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Neue Mobilitätskonzepte: Wie sich die Autoindustrie neu erfindet - und unser Leben da
DPA

Elektromobilität, autonomes Fahren - die Autoindustrie verändert sich massiv, doch die deutschen Hersteller frickeln nur am Diesel herum: Stimmt dieser Eindruck? Und wie sieht die Zukunft des Fahrens aus?

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bstendig 15.10.2018, 13:57
50. Höre ich da ein wenig

Zitat von j.e.r.
entscheidend ist ist was für den Kunden umgesetzt wird, wieweit Innovation wirklich auf den Markt kommt und akzeptiert wird. Gab es nicht vor längerer Zeit ein marktbeherrschendes Unternehmen in der Computerbranche mit hervorragenden Forschungsstellen (deren Mitarbeiter sogar Nobelpreise holten), Patente meist in Schubladen liess oder bestenfalls nutzte um Konkurrenz abzublocken - und heute in der IT-Branche bestenfalls noch ein Nischendasein hat? Tesla, dieser doch so unbedeutende Autohersteller ......
Neid der Besitzlosen heraus?
Weniger lamentieren, mehr informieren: Dann wüssten Sie, dass die Großkonzerne - ausnahmslos ALLE, auch die ausländischen, durchaus an Konzepten arbeiten.

Aber gut Ding braucht Weile. Wenn man nicht schon zur 10.Klasse Physik abgewählt hat, weiß man das. Der Rest ist Öko-Müsli-Geschwätz.

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zoon.politicon 15.10.2018, 14:01
51. Automobilindustrie hält Neuerungen zurück

Auch, wenn die Autoindustrie viele neue Patente auf bessere Technologien beantragt bzw. hält, heißt das noch lange nicht, dass sie diese auch umsetzt:
In erster Linie will sie - auf kurze Sicht fahrend - verdienen. Herr Piech sagte einmal: "man muß immer was (eine Neuerung u.a.) in der Schublade zurückhalten". Und in der Schublade läßt die Autoindustrie dann eben alles stecken, was ihr nicht kurzfristig Gewinn bringt, und setzt weiter auf den - von ihr mit allen Tricks einer manipulativen Werbung unter die Leute gebrachten - Trend "Größer, schneller, PS-stärker, technisch komplexer u.a.".
Wir müssen davon ausgehen, daß man von den Autobossen keine echten Problemlösungen in Sachen Verkehr, keine guten "neuen Moblitätskonzepte" erwarten kann. Vielleicht muß man an ihr vorbei gehen, sie im Regen stehen lassen, indem man Dinge , wie den öffentlichen Nah- und Fernverkehr besser ausbaut, die Einhaltung von Umweltstandards streng kontrolliert u.a..

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Freier.Buerger 15.10.2018, 14:04
52.

Zitat von unaufgeregter
Morgens im Berufsverkehr kann man es gut beobachten. So wie ich sitzen die meisten Leute alleine in ihrem PKW. Warum hat das Teil 4 weitere Sitze?
Ganz einfach, weil am Wochenende die Familie drin sitzt, weil wir damit in den Urlaub fahren, zum Pilze suchen oder sonst wohin. Es würde ja nur rumstehen, wenn wir damit nicht auch auf Arbeit fahren würden. Es ist schließlich auch bequemer als mit dem Rad oder dem Roller.

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Oberleerer 15.10.2018, 14:07
53.

Zitat von kayakclc
i) CO2: e-mobilität bringt nichts, solange wir nicht 100% erneuerbare Stromproduktion haben. Jedes e-auto bedeutet mehr CO2 ausstoßt, nur aber am lokalen Standort des Kraftwerks.
Nein, das ist nachgeplappert. Auch wenn 25% erneuerbar sind, ist es ein Vorteil. Es ist schon alleine ein Vorteil, wenn die Abgase nicht in den engen Straßenschluchten und Wohngebieten in der Stadt anfallen, sondern am Stadtrand. Und es ist ein Vorteil, wenn die Akkus den Strom aufnehmen können, der Nachts zu viel aus den Kohlekraftwerken kommt und auch jederzeit zuviel aus dem Wind anfallen kann.
Genauso sind die anderen Punkte. Es gibt P+R-Parkplätze, zumindest in München. Es gibt auch Parkhäuser, wo es sich lohnt. Aber viel besser wäre es, von daheim zu arbeiten, ohne überhaupt Energie zu verfahren und die Straßen abzunutzen und Reifenabrieb zu produzieren.

