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Neue Strategie in Deutschland: Uber knickt ein
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Uber gibt sich geschlagen: In Deutschland kippt der Konzern seine Strategie, Taxifahrten durch Privatleute zu vermitteln - und will nun Mitfahrdienste mit Profi-Chauffeuren anbieten. Von Kristina Gnirke und Christoph Stockburger

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jujo 21.07.2016, 09:19
1. ...

So wie ich es es verstehe will UBER in D so eine Art "collectivo" (Sammletaxi) einrichten. Z.B. vom Flughafen in das Stadtzentrum das Auto auffüllen, jeder zahlt. Die normale Taxe fährt in der Regel 1 bis 2 Personen.
Für den Verkehr und die Umwelt ist das UBER Angebot besser? die soziale Situation ist für die UBER Fahrer wohl ebenso schlecht wie für den Taxifahrer.

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sail118 21.07.2016, 09:32
2. Standort Deutschland

Wieder einmal ist eine gute, in vielen Ländern funktionierende und für den Kunden positive Idee(insbesondere finanziell) an unserer typisch deutschen Mischung aus Technikfeindlichkeit, Ignoranz, unbegründetem Festhalten an überkommenen Strukturen, Innovationsfeindlichkeit, Zunftwesen und Bürokratie gescheitert.

Viele deutsche Taxifahrer werden ihr Geschäftsmodell damit auch nicht retten (Unfreundlichkeit, Überteuerung, ungepflegte Wagen etc)

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Matzimaus 21.07.2016, 10:04
3. Überkommene Strukturen

Zitat von sail118
Wieder einmal ist eine gute, in vielen Ländern funktionierende und für den Kunden positive Idee(insbesondere finanziell) an unserer typisch deutschen Mischung aus Technikfeindlichkeit, Ignoranz, unbegründetem Festhalten an überkommenen Strukturen, Innovationsfeindlichkeit, Zunftwesen und Bürokratie gescheitert. Viele deutsche Taxifahrer werden ihr Geschäftsmodell damit auch nicht retten (Unfreundlichkeit, Überteuerung, ungepflegte Wagen etc)
Genau: weg mit diesen überkommenen Strukturen.
Wo kommen wir denn hn, wenn gewerbliche Taxifahrer orderntliche Steuern, Sozialabgaben und Versicherungszahlungen leisten?

Über mag ja durch seine App eine Lücke für technikaffine Kunden gefunden haben, aber am Ende ist es lediglich eien Variante des Taxigewerbes ohne dessen Bestimmungen. Und für alle Sozialleistungen darf dann die Solidargemeinschaft haften:
Arbeitslosigkeit? ab ins ALG II.
Verunfallung eines Passagiers? Pech, muss halt die Krankenkasse und damit die Allgemeinheit übernehmen.
Kann man beliebig weiter deklinieren.

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theanalyzer 21.07.2016, 10:19
4. Das passt nicht mehr in die Welt!

Regulierungswahn, Lizenzen, Mindestlöhne, Zugangsbeschränkungen zu Märkten - all das ist leider im Moment Deutschland. Und all das passt nicht mehr in die Welt.

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mr.andersson 21.07.2016, 10:23
5.

Zitat von sail118
Wieder einmal ist eine gute, in vielen Ländern funktionierende und für den Kunden positive Idee(insbesondere finanziell) an unserer typisch deutschen Mischung aus Technikfeindlichkeit, Ignoranz, unbegründetem Festhalten an überkommenen Strukturen, Innovationsfeindlichkeit, Zunftwesen und Bürokratie gescheitert. Viele deutsche Taxifahrer werden ihr Geschäftsmodell damit auch nicht retten (Unfreundlichkeit, Überteuerung, ungepflegte Wagen etc)
Mit welchen Worten man sich das endgültige verknechten der Fahrer schön reden kann, ist immer wieder faszinierend.

Taxifahrer verdienen jetzt schon kaum genug zum leben, aber irgendjemand findet sich schon, den man noch weiter drücken kann, richtig?

