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Neuer Mietspiegel: Mieten in Berlin steigen langsamer
DPA

Ein Gericht hat Berlins Mietspiegel für ungültig erklärt, doch die Verfasser halten an ihrer Berechnung fest. Der Senat hat ein aktuelles Zahlenwerk vorgelegt.

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totak 18.05.2015, 13:45
30.

Wer jetzt in einer Wohnung in einer Innenstadtlage in Berlin zur Miete wohnt, zieht nur in Ausnahmefällen um. Die vielen Altverträge sorgen für die relativ niedrigen Durchschnittswerte im Mietspiegel. Bei uns im Haus in Kreuzberg haben sich die Mieten bei Neuvermietungen innerhalb von 10 Jahren praktisch verdoppelt. Sie liegen bei etwa 11 € kalt /m² zuzügl. Staffelung über 5 Jahre. Die Wohnlage wird im Mietspiegel als "einfach" angegeben.

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KV491 18.05.2015, 13:48
31.

Zitat von Eduschu
Ja, richtig! Und Fußbodenheizung, beheizte Handtuchhalter und zusätzliche 2 Tiefgaragenstellplätze gibt es zu dem Preis auch nicht. Die Aussage war aber, man finde keine 5 Angebote zu dem im Artikel gennanten Kaltmietpreis. Das stimmt nicht, wie ich gezeigt habe. Den Rest dürfen Sie sich sparen.
Nice try.

Es geht nicht um Handtuchhalter. Der andere Forumsteilnehmer nannte, glaube ich, u.a. die Begriffe "Abstand" und "Genossenschaft". Es ist wohl offensichtlich, was er meint: Preis lt. Immoscout ist "nothing but a number". Im Zweifelsfall nicht das, was die Wohnung kostet.

Immoscout braucht übrigens Klicks. Nur mal so.....


Und hört bitte mit dem S-Bahn-Ring-Scheiß auf und dem ewigen "Ihr verwöhnten Schluffis wollt bloß nicht nach Marzahn". Logo ist es in unattraktiven Lagen günstiger als am Pariser Platz. "Billig" ist es deswegen trotzdem selten und Wohnungen, die echt irgendjemand (für Geld!) haben will, werden einem auch in Hohenschönhausen nicht hinterhergeworfen.

Das ist alles ganz normales Leben und kein Grund, dass es in Berlin extraschlimm wäre. Aber hört doch bitte mit dem "Mieterstadt"-Quatsch auf.

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gräulich 18.05.2015, 13:51
32. Realität

Zitat von AlexMoritz
Der Mietpreisspiegel spiegelt nicht die Wirklichkeit wieder, sondern basiert auf einem Querschnitt des verfügbaren Wohnraums, der aber in Berlin in vielen Bezirken schwierig bis gar nicht vermietbar ist.
Falsch, der Mietspiegel bildet die tatsächlich bestehenden Mietverhältnisse ab und dies in einem kleinen Raster nach Straßen und Hausnummern.
Der Mietspiegel spiegelt also tatsächlich die Wirklichkeit - während ein Durchschnittswert nichts ist, außer dies: ein Durchschnittswert. Dieser Durchschnittswert ist weder eine Garantie dafür, als Mieter zu diesem Preis eine Wohnung in Wunschlage anmieten noch als Vermieter mit diesem Preis die gewünschte Rendite erwirtschaften zu können.

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g672450 18.05.2015, 13:56
33.

Zitat von Eduschu
Ja, richtig! Und Fußbodenheizung, beheizte Handtuchhalter und zusätzliche 2 Tiefgaragenstellplätze gibt es zu dem Preis auch nicht. Die Aussage war aber, man finde keine 5 Angebote zu dem im Artikel gennanten Kaltmietpreis. Das stimmt nicht, wie ich gezeigt habe. Den Rest dürfen Sie sich sparen.
nur weil ein Angebot in so einer Anzeige steht, heißt es noch lange nicht das sie auch zu Verfügung steht. Aber in Ihrer "Weltstadt Crailsheim" ist das wahrscheinlich kein Problem.

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postmaterialist2011 18.05.2015, 13:56
34. Wer diskutiert hier eigentlich ?

Viele Foristen hier scheinen weder je in Berlin gewesen zu sein, noch kennen sie die aktuelle Situation. In der Tat waren Wohnungen in Berlin bis vor ein paar Jahren keine Mangelware und die Mieten niedrig. Dies hat sich in den letzten Jahren aber dramatisch geändert. In Innenstadtlagen findet man kaum noch etwas unter 11 oder 12 €/qm kalt. Leider sind die Gehälter und Einkommen nicht im gleichen Masse gestiegen. In Frankfurt oder München verdient man im Schnitt 25 % mehr als in Berlin, daher sind die Vergleiche mit der Hauptstadt komplett unangebracht. London wird von Banken/Versicherungen und exzellent bezahlten Jobs bei Hauptverwaltungen dominiert, diese dann mit Berlin zu vergleichen ( wo nicht