Forum: Wirtschaft
Neuer Höchststand: Deutschland wird flächendeckend ärmer
DPA

Die Wirtschaft floriert, das Beschäftigungsniveau erreicht immer neue Rekorde - und doch kommt der Wohlstand bei immer weniger Menschen an. Nur in vier Bundesländern sank 2015 das Armutsrisiko.

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mundusvultdecipi 02.03.2017, 14:08
70. Das passiert den meisten..

Zitat von stefanschultze1
solllen mal mit ihrer Meckerei in andere Laender gehen und danach Armut neu definieren. Ich habe keine Armut in Deutschland gesehen....nirgends.!
..Besitzsstandswahrern,die blind durch Deutschland laufen und nicht sehen wollen,was vorhanden ist.

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nichtdoch 02.03.2017, 14:08
71. Handeln muesste man

Zitat von josch@sapo.pt
die Wirtschaft floriert, prima! und wer hat den Nutzen? Na die, denen die Wirtschaft gehoert bzw. die sie bestimmen. Nach "unten" kommt nix an. Die Krise hats doch gezeigt: die Reichen werden immer reicher und die Armen immer aermer. Da braucht man doch gar nichts mehr sagen. Handeln muesste man.
Dazugibt es im Herbst eine Chance,, hoffe nur dass sie auch genuetzt wird

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blitzunddonner 02.03.2017, 14:08
72. die schleichende enteignung der unteren schichten darf nicht mehr an einzelfällen diskutiert werden.

die schleichende enteignung der unteren schichten darf nicht mehr an einzelfällen diskutiert werden. sondern die gesamte salamitaktik muss auf den prüfstand. fast jedes neue gesetz bedeutet weitere verarmung der unterschichten. zuletzt die pkw-maut. nicht nur der trend muss gestoppt werden. vieles muss rückgängig gemacht werden. urlaubsgeld, weihnachtsgeld, der eingefrorene sozialbeitrag der arbeitnehmer und und und ...

die wichtigste baustelle ist der soziale wohnungsbau. das klappt nun gar nicht mehr. hier muessen der staat, die länder und die kommunen wieder verantwortung übernehmen- und zwar massiv. der ausverkauf der öffentlichen immobilienverwalter war ein masterfehler. vor allem, weil es jetzt an günstgem wohnraum für kleinverdiener und singles fehlt. eine starke neubauinitiative würde auch die mieten allgemein nach unten ziehen. angebot und nachfrage halt.

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herbert 02.03.2017, 14:09
73. Deutschland ist ein Niedriglohnland

wo die breite Masse fuer wenig Geld und viele Stunden arbeitet.
Das bringt Vollbeschaeftigung und viele muessen einen zweiten Job haben, um zu ueberleben.

Der Verursacher war der SPD Schroeder mit seiner Agenda 2010 dem groessten Sozialabbau in Deutschland.
Und jetzt will SPD Schulz ein bischen daran aender.
Die guten EU Staaten um uns herum, haben ein sattes Lohnniveau und satte Renten wie in Oesterreich.

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muellerthomas 02.03.2017, 14:09
74.

Zitat von Wassup
Durch die Euro Target-2 Kredite wurden allein im Jahr 2016 170 Milliarden Euro ins Ausland exportiert. Der Kapital-Export durch das Euro-System ....!
Warum verwenden Sie nur Taget2 und nicht den gesamten Leistungsbilanzüberschuss=Kapitalexport?
Das waren 2016 266 Mrd. Euro (und der target-Saldo ist 2016 um 145 Mrd. angestiegen http://www.eurocrisismonitor.com/ )

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harwin 02.03.2017, 14:10
75. Was ist den echte Armut?

Zitat von Crom
Wenn man sich die Armutdefinition anschaut, wird man erkennen, dass sie keine echte Armut abbildet. Allein durch die vielen Flüchtlinge, die nix haben, wird die Quote nach oben gedrückt.
Also die relative Armut bedeutet jemand ist wesentlich ärmer als andere im Land. Das Einkommen reicht nicht für das wesentliche. Trotz Wohlstand im Land.

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frankfurtbeat 02.03.2017, 14:10
76. wenn ...

wenn jeder, jeder Steuern zahlen würde sähe die Welt auch in der BRD anders aus ...
Grundsätzlich sind wir ein reiches Land - der Reichtum ist eben konzentriert auf einige Wenige.
Der einfach Arbeiter, Angestellte, Handwerker und Mittelstand zahlt den Großteil der Steuern. Gerecht wäre ein Stufensystem ohne den ganzen Steuerkrams welcher letztendlich nur die Basis für die Steuerberater darstellt. Konzerne nutzen die globalen Möglichkeiten ...
Arbeit ist heute auch nichts mehr "wert" d.h. man kann sich das Leben in den Städten als Arbeitnehmer bur noch schwerlich leisten ... 30-40% für Miete ... Familienplanung ist da entweder auf Kosten des Staates oder nur mit finanziellem support der eigenen Familie "sicher".

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Leibdschor 02.03.2017, 14:11
77. Ach nee...

