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Neue Studie: E-Autos kosten Deutschland bis 2035 mehr als 100.000 Jobs
DPA

Was bedeutet das E-Auto für den Arbeitsmarkt? Wenig gutes, zeigt eine umfassende Studie des Forschungsinstituts der Arbeitsagentur: Viele Jobs werden wegfallen - vor allem gut bezahlte und nicht nur in der Autobranche.

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misterknowitall2 05.12.2018, 13:49
100. Sie überschätzen den Preis

Zitat von Thomas Be.
..ist sicher, daß die deutsche Automobilindustrie im unteren bis mittleren Preissegment bei Elektroautos gegenüber Asien und im speziellen China preislich wettbewerbsfähig bleiben kann. Fahrzeuge in der Preisklasse bis 50.000 Euro werden nicht mehr aus Europa kommen. Elektromobilität ist bis auf die Entwicklung bei den Akkus technisch anspruchslos, das kann (fast) jeder und andere deutlich billiger. Beim Bau von Akkus begeben wir uns aus der Abhängigkeit vom Öl in die Abhängigkeit derer, die sich die Schürfrechte der nötigen Rohstoffe gesichert haben und das sind: richtig, nicht die Europäer.
ein Auto ist und bleibt (zumindest in Deutschland) ein Statussymbol. Der Preis spielt da keine Rolle. In Indien können sie auch einen Verbrenner unter 5000 € kaufen, neu! Gut, ist in Europa nicht zugelassen, aber was macht das schon. Viele asiatischen Autos sind billiger und trotzdem fahren die Leute lieber Benz oder BMW. Es geht, Gott sei dank, nicht immer nur um billig. Bei der Batterie wird es andere Konzepte geben. Die jetzige Technik ist zu teuer, nicht langlebig genug, die Energiedichte zu gering. PS: Seltene Erden sind nicht so selten wie man laut dem Namen vermuten mag. Ist nur eine ziemliche Sauerei, die zu gewinnen, weshalb man das lieber China machen lässt. Lithium findet man auch auf der ganzen Welt.

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torpedo-of-truth 05.12.2018, 13:50
101.

Hat sich eigentlich schon mal jemand überlegt was in ein paar Jahren mit den ganzen kaputten Akkus passiert? Werden die dann auch in Salzminen verbudellt wie die Abfälle aus den Kernkraftwerken? Diese Akkus sind Sondermüll. Und der Strom für die ganzen Autos? Der kommt aus der Steckdose oder wie? Das was wir zur Zeit an erneuerbaren Energien hier in Deutschland erzeugen reicht dafür definitiv nicht aus.

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Barças Superstar 05.12.2018, 13:52
102. Umschichten

Den 100.000 kann man dann einen Spaten in die Hand drücken, da die halbe Republik umgegraben werden muss, um das Mittelspannungsnetz zu erneuern.

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meinerlei 05.12.2018, 13:54
103. Gleichung mit zu vielen Unbekannten

Mit so viel Konjunktiven lässt sich nichts über künftige Konjunktur sagen. Sofern in Deutschland dann doch Batteriezellen produziert werden, ist die ganze Rechnung bereits wieder Makulatur. Und welche Ausstattungen Autos in 20 Jahren haben werden, und wieviel davon wo gefertigt wird, weiß jetzt auch kein Mensch. Und 0,6% weniger Wirtschaftsleistung über diesen Zeitraum sind faktisch unterhalb jeder Nachweisgrenze.

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misterknowitall2 05.12.2018, 13:58
104. Nett...

