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Neue Reichtumsdebatte: Etwas ist faul im Kapitalismus
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Ist Kapitalismus noch fair, wenn die Reichen immer reicher werden? In den USA, Europa und Deutschland tobt eine Debatte über die wachsende Ungleichheit - befeuert durch ein provokantes neues Buch.

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mustafa20 23.04.2014, 14:40
20. Marxistischer Kampfbegriff

Zitat von sysop
Ist Kapitalismus noch fair, wenn die Reichen immer reicher werden? In den USA, Europa und Deutschland tobt eine Debatte über die wachsende Ungleichheit - befeuert durch ein provokantes neues Buch.
"Kapitalismus" ist ein Kampfbegriff wie Khomenis "Islamophobie".

Jeder, der bis drei zählen kann, wird sich die Frage leicht beantworten: ist freier Handel - also freiwillige Kooperation zwischen Menschen - fair?

Politiker wollen Macht - das heißt sie profitieren davon zu definieren, was "fair" ist und was nicht.
Fakt ist, dass eine freiwillige Kooperation, die dritten keine Gewalt und Einschränkung ihrer Rechte zumutet, sich diesem "Fairnessbegriff" entzieht - denn es geht niemanden etwas an.
Wenn zwei Menschen zusammen sein wollen - sei es aus Liebe oder weil sie irgendetwas tauschen - dann sind ihre Rechte "unteilbar". Es sind Grundrechte, die sie davor schützen, dass Politiker ihr staatliches Gewaltmonopol missbrauchen und diese Kooperation verhindern, besteuern oder andere daran "teilhaben" lassen. Politiker sind natürlich daran interessiert A zu befehlen, was er für B zu tun hat, aber will man Grundrechte schützen, muss man sich dagegen wehren - genauso, wie gegen Artikel der Autoren Schmitz und Pitzke, die dieser ungerechtfertigten Gewalt gegen frei kooperierenden Menschen auch noch das Wort schreiben.

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Erna_Pachulke 23.04.2014, 14:40
21. Das wissen wir doch schon längst

...aber wehe wir gehen auf die Straße ohne uns vorher dem Programm einer gekauften Partei unterworfen zu haben...denn dann rufen alle gekauften Parteien:"Rechte Horden! Volksverhetzer! Extremisten"...weil sie befürchten dass das Hoheitsrecht über die politische Meinungsbildung zu verlieren.

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Wassup 23.04.2014, 14:40
22. Angestellte mit Selbstständigen -->Äpfel mit Binen

Der Artikel beklagt, das die Vermögensunterschiede Deutschland so hoch sind. Doch hat der Artikel betrachtet das Angestellte in die Rentenkasse einzahlen - und ihre Rente nicht als Vermögen ansparen?

Wer als Selbstständiger (Journalist, Handwerker etc) ein seinen Lebensabend absichern möchte, dabei nur 1500 Euro mtl ansetzt (Miete, priv. KV,...) , der benötigt bei 30 Jahren

1500 x 12 x 30 = 540.000 Euro

Ist man deshalb unanständig reich wenn ein Angestellter kein Vermögen hat, aber eine Rente in gleicher Höhe?

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muellerthomas 23.04.2014, 14:41
23.

Zitat von spon-facebook-10000684033
2. Warum werden bei solchen Vorschlägen immer mit Vermögenssteuern argumentiert und nicht mit Erbschaftssteuern?.
Die Erbschaftsteuer gilt nach einer breiteren Definition zu den Vermögenssteuern (wie auch die Grundsteuer).

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kulturnase 23.04.2014, 14:41
24. Nicht schon wieder

Leider wird wieder mal vergessen zu definieren, was der Mittelstand eigentlich ist. So sind normale Gehälter und Beamtenbezüge nicht vergleichbar. In der Bruttobetrachtung mag der normale Arbeitnehmer Spitzenverdiener sein, in der Nettobetrachtung ist es aber tatsächlich der Beamte (auch ohne Berücksichtigung der stattlichen Pensionen). Diese Strukturen müssen vergleichbar gemacht werden und dann müssen die Steuertarife wieder auf ein normales maß angepaßt werden, denn mit brutto 50 T€ ist man in München alles andere ein Spitzenverdiener.
Dort kostet auch ein Haus eher ab 400.000,-€, eine Substanzbsteuerung von 4000,-€ p.a. wire bei den eisten zu einem Hausverkauf führen, mangels weitere Fianzierbarkeit.