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juergenhesse 15.10.2018, 14:08
54. Als Kanadier meinen Senf dazugeben

Als glueklicher Besitzer eines eGolf, dank ausgezeichneter Abfindung und Inzahlunsehmung unseres, Oh Schreck lass nach, wunderbaren Diese Golf, sind wir Besitzer eines ausgezeichneten Beispiel deutscher Ingenieur Kunst geworden. Da haben die Japaner etwas zum Kopieren. Good bye Prius.
Obendrein wurden wir mit einem $14000 Zuschuss von Ontario belohnt.
Da koennte sich euer Deutschland ein Beispiel dran nehmen. Es erfreut mich jedesmal, an einer Tankstelle vorbeizu fahren, um die Dieses und Benzin Preise zu sehen. Und keine Oelwechsel mehr, nur der Reifendruck muss gemessen werden.

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Olli Ökonom 15.10.2018, 14:18
55.

Zitat von MatthiasPetersbach
Falls ICH die Autoindiustrie wäre, wüsste ich die Antwort: weil man was lenken kann, weil man vernünftig und umweltbewusst agieren kann - und weil man ne Verantwortung hat. Und zuhause nen Spiegel an der Wand - der bei manchen wohl nur dazu dient, den Schnurrbart zu richten :) Und man darf auch nicht vergessen: Der HEUTIGE Käufer ist ein herangezogenes, gehirngewaschenes Produkt genau DIESER Autoindustrie. Und des Gesetzgebers, der Autopresse usw. Lesen Sie Testberichte aus den 60ern. Da wurde noch das Fehlen sinnvoller Gimmicks, der Anspruch an Wirtschaftlichkeit und Praktik nachgefragt. Oder der 2CV - Ansatz 1934 (!) "Alles begann mit einem merkwürdigen Lastenheft, das Citroën-Generaldirektor Pierre-Jules Boulanger seinem Chefkonstrukteur André Lefèbvre 1934 diktierte......"günstigen fahrbaren Untersatz, der vier Personen und 50 Kilo Kartoffeln oder ein kleines Fass mit maximal Tempo 60 transportieren soll"." Zitat Welt Was waren das noch für richtige Firmenlenker. Und was sind das heute für Abziehbilder, die nur danach handeln, was - und wie - man den Menschen möglichst viel Geld aus der Tasche ziehen kann - nachdem man ihnen einen Bedarf aufgeschwatzt hat. Einmal die Straße lang gelaufen und man wüsste, was der Großteil der Leute WIRKLICH BRAUCHT. Und könnte - wenn man denn seine Verantwortung erkennen würde - das herstellen.
Das ist doch Blödsin, was Sie uns hier allen verkaufen wollen. JEDER Hersteller möchte zunächst eines: Pforite erwirtschaften. Das tut er dort, wo er glaubt einen Vorteil gegenüber Mitbewerbern zu haben. Das ist heute nicht anders. Warum werden so viele SUV verkauft? Weil die Leute es haben wollen und nicht solche Auto, die die fanatisch Öko-Vollpfosten der Gesellschaft vorschreiben wollen.
Den Markt kann man nur mit Verboten kaputtmachen. Und das wollen die Öko-Schwachmaten. Wer wirklich ökologisch sein möchte, der müsste derteit sehr teure E-Autos kaufen, um so die Nachfrage zu steigern. Danach steigt auch das Angebot.
Zu erwarten, dass Hersteller auf Gewinn verzichten, nur um Öko-Autos an den Mann zu bringen, ist Unsinn. Welcher Arbeiter würden denn freiwillig auf Lohn verzichten? Keiner! Warum sollen es dann die Hersteller??????

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derleibhaftige 15.10.2018, 14:24
56. Wo sind Konzepte?

Wer ständig von neuen Konzepten redet, sollte auch mal im Detail benennen können, wie diese Mobilitätskonzepte aussehen werden und wo man sie kaufen und wie benutzen kann und vor allem auch WANN ???
Die Pferdekutsche wurde auch nicht dadurch vom Auto abgelöst, weil ein Lobbyverein sich das gewünscht hat und die Zeitungen einen zweifelhaften Erfolg tagtäglich herbeigeredet und herbeigeschrieben haben oder Kinofilme darüber gedreht wurden.

