Forum: Wirtschaft
Neue Sozialwohnungen: Heute Flüchtlingsunterkunft, morgen Studenten-WG
Stadt Stuttgart

Es könnte das Comeback der Sozialwohnung sein, zumindest in Berlin und Hamburg. Beide Städte ziehen noch im Herbst Unterkünfte für Flüchtlinge hoch - um sie später auch für andere Zwecke zu nutzen. Andere Städte zögern noch.

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prendergast 08.10.2015, 13:47
1. Sehr gute Idee!

, aber die Wohnungen werden niemals danach noch nutzbar sein. Auch nicht für Studenten. Sofern sie ünerhaupt frei werden. Aber gübstiger Wohnraum ist sowieso Mangelware, daher bloß her damit.

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tommit 08.10.2015, 13:49
2. Bezahlt wird es von Steuern

und verkauft wurde der ganze Kram natürlich wahnsinnig gewinnbringend an Immobilienhai-Firmen..

Es war doch klar was kommen musste .. Glaubt denn irgendjemand dass diese Bauweise dann auch quakitativ sein wird....

Und in 2 Jahren schiesst man dann erste Löcher in die Schuldenbremse und klopft sich dabei wieder auf die eigenen Schultern...

Es wäre zum Lachen wenn diese Bilanztrick Politik nicht so real zum weinen wäre und die luxussanierten ehemligen gebäude ausser Recihweite wären.. diesen Gesellschaften werden bestimmt keine Freistände requiriert... zu teuer inzwischen..

Die Kommune zu nichts mehr fähig ohne vor Investoren zu buckeln, wird bestimmt nicht die Hände beissen die sie füttern.

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ostwestfale_ 08.10.2015, 13:49
3. Eigentlich schade

Jetzt können wir auf einmal Wohnungen bauen in einem nie gekannten Umfang.
Vorher wurde die in vielen Städten prekäre Wohnsituation nicht als Anlass gesehen den sozialen Wohnungsbau wieder zu beleben.
Und ich vermute, dass diese Wohneinheiten wegen billiger Bauweise und intensiver Nutzung in 10 Jahren irgendetwas zwischen Sanierungs- ubd Abrißbedürftig sein werden.
Spätere Nutzung ausgeschlossen.

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JaguarCat 08.10.2015, 13:54
4. Privatwirtschaft

Die freie Wirtschaft investiert lieber in Luxus-Wohnraum, da sich mit diesem sowohl bei Vermietung als auch bei Verkauf höhere Margen verdienen lassen als mit Sozialwohnungen. Also muss der Staat die Sozialwohnungen explizit nachfragen. Dann werden sie auch gebaut. Ob man sie nun für Flüchtlinge, für Hartz-IV-Empfänger, für Studenten, für Obdachlose oder für Rentner nutzt, ist zweitrangig: Zusätzliche Wohnungen in den Städten verbessern das Angebot und senken damit die Preise für alle.

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tommit 08.10.2015, 14:01
5. Kein Problem

Zitat von ostwestfale_
Jetzt können wir auf einmal Wohnungen bauen in einem nie gekannten Umfang. Vorher wurde die in vielen Städten prekäre Wohnsituation nicht als Anlass gesehen den sozialen Wohnungsbau wieder zu beleben. Und ich vermute, dass diese Wohneinheiten wegen billiger Bauweise und intensiver Nutzung in 10 Jahren irgendetwas zwischen Sanierungs- ubd Abrißbedürftig sein werden. Spätere Nutzung ausgeschlossen.
wird dann einfach an die selben Gesellschaften verkauft die die Leute rauswerfen, sanieren, Mondpreise verlangen gebündelt den schlauen Aktienrentner abzocken

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teacher20 08.10.2015, 14:06
6. Der Pferdefuß...

...bei der Sache ist (auch wenn die Idee zunächst gut klingt), dass die Unterkünfte, wie obiger Forist richtig bemerkt, nach der Belegung durch mehrere Wellen von Flüchtlingen nicht mehr bewohnbar sein dürften. (Dass ist das eine Problem, dass andere ist, dass eine solche Aussage einen Zeitraum abgrenzt, innerhalb dessen das aktuelle Flüchtlingsproblem in irgendeiner Weise gelöst dargestellt wird. Zu befürchten ist jedoch, dass die jetzige Entwicklung erst der Anfang ist und sich - bestenfalls - der Zustrom auf quantitativ hohem Niveau stabilisiert).
Diese Erfahrung wird übrigens auch die Bundeswehr nach der Unterbringung von Flüchtlingen in Wohnblöcken noch genutzter Kasernen machen. Nachher hat sie dann zwei Optionen: Abriss und Neubau oder Erhaltung der ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte zum Zwecke einer "orts-/standortnahen" Häuserkampfausbildung...

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sawn1979 08.10.2015, 14:07
7.

Grundsätzlich ist es nicht schlecht, neue Sozialwohnungen zu bauen, etwas, das man schon sehr viel früher getan haben sollte! Aber, ob diese wirklich irgendwann von Studenten oder Menschen mit niedrigem Einkommen genutzt werden, ist fraglich. Da mehr und mehr Flüchtlinge ankommen, werden diese Häuser nicht so bald wieder leer stehen.

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Don_Draper 08.10.2015, 14:21
8. Warum hat sich

der Staat denn überhaupt aus dem sozialen Wohnungsbau verabschiedet? Auch ohne die Flüchtlinswelle wäre genügend Bedarf da gewesen, aber die schwarze Null muß ja stehen.
Wohnungsbau ist elementar für eine Volkswirtschaft. Wie sagte mein Vater immer, der war Polier, wer eine Wohnung hat, der muß sie auch einrichten, also viele Sachen kaufen.

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waechstwiebloed 08.10.2015, 14:21
9.

Zitat von ostwestfale_
Jetzt können wir auf einmal Wohnungen bauen in einem nie gekannten Umfang. Vorher wurde die in vielen Städten prekäre Wohnsituation nicht als Anlass gesehen den sozialen Wohnungsbau wieder zu beleben. Und ich vermute, dass diese Wohneinheiten wegen billiger Bauweise und intensiver Nutzung in 10 Jahren irgendetwas zwischen Sanierungs- ubd Abrißbedürftig sein werden. Spätere Nutzung ausgeschlossen.
In Berlin z.B. war es sogar u. a. der rot-rote Senat, der verantwotlich dafür war, das dringend benötigte Sozialwohnungen verscherbelt wurden. Jetzt geben sich viele dieser Politiker so sozial, wenn es um die Flüchtlinge geht. Das wahre Gesicht zeigt sich hinter den Kulissen und nicht in der Show, die sie für uns alle im Fernsehen veranstalten. Mama Merkel wittert halt schon den Friedensnobelpreis.

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