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Neue Studie: E-Autos kosten Deutschland bis 2035 mehr als 100.000 Jobs
DPA

Was bedeutet das E-Auto für den Arbeitsmarkt? Wenig gutes, zeigt eine umfassende Studie des Forschungsinstituts der Arbeitsagentur: Viele Jobs werden wegfallen - vor allem gut bezahlte und nicht nur in der Autobranche.

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swissnavy 05.12.2018, 13:04
60. Die wichtigste Aussage fehlt ...

... seid nicht lernfaul und schaut über euren Tellerrand! Begeistert euch für Produkte und Dienstleistungen, die dem Menschen nutzen und der Natur nicht zur Last werden. Und verabschiedet euch von dem Gedanken, daß eure Enkel noch in demselben Unternehmen arbeiten werden wie ihr selbst. Eine sicherere Bank gibt es nicht.

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genauerschauer 05.12.2018, 13:04
61.

Alles wird anders. Immer. Es ist nur schändlich, dass unsere hoch evolutionäre Gesellschaft der Arbeit immer noch zu viel Identitätsstiftung beimisst. Nur weil der Motorbauer keine Motoren mehr produzieren muss, ist dies nicht das Ende der Welt, ganz im Gegenteil. Es kann doch nicht der Sinn des Lebens sein, sich 2/3 des Leben mit sinnlosen Tätigkeiten zu beschäftigen, nur damit genug Fantasiegeld (virtuelle Zahlen auf elektronischen Konten) generiert wird, das dann wiederum die jeweilige Regierung ausgeben kann, um die Fantasie-Kosten zu bezahlen, die bei der Geldschöpfung entstanden sind. Der technologische Fortschritt ist aus meiner Sicht nichts anderes als die Befreiung von Sklaverei.

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jukulucuc 05.12.2018, 13:04
62. Sehr einseitige Betrachtung,

die nur die Auswirkungen in der Automobilbranche betrifft. Wohin sich diejenigen, die dort eine Ausbildung sonst beginnen würden, dann orientieren werden, weiß heute noch niemand. Außerdem leiden wir derzeit unter einem Fachkräftemangel. Wenn die Stelle weg fällt, die deshalb ohnehin nicht besetzt werden könnte, wäre wohl eher positiv.

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sven2016 05.12.2018, 13:06
63. Wozu braucht die BA

so eine Studie? Damit sie frühzeitig weiß, welche Umschulungen sie planen muss?

Wie man hört, werden Umschulungen vorwiegend in die Pflege- und Paketdienstbereiche angeboten.

D.h., nicht die berufliche Herkunft, sondern der (aktuelle) Zielbedarf zählt.

Eine Langzeitprognose in einem so weiten Bereich ist mit Vorsicht zu konsumieren, da die angenommenen Randbedingungen nicht bekannt sind.

Das kann so wie die beliebten Sarrazin-Statistiken genau an der Realität vorbei gehen. Schwer zu beurteilen, deshalb als Online-Artikel eher falsch am Platz.

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toll_er 05.12.2018, 13:06
64. Regelkreis

Das regelt sich von ganz allein. Es sind ja die gut bezahlten Fachkräfte, die sich die teuren E-Kisten leisten können um zur Arbeit zu fahren. Fällt deren Arbeitsplatz weg, fällt auch der Anreiz zum Kauf einer teuren E-Karre weg. Abgesehen davon: Arbeitslose Fachkräfte haben nicht unbedingt das Geld für E-Mobile. Und: weniger E-Autos - weniger Arbeitsplatzwegfall. Seufz. So einfach ist die Wirtschaftswelt.

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Soziopathenland 05.12.2018, 13:07
65. Die GroKo hat alles unter Kontrolle

Gerade noch haben sich unsere Autobauer entgegen dem Wunsch unserer Regierung mit der US-Regierung getroffen und versprochen ganz viel in den USA zu investieren und dort Jobs zu schaffen.

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derleibhaftige 05.12.2018, 13:07
66. Das ist doch alles schon lange bekannt.

