
114.

Wir können nur hoffen das ein anderer Euro-Staat nicht mehr mitspielt, damit das Elend endlich ein Ende hat. Die unmündigen Deutschen dürfen nicht abstimmen und Mutti entwickelt sich zum Irrläufer, wenn sie denn mal aus der Deckung kommt.

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jesaja43 02.07.2015, 21:40
115. Wetten, Das?

Wenn es hart auf hart kommt, dann entscheidet man sich immer zu Gunsten der Strategie. Das zeigen sämtliche Sanktionen die von den USA und dem Westen in den letzten Jahren initiiert wurden. Selbst dann, wenn die Initiatoren dadurch selbst erhebliche Einbußen zu tragen hatten. Für die Griechen bedeutet das aktuell, Tsipras und Varoufakis haben völlig Recht - ein Nein zu dem EU-Spardiktat stärkt die Verhandlungsbasis der griechischen Regierung im kommenden Streit um die EU-Milliarden. Denn eines ist ziemlich sicher, bevor man die Griechen aus der EU gehen lässt, und damit einen gewaltigen geostrategischen Rückschlag gegen Russland in Kauf nimmt, zahlt man lieber jeden Wahnsinnspreis der Welt, damit Griechenland bleibt. Wetten Das?

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amanofmanysplendors 02.07.2015, 21:41
116. Nein,

Athen braucht keine 50 Mrd. Euro. Athen braucht eine vernünftige Regierung und ein entwickeltes Staatswesen. Beides ist in naher Zukunft nicht zu erwarten. Griechenland ist eine Bananenrepublik ohne Bananen. Dieser Tatsache sollten sich die Griechen gedanklich annähern. Dann bestünde vielleicht Hoffnung auf Besserung. Irgendwann.

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expirat 02.07.2015, 21:41
117. Griechenland

Es reicht jetzt wirklich. Erlasst ihnen alle ihre Schulden, gebt ihnen 50 Milliarden fürs Tagesgeschäft, schenkt ihnen noch 200 Milliarden für den Aufbau einer Industrie, spätestens im Oktober stehen sie wie wieder vor unserer Tür und halten die Hand auf. Hier geht es nicht um Solidarität, nicht um Humanität, hier geht es um ein Volk von Kreditjunkies, die auf Kosten der bösen deutschen Nazis ihren durch nichts zu rechtfertigen Lebensstandard aufecht erhalten wollen. Dieses Volk verdient nicht Anderes als Verachtung. Sollte Griechenland strategisch wirklich so wichtig sein, kann der Rohrkrepierer aus Washington ja ein paar Billionen seiner Staatsschulden dorthin überweisen. Ich als deutscher Steuerzahler sage NEIN. Jeder weitere Cent an Griechenland ist Vergeudung unserer Steuern, lasst sie abstimme, wie sie wollen, aber lasst sie auch die Konsequenzen tragen.

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jstm 02.07.2015, 21:42
118. Abstimmungen verboten?

Zitat von intelligenzbestie22
Die Nicht-Euro-Staaten waren eben ein bisschen schlauer und haben vielleicht von Anfang die Gefahr einer Transferunion erkannt. Außerdem durfte dort teilweise die Bevölkerung darüber abstimmen, was unsere Verfassung uns Bundesbürgern nicht erlaubt.
GG Artikel 20 (2): "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt".

Aus dieser Formulierung ein Verbot von Abstimmungen herauszuleiern, bedarf allerdings einer beachtlichen Postion Winkeladvokatentums!

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expirat 02.07.2015, 21:43
119. Griechenland

Es reicht jetzt wirklich. Erlasst ihnen alle ihre Schulden, gebt ihnen 50 Milliarden fürs Tagesgeschäft, schenkt ihnen noch 200 Milliarden für den Aufbau einer Industrie, spätestens im Oktober stehen sie wie wieder vor unserer Tür und halten die Hand auf. Hier geht es nicht um Solidarität, nicht um Humanität, hier geht es um ein Volk von Kreditjunkies, die auf Kosten der bösen deutschen Nazis ihren durch nichts zu rechtfertigen Lebensstandard aufecht erhalten wollen. Dieses Volk verdient nicht Anderes als Verachtung. Sollte Griechenland strategisch wirklich so wichtig sein, kann der Rohrkrepierer aus Washington ja ein paar Billionen seiner Staatsschulden dorthin überweisen. Ich als deutscher Steuerzahler sage NEIN. Jeder weitere Cent an Griechenland ist Vergeudung unserer Steuern, lasst sie abstimme, wie sie wollen, aber lasst sie auch die Konsequenzen tragen.

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