Können nicht mal endlich im Spiegel nicht immer nur solche fast kommunistischen Artikel geschrieben werden, sondern kann eventuell auch mal ausgeglichener berichtet werden? Zu einem ausgewogenen Journalismus gehört auch mal das kritische hinterfragen und nicht immer nur die Wiedergabe des DIW Unsinns.

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Kapaun 23.04.2014, 14:41
25. Mathematik

Zitat von sysop
Ist Kapitalismus noch fair, wenn die Reichen immer reicher werden? In den USA, Europa und Deutschland tobt eine Debatte über die wachsende Ungleichheit - befeuert durch ein provokantes neues Buch.
Hättet ihr mal alle besser in Methematik aufgepasst. Es ist gut und richig und sinnvoll (und zwar für alle), wenn die Reichen immer reicher werden. Denn nur dann sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass auch die Ärmeren wohlhabender werden, nur nicht so schnell. Sorgen muss man sich nur machen, wenn die Reichen ärmer werden, denn DAS ist eine Katastrophe für die "Armen".

Nach unserer Armutsdefinition gibt es z.B. in Zimbabwe praktisch überhaupt keine Armut - was natürlich nur daran liegt, dass dort ALLE arm sind. Und auf der anderen Seite bleibt die "Armen"quote gleich, wenn jeder ab morgen doppelt soviel verdient wie bisher. Diese beiden Extrembeispiele zeigen überdeutlich, dass unsere relative Armutsdefinition komplett blödsinnig ist. Aber noch absurder ist eben, dass sie tatsächlich bei Gesellschaften, die insgesamt wohlhabender werden, dazu führt, dass die "Armuts"quote steigt, weil die Reichen eben immer und überall schneller noch reicher werden als die "Armen" wohlhabender - und dadurch verschiebt sich die Armutsgrenze beständig nach oben ...

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Europa! 23.04.2014, 14:41
26. Umverteilung bringt auch nix

Zitat von sysop
Ist Kapitalismus noch fair, wenn die Reichen immer reicher werden? In den USA, Europa und Deutschland tobt eine Debatte über die wachsende Ungleichheit - befeuert durch ein provokantes neues Buch.
Das Blöde ist doch, dass im derzeitigen System vor allem die Nicht-Arbeitenden bevorzugt werden: Die einen, weil sie von ihrem Vermögen leben und immer mehr Kapital anhäufen, die anderen, weil sie von Transferleistungen leben (Renten, Arbeitslosengeld etc.). In die Röhre gucken doch vor allem die Leute, die den ganzen Reichtum schaffen.

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Reinhardt Gutsche 23.04.2014, 14:42
27. Fiskalischer Totalitarismus

Nun, ganz so "einhellig begeistert" ist die Rezeption der Thesen von Thomas Piketty nun auch wieder nicht. Vor allem die französischen Fat Cats in Neuilly und im Pariser XVIème Arrondissement sind über ihren Landsmann und dessen Rezepte alles andere als amüsiert. So kreidet ihm Philippe Nemo im „Figaro“ dessen aktive Mitgliedschaft in der Sozialistischen Partei und seine einstige Funktion eines Wirtschaftsberaters von Ségolène Royal an. Sein Projekt einer „fiskalischen Revolution“, dem seine Schriften eine „pseudowissenschaftliche Rechtfertigung“ lieferten, laufe schlicht auf drastische allgemeine Steuererhöhungen und damit eine - horribile dictu - „schleichende Sozialisierung“ hinaus. Dies sei schlicht ein „Angriff auf die Freiheit“ und ziele auf nichts weniger als einen „fiskalischen Totalitarismus“... (Le Figaro“. 3.2.2011)

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muellerthomas 23.04.2014, 14:42
28.

Zitat von Olaf
Passt irgendwie zu dem Beitrag in dem behauptet wird die Erde sei der Mittelpunkt des Universums. Eine Idee kann noch so oft widerlegt, alt oder dämlich sein, es findet sich immer wieder jemand der sie wieder ausgräbt in der Hoffnung darauf, Dummköpfe zu finden, die sie für neu halten.
Welche Idee meinen Sie denn? Piketty ist kein Kommunis, falls Sie das meinen.

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klausbrause 23.04.2014, 14:42
29. Da haben Sie

Zitat von Olaf
Passt irgendwie zu dem Beitrag in dem behauptet wird die Erde sei der Mittelpunkt des Universums. Eine Idee kann noch so oft widerlegt, alt oder dämlich sein, es findet sich immer wieder jemand der sie wieder ausgräbt in der Hoffnung darauf, Dummköpfe zu finden, die sie für neu halten.
jetzt aber den Kapitalismus sehr fein beschrieben.

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