Für diesen Erfolg war weitaus mehr notwendig als bloses Gerede!
Ein Fahrzeug brauche ich mir auch nicht über eine App zu mieten! Das Konzept ist weder neu, noch ist es unbedingt erforderlich. Fahrzeug-Vermieter gibt es an jeder Ecke. Ich besitze selbst ein Fahrrad und ein Auto habe ich auch vor der Tür stehen. Da werde ich mir keines von beiden zusätzlich mieten, auch wenn das online über eine App geht. Und falls es mich überkommt, dann kann ich mir auch ein Taxi rufen über eine App. Das ist effektiv dann auch nichts anderes!

Wenn die Entwicklung beim autonomen Fahren so lange braucht, wie sich elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Markt durchsetzen, dann wird das in diesem Jahrhundert auch nichts mehr mit autonomen Taxi-Fahren.
Oder vielleichrt brauchen wir einfach nur mal etwas realistischere Ziele ? Oder Ziele, die auch einen Nutzen für den Menschen mit sich bringen ?
Ziel: Eine Millionen autonome Taxis bis 2157 ?
Manchmal denke ich eher, die Leute sehen einfach zuviele Science-Fiction Hollywood Filme und glauben den Mist auch noch.

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skr72 15.10.2018, 14:29
57. Sehe ich genauso

Zitat von MatthiasPetersbach
Wäre ja nicht die erste Industrie, die wegen unzeitgemäßer Produkte oder veränderter Nachfrage zumacht. Der Markt für diamantbesetzte Streichholzschachteln ist halt ......
Die Produkte der deutschen Automobilindustrie sind so zeitgemäß wie ein Braunkohlekraftwerk! Die mit blöden SW Applikationen zu verdecken kommt einer Beleidigung der Intelligenz der Autofahrer gleich..

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friwi1 15.10.2018, 14:32
58. 45. Wandel war und ist Teil der Evolution

Wenn ein "konventionelles" Kraftfahrzeug auseinandergenommen wird, zu den einzelnen Bauteilen die Hersteller erfasst werden, so wird erst dem Laien gewahr,
dass hinter dem "Automobilhersteller" eine Gesamtindustrie und begleitender Dienstleistungskomplex sich vorfindet, international agierend, Betriebsstaetten global zerstreut.
Jedes KFZ IST ein Multi-Nationen-Produkt,Bewegungen als Import- und Export-aber auch binnenwirtschaftlicher Vorort-Handelsumsaetze vorfindend, Endprodukt das Bruttosozial.
Natuerlich werden dann Tankstellenstops wegfallen, et cetera.
Ein konkretes Beispiel des Wandels:
wo Landstrassen-Verkehr umgeleitet wird auf neu gebaute Autobahnen, da fallen in dem Bereich "Landstrasse" angesiedelten Ortschaften Umsaetze weg, da zum Beispiel der Wochenend-/Sonntagsverkehr diese, dank der bequemen Autobahn, links liegen laest.Aus den Augen, aus dem Sinn
In vielen Regionen ist schon die "18.00 Uhr: Buergersteig-Hochklapp-Philosophie"
vorzutreffen, hat aber auch die Einstellung des ueberregionalem Bahnverkehr damit was zu tun.
Das Internet erhaelt fuer viele Bereiche die Funktion eines sozialen "Ober-Zentrum"s,physisch wird dieses viele Mittel-/Unter-Zentren an Kaufkraft und Umsaetzen nehmen.Angefangen durch den Preisdruck aufgrund der Angebots-Vergleiche und billigster Transportgebuehren, geraet der "Fach"-Handel, insbesonders stationaer und nebenbei von Wartung/Reparatur lebend ,durch die Niedrig-Preis-deshalb-Wegwerf-Konsum-Lebensweise in Bedraengnis.

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Olli Ökonom 15.10.2018, 14:33
59.

Zitat von rennflosse
Man muss ja gar nicht bis in die dreissiger Jahre zurück gehen, wie Herr Petersbach das tut (zumindest mit dem zitierten Beispiel 2CV). Mitte bis Ende der sechziger Jahre haben alle deutschen Automobilhersteller gutes Geld verdient. Mit Fahrzeugen, deren Luxus und Komfort uns heute Tränen der Rührung .....
Warum ist das denn so ?
Weil die Nachfrage da war! Warum hat denn sonst keiner einen einfachen LAda in D gekauft, der erfüllt die Anforderungen doch auch?
Eine Veränderung des Angebotes kann man nur erreichen, wenn sich auch die Nachfrage ändert.
Warum wiollen die Leute denn dauernd SUVs? Doch nicht weil das Angebot so groß ist, sondern weil den Leuten diese Fahrzeuge gefallen!

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