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Neuer Chef Stephan Fanderl: Sechs Karstadt-Häuser werden dicht gemacht
DPA

Sechs Standorte will Karstadt schließen. Der neue Chef Stephan Fanderl soll die Warenhauskette durch die Sanierung führen. Bis zu 2000 Stellen will er streichen.

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otto789 24.10.2014, 05:09
1. Was ist der Sinn und Zweck eines Unternehmens

Der Sinn und Zweck eines Unternehmens ist Profite zu erwirtschaften und Gewinne zu machen. Damit wird alles bezahlt.
Gehälter, Mieten, Versicherungen
Und was sonst alles anfällt.
Ob da jetzt Ver.di rumheult oder nicht
Wenn die Gelder nicht erwirtschaftet
werden geht's halt nicht.
Es spielt keine Rolle ob es am Warenangebot, am Management oder
an schlecht gelauntem Verkaufspersonal liegt.
Es ist ja nett, das der Verdi Vertreter im
Aufsichtsrat wissen möchte wohin der Kurs geht. Aufsichtsrat bedeutet aber auch lenken des Unternehmens und
Wen ihm die Situation des Unternehmens nicht bekannt ist
Dann hat die ganze Zeit geschlafen.

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oldlindi 24.10.2014, 06:40
2. Abgewickelt, ausgesaugt

Hoffentlich verstehen es bald alle: Karstadt wird keine neuen Konzepte zur Genesung bzw. zum "turn around" erhalten. Karstadt wird - ganz nach Mänädscher-Verwaltungsart - schrumpfend, aussaugend "nieder-saniert".

Spätestens die Aussagen des neuen Aussaugers (ahem, Besitzers), dass es weniger Kassen und weniger Beratungsmitarbeiter geben solle (genau dies ist das Pfund gegenüber den Wettbewerbs-Kanälen), verdeutlicht, dass sich dieses Unternehmen einmal wieder nicht in Händen von aufbauenden Unternehmern befindet, die Chancen erkennen und aufbereiten, sdr. dass der typische Weg auf Kosten der Belegschaft, auf Kosten der Standorte und auf Kosten der Beratung, des Services gegangen wird, an dem am Ende die Braut (Karstadt) wieder zerkleinert möglichst lukrativ weiter veräußert wird.

Schade, schade, schade, oder aber: So ist er halt, der "Investoren"-Markt...

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Nabob 24.10.2014, 07:29
3. Die Chef-Ideologen auf dem Experimentierparkur

Die Sache ist seit Jahren durchsichtig. Karstadt ist letztlich zur vollständigen Schließung verdammt, doch bis dahin wird auf Kosten des Steuerzahlers noch mächtig abgegriffen.

Geht man bei Karstadt einkaufen, könnte man den Verkäufern passend zurufen: Achtung, Kunde droht mit Kauf!
Das ist wohl in erster Linie das Problem, warum man bei dem ungelenken Karstadt kaum noch einkaufen geht.

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Reg Schuh 24.10.2014, 09:35
4. Was ist der Sinn und Zweck eines Unternehmens

Zitat von otto789
Der Sinn und Zweck eines Unternehmens ist Profite zu erwirtschaften und Gewinne zu machen.
Achtung!!
Der Sinn und Zweck eines Unternehmens ist nicht Gewinne zu machen, sondern a) den Unternehmern einen Lebensunterhalt zu verschaffen und b) Ein Produkt oder mehrere Produkte zu machen/verkaufen oder Dienste zu leisten.
(Gewinne zu machen, mag z.B. der Aktienspekulant gerne sehen, aber Aktienspekulanten machen keine ehrliche Arbeit, sondern greifen hier und da Gewinne ab, die von anderen erwirtschaftet wurden....)


Trotzdem: Wenn das Unternehmen dabei dauernd massiv Verluste macht, dann muß etwas im Unternehmen geändert werden.

