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Neuer Mietspiegel: Mieten in Berlin steigen langsamer
DPA

Ein Gericht hat Berlins Mietspiegel für ungültig erklärt, doch die Verfasser halten an ihrer Berechnung fest. Der Senat hat ein aktuelles Zahlenwerk vorgelegt.

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ClausWunderlich 18.05.2015, 11:03
1.

Das die Mieten in Deutschland sehr niedrig sind ist ja nu lange bekannt. Ich hoffe das die Vermieter jetzt gestärkt weden und für ihre Ware Wohung entsprechend mehr bekommen.

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bene_lava 18.05.2015, 11:03
2. Leider ist es so...

Leider ist es so, dass gerade amtsgerichtliche Urteile oftmals nichts mit ordentlicher Rechtsanwendung zu tun haben. Amtsrichter folgen oft nur dem einfacheren Weg. Wenn es eine Partei schafft den Fall zu verkomplizieren, durch Gutachten etc...oder eine Partei einen Rechtsanwalt hat und die andere nicht, dann knickt der Amtsgerichtsrichter oft ein und entscheidet zugunsten der stressigeren Partei. Ich kenne Fälle in Berlin, in denen das Amtsgericht sogar bewusst Gesetze und BGH-Rechtssprechung ignoriert nur um eine kurze Urteilsbegründung schreiben zu können.
Aus diesem Grunde ist es mir auch nicht mehr möglich, Deutschland als Rechtsstaat bezeichnen zu können. Gerade auf amtsgerichtlichern Ebene, also der Ebene auf denen sich der Normalbürger im Streitfall meist bewegt, ist von einer enormen Willkür des Richters geprägt. Die wenigsten Bürger haben das Geld und die Kraft sich gegen falsche Entscheidungen zu Wehr zu setzen...die Amtsrichter wissen dies und nutzen das gnadenlos aus!

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karend 18.05.2015, 11:10
3. x

Zitat von ClausWunderlich
Das die Mieten in Deutschland sehr niedrig sind ist ja nu lange bekannt. Ich hoffe das die Vermieter jetzt gestärkt weden und für ihre Ware Wohung entsprechend mehr bekommen.
Mieten in Deutschland sind unterschiedlich - so wie die Einkommen. Sollten die Menschen mehr Geld für ihre Arbeit erhalten, könnten auch die Mieten steigen.

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nesmo 18.05.2015, 11:11
4. Wissenschaftlich?

Was ist an dem Mietenspiegel wissenschaftlich? Ist er transparent und nachprüfbar? Nein, die Daten werden nicht vollständig veröffentlicht. Es wird nur behauptet, ein Gremium von gesellschaftlichen Vertretern habe die Daten und Schlussfolgerungen abgesegnet.Der Einfluss, keine zu hohe Mietsteigerungen aus sozialpolitichen Gründen zuzulassen ist übergroß. Nachvollziehbar, aber keinesfalls wissenschaftlich. Zum Beispiel die Trennung von Guten, normalen und einfachen Wohnlagen ist höchst willkürlich. Daten von unabhängigen Maklern, die für Investitionsentscheidungen in Millardenhöhe eine möglichst hohe Objektivität haben müssen, weisen viel differenzierter diese Gebiete aus. Es gibt dort auch mehr gute Wohnlagen, in denen höhere Mieten gezahlt werden. Stattdessen berücksichtigt der Mietenspiegel überproportional, ob der Müllraum abschließbar ist, ob der Wasserhahn warm und kalt mischen kann und ähnliches mehr.

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hschmitter 18.05.2015, 11:13
5.

Interessanter ist doch die Frage, was Neuvermietung kostet. Wer in Berlin eine Wohnung hat, zieht doch nicht mehr um, da selbst bei einer deutlichen Verkleinerung der neue Mietpreis über dem alten liegt.

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gruenbonz 18.05.2015, 11:14
6. Schickt die Firma F+B in eine Statistik-Vorlesung

dort erfahren sie, was wissenschaftlich ist. Dieses Machwerk ist unwissenschaftlich. Gut, dass jetzt ein Gericht darauf reagiert hat.

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prophet46 18.05.2015, 11:20
7. Glaube nicht eine Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

Ha, ha, ha: Durchschnittliche Miete von unter 6 € pro qm, ein Mietenbniveau in der deutschen Hauptstadt wie in vielen unbedeutenden westdeutschen Kleinstädten.

Darüber braucht man sich nicht mehr zu wundern, wenn man hört, dass die Trickser im Senat alle Mieten über 7 Euro als Wucher kennzeichneten und ausschließen ließen.

Wenn eine private Gesellschaft diese Manipulationen machen würde, würde sie auf Millionen-Schadensersatz verklagt werden, dem Berliner Senat, der in Kumpanei mit den Mieterverbänden die Rahmenbedingungen für den Mietspiegel vorgegeben hat, lässt man das - noch - durchgehen.

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von_scheifer 18.05.2015, 11:20
8. Das ist ein Hohn

"Die monatliche Nettokaltmiete beträgt in der Hauptstadt nun durchschnittlich 5,84 Euro pro Quadratmeter."

Damit hat Berlin das Mietniveau einer deutschen Provinzstadt. Das es -nach Meinung von vielen- ja auch ist.

In München und Hamburg bezahlt man allmählich an die 20 Euro, in Frankfurt 12 und in London und Paris (bevorzugte Wohnlage) bis 100 Euro pro qm und darüber. Warschau und Moskau sind teurer als Berlin!

Aber der Spiegel macht weiter seine weltfremden Social Pornos. Und das in einem Land, das 1970/80 den nivellierten Mittelstand und kaum Sozialfälle kannte. Weil der soziale Druck zur Arbeit damals hoch war und jeder -vor der von den Grünen gemachten Einwanderungshype- auch Arbeit bekam und seinen eigenen Lebensunterhalt verdienen konnte.

Es gab ausreichend Sozialwohnungen, aber ein Facharbeiter konnte für seine Familie (unter Mithilfe der Frau) ein Häuschen bauen und brauchte keine "billige Wohnung". Deutschland hat seit den 80-er Jahren unglaublich abgebaut. Ein völliges Versagen der Politkaste. Und um das zu verschleiern, muss in den Medien mehr gelogen werden als selbst unter Goebbels.

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Eduschu 18.05.2015, 11:26
9.

Die Provinzstadt Berlin weist eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 5,84 Euro aus, während die Weltstadt Crailsheim, irgendwo zwischen Stuttgart und Nürnberg gelegen, eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 6,20 Euro ausweist. Wahrlich Grund zur Klage. Für die Berliner.

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