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"Neue Witterungsrisiken": Bahn steckt 600 Millionen in Baum-Rückschnitt
DPA

Immer wieder sorgen umgestürzte Bäume bei der Bahn für lange Verzögerungen - zuletzt etwa nach Sturmtief "Xavier". Jetzt will Konzern gegensteuern und mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Rückschnitt der Böschungen investieren.

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markusostermann 28.02.2018, 14:02
1. Gut ...

und wäre es nicht besser gewesen dieses Programm vor Jahren nicht zurückzufahren? Aber es macht sich doch gut jetzt auch noch damit Werbung für das Unternehmen zu machen.

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Referendumm 28.02.2018, 14:20
2. Man kann lange warten

aber irgendwann holt einen die Natur ein. Wenn man sich - auch aus finanziellen Gründen heraus - sehr lange Zeit vor der Pflege herumdrückt, wirds dann eben auch mal richtig teuer.
Einen Garten muss man nicht unbedingt wöchentlich oder alle zwei Wochen mähen. Man kann auch 1 oder sogar zwei Jahre warten. Will man aber dann nen gepflegten Garten haben, muss man halt nen Gartendienst ordern, der die hohen Gräser abschneidet und dann kostet das eben ein paar Hundert Euro.

Und im Großen, bei der Bahn z.B., sinds eben dann ein paar Hundert Millionen. Man kann Fahrwege und Gleise auch nicht verrotten lassen und dann groß meckern, wenn deren Instandsetzung Milliarden kostet.
Man kann von Glück reden, dass es ob der vielen Schlamperei bei der Bahn keine Toten und Verletzten gab.

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wdiwdi 28.02.2018, 14:25
3. Geht das einfach so?

oder ist mit erbittertem Kampf um jeden Baum (er hatte ja Zeit zu wachsen) von Seiten der Umweltschützer zu rechnen?

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duplomat 28.02.2018, 14:26
4. Schon bemerkenswert

in vielen Regionen hat die Bahn schon vor ca. 2 Jahren mit ästhetisch und ökologisch verheerender Totalrodungs-Baum"pflege" geglänzt. Ob sie dort aber störungsfreier unterwegs war...? Ausserdem fragt man sich, ob baumlose Böschungen nicht eventuell andere Risiken bergen, oder? Erdrutsch, da war doch mal was...

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John Meier 28.02.2018, 14:47
5. Jetzt muss auch noch der Klimawandel herhalten...

Nachdem nicht erst seit "Xavier", sondern seit vielen Jahren umgefallene Bäume häufig den Bahnverkehr über Stunden lahmlegen, wird jetzt suggeriert, dass der Klimawandel der Grund für diese Ereignisse ist. Wenn jetzt die Bahn sich "auf neue Witterungsrisiken einstellt" so kann ich nur hoffen, dass in Zukunft die Klimaanlagen der Züge im Sommer nicht mehr ausfallen "weil es so heiß ist".
Wer einen sehr guten Einblick in das Phänomen Bahn mit ihren Verspätungen bekommen möchte, dem empfehle ich Günter Ederer Buch "Deutschland im Stau", das auch nach fast vier Jahren noch erschreckend aktuell ist.

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prisma-4d 28.02.2018, 14:54
6. ...Ästhetik vor Funktion.

So könnte man die Maxime der Bahn zusammenfasssen. Die Bahn hat ihr bewährtes Konzept der Trassenfreihaltung (ich meine es hieß H-Schnitt) zu einem V-Schnitt verändert. Die Böschungen waren grüner und die Trassen besser in die Natur integriert (versteckt). Blöd nur das zurückgeschnittenes Grünzeug schneller wächst als abgeholztes... 600Millionen € werden es schon richten. Auch ein gutes Argument für eine Fahrpreisanhebung. Schließlich wollen ja alle pünktlich ankommen. Oder sind die 600Millionen schon die ersten Kosten des Klimawandels? Dann wäre es nur recht und billig den Verursachern die Rechnung auf Auge zu drücken. Das wären dann die Stromkonzerne (landet dann auch bei den Kunden) gefolgt von den Autofahrern, und schließlich die Landwirte. Alles politisch sehr korrekt. Gerade heute stünden die Erfolgschancen nicht schlecht!

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walter_de_chepe 28.02.2018, 15:09
7. Wie im eigenen Garten

Wenn man ein paar Jahre nichts macht, wird der Garten zur Wildnis oder zu einem Forst. Dann daraus wieder einen Garten zu machen ist teuer und mühsam.

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zia-zaruba 28.02.2018, 15:19
8. wenn man schon dabei ist.....

Strecken zu sichern, wäre es auch nicht schlecht an bestimmten Stellen Schutzdächer oder wenigstens Stahlkonstruktionen an zubringen. Schutzzäune beispielsweise.

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warum_nicht? 28.02.2018, 15:23
9.

Zitat von duplomat
in vielen Regionen hat die Bahn schon vor ca. 2 Jahren mit ästhetisch und ökologisch verheerender Totalrodungs-Baum"pflege" geglänzt. Ob sie dort aber störungsfreier unterwegs war...? Ausserdem fragt man sich, ob baumlose Böschungen nicht eventuell andere Risiken bergen, oder? Erdrutsch, da war doch mal was...
Einfach Stäucher pflanzen und vor allem regelmässig zurückschneiden. Die verbleibenden Wurzeln der Bäume halten ja erstmal noch den Boden, bis die Stäucher das übernehmen können.

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