Zitat von timo_kohlhepp
Nach meinem Verständnis betrachtet die Studie einzig die Entwicklung weg vom Verbrenner, hin zum Elektromotor. Parallel läuft aber auch die Entwicklung des autonomen Fahrzeugs. Gleichzeitig gibt es schon heute die grundlegenden (online) Platformen für Carsharing und on demand Mobilität. Die meisten privaten PKW stehen über 90% ihrer Lebenszeit einfach nur rum. Es gibt viel mehr Autos und es werden jährlich viel mehr Autos verkauft, als tatsächlich gebraucht werden. Warum ein fest spezifiziertes Auto besitzen, wenn ich mir je nach Situation das passende Vehikel bestellen kann? Wenn dies mit einem einzigen Wisch übers Smartphone (oder dessen Nachfolger) möglich ist? Wenn das auf meinen aktuellen Kontext zugeschnittene Fahrzeug mich an Ort und Stelle, selbstständig abholt? Ich will Nachts nur schnell vom Club nach Hause? Kommt eine Art Smart. Ich möchte umziehen? Kein Thema, der Koffersprinter hält vor meiner Haustüre. Ich fahre eine weite Strecke zu einem beruflichen Termin? Die Limousine cheauffiert mich. Ich fahre in den Skiurlaub? Das Allrad SUV steht schon bereit. Ein Auto für mehrere zehntausende Euro kaufen?
aber die Realität ist eine Andere. Da will der Nachbar einfach den Größeren haben. Das Auto ist ein Statussymbol (in Deutschland)und kein einfacher Gebrauchsgegenstand. Auf autonomes Fahren werden sie ewig warten. Wir werden sicher jede Menge Assistenten im Auto haben, aber autonomes Fahren wird es die nächsten 50 Jahre sicher nicht geben. Wir sind weit davon entfernt chaotische System zu beherrschen. PS: Die Zehntausend Euro geben sie dann über die Jahre an Miete aus. Auch Mietautos müssen gebaut, gekauft und unterhalten werden. Und dann will auch noch jemand daran verdienen und das bezahlen Sie.

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jharrison 05.12.2018, 13:58
105. Transport ist erst der Anfang

weitere Disruptionen werden folgen.
Nachdem die Transportbranche mit der Umstellung auf Elektromobilität begonnen hat, wird dies gewaltigen Zug auf weitere Branchen ausüben:
1. Energie muss wesentlich flexibler zur Verfügung gestellt werden. Das Hauptproblem neben der Erzeugung von Energie ohne schädliche Auswirkungen ist deren Speicherung. Neue Akkutechnologien und die Speicherung mittels Wasserstoff werden die Energieerzeugung dezentralisieren.
2. Künstliche Intelligenz wird autonomes Fahren ermöglichen. Ein Fahrzeug, dass man nicht mehr selbst fahren muss zu "besitzen" ist sinnlos. Mehr und mehr Menschen werden kein eigenes Fahrzeug mehr benötigen und nur noch bei Bedarf eines rufen.
3. Die mobile Kommunikation schreit schon heute nach einer Lösung, die nicht immer wieder neu einen Ausbau stationärer Anlagen und die Sicherstellung möglichst hoher Abdeckung erfordert. Auch wenn unklar ist, wie diese Lösung aussehen wird, wird eine solche Technologie kommen. Prinzipiell steht mit Satelliten eine Technologie bereits heute zur Verfügung.
4. Die dramatische Zunahme der Weltbevölkerung erfordert auch in der Bauwirtschaft neue Konzepte. Bereits heute wird an flexibleren Technologien für die Herstellung von Wohneinheiten geforscht und getüftelt. Wenn es durch veränderte Arbeitsbedingungen, fahrerlosen Transport, dezentrale Energieversorgung und hoher Netzabdeckung nicht mehr notwendig ist, in einem Ballungszentrum zu wohnen, wird man sich ohne Einschränkungen in der Lebensqualität überall seine Wohneinheit hinstellen lassen können. Vermutlich werden dann die abgelegensten Grundstücke am teuersten sein.
Das alles wird kommen. Es ist an uns, ob wir dabei (hilflos) zusehen oder mitgestalten wollen.

