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Neue Ökostrom-Tochter: RWE-Aufsichtsrat stimmt Aufspaltung zu
DPA

RWE macht einen radikalen Schnitt: Vorstandschef Terium bündelt die zukunftsfähigen Geschäftsfelder in einer Tochtergesellschaft und will diese an die Börse bringen. Nun hat der Aufsichtsrat den Plänen zugestimmt.

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ostwestfale_ 11.12.2015, 15:08
1. Na klar

Würde ich auch tun wenn ich damit kommende Milliardenverluste Sozialisierung könnte und die zukünftigen Gewinne weiter privatisiere.
So ist es halt inzwischen in Deutschland. Der dumme Michel darf zahlen.
Dabei wurden die Kosten alle schon in den Stromverbrauch hineingerechnet.
Da hat man halt das "überfüssige" Geld in Gewinnen, zu hohen Löhnen und riesigen Verwaltungsapparaten verbrannt. Und nicht sorgfältig angelegt wie es jeder rechtschaffenen Kaufmann getan hätte.
Erst zahlte der dumme Michel den irgendwann sowieso notwendigen Abbau der Kern- und Kohlekraftwerke über den Strompreis. Und jetzt einfach nochmal über die Steuer wenn der Laden dann platt,ist.

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snigger 11.12.2015, 15:19
2. was ist mit ...

und was ist mit den Kosten für den Rückbau der Atomkraftwerke? Wo werden die gebündelt? In der schnell pleitegehenden Restmasse?

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eisbärchen_123 11.12.2015, 15:54
3. RWE hatte gar keine andere Wahl...

Dank der chaotischen Energiewende gibt es nur noch sehr wenige Optionen um den Karren aus dem Dreck zu ziehen und Arbeitsplätze zu erhalten und Unternehmenswert zu schützen.

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kerkermeistter 11.12.2015, 16:28
4.

Ja genau, die Muttergesellschaft wird leider, leider bald in Konkurs gehen müssen und die Kosten für den Atomausstieg bleiben unglücklicherweise beim Steuerzahler hängen.

Es wurde ja extra noch ein Gesetz geschaffen, daß Tochtergesellschaften für ihre Mutterkonzerne haften müssen. Das hat die ursprünglichen Pläne durchgreuzt, die Atomsparte auszugliedern und Pleite gehen zu lassen. Aber nun macht man es halt umgekehrt...

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maf 11.12.2015, 17:00
5. Der dumme Michel ...

Zitat von ostwestfale_
Würde ich auch tun wenn ich damit kommende Milliardenverluste Sozialisierung könnte und die zukünftigen Gewinne weiter privatisiere. So ist es halt inzwischen in Deutschland. Der dumme Michel darf zahlen. Dabei wurden die Kosten alle schon in den Stromverbrauch hineingerechnet. Da hat man halt das "überfüssige" Geld in Gewinnen, zu hohen Löhnen und riesigen Verwaltungsapparaten verbrannt. Und nicht sorgfältig angelegt wie es jeder rechtschaffenen Kaufmann getan hätte. Erst zahlte der dumme Michel den irgendwann sowieso notwendigen Abbau der Kern- und Kohlekraftwerke über den Strompreis. Und jetzt einfach nochmal über die Steuer wenn der Laden dann platt,ist.
denkt nicht nach um lamentiert.
Dieser Vorschlag von RWE ist doch genau im Sinne der Steurzahler und der Angestellten. Dazu kommt noch ein Vorteil für die Muttergesellschaft, denn:
a) die Tochtergesellschaft ist eigenständig und kann auf dem Gebiet der regenerativen Energien und der Stromnetze gewinne erzielen. Die Arbeitsplätze sind nicht wegen latenter Risiken gefährdet. Dadurch kann diese Tocher Gewinne erzielen und damit auch an Wert gewinnen.
b) der Mutterkonzern trägt weiter alle Risiken aus dem Rückbau. In der Bilanz werden nun dei abgestaltenen Teile nicht mehr direkt als Anlage ausgewiesen, sondern als Beteiligung. Diese Teile gewinnen nun an Wert. Der Mutterkonzern hat Zugriff auf die Werte durch Verkauf von Anteilen. Sind also Finanzmittel notwendig, um Verpflichtungen nachzukommen, können Anteile verkauft werden.
c) Zugang zu Finanzmitteln. Die neue Tochter hat wegen einer deutlich besseren Bewertung (keine Rückbaurisiken) einen besseren Zugang zu Finanzmitteln. Auch wenn diese der Tochter gehören, ist damit eine besseres Wachstum der Tochter gewährleistet und die Eigentümer - also die Muttergesellschaft profitiert durch die Steigerung des Wertes Ihres Anteils.
d) Der Steuerzahler profitiert dadurch, dass die Anlagen der RWE die noch einen Substanzwert haben nun nicht durch die Rückstellungen im Wert reduziert sind. Also ist auch RWE wieder besser aufgestellt.
Im schlechtesten Fall muss RWE alle Anteile der Tochter verkaufen und das Anlagevermögen auflösen um den Rückbau zu stemmen. Mehr als die damit verbundene Insolvenz geht nicht. Die Tochter würde dann in anderen Händen mit dem Arbeitsplätzen weiter bestehen.
Im besten Fall hat RWE somit eine gute Chance, dies alles zu überstehen.

