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Neue Studie: E-Autos kosten Deutschland bis 2035 mehr als 100.000 Jobs
DPA

Was bedeutet das E-Auto für den Arbeitsmarkt? Wenig gutes, zeigt eine umfassende Studie des Forschungsinstituts der Arbeitsagentur: Viele Jobs werden wegfallen - vor allem gut bezahlte und nicht nur in der Autobranche.

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MatthiasPetersbach 05.12.2018, 13:27
80.

Zitat von derleibhaftige
Die Frage ist, was dann wirtschaftlich in Zukunft noch für Deutschland, als echtes Spezialgebiet, übrig bleibt. Ausser uns gegenseitig die Haare zu schneiden und Stempelgeld in die ganze Welt zu verteilen, haben wir dann nämlich keine Alleinstellungsmerkmale mehr, die uns von anderen Nationen unterscheiden und unseren Wohlstand damit dauerhaft sichern könnten.
Das ist zwar ne bekannte Klage - nichts desto trotz völliger Nonsens.

Gehen Sie ins Industriegebiet ihres Städtchens - selbst bei uns im DORF sind da Klein- und Mittelständler voll im internationalen Geschäft, zum Teil in Sparten, von denen auch ich keine Ahnung hatte, daß es sowas überhaupt gibt.

Es gibt nicht nur Autos und Händis. Das erstere ist nicht mal High-Tech. Sowas schraubt Ihnen der Leistungskurs Maschinenbau in 4 Wochen zusammen.

Im übrigen gäbe es auch ein Leben mit einer AUSGEGLICHENEN Handelsbilanz. Meines Erachtens ein Erstrebenswerteres. Ist aber ein anderes Thema.

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Röntgen 05.12.2018, 13:28
81. Typischer Au-Weiah-Journalismus

das ist doch ein ganz normaler Vorgang, dass es solche Verschiebungen im Arbeitsmarkt gibt, noch dazu so überschaubar kleine. Die Anzahl Arbeitsplätze insgesamt ist ggü. dem Vorjahr (2017) um etwa 200 000 angestiegen. Wenn man dagegenhält, dass die Reduktion im Automobilsektor 100 000 bis in sieben Jahren betragen soll, dann ist das wirklich kein Grund zur Panikmache. Dafür wächst die Beschäftigung im Bereich Elektronik/Steuerungen etc. und in anderen Bereichen. Also ruhig Blut...

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Gleichstrom 05.12.2018, 13:29
82.

Nummer 50, wo konnte man den 4500 brutto mit Schraubenanziehen verdienen???

Sowas hat es nie gegeben. Das ist ein Bruttogehalt eines Ingenieurs. Der rechnet vielleicht Schrauben aus...

Aber das ist sowieso nicht der wirklich entscheidende Punkt - der ist, daß E-Autos nicht notwendigerweise überhaupt und definitiv nicht jetzt die sinnvollste Option hinsichtlich klimaschonender Mobilität sind UND zusätzlich nun auch noch für eine weitere Schwemme von Fachkräften sorgen wird, zusätzlich zu der, die wir bereits haben (u.A. dank Mangelpropaganda der letzten Jahre).

Hybride Antriebe sind eine sinnvolle Antwort, weil sie Vorteile kombinieren können (Bremsenergierückgewinnung, andere Freiheiten bei der Auslegung der VKM, hohe Leisutngs- und Speicherdichte ...) UND Schädliches verringern (erheblich geringere Akkukapazität notwendig und damit Rohstoffe etc; lebensdaueroptimale Lade/Entladezyklen, ...), die den Lösungen mit einer Antriebsart nicht zugänglich sind. Zumal pflanzliche Brennstoffe das Potential zu vollständiger Klimaneutralität haben, ohne daß man dafür den Fahrzeugbestand austauschen müßte (was eine gigantische Verschwendung der Energie zu deren Herstellung darstellt und kaum jemand bezahlen kann). Verfügbar haben wir mehr als genug Pflanzenmaterial, wir können uns schließlich, global gesehen, systematische Verschwendung leisten, die den Nährwertbedarf der ganzen Menschheit übersteigt. Muß man nur anders einsetzen - und damit erübrigt sich die Illusion vom Elektroauto, das alle Probleme löst.

... aber ich fürchte, eine debile Freundlichkeit in das eingebildete Gesicht des Supidupitollo-Elektroautos zu designen, damit es seine Friendlyness mit Offensivity in die ästhetisch hierdurch geschändete Umgebung zu krakeelen, das wird wohl mehr Anhänger finden als das Innehalten und Nachdenken...

