Forum: Wirtschaft
Neue Studie : Auf diese Branchen haben es chinesische Investoren abgesehen
DPA

China will zum globalen Industriegiganten werden und kauft in großem Stil deutsche Firmen. Eine neue Studie zeigt nun, für welche Branchen sich chinesische Investoren ganz besonders interessieren - und was sie dort bewirken.

Seite 5 von 7
Benjowi 22.05.2018, 09:58
40.

Tja in Neuland wird Reziproität ofensichtlich so interpretiert, dass China in 3 Jahren 30 neue Flughäfen baut und Deutschland in 30 Jahren nicht einen einzigen fertig bringt - zumindest nicht in Berlin. Deutschland bekommt auch sonst nicht einmal Anschlüsse an die europäische Infrastruktur hin (Zulaufstrecken zum Brenner-Basistunnel, Zulaufstrecken zum Gotthardtunnel, Zulaufstrecken zum Fehmarnbelttunnel, Elektirfizierung selbst wichtiger Bahnstrecken, Bau von U-und S-Bahnen, Errichtung von Stromleitungen- alles nur Desaster). Damit kann man mit der chinesischen Infrastruktur selbst jetzt schon nicht mehr mithalten und somit fällt man auch bei der Produktivität immer weiter zurück

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ombattw13 22.05.2018, 10:03
41. Staatsfond - Made in Germany

Den Totalausverkauf der hiesigen Industrie mit dem verbundenen Kontrollverlust (einmal weg ist weg für immer!) könnte man durch die Einrichtung eines Staatsfonds wie andere Länder schon lang praktizieren lindern oder ggf. verhindern.
Bei Schlüsselindustrien und Firmen beteiligt sich der Staatsfond entsprechend hoch damit bei wichtigen Entscheidungen entweder Mit- oder Absprache erfolgen muss bevor etwas ins Ausland verhökert wird. Geld ist ausreichend da, Steuerüberschuss und dazu sinnvoll investiert.
Ein Haken gibt es aber, es setzt Politik voraus die den Namen auch verdient und nicht nur das verwalten mit einem Horizont von gefühlt drei Tagen was seit Jahren der Merkelsche Standard geworden ist.

Die Groko ist dazu m.E. nicht in der Lage aber vielleicht werden wir ja mal eines besseren belehrt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schmidt24 22.05.2018, 10:21
42. Die Chinesen haben jahrzehntelang alles abgekupfert,

was nicht niet- und nagelfest ist - und jetzt wundert man sich, dass sie sich zunehmend in D und Europa einkaufen? Nach dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ausverkauf folgt nun offenbar auch der technologische Ausverkauf - und wie es scheint auch das von der Politik gesteuert und von der Gesellschaft toleriert. Deutschland schafft sich halt ab, aber für diese Erkenntnis gab es vor Jahren noch ordentlich Schelte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser 007 22.05.2018, 10:22
43. Zwei Anmerkungen

Zitat von bammbamm
die EU versucht eine moralische Weltmacht zu sein schaffen die anderen global player Fakten für die Zukunft. In 30-50 Jahren werden wir global keinerlei Rolle mehr spielen und andere werden bestimmen was richtig und was falsch ist und wir ....
Sie sehen das richtig.
Konkreter: Utopien in der Familienpolitik (z.B. Genderwahn), in der Bildungspolitik (alle machen Abitur und gehen studieren), in der Umweltpolitik (Energiewende ins Nichts), in der Außenpolitik (Unkontrollierte Zuwanderung) und noch einiges mehr.
Es wird m.E. allerdings keine 30-50 Jahre mehr dauern, bis Deutschland global keine Rolle mehr spielt.
DAS schaffen wir schneller !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Norbert1981 22.05.2018, 10:28
44. ....

Zitat von tjinsz
Natürlich darf und muss China technologisch unabhängig werden. Wenn ein Land 1,4 Mrd Menschen ernähren und noch mind. 250 Mio Landbevölkerung urbanisieren muss, will es die Wirtschaft bestimme, wie es notwendig erscheint. Da brauch es keinen kapitalistischen Individualismus. Unabhängig davon hat das der Westen vorher genauso gemacht und macht es immer noch.....
"5000 deutsche Firmen in China und nur 800 chinesische Firmen in Deutschland"
Nein, das stimmt nicht. Es gibt in China momentan mehr als 8000 Unternehmen aus Deutschland.
In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 3000 chinesische Unternehmen (allein in NRW gibt es über 1000).

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/zahl-der-chinesischen-unternehmen-in-nrw-steigt-auf-ueber-1000-1.1532230

Wir können nicht nur die Unternehmen berücksichtgen, die durch chinesische Investoren aufgekauft sind. Es gibt inzwischen in Deutschland auch eine Menge von Unternehmen, die komplett aus China und direkt in Deutschland ihre Niederlassungen aufgebaut haben.
Mittlerweile über 500 Unternehmen aus China sind z.B. in Düsseldorf schon ansässig (Tendenz steigend) :
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/am-rhein-sind-chinas-giganten-schon-laengst-angekommen_aid-19020093

Diese Unternehmen haben ebenfalls einen Anteil daran, dass Düsseldorf eine der reichsten Städte Europas ist (aktuelle Studien belegen dies)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rockwater 22.05.2018, 10:30
45. Hier liegt Trump genau richtig

China in die Grenzen weisen, hohe Strafzölle auf Importe, auf Exporte sowie Anlagen-/Übernahmeverbote.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stefnix 22.05.2018, 10:34
46. Ist natürlich super...

...für die Chinesen, daß für die Regierung Merkel "Strategie" ein Fremdwort ist, man stattdessen alles immer einfach so weiterlaufen läßt und sich damit begnügt, Steuer-Milliarden mit der Gießkanne über alles und jeden zu verteilen, um sich Wählerstimmen zu kaufen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rockwater 22.05.2018, 10:35
47. Eigentlich gehören sogar 3 dazu

Zitat von Frank Klipp
Damit „China“ deutsche Unternehmen „kaufen“ kann, müssen zunächst Verkaufsinteressen vorhanden sein. Zum Beispiel durch Börsengänge, die .....
Nämlich noch ein Staat, der solches unterbindet und Konzerne auch mal verstaatlicht, wenn sie nicht kooperieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bastian__ 22.05.2018, 10:50
48. Die Chinesen planen langfristig

Die Chinesen planen langfristig.
Die Löhne steigen auch in China, in 50 Jahre wird Deutschland als Billiglohn-Land für China unverzichtbar sein.
Die Chinesen planen langfristig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mapcollect 22.05.2018, 10:56
49. Die Chinesen machen es genau richtig

und deswegen werden sie auch bald die führende Industrienation sein. Wer in Deutschland das Aufkaufen von Technologiefirmen durch ausländische Investoren kritisiert hat, dem wurde, ganz in neoliberaler Manier, Protektionismus vorgeworfen. Gerade jetzt, wo ein paar Steuer-Milliarden über sind (bzw. wo es genügend Einsparpotenzial an Milliarden gäbe), könnte Deutschland genauso handeln und seine Zukunft sichern. In unserer Politiker-Kaste scheint man aber eher an immer währenden Wohlstand zu glauben und ist maximal dran interessiert, bei der nächsten Wahl Stimmen zu gewinnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 7