Forum: Wirtschaft
Neuer Daimler-Großaktionär Li Shufu: Da geht's lang, Herr Zetsche
AFP

Li Shufu, Chef des chinesischen Autoherstellers Geely, steigt als Großaktionär bei Daimler ein. Feindliche Übernahme? Tatsächlich könnte der Konzern aus Stuttgart mit ihm schneller auf Elektromobilität getrimmt werden.

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eckawol 24.02.2018, 14:33
1. Hauptsache kein HNA,

der die Finanzierung des Beteiligungserwerbs mit komplexen Absicherungsmechanismen begleiten muss, die gegebenenfalls
auch Liquiditätsnachschüsse ja nach Marktlage der Börse erfordern und somit Li in Schwierigkeiten bringt.

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K.A.S. 24.02.2018, 15:03
2. Nach den Problemen der Vorjahre,

2016 wollte alleine der chinesische CIC 0,75 Billionen von seinen 3,7B US-$ in deutsches Waren-/Firmengeld eintauschen, wurden aber nur etwa 10% davon los, läuft es auch 2018 mit kläglichen 8,8 Mrd. losgewordenen US-$ auch nicht besser.
Da kann man leicht weiter in der EU darauf verweisen, dass China Billionen von USD/US-Staatanleihen hält.
Allerdings lässt das Verhalten auch den Verdacht zu, dass China / BRICS & Co. auf Kaufen und Partnerschaft und nicht wie US/GB auf 911 Kriege, CIA-Beweise und Privat-Gerichte, setzen.
Wem wird wohl die Zukunft gehören? Beim Vergleich der Schnellzüge sieht die EU schon zurückgeblieben aus.

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Lotus Driver 24.02.2018, 15:13
3.

“Bei zwei europäischen Marken, Volvo und Daimler, hat er nun seine Finger im Spiel.”

Ach SPON: Ich nehme an dass Großbritannien schon noch irgendwie zu Europa gehört: die Sportwagenschmiede LOTUS und LondonTaxi gehören auch zu Geely.
Zwar klein und fein, aber macht schon 4 Marken.

- - - - - Vielen Dank für den Hinweis! Wir haben den Fehler korrigiert. MfG Redaktion Forum - - - - -

Man kann aber nur beten, dass Lotus zukünftig nicht in China auf irgend so einem normalen Mercedes Pkw Chassis und einem schrottigen Elektromotor von Volvo gebaut wird.

Aber ich traue Geely doch etwas Sachverstand und Markenverständnis zu.

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curiosus_ 24.02.2018, 15:17
4. Schon schön, wenn...

Zitat von Michail Hengstenberg
Für Daimler könnte sich Li tatsächlich als Glücksbringer erweisen. Und das nicht nur, weil "Geely" übersetzt "glückweisend" heißt. Vor dem Hintergrund von Abgasskandal und drohenden Diesel-Fahrverboten könnte Unterstützung aus China dringend benötigte Impulse setzen: Immerhin hat Li Volvo schon eine strikte Sprit-Diät verordnet und 2017 den schrittweisen Abschied vom Verbrennungsmotor bei Volvo verkündet.
...Journalisten meinen beurteilen zu können, dass Daimler einen chinesischen Investor bräuchte der ihnen sagt wo's lang geht. Weil die ja, trotz intensiver Marktbeobachtung und einem vielköpfigen strategischen Stab mit hochqualifizierten Mitarbeitern zu dämlich sind den besten Weg zu finden.

Die sind schon lange, auch ohne Herrn Li, auf dem Weg dahin "wo's lang geht". Stichworte "EVA", "case" und "EQ". Und die Umsetzung der dahinter stehenden Konzepte begann schon bevor ein "Abgasskandal" abzusehen war.

Ich gehe eher davon aus, dass Herr Li sich die entsprechende Kompetenz für seinen Konzern sichern will. Und dass insofern eher Herr Li von Daimler profitiert als andersrum. Denn eine nachhaltiger und qualitätsvoller Einstieg in die e-Mobilität (mit allen Risiken) benötigt mindestens 5 Jahre Entwicklungszeit und hat schon lange vor Herrn Lis Invest begonnen.

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Sepp1966 24.02.2018, 15:50
5. Das einzige, was Herrn Shufu interessiert,

ist das Know-How von Daimler. Wie dumm sind unsere heutigen Manager eigentlich, nicht zu verstehen, dass es den chinesischen Investoren nur um unser Know-How geht. Nicht nur Deutschland, sondern Europa sollte begreifen, dass wir als Markt für China intressant sind, aber nur bei Anwendung europäischen Know-Hows. Es gab einmal eine Zeit, in der England führend in der Entwicklung von Stahlprodukten und Dampfmaschinen war. Da gab es ein europäisches Land, das technisch nichts zu bieten hatte. Also schickte der damalige König/Kaiser Ingenieure nach England, um soviel Know-How wie möglich in Erfahrung zu bringen. Dieses Land hieß? Deutschland!