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timo_kohlhepp 05.12.2018, 13:29
83. Das wird noch viel schlimmer kommen...

Nach meinem Verständnis betrachtet die Studie einzig die Entwicklung weg vom Verbrenner, hin zum Elektromotor. Parallel läuft aber auch die Entwicklung des autonomen Fahrzeugs. Gleichzeitig gibt es schon heute die grundlegenden (online) Platformen für Carsharing und on demand Mobilität. Die meisten privaten PKW stehen über 90% ihrer Lebenszeit einfach nur rum. Es gibt viel mehr Autos und es werden jährlich viel mehr Autos verkauft, als tatsächlich gebraucht werden. Warum ein fest spezifiziertes Auto besitzen, wenn ich mir je nach Situation das passende Vehikel bestellen kann? Wenn dies mit einem einzigen Wisch übers Smartphone (oder dessen Nachfolger) möglich ist? Wenn das auf meinen aktuellen Kontext zugeschnittene Fahrzeug mich an Ort und Stelle, selbstständig abholt? Ich will Nachts nur schnell vom Club nach Hause? Kommt eine Art Smart. Ich möchte umziehen? Kein Thema, der Koffersprinter hält vor meiner Haustüre. Ich fahre eine weite Strecke zu einem beruflichen Termin? Die Limousine cheauffiert mich. Ich fahre in den Skiurlaub? Das Allrad SUV steht schon bereit. Ein Auto für mehrere zehntausende Euro kaufen?

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nixkapital 05.12.2018, 13:29
84. Märchenstunde?

Zitat von ecki in mexico
Die Luft ist sauber, mehr als sauber. Das Klima wird sich verändern, so oder so. Hat sich immer verändert. Die Deutschen werden es nicht verhindern. Wenn man das mal verstanden hat, dann gilt: Gut bezahlte Arbeitsplätze in Deutschland sind das Wichtigste. Alles Andere ist zweitrangig, insbesondere dann, wenn unsere Beamten und Angestellten im Sozialbereich und öffentlichen Dienst auch in Zukunft noch ein Einkommen wollen, welches der Lohnsteuerzahler überweist. "Germany first" sollte die Devise lauten.
Wie ich Ihrem Nick entnehme, wohnen Sie zu dicht an Trump dran. Das färbt ab. Der Klimawandel ist nachweisbar durch Umweltverschmutzung verursacht. Selbst wenn es auch ohne den Menschen eine Erwärmung geben würde, hat die Spezies "Homo Sapiens" diese Entwicklung erheblich beschleunigt. Im Übrigen zu unseren Ungunsten. Wenn man DAS einmal verstanden hat, sollte man vielleicht anfangen, etwas dagegen zu tun, bevor einem der Meeresspiegel buchstäblich am Halse steht. Da werden gut bezahlte ( heute schon eher seltene) Arbeitsplätze dann auf einmal zweitrangig.

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whugo 05.12.2018, 13:30
85. Angst machen!

Fällt der SPD und ihrem Umfeld eigentlich wirklich nichts anderes mehr ein, als den Menschen Angst zu machen, als Menetekel an die Wand zu malen? Und glaubt man im Willy-Brandt-Haus ernsthaft, damit wieder attraktiv und wählbar zu werden? So wird das nichts, ihr Sozen!

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sierra_hotel 05.12.2018, 13:32
86. Toller Deal....

.... dann haben die Stuttgarter Autoindustrie-Erwerbstätigen zwar saubere Luft im Städtle aber keinen Job mehr, kein Geld mehr, müssen sich schlechter ernähren und sterben statt an Stickoxid an Fettleibigkeit und Depressionen. Wir müssen endlich verstehen dass jede Alternative die sich darum dreht Wohlstnad zu erhalten etwas kostet.

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syracusa 05.12.2018, 13:33
87.