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maf 11.12.2015, 17:06
6. Einfach mal richtig lesen

Zitat von kerkermeistter
Ja genau, die Muttergesellschaft wird leider, leider bald in Konkurs gehen müssen und die Kosten für den Atomausstieg bleiben unglücklicherweise beim Steuerzahler hängen. Es wurde ja extra noch ein Gesetz geschaffen, daß Tochtergesellschaften für ihre Mutterkonzerne haften müssen. Das hat die ursprünglichen Pläne durchgreuzt, die Atomsparte auszugliedern und Pleite gehen zu lassen. Aber nun macht man es halt umgekehrt...
es kann kein Gesetz definiert wreden, dass Tochtergeesellschaften haften. Die Muttergesellschaften sollen wieter haften. Das ist der grosse Unterschied zwischen EON und RWE. RWE möchte die regenerativen ausgliedern und die Kohle- und Kernkraftwerke bleiben bei der Mutter (+ die Tochter als Beteiligung).
EON wollte (soweit ist dies verstanden habe) die Kohle- und Kernkraft auslagern. Dies würde dann tatsächlich eine Begrenzung der Haftung bedeuten, da ja nur noch das Teilvermögen der Tochter zur Haftung bereitsteht. Dies möchte man verhindern.
Sicher sollte man natürlich auch beachten, dass einige Kernkraftwerke einst vom Staat an EON und RWE verkauft worden sind. Wie sieht es da mit dem neuen Gesetzt mit eventuellen Haftungsansprüchen aus?

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tempus fugit 11.12.2015, 19:35
7. Wozu diese....

Zitat von eisbärchen_123
Dank der chaotischen Energiewende gibt es nur noch sehr wenige Optionen um den Karren aus dem Dreck zu ziehen und Arbeitsplätze zu erhalten und Unternehmenswert zu schützen.
...blanke Unwahrheit?

Die Energiewende ist seit 2000 per 2050 angesagt, EU-weit!

2000 wurde der Atomausstieg zwischen EVU - also auch RWE und E.ON, die dasselbe Spielchen zu spielen versucht... - per 2021 vereinbart.

Die EVU haben auf 'politische' Lösungen gesetzt, der 11.3.11 mit - ja, dem 4-fachen chaotischen SuperGAU in Fukushima - hat deren Lügenmärchen von billig, sicher, harmlos, beherrschbar erst zusammenkrachen, dann in die Luft fliegen und explodieren lassen.

Da gab's auch für Merkel keine andere Chance, als
aus dem gerade 4 Monate alten Ausstieg aus Ausstieg wieder auszusteigen.

Der Rest ist x-mal durchgedrehter Quark - 2008 gab's in DE knapp 400.000 qualifizierte Arbeitsplätze in der
ErneuerbarenEnergiebranche.

Die hat man nach ausgekungelten AA - ausgekungelt in nächtlicher Runde im BK-Amt mit RWE-Grossmann als EVU-Vertreter, dem Möchtegern BWi-Minister Brüderle und Merkel dann auch gleich alles getan, um EE gegen die Wand zu fahren - von wegen Brückentechnik und
Energierevolution.

Ein Eisbärchen würde sich für Ihren Saich geradezu schämen....

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tatsache2011 12.12.2015, 00:10
8. 11 Jahre falsches Spiel

Zitat von tempus fugit
... 2000 wurde der Atomausstieg zwischen EVU - also auch RWE und E.ON, ... per 2021 vereinbart. Die EVU haben auf 'politische' Lösungen gesetzt, ... Die hat man nach ausgekungelten AA - ausgekungelt in nächtlicher Runde im BK-Amt mit RWE-Grossmann als EVU-Vertreter, ....
Ja, so war es.
Von 2000 bis 2011 wurde auf Atom-Wiedereinstieg gesetzt.
Damit ist klar, wer die EVUs geschädigt hat.

Don Quijote wollte auch gegen "Windmühlen" - die neue Zeit - ankämpfen.

Inzwischen ist RWE der größte Windkraftbetreiber.

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apfelmännchen 12.12.2015, 09:20
9.

Zitat von tempus fugit
...blanke Unwahrheit? Die Energiewende ist seit 2000 per 2050 angesagt, EU-weit! ***
Können sie mir die Aktivitäten in ZAHLEN nennen, die außerhalb von DE in Richtung einer "Energiewende" stattfinden?

Zum Beispiel, wieviel Prozent "erneuerbare Energien" in unseren Nachbarländern erzeugt und ins Netz eingespeist werden?

An ihrer Stelle würde ich bei "EU-weit" zumindest auf das Ausrufezeichen verzichten - und es durch drei Fragezeichen ersetzen...

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