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muekno 24.02.2018, 16:07
6. Deutschland im Ausverkauf

Dann geht Daimler eben auch in chinesischen Besitz über wie so manches andere deutsche Hightech Unternehmen. Und unsere Regierung lässt das seit Jahren zu. Wir können warten bis wir die hochwertigen Limousinen nicht mehr nach China exportieren, sondern von China importieren. So macht man Arbeitsplätze noch schneller kaputt, dass wir bald gar nicht mehr gut und nicht mehr gern in diesem Lande leben.

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jaguaros 24.02.2018, 16:08
7. Wir werden langsam gekauf

China tut auf allen Ebenen nach Europa expandieren. Sie wird uns einmal komplet aufkaufen und daher versklaven. Ueberall werden dann zum Teil Arbeiter aus China eingesetzt, die werden sich mit den Frauen vermischen und 50 Jahre spaeter werden wir Asiaten aussehen und gelbliche Haut haben. Das wird dann unser Ende bedeuten. Die moderne Versklavung faengt heute in Europa nicht durch Kriege, sondern durch business an.

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ruhepuls 24.02.2018, 16:12
8. Daimlers Know How?

Zitat von curiosus_
...Journalisten meinen beurteilen zu können, dass Daimler einen chinesischen Investor bräuchte der ihnen sagt wo's lang geht. Weil die ja, trotz intensiver Marktbeobachtung und einem vielköpfigen strategischen Stab mit hochqualifizierten Mitarbeitern zu dämlich sind den besten Weg zu finden. Die sind schon lange, auch ohne Herrn Li, auf dem Weg dahin "wo's lang geht". Stichworte "EVA", "case" und "EQ". Und die Umsetzung der dahinter stehenden Konzepte begann schon bevor ein "Abgasskandal" abzusehen war. Ich gehe eher davon aus, dass Herr Li sich die entsprechende Kompetenz für seinen Konzern sichern will. Und dass insofern eher Herr Li von Daimler profitiert als andersrum. Denn eine nachhaltiger und qualitätsvoller Einstieg in die e-Mobilität (mit allen Risiken) benötigt mindestens 5 Jahre Entwicklungszeit und hat schon lange vor Herrn Lis Invest begonnen.
Daimler hat sich schon immer dadurch ausgezeichnet, dass sie zwar gute konventionelle Autos bauen, aber allen darüber hinaus gehenden Innovationen ablehnend gegenüber standen. So geschehen beim Smart, dessen Ursprungsidee an Daimler scheiterte. Die E-Technologie wird sich nur durchsetzen, wenn hier eine drastisch andere Preispolitik gefahren wird, als bisher. Das geht nur mit anderen Fahrzeugkonzepten. Da aber tut sich Daimler schwer. Google und Co. werden aber nicht warten, bis sich auch im Daimler-Vorstand die Erkenntnis durchsetzt, dass nicht jeder einen Mercedes fahren - und bezahlen - will. Die schweren Schiffe aus Sindelfingen sind eine aussterbende Gattung. Da ist es gut, wenn jemand mitredet, dem die "Traditionen" eines Daimler herzlich egal sind. Die Chinesen sind in Sachen E-Technik schon ziemlich weit. Vermutlich weiter als die Perfektionisten in Deutschland.
Als ich vor 20 Jahren an dieser Stelle darauf hinwies, dass die Chinesen uns noch schwer zu schaffen machen werden, winkten die meisten ab. Der chinesische Billigkram kann doch gegen deutsche Wertarbeit nicht ankommen. Inzwischen werden fast alle Produkte in China produziert, wenn man mal so die "Made in" Aufdrucke liest. Und die Zeiten, in denen die Chinesen nur das nachbauen, was wir vorher entwickelt haben, sind auch vorbei. Die haben inzwischen auch gute Ingenieure und Designer.

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pragmat 24.02.2018, 16:16
9. Ach SPON

Also, Geely verabschiedet sich ein keiner Weise vom Verbrennungsmotor, denn die neuen Modelle von Volvo werden Hybride sein, also die Kombination von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. Etwas anderes würde Volvo Komponenten kaum in den Geschmack fallen.
Der Herr Li ShuFu hat gerade deswegen zu Journalisten ein gemischtes Verhältnis, wenn die ihm weismachen wollen, er verstünde weniger von Autos als sie.

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