Wie kann das nur sein? Sind doch nur rund 5 % Arbeitslose? Oder sind all die neuen Minijobs, Niedriglöhner, Leiharbeiter usw. doch nicht die Lösung auf Dauer? Es ist doch jedem Politiker bewusst, dass diese Jobs auf Dauer keine Lösung für das Allgemeinwohl sein können, da sie die Menschen nicht aus der (für Deutschland definierten) Armut bringt und diese auch nichts ins System einzahlen. Agenda 10 lässt grüßen. Sieht kurzfristig nur schön aus für die aktuelle politische Elite. Für unseren Wohlstand und "Preis ist geil"-Mentalität hat jeder zusätzlich noch seinen eigenen Anteil an dieser Entwicklung. Nur sollte man dabei auch nicht vergessen, auf welchem Niveau wir unsere Armut definieren. Was bei uns als Armut bezeichnet wird ist in dem meisten Ländern dieser Welt der blanke Reichtum. Unser soziales Netz ist in seiner Gesamtheit momentan nach wie vor das Beste der Welt, auch mit all seinen Macken. Nur ob es so bleibt ist fraglich, wenn immer mehr Leistung empfangen müssen als einzahlen. Und die die einzahlen, müssen immer mehr bezahlen und bekommen zum Schluss immer weniger heraus. Ist das die Lösung für die Zukunft? Aber welchem Politiker interessiert die.

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spon72 02.03.2017, 14:11
78. Armut ist relativ

Wow, die jetzigen Studenten als zukünftige "Leistungselite" zu bezeichnen ist schon arg abenteuerlich, die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt. Aber gut, viel dringender ist die Frage, warum Kinder und ein Migrant zu sein hierzulande seit Jahren ein Armutsrisiko darstellen. Nun, Kinder brauchen Aufmerksamkeit, zumindest in den ersten drei Jahren, in denen es kaum eine Garantie für Betreuungsplätze gibt, auch nicht mit dem neuen Gesetz, ich bin selbst Erzieher und weiß, dass nicht von heute auf morgen die nötigen Kapazitäten (Räumlichkeiten, Personal, Betriebserlaubnis) geschaffen werden können. Daraus resultierend müssen vornehmlich Frauen nach der Geburt ihren Job aufgeben oder wenigstens ein oder zwei Jahre pausieren, was in der heutigen Berufswelt eine verdammt lange Zeit ist und die Beschäftigung kosten kann, trotz Mutterschutz, der in der freien Wirtschaft allerdings selten garantiert ist. Zudem belasten vor allem kleine Kinder Beziehungen, die darüber zerbrechen und alleinstehende Erziehungsberechtigte zurückbleiben, die dann nur allzu oft keinerlei Alimente beziehen und der Staat somit in Vorschuss gehen muss, weil sich vor allem die Väter mit allen Mitteln vor der finanziellen Verantwortung drücken.
Das Armutsrisiko von Migranten resultiert hauptsächlich aus gescheiterter Integration. Der Grund hierfür liegt in der Überforderung von Ämtern, hiesiger Bevölkerung, der Migranten selbst und der Gesellschaft an sich. Diese Überforderung ist jedoch völlig normal und auch in anderen Ländern mehr oder weniger zu beobachten. Eine Lösung wäre mehr Zeit und mehr Verständnis für alle Seiten, was jedoch nur selten propagiert wird. "Willkommensinitiativen" sind zwar löblich, jedoch nicht nachhaltig und langfristig sinnlos, weil sie vor allem von der Popularität leben, die schnell verblasst, wie hierzulande kürzlich erlebbar. Zudem ist Integration ein sehr langer Prozess, der Jahre beansprucht und nur bei hohem Engagement aller Beteiligten funktioniert, das sollte auch die "vierte Gewalt" unserer Demokratie endlich begreifen, richtig Sie, die Presse.
Ich persönlich halte wenig von diesen Studien, sie provozieren lediglich Reflexreaktionen von linker und rechter Seite der Gesellschaft und tragen nicht dazu bei, die Gründe für das "Armutsrisiko" aufzuzeigen oder gar abzustellen. Fakt ist, dass in kapitalistischen Gesellschaften immer ein gewisses Risiko für Armut existiert, vor allem dann, wenn der Sozialstaat zugunsten von kapitalwerten Institutionen wie Banken oder Konzernen gekürzt wird, wie mit der "Agenda 2010" geschehen. Wenn dann noch eigentlich staatlich garantierte Leistungen, wie die Gesundheitsvorsorge oder die Pflege privatisiert werden, braucht sich niemand zu wundern, dass Studien zu solchen Ergebnissen kommen. Ein komplexes Thema, zudem ich mir viele produktive Posts wünschen würde.

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Räuber Hotzenplotz 02.03.2017, 14:11
79. ad 18 Genau, Armut falsch definiert

Arm ist, wer sich die wesentlichen Grundbedürfnisse nicht erlauben kann. Eine Definition relativ und dazu noch mit dem Zusatz "gefährdet" ist komplett ideologisch eingefärbt und Unsinn. So wie bei uns viele, nicht alle, Menschen "armutsgefährdet" leben, würde der große Rest der Welt alles drum geben, auch sooo "arm" zu leben...Neiddebatte, natürlich vor der Wahl...Zufall?

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