Forum: Wirtschaft
Neue Reaktoren: EU will Atomkraft massiv ausbauen
Oliver Berg/dpa

Die EU-Kommission will nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen den Bau von Atommeilern vorantreiben. Außerdem sollen neue Mini-Reaktoren entwickelt werden. Insider vermuten hinter den Plänen zwei Motive.

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knuty 17.05.2016, 17:03
1020.

Zitat von Fuscipes
"Oder ein Land, in dem bisher kein Atomkraftwerk steht, plant den Bau seines ersten Meilers. Könnte ich mir z.B. gerade bei einem der kleineres Länder des ehemaligen Ostblocks vorstellen, die derzeit zu praktisch 100% von russischen Gaslieferungen abhängig sind.", könnte Polen sein.
Nö, Polen ist nicht vom russischem Erdgas abhängig. Polen hat selbst genügend Steinkohle.

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skeptikerjörg 17.05.2016, 17:03
1021. Polemik

Zitat von adamsfamily
ihr habt ja Recht, wir sind eh viel zu viele auf dem Planeten....also reichlich AKWs bauen und auf weitere Supergaus hoffen....Es muss doch möglich sein,die menschliche Rasse auszulöschen oder zumindest einen Teil davon....
Leider ist die gesamte Diskussion in Deutschland von Polemik und Ideologie geprägt! Aber um Ihre Polemik mal auf derselben Ebene aufzunehmen: Ja, es gibt viel zu viele auf diesem Planeten. Mit all den Bekannten Folgen: Hunger, Rodung und Versteppung, Überweidung, Flucht, Wasserknappheit, usw. Aber ein GAU/SuperGAU würde das Problem nicht lösen; Tschernobyl hat gerade mal mit allen Kollateralopfern 10.000 "gebracht". Wäre also ein Tropfen auf den heißen Stein.
Etwas seriöser: Wir sitzen hier in DEU und im größten Teil Europas mit fließendem, sauberen Wasser, unser Strom kommt aus der Steckdose, wir haben Fressen im Überfluss, so viel, dass wir Millionen Tonnen wegschmeißen und schwingen uns in den Fragen von Energiesicherung, Klimaschutz, GenPflanzen etc. dazu auf, der Welt ein schlechtes Gewissen zu machen, weil nur wir wissen, was richtig ist.

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knuty 17.05.2016, 17:04
1022.

Zitat von bebreun
Der CO2-Ausstoss in D steigt seit Beginn des Atomausstiegs trotz erheblichem Ausbau des Ökostroms von 17 auf 27%. Und er wird weiter zunehmen. Das CO2 stellt für viele Menschen eine direkte gesundheitliche oder indirekte Gefahr durch Unwetter, Überschwemmungen, Dürre usw. dar, der jährlich hundertausende zum Opfer fallen. Dem ist auch Rechnung zu tragen.
Nö, die CO2-Emissionen sind um knapp 30% gesunken.

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bammy 17.05.2016, 17:05
1023.

Zitat von chemiesaft
Gefährliche Atomkraft, so so. Eine sachliche Debatte über diese Technologie ist wohl seit Tschernobyl kaum noch möglich. Wieviel schwere Unfälle mit Toten und Verletzten gab es denn seitdem? Während der Evakuierung des Gebietes um Fukushima starben 150 Menschen. An der freigewordenen Strahlung bisher kein einziger. Desweiteren: Was sind die Alternativen? Jede Art von Energiegewinnung fordert ihren Tribut. Wieviel hundert oder tausend Tote gab es bisher durch schmutzige Kohlekraftwerke?
Ein Besuch in Peking kann da recht lehrreich sein.

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knuty 17.05.2016, 17:06
1024.

Zitat von Markus Landgraf
Abgebrannte Brennstäbe lassen sich prima recyceln. Die übrig bleibenden radioaktiven Isotope sind kurzlebig. Mit den modernen Reaktoren, die mit den EU Geldern gefördert werden sollen, entstehen erst gar keine langlebigen Abfälle. - Problem gelöst.
Sie fabulieren von physikalischen Unmöglichkeiten. Das ist ja noch nicht mal bei Star Trek möglich.

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knuty 17.05.2016, 17:08
1025.

Zitat von Freedom of Seech
Eine Endlagerung ist weder notwendig noch sinnvoll. Es ist absehbar, dass wir an die sehr wertvollen Rohstoffe (Brennstäbe) mittelfristig wieder ran wollen. Wie eine vernünftige Lagerung funktioniert hat uns übrigens die Schweiz vorgemacht. Einlagerung der Brennstäbe in unterirdische Stollen die zumindest mittelfristig sicher sind. Lagerung so, dass man an das Zeug auch wieder rankommt. Ergo: die öffentliche Diskussion und die öffentlichen Gelder für die Planung kann man sich sparen.
Was soll an abgebrannten Brennstäben wertvoll sein?

Und nein, auch in der Schweiz wie sonst überall auf der Welt gibt es kein Endlager.

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goghvin 17.05.2016, 17:09
1026. wie viel

Zitat von nils1966
Windkraft: Heutige Generatoren benötigen um 1 to Magnetmaterialien (ältere Samarium, neuere Neodym: seltene Erden). Die sehr niedrige Konzentration (daher SELTENE Erden) dieser Metalle erfordert immens hohen Aufwand, also auch energetisch, zum Aufkonzentrieren, bevor man erst überhaupt diese aus ihren Oxiden (daher seltene ERDEN) in ein Nutzbare metallische Form überführen kann, was selbst wieder energetisch aufwendig ist (im Schnitt -2,5 Volt Reduktionspotetial). Die chemische Änfälligkeit gegen Luft und Wasser verhindert eine allzulange Gebrauchsdauer und liegt daher unter der Energierücklaufzeit.
wie viel seltene Erden sind denn in so einer Enercon-Anlage drin.
Googeln Sie mal - aber nicht wundern.
Ach, ich präsentiere Ihnen das einfach mal mundgerecht, damit Sie dazulernen:
http://www.enercon.de/technologie/komponenten/

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