Zitat von dollenschmiere
man kann natürlich in Deutschland die Zulassung von E-Autos verbieten, damit unsere Autoindustrie am leben bleibt... Unsere Autoindustrie wird weiter Verbrenner-Motoren produzieren, aber dann auch nur für den deutschen Markt. Um Deutschland herum, um Europa herum wird sich die Welt verändern. In welche Richtung kann man heute noch nicht sagen, aber egal - Hauptsache wir bleiben beim Verbrenner.
Ich bin mir da mittlerweile nicht mehr so sicher. Ja, ich bin ein großer Fan der Elektromobilität, und ich weiß, dass diese seeeehr viel sauberer ist als alles, was Verbrenner mit fossilen Treibstoffen je erreichen können. Aber nachhaltig erzeugte synthetische Treibstoffe stehen vor der Tür. Das Helmeth-Projekt der Uni Karlsruhe hat ein großtechnisch einsetzbares Verfahren entwickelt, das mit 80% Wirkungsgrad Methan aus Strom, Wasser und CO2 erzeugt. In Nordafrika kostet die Produktion einer kWh Solarstrom schon weniger als 2 Cent. Ich denke, dass bei diesen Strompreisen synthetische Treibstoffe zu geringeren Kosten erzeugt werden können, als die 20 Cent/kWh, die man heute für Benzin an Tankstellen bezahlen muss.

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misterknowitall2 05.12.2018, 13:33
88. Realitivierung

Zitat von mr-mucki
Das ist das Ergebnis von Hinterzimmerdeals von Politik und Automobilewirtschaft. Immer schön weiter auf die Verbrennungsmotoren setzten und Milliarden in die F&E reinstecken ohne sich wirklich frühzeitig stark auf Batterie- Forschung zu fokusieren. Denn hier liegt der Schlüssel, nicht nur in der Autowelt, sondern auch für den Privaten Haushalt. Diese Batterietechnologie wird nun in Asien gefertigt und zwar für beide Anwendungsfälle. Was bleibt dem deutschen Autobauern übrig? Karrosserie und Reifen, denn die Software wird bald auch nicht mehr aus Deutschland kommen, denn Google und Tesla haben auch hier schon einen Wissensvorsprung von min. 5 Jahren laut ADAC Studie. Einfach traurig was diese Generation aus deutscher Innovationsstärke gemacht hat. Immer nur auf die Quatalszahlen schauen und betrügen, um noch einen Bonus mehr zu erhalten, anstatt die Unternehmen frühzeitig für die Zukunft auszurichten. Und bei den Politikern können Sie Quatal durch Wahlen ersetzen.
Ich würde das alles ein wenig anders betrachten und schon ist alles nicht mehr so schlimm. Den Verbrenner bis zum Letzten auszureizen und damit (auch für Deutschland) jede Menge Geld zu verdienen ist nicht dumm, sondern clever. Bis heute ist das E-Auto nicht serientauglich und mit Problemen behaftet, die man nicht von einen auf den anderen Tag lösen wird können. Was ist klüger? Auf ein ungerittenes Pferd setzen oder den altbekannten Gaul aus dem Stall holen? Würden sie als Unternehmer entscheidende (teure) Veränderungen vornehmen und eventuell auf die Nase fallen (aber komplett!), nur weil man der E-Mobilität die Zukunft prognostiziert? Was keinesfalls sicher ist? Dass die Batterien in Asien gefertigt werden ist klar, dort sind die Rohstoffe. Ist aber egal, wenn wir wirklich auf E-Mobilität setzen, werden diese Batterien sicher nicht unser Antrieb sein. Zu wenig Energiedichte, zu teuer, nicht haltbar genug. Also, Grundlagenforschung (und das können wir super) und die nächste Generation Batterien dann hier bauen. Software? Kein Dingen, in wenigen Minuten kopiert. Und glauben sie mal, dass wir bei dem Thema vorne mit dabei sind. Autonomes Fahren als Stichwort. Wenn sich E wirklich durchsetzt, (was nicht sicher ist, der Verbrenner hat ja auch die letzten 120 Jahre für sich entschieden) werden wir schnell und richtig reagieren.

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MatthiasPetersbach 05.12.2018, 13:33
89.

Also etwas -unnötig kompliziert- herzustellen, nur damit dadurch Arbeitsplätze geschaffen/erhalten werden, ist ja jetzt nicht wirklich irgendwie sinnvoll.

Wobei ich das natürlich trotzdem bezweifle - das E-Auto wird rein finanztechnisch gesehen (bei den unerklärlichen hohen Preisen) nicht den Massenmarkt bedienen können, den der Verbrenner besetzt.

Wahrscheinlich fallen wegen den Sanktionen gegen den Verbrenner weitaus mehr Arbeitsplätze weg - weil die viele Mindestlöhner dann eben NICHT mehr zum Arbeitsplatz kommen. Weil man sich keinen 30 000 Euro-karren leisten kann, um für 10 oder 12 Euro irgendwo zu arbeiten.

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