Forum: Wirtschaft
Neuer Höchststand: Deutschland wird flächendeckend ärmer
DPA

Die Wirtschaft floriert, das Beschäftigungsniveau erreicht immer neue Rekorde - und doch kommt der Wohlstand bei immer weniger Menschen an. Nur in vier Bundesländern sank 2015 das Armutsrisiko.

Seite 3 von 33
postit2012 02.03.2017, 13:44
20. Vielleicht ist der länderbezogene Unterschied auch deswegen so schwer zu interpretieren,

weil der relative Armutsbegriff intellektuell relativ armselig ist.

Beitrag melden
power.piefke 02.03.2017, 13:45
21. zwangsläufig

Mathematik der 5. Klasse ("Rechnen") reicht aus um zu beweisen, dass es unserem Wirtschafssystem nicht anders kommen kann! Insofern ist der ganze Artikel nur der Abdruck einer Binsenweisheit. in unserem dogmenbehafteten denken sind alternativen, die u.u. fairer sind, grundsätzlich entweder undurchsetzbar oder "Träumerei": damit sich bloß nichts ändern möge....

Beitrag melden
BettyB. 02.03.2017, 13:45
22. Statistik

Selbstverständlich sollten Mindestlöhne angehoben, Mindestrenten eingeführt werden, doch der Hinweis sei erlaubt, dass Armutsstatistiken, die auf Anteilen am Durchschnittseinkommen basieren wirtschaftlicher Unsinn sind, mögen Journalisten sie auch liebend gerne zitieren. Aber so lange niemand prozentuale Gehaltssteigerungen nicht in Frage stellt, obwohl man sich ja Brot nicht für Prozente kaufen kann, wird auch eine Mindesteinkommenshohe für die Armutsbestimmung wohl als eben irreführendes Mass der Dinge verwendet werden. Peinlich, aber Statistikerwerk...

Beitrag melden
kaeptn99 02.03.2017, 13:45
23. Mehr Armut = Mehr Reichtum. Woanders. Verteilung passt nicht.

Fakt ist doch: Die Geldmenge ist nicht geringer geworden, die Armut steigt also nicht, weil das Geld "verloren" geht sondern vielmehr, weil es sich woanders befindet. Darüber spricht man dann aber nicht so gern, bedeutet es doch, dass es mehr Armut gibt, weil es mehr Reichtum gibt.

Die populistisch einfache Variante ist: Ein paar Reiche beuten die Gesellschaft aus.
Es ist natürlich komplizierter aber im Groben und Ganzen heißt das Ergebnis: Es geht unfair zu in Deutschland.

Beitrag melden
merapi22 02.03.2017, 13:46
24. BGE Partei wählen, die einzige Möglichkeit Armut zu überwinden

Ludwig Erhard hatte eine Zukunft-Vision: "Wohlstand für Alle!"
Vor 30 Jahren waren wir dieser Vision näher als heute. Der Grund für die Armut ist die Agenda 2010, die nur die Reichen reicher und sehr viele Arm gemacht hat.
Im Zeitalter der KI-Roboter, welche bald jede Erwerbsarbeit besser können als der Mensch, hilft nur das Bedingungslose Grundeinkommen die Armut abzubauen. Nur durch das BGE kann verhindert werden das die Mittelschicht in die Armut abdriftet, bald jeder 2. Rentner in Armut leben muss.

Beitrag melden
Archie69 02.03.2017, 13:46
25.

"Als arm gelten laut Statistischem Bundesamt alle Personen, die in Haushalten leben, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte erzielen" - der Anstieg zeigt in erster Linie, dass die Schere weiter auseinander gegangen ist, mehr Haushalte weniger als 60% haben als vor 10 Jahren. Es hängt aber auch davon ab, wo diese Haushalte liegen. Kann mir vorstellen, dass es in Großstädten wie München Menschen gibt, die bei den dortigen Mieten mit 70% oder 80% des mittleren Einkommens nicht über die Runden kommen, tauchen aber in der Armutsquote nicht auf, wohingegen Menschen in ländlichen östlichen Regionen mit unter 60 % einigermaßen leben können, aber als arm eingestuft werden. Diese Statistik müsste die regionalen Verhältnisse abbilden und die "Kaufkraft" der Haushalte nach Abzug von Miete etc. beleuchten - dann würden sich die Verhältnisse ganz anders darstellen.

Beitrag melden
rilepho 02.03.2017, 13:47
26. Merkels Kanzlerschaft

Ist es nicht beschämend, dauernd zu hören, wie gut es uns geht, wenn 15,7 % der Deutschen als arm gelten?
Wo ist da der Erfolg der Merkelschen Regierungsarbeit? Kinderarmut scheint die Regierungschefin und ihr Kompetenzteam gar nicht zu interessieren!

Beitrag melden
vinyl 02.03.2017, 13:47
27. Das sagt nichts über Armut aus...

..., sondern lediglich über die Ungleichverteilung der Einkommen. Wenn ich als "Armutsgrenze" eine Betrag relativ zu einem Mittelwert hernehme, wird bei hinreichender Ungleichverteilung der Einkommen immer ein signifikanter Anteil der Gesellschaft als "arm" gelten.
Wesentlich sinnvoller wäre eine an den Lebenshaltungskosten orientierte Grenze.

Beitrag melden
josch@sapo.pt 02.03.2017, 13:48
28. kein Wunder

die Wirtschaft floriert, prima! und wer hat den Nutzen? Na die, denen die Wirtschaft gehoert bzw. die sie bestimmen. Nach "unten" kommt nix an. Die Krise hats doch gezeigt: die Reichen werden immer reicher und die Armen immer aermer. Da braucht man doch gar nichts mehr sagen. Handeln muesste man.

Beitrag melden
epiktet2000 02.03.2017, 13:49
29. Klar

Zitat von achwas35
Dass die Armen nicht weniger werden, liegt an der hier benutzten Definition von "Armut".
Arm kann nur sein, wer hungert? Ganz schön armselig!

Beitrag melden
Seite 3 von 33
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!