Es ist mit der Grund dafür, weshalb der E-Auto Hype seit 10 Jahren schon massiv voran getrieben wird. So ein Kabinenroller, wie oben auf dem Bild, läßt sich wesentlich kostengünstiger entwickeln und zusammenstecken, als ein normaler PKW für 4-5 Personen nach heutigen Maßsstäben des aktiven und passiven Insassenschutzes!
Der Vorsprung durch Technik ist bis dahin dann auch komplett verschwunden, denn solche Fahrzeuge kann auch der Chinese und der Inder noch günstiger im eigenen Land produzieren.

Die Frage ist, was dann wirtschaftlich in Zukunft noch für Deutschland, als echtes Spezialgebiet, übrig bleibt. Ausser uns gegenseitig die Haare zu schneiden und Stempelgeld in die ganze Welt zu verteilen, haben wir dann nämlich keine Alleinstellungsmerkmale mehr, die uns von anderen Nationen unterscheiden und unseren Wohlstand damit dauerhaft sichern könnten.

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ich.sennahoj 05.12.2018, 13:09
67. 95% der Zeit stehen Autos nur rum.

Dazu die Mobilitätsvision von Gunter Dueck
"https://www.youtube.com/watch?v=RO52OB5qp6o#t=11m00s"
wenn das realisiert wird, was doch irgendwie vernünftig zu sein scheint,
dann wäre die damit verbundene Reduktion von Arbeitsnotwendigkeit
um noch mal ein paar hunderttausend Arbeitsplätze grösser.

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cor 05.12.2018, 13:10
68. Sind Elektroautos wirklich sinnvoll?

Bei jedem Fortschritt gehen zuerst einmal Arbeitsplätze verloren, keine Frage. In welchem Masse dass der Fall ist, ist meiner Meinung nach Kaffeesatzleserei.

Die wirklich wichtige Frage ist wohl eher, ob das Elektroauto wirklich ein sinnvoller Fortschritt ist.

Bisher sieht die Beweislage da eher mager aus. Ich hab jedenfalls noch keine (halbwegs objektive) Studie gesehen, die das Produkt "Elektroauto" und dessen Auswirkungen wirklich ganzheitlich betrachtet und die Kosten, Rentabilität und den ökologischen Einfluss den Verbrennern gegenüber stellt.

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nixkapital 05.12.2018, 13:11
69. ....

Zitat von holger.becker
Was die Studie beschreibt, sind die Folgen des technischen Fortschrittes. Da Elektroautos eben deutlich einfacher herzustellen sind, die Motoren sind einfacher und benötigen deutlich weniger komplexe Systeme wie Ölschmierung, Kühlung für weit über 50% der Motorleistung, etc., und ein Getriebe wird einfach nicht mehr benötigt, dann ist das schlicht und ergreifend technischer Fortschritt. Aber was sollen wir machen? Sollen diese sinnvollen Entwicklungen aufgehalten werden, nur um Menschen damit zu beschäftigen unnötig komplizierte Autos zu bauen?
Nein, Sie haben Recht, das wäre Blödsinn. Aber warum nur über technischen Fortschritt reden, während wir gesellschaftlich, was das Thema Arbeit angeht, noch im 19. Jahrhundert sind. Ich denke, es wird Zeit, sich über Alternativen zur Vollerwerbsarbeit Gedanken zu machen, weil wir uns das noch gar nicht vorstellen können. So sehr sind wir in dieser alten Denke verhaftet. Keynes hat in den 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts prognostiziert, dass wir aufgrund von Produktivitätssteigerung in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts (genaue Jahreszahl habe ich gerade nicht im Kopf) bei einer Wochenarbeitszeit von 15 Stunden sein werden. Schauen Sie einmal, wo wir uns heute befinden (und da zähle ich die Milliarden Überstunden noch gar nicht hinzu). Irgendetwas ist doch mächtig schiefgelaufen, oder? Wahrscheinlich hat sich Keynes nicht vorstellen können, dass die Früchte der hohen Produktivität nur unter Wenigen verteilt wird....

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