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articulator 24.10.2014, 09:49
5. support your local dealer

Beständig ist nur der Wandel. Insbesondere beim Handel. War früher der Preis eine Art Wertmaßstab, so gilt heute der UVP als Empfehlung ohne Wert. Ohne Schnapp kein Deal. Wir sind ja schließlich nicht blöd...
Und dann Warehouse 2.0: Offline begutachten und online kaufen. Wie soll das dauerhaft funktionieren? Derweil wird hin und her gekarrt, dass die Heide wackelt. Und die schöne alte Warenwelt verdient zwar Aufmerksamkeit, doch kaum noch Geld. Und der Tränen sind bald viele. Ach ihr Krokodile...
Btw: K-Town-Häuser sind KEINE eigentlichen Filialen, sondern deren Sidestores. Noch isses nicht so schlimm, wie's gehypt wird. Auf zu Karstadt.

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cybernic 24.10.2014, 09:50
6. Nicht ganz nachvollziehbar ist es beim Standort Stuttgart

Das Kaufhaus ist, trotz mächtiger Konkurrenz im Umfeld, immer gut gefüllt und die Schlangen an den Kassen oft nicht all zu kurz. Wenn sich so etwas nicht wirtschaftlich betreiben lässt, dann weiß ich auch mehr, womit sich überhaupt noch Geld verdienen lässt. Die Schließung muss ergo andere Gründe haben. Das Konzept ist sicherlich nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit; kann sein, dass man aus Sicht der Firmenoberen gerne andere Kunden hätte, als die, die aktuell das Geld dort liegen lassen. Aber Karstadt deckte doch eigentlich immer Segmente ab, die sich in anderen (Luxus- oder Trendorientierteren) Kaufhäusern nicht fanden. Hier anzusetzen und das auszubauen, das wäre die Chance gewesen.

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herfas 24.10.2014, 09:54
7. Dilettanten überall

Wieder ein neuer Geschäftsführer, wieder die immer alten Konzepte wie Personalabbau, Filialschließung usw.. Für das Verfolgen veralteter und sich tausendfach als falsch bewiesener Konzepte, bluten Verbraucher und Beschäftigte. Würde man Karstadt wirklich erhalten und sinnvoll betreiben wollen, wäre das eine sehr simple Angelegenheit. Doch das Ziel ist ein ganz anderes, daher ähneln sich die Gestalten und die Maßnahmen. Wo bleibt nur all das Geld? Ja, richtig: es wird von unten nach oben umverteilt. Modernes Raubrittertum eben. Die bekommen den Hals nicht voll. Natürlich wäre es auch möglich Karstadt in ein florierendes Unternehmen zu verwandeln, welches Profit erwirtschaftet und den Menschen dient. Oder wofür wird Profit erwirtschaftet? Zum Vergnügen einzelner? Oh bitte, lass es Hirn regnen!

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principethoros 24.10.2014, 10:14
8. macht es doch wie carlos slim

der trend geht weg vom kaufhaus, hin zur mall. in mexiko hat carlos slim m.e. eine praktikable lösung für dieses dilemma (seine warenhäuser liverpool ähneln doch sehr stark karstadt) gefunden: er baut große malls, verdient an der vermietung der ladengeschäfte und betreibt darin eben auch seine warenhäuser. alles an einem ort.

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gatoalforno 24.10.2014, 10:20
9. Ich würde ja schon ...

bei Karstadt einkaufen gehen, wenn nicht völlig unmotivierte, lustlose und vor allem unfreundliche Angestellte mir die Lust vermiesen würden.
Außerdem versprüht Karstadt den Charme eines Centrum-Warenhauses (oder Wooolworth für die Wessis), was auch auf das Sortiment zutrifft. Und das bei knallharter Konkurrenz nebenan. Die sollen sich mal Breuninger oder papenbreer -oder sogar galeria Kaufhof anschauen, wie es hätte klappen können. Aber dazu wird's wohl ein bisschen spät sein.

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