Bitte? Einmal die Woche Fleisch auf dem Teller? Da geht doch noch was.
Und wenn die Arbeitsschutzgesetze das verbiete, erkläre ich halt alle für Technologiefeindlich und schwärme von den Ländern, wo Menschen mit 2 Jobs nicht genug Geld für eine Mietwohnung zusammen bekommen.

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cyoulater 21.07.2016, 10:33
6.

Zitat von theanalyzer
Regulierungswahn, Lizenzen, Mindestlöhne, Zugangsbeschränkungen zu Märkten - all das ist leider im Moment Deutschland. Und all das passt nicht mehr in die Welt.
Ich setze mich lieber in ein Taxi, das von einem Fahrer mit Lizenz chauffiert wird, als zu einem Uber-Fahrer. Mir ist wohler bei dem Gedanken, dass mein Taxifahrer im Zweifelsfall eine Insassenversicherung hat, wenn's mal knallt. Mir ist lieber, der Taxifahrer verdient einigermaßen angemessen, als dass ich ein System unterstütze, das die Fahrer ausbeutet. Das Ganze dann noch am Staat vorbei, Thema Steuern, Sozialabgaben und -leistungen. Nicht alles, was cool ist und Ihnen ein paar Euros spart, nutzt auf lange Sicht dem Gemeinwesen. Mit Wahn hat das nichts zu tun. Schauen Sie mal in die USA - ich möchte nicht zu einem Hungerlohn verschiedene Jobs neben einander machen müssen.

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Knack5401 21.07.2016, 10:42
7. Blödsinn

Zitat von sail118
Wieder einmal ist eine gute, in vielen Ländern funktionierende und für den Kunden positive Idee(insbesondere finanziell) an unserer typisch deutschen Mischung aus Technikfeindlichkeit, Ignoranz, unbegründetem Festhalten an überkommenen Strukturen, Innovationsfeindlichkeit, Zunftwesen und Bürokratie gescheitert.
Deutschland, Italien, Frankreich und viele andere Länder haben richtigerweise den asozialen Ansatz im "Geschäftsmodell" erkannt und reagiert. Und: man muss sich bei uns in D eben an das Gesetz halten. Typischerweise stört das die Amis auf der ganzen Welt wenig. Umso mehr ist das "Einknicken" von Uber zu begrüßen. Selbst wenn jetzt der gesetzeskonforme Zustand erreicht werden sollte, Kunde werde ich in Zukunft bei dieser Firma nicht.

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mr.andersson 21.07.2016, 10:45
8.

Zitat von theanalyzer
Regulierungswahn, Lizenzen, Mindestlöhne, Zugangsbeschränkungen zu Märkten - all das ist leider im Moment Deutschland. Und all das passt nicht mehr in die Welt.
Mindestlöhne passen nicht in diese Welt? Dann haben sie zum einen von der Welt noch nicht viel gesehen, denn das ist üblich insbesondere am Standort USA gibt es das schon viel länger und zum anderen scheinen Sie sich vorzustellen, dass Menschen für sie arbeiten, die davon nicht leben können und dann von der Gemeinschaft Hilfsgelder bekommen müssen.

Das wird dann als Behördenwahnsin gegeißelt, weil da zu viele Beamte mit beschäftigt sind, richtig?
Bevor ich mich irgendwo reinsetze, wo ich weder versichert bin noch irgendwie sicher sein kann, dass der Dienstleister irgendwelche Sozialabgaben u.ä. müsste es mir aber extrem schlecht gehen.

Innovation kann nicht bedeuten, Arbeitnehmer in geringstmögliche Bezahlung zu drücken um die restlichen Kosten dann über Zuschüsse der Gemeinschaft aufzudrücken.

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Crom 21.07.2016, 11:11
9.

Zitat von cyoulater
Ich setze mich lieber in ein Taxi, das von einem Fahrer mit Lizenz chauffiert wird, als zu einem Uber-Fahrer. Mir ist wohler bei dem Gedanken, dass mein Taxifahrer im Zweifelsfall eine Insassenversicherung hat, wenn's mal knallt.
Wenn das für Sie relevant ist, muss das nicht für andere gelten. Daher sollte jeder frei entscheiden, welches Angebot er annimmt.

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