Forum: Wirtschaft
Neue Mobilitätskonzepte: Wie sich die Autoindustrie neu erfindet - und unser Leben da
DPA

Elektromobilität, autonomes Fahren - die Autoindustrie verändert sich massiv, doch die deutschen Hersteller frickeln nur am Diesel herum: Stimmt dieser Eindruck? Und wie sieht die Zukunft des Fahrens aus?

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strixaluco 15.10.2018, 11:01
1. Zukunftsplanung durch die Autoindustrie?

Die Autokonzerne haben eine Grösse, die unserer Demokratie nicht gut tut. Es wäre gut, sich nicht weiter von ihnen abhängig zu machen sondern für die Zukunft der Mobilität jungen, kleinrren Unternehmen eine Chance zu geben.
Fahrräder und Pedelecs mit Zubehör werden teils in kleinen Betrieben oder sogar Garagen gebaut. Dafür muss man nicht die Landschaft verschandeln. Man könnte damit auch wunderbar das Gewerbe in kleinen Ortschaften wieder aufleben lassen.

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marty_gi 15.10.2018, 11:13
2. wer traeumt da eigentlich?

Die ÖPNV Betreiber und die Politik schaffen es nicht, den oeffentlichen Verkehr attraktiver und gerade auch in laendlicheren Gebieten nutzbarer zu machen.
Die neuen Elektrofahrzeuge von Audi und Mercedes werden gerade heute hier im Spiegel-Online als Umweltsuender dargestellt (und sind es wahrscheinlich auch - nicht nur die Stromgewinnung, die Herstellung und die Batteriekomponenten sind da umweltschaedlich....).
Und wenn man sich die Verhaltensweise der Autofahrer in Deutschland mal anschaut (https://www.presseportal.de/pm/63229/4053818), wie soll denn mit diesem Sozialverhalten "autonomes Fahren" funktionieren? Wenn Regeln schon nichts bringen, glaubt irgendwer daran, dass sich die Leute von Fahrzeugen und ihren Systemen bevormunden lassen (um so die Regeln einzuhalten, was ja fuers autonome Fahren eigentlich unerlaesslich waere)?

Meiner Ansicht nach ist hier eher ein Mentalitaetswechsel noetig bevor irgendetwas anderes auch nur ansatzweise funktionieren kann. Egal, wie sehr die Industrie und wer sonst noch immer von "neuen Konzepten" traeumt....

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ProDe 15.10.2018, 11:15
3. für mich völlig falsches Thema und falscher Ansatz

zum einen ist die Autoindustrie selbst das Problem und nicht Teil der Lösung. Wir brauchen andere Mobilitäts-Konzepte, die nicht auf Individualverkehr und Auto basieren.
Daher müssen hier die Politik und die Gesellschaft nach Lösungskonzepten suchen und nicht die Automobilindustrie....
man fragt ja auch nicht den Frosch wenn man seinen Teich austrocknen will...

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so-long 15.10.2018, 11:23
4. Autonomes Fahren

träumt schön weiter, gibt es vielleicht auf sonnenbeleuchteten US-Highways, aber nicht in deutschem Dezember-Schneegestöber.

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vox veritas 15.10.2018, 11:25
5.

"Erst der Dieselskandal zwang die deutsche Automobilindustrie zum Umdenken, heißt es immer wieder. Ohne ihn würden sich BMW, Volkswagen und Daimler noch immer am Verbrennungsmotor festklammern, nicht auf Innovationen setzen, lautet eine weitverbreitete Meinung."
Nicht doch. Wer verbreitet denn solche Ansichten?

@strixaluco: Diese Ansicht halte ich für unsinnig, aber aus Interesse: Wo liegen denn Ihrer Meinung unbedenkliche Größen für Industrieunternehmen und wie sollen diese Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen?