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oldman2016 05.12.2018, 14:01
106. Ladestationswärter gesucht

Turbo, Getriebe, Auspuff, Kühler, Katalysator, Diesel / Benzin und Motoröl wird ein E-Automobil wohl eher nicht brauchen. Tankwarte und Tankstellenpächter mit angeschlossenem Lebensmittelgeschäft werden auch weniger gebaucht, wenn die Ladestation im öffentlichen Raum, auf Parkplätzen, in Tiefgaragen oder Parkhäuser installiert werden. Aber jede Ladestation wird Wartung benötigen und sei es nur bei der Abrechnungseinheit, denn der Strom wird ja nicht verschenkt werden. Die Tanklastwagenfahrer brauchen aber nicht um ihren Job bangen, weil der Gesetzgeber den Umfang transportierten brennbarer Stoffe mindestens halbieren wird oder gleich auf 5.000 Liter pro Transport beschränkt. Und wegen der Gefahr des elektrischen Schlages wird es selbstverständlich Ladestationswärter geben, die alleine befugt sind, das E-Auto an das Stromnetz zu hängen. Das muss auch so sein, weil durch das autonome Fahren die Fahrgäste gar keinen Führerschein mehr brauchen werden.

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transatco 05.12.2018, 14:04
107. Spiegel als Sprachrohr der Verbrenner Lobby!!!???

Das ist heute schon der 2te Leitartikel mit E-Fahrzeug Bashing!
Von den Vielen der letzten Monate ganz zu schweigen!
E-Autos werden abgehört und Überwachungsdaten wandern nach China, und Jetzt: E-Autos kosten massenhaft Arbeitsplätze!!!

Geht es vielleicht etwas objektiver??

Alle neuen PKW welche ab 1. April 2018 zugelassen wurden sind rund um die Uhr datenüberwacht und online!! Per Gesetz!

Und das Beibehalten von Verbrennertechnilogie wird auf mittelfristige Sicht nicht 100.000, sondern Alle Jobs in der Autoindustrie vernichten!
Auch das ständige Niederschreiben von Herrn Musk wird den Gang der Welt nicht aufhalten!
Oder gibts beim Spiegel bis heute nur die gedruckte Ausgabe und Spieglonline ist Fata Morgana??

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uhu_13 05.12.2018, 14:06
108. Gesellschaftlicher Gewinn

Eigentlich ist es doch ein gesellschaftlicher Gewinn, wenn weniger Arbeitseinsatz benötigt wird um ein Bedürfnis zu befriedigen?
Die Frage ist doch, wir schaffen wir den Umbau sozial verträglich für die Individuellen Arbeiter? Welches sind die Bedürfnisse, wo die Gesellschaft das freiwerdende Arbeitskraftpotential einsetzen sollte? Was ist der gesellschaftliche Nutzen?

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misterknowitall2 05.12.2018, 14:07
109. Wußten sie schon...

Zitat von stefanschoen
Das Problem liegt darin, dass wir durch stures Festhalten am Verbrennungsmotor den Wandel der Mobilität verschlafen haben. Autohersteller in Ländern wie z.B. Japan haben schon vor vielen Jahren damit begonnen, eine Flotte mit alternativen Antrieben NEBEN ihrer Flotte mit reinen Verbrennungsmotoren aufzubauen und zu integrieren. Und so konnte auch die Belegschaft entsprechend angepasst und spezialisiert werden. Wenn die deutschen Autobauer jetzt plötzlich versuchen, Zack-Zack ihre Flotte umstellen, fallen eben auch entsprechend Arbeitsplätze zum Opfer.
dass BMW führend in der Wasserstofftechnik war? Das M-Benz die ersten Brennstoffzellenautos im Sortiment hatte? Das alle Anbieter Gas-Varianten anbieten. Das schon lange Hybride unterwegs sind? Sogar der Elektroantrieb war immer Thema. Hat sich nicht durchgesetzt. Wieso? Na, mal was zum Nachdenken. Die deutschen Autobauer werden sicher nicht umfallen, denn wenn die was können, dann ist das gute Autos zu bauen und das ist in der ganzen Welt bekannt.

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