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Neue Studie: E-Autos kosten Deutschland bis 2035 mehr als 100.000 Jobs
DPA

Was bedeutet das E-Auto für den Arbeitsmarkt? Wenig gutes, zeigt eine umfassende Studie des Forschungsinstituts der Arbeitsagentur: Viele Jobs werden wegfallen - vor allem gut bezahlte und nicht nur in der Autobranche.

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stefanschoen 05.12.2018, 13:34
90. Wer zu spät kommt...

Das Problem liegt darin, dass wir durch stures Festhalten am Verbrennungsmotor den Wandel der Mobilität verschlafen haben. Autohersteller in Ländern wie z.B. Japan haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, eine Flotte mit alternativen Antrieben NEBEN ihrer Flotte mit reinen Verbrennungsmotoren aufzubauen und zu integrieren. Und so konnte auch die Belegschaft entsprechend angepasst und spezialisiert werden. Wenn die deutschen Autobauer jetzt plötzlich versuchen, Zack-Zack ihre Flotte umstellen, fallen eben auch entsprechend Arbeitsplätze zum Opfer.

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onkel-ollo 05.12.2018, 13:34
91. Jobverluste interessieren im Einzelhandel doch auch nicht

Hunderttausende kleine Geschäfte und Einkaufsläden sind geschlossen worden. Standortschließungen + Jobverluste bei Filialbanken. Dank Amazon, Discountermärkten und Internetbanking. Oder ferngesteuerte automatisierte Zentralstellwerke bei der Bahn mit nur noch 10 Mitarbeitern vor Bildschirmen statt 150 Menschen draußen an den Strecken. Hat es irgendwen gejuckt?

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misterknowitall2 05.12.2018, 13:37
92. technischer Fortschritt?

Zitat von holger.becker
Was die Studie beschreibt, sind die Folgen des technischen Fortschrittes. Da Elektroautos eben deutlich einfacher herzustellen sind, die Motoren sind einfacher und benötigen deutlich weniger komplexe Systeme wie Ölschmierung, Kühlung für weit über 50% der Motorleistung, etc., und ein Getriebe wird einfach nicht mehr benötigt, dann ist das schlicht und ergreifend technischer Fortschritt. Aber was sollen wir machen? Sollen diese sinnvollen Entwicklungen aufgehalten werden, nur um Menschen damit zu beschäftigen unnötig komplizierte Autos zu bauen?
Das E-Auto ist genauso alt wie der Verbrenner. Wo genau ist der Fortschritt? Komisch, das sich der Verbrenner bisher immer wieder durchgesetzt hat, bei all dem überflüssigen Krams, der da so verbaut ist, oder? Und was noch komisch ist, warum sind die so teuer, wenn E-Autos nicht unnötig kompliziert sind?

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next 05.12.2018, 13:39
93. Vorwärts, zurück auf die Kutsche!

Tja, so ist es eben bei der Einführung neuer Technik.
Kutscher, Hofschmiede und Abdecker haben mit der Einführung der Eisenbahn und später des Automobils sicher auch keine Freudenfeste gefeiert.
Wer sich heute gegen die Entwicklung stellt, steht aber in "guter Tradition" der Technikfeinde vor gut 150 Jahren. Ziemlich traurig, dass sie so rein gar nichts gelernt haben.

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rainer goetzendorf 05.12.2018, 13:40
94. Warum so pessimistisch sein?

Warum sehen nicht viele Leute die riesigen Vorteile, die sich aus dem Zwang zur Aufgabe der bisherigen Techniken ergeben? So viele Arbeitsplätze könnten doch nur verloren gehen, wenn die bisherigen Rendite orientierten Unternehmen auch weiter allein die Autos bauen. Aber: so, wie die E - Autos der Post von einem kleinen Start -up gebaut werden, könnten viele neue Unternehmen E - Autos herstellen. Ich wundere mich, dass es noch nicht mehr Unternehmen gibt, die in den E - Autobau einsteigen wollen. Dies ist doch eine epochale Chance. Der Bau der Autos durch viele kleine Firmen würde auch mehr Arbeitskräfte bedeuten. Und auf Dauer müssten die E - Autos auch preiswerter werden, wenn so viele Teile der herkömmlichen Autos wegfallen. Wir Bürger müssten dann nicht mehr so horrende Summen für die Autos zahlen.

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xlabuda 05.12.2018, 13:41
95. gegen Jobverlust in grossem Stil hilft KEINE Bildungsinitiative

Zitat von draco2007
Ach Leute, Arbeitsplätze immer als Killerargument gegen alles. Wenn es darum ginge müssten wir heute noch Kutschenbauer subventionieren, damit deren Arbeitsplätze nicht wegfallen. Wie wäre es endlich mal damit, in BILDUNG zu investieren um Menschen, die aufgrund einer wegfallenden Branche keinen Job mehr haben in ANDEREN Jobs unterzubringen.
das sollte eigentlich jedem klar sein.
Es sind ja nicht Jobs, die verloren gehen - sondern gutbezahlte ARBEITSPLÄTZE.
Wenn die nicht vorhanden sind/sein werden, können Sie bilden wie Sie wollen - da geht garnix.

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jim.panse 05.12.2018, 13:41
96.

Zitat von w.diverso
sollten man schon etwas hinterfragen. Klar fallen bei Elektroautos der Verbrennungsmotor, Getriebe und teilweise sich die Kraftübertragung weg. Wenn man sich aber die elektrischen Antriebseinheiten anschaut, die bestehen auch aus mehr als drei Teilen. Sonst bleibt bei den Autos .....
Das ist ja der Vorteil von Elektrofahrzeugen. Keine Abgasanlage, kein Motor (mit über 1000 Teilen) und kein Getriebe. Das sind die Preistreiber und gleichzeitig auch die cash cow. Damit wurden Fahrer/innen jahrzehntelang gemolken und die Technik wurde immer komplizierter und damit noch teurer.

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ahemi 05.12.2018, 13:42
97. Mindestens doppelt so hoch

Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden mindestens doppelt so gravierend sein, wie die Studie errechnet, weil durch den höheren Anteil an Elektrofahrzeugen weniger Menschen an den Auswirkungen von Stickoxid, Feinstaub und Co sterben, die dann auch noch alle Arbeit brauchen. Also her mit den alten Stinkern, weg mit Abgasreinigungssystemen und Katalysatoren. Macht alles nur noch schlimmer.

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draco2007 05.12.2018, 13:42
98.

Zitat von onkel-ollo
Hunderttausende kleine Geschäfte und Einkaufsläden sind geschlossen worden. Standortschließungen + Jobverluste bei Filialbanken. Dank Amazon, Discountermärkten und Internetbanking. Oder ferngesteuerte automatisierte Zentralstellwerke bei der Bahn mit nur noch 10 Mitarbeitern vor Bildschirmen statt 150 Menschen draußen an den Strecken. Hat es irgendwen gejuckt?
Wieso sollte es jemanden jucken?
Oder anders gefragt, wo ist die Alternative?

Wegfallende Jobs zu 100% weiterfinanzieren? Damit bloß der Job nicht wegfällt?

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henninghuno 05.12.2018, 13:47
99. Einfachere Technik

Ein E-Motor ist viel einfacher und billiger herzustellen, als ein Verbrennungsmotor. Auch Wartung und Reparatur sind günstiger. Das bedeutet unterm Strich und auf lange Zeit viel bessere Herstellungsbedingungen. Auch wenn an der Batterietechnik noch Luft nach oben ist. Die Arbeitsplätze müssen ersetzt werden, aber die Umwelt und das Klima, besonders in den Städten, profitieren.

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