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skr72 15.10.2018, 11:28
6. Postkutschenbauer

sorry, aber irgendwie scheint der Autor übersehen zu haben, dass die Motorfrage weiterhin völlig ungeklärt ist: Mit dem Verbrennungsmotor lassen sich die Klimaziele nur dann erreichen, wenn wir in Zukunft alle Polo fahren und für die Batterietechnik ist keine Lösung in Sicht: Die Lithium-Ionen Technologie ist schlicht zu teuer, verursacht zu viel Umweltschäden und braucht zu langen zum Laden.
Andere Konzepte: Vielleicht in 20 Jahre. Wasserstoff wäre nur in der Brennstoffzelle effizient, die kann man aber im Automobilen Einsatz vergessen, d.h. es gibt keine alternative Lösung.

ES GIBT KEINEN PLAN B IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE. Genauso wenig wie es für die Postkutschenhersteller in früherer Zeit galt: Es müssen jetzt sehr viel kleinere Brötchen gebacken werden.
Hier in dem Artikel wird suggeriert, das man dieses Problem irgendwie mit SW Mobilitätskonzepte lösen kann. Kann diese naive Betrachtung als eine aus der Not geborene Propaganda bezeichnen. Vermutlich hatte auch die Postkutschenbauer ähnliches in Petto, bevor diese ihren Weg gingen....

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MatthiasPetersbach 15.10.2018, 11:29
7. Die Aufgabe "Mobilität" ...

braucht ein Chassis, vier Räder und nen Antrieb.
Das ist mit Lowtech zu meistern. Und ist mit 8 - 10 000 Euro bezahlt - EGAL, welcher Motor (Diesel, Benzin, Hamster, Elektro) da vorne oder hinten werkelt.

Der Rest ist Umweltverschmutzung. Auch die Ausrüstung der Auto mit Elektronik, Computer- und Wohnzimmerersatz und Vernetzung.
Es ist doch nicht so, daß DATEN klimaneutral wären. Daten sind der neue Diesel - und zu vermeiden. Muß man nur erkennen (wollen).

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MannAusmNorden 15.10.2018, 11:35
8. Mobilitätskonzepte... oder Umdenken der Nutzer

Ich bin der Meinung, dass viel mehr die Verbraucher entscheiden sollten, wie sie Mobil sein sollen. Probleme gibt es natürlich immer dort, wo man viel transportieren muss (Baumarktbesuch) oder man wirklich lange Strecken zurücklegt (geschäftlich einen Kunden/Lieferanten besuchen). Wo wir aber umdenken sollten, dass ist der "bequemverkehr": Mal den einen Kilometer zum Sport mit den Auto fahren anstatt das Rad zu nehmen. Muss man die Kinder pünktlich zur Schule fahren, oder traut man ihnen nach 2 Wochen üben den Fußweg auch so zu? Muss ich unbedingt jeden Morgen um 7 Uhr auf der A7 stehen, um pünktlich bei der Arbeit zu sein, oder tut es auch der Zug? Für viele Menschen gehört das Auto zum Lebensgefühl dazu: Hauptsache ich habe die Freiheit überall hin zu fahren! Hab ich mit meinem Fahrrad auch, und das auf den Kilometer gerechnet auch noch deutlich billiger.

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MatthiasPetersbach 15.10.2018, 11:35
9.

Zitat von vox veritas
Wo liegen denn Ihrer Meinung unbedenkliche Größen für Industrieunternehmen und wie sollen diese Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen?
Nun ja, im internationalen Wettbewerb muß niemand bestehen. Der findet im Idealfall nicht statt. Zumindest ist erstrebenswert, daß jedes Land ne ausgeglichene Handelbilanz hat.

Klar, dann stehen "wir" erstmal ein wenig bescheidener da. Aber auf 50 % von allem können wir sehr wohl verzichten, ohne was zu merken.
Davon abgesehen - mir ist das Auskommen von BMW, Mercedes, Audi, VW und wie alle diese Fehlgeleiteten im Fahrzeugbau so heißen, ziemlich egal. Sollen die weg - gerne. Kommt was Neues, Besseres, Vernünftigeres. Von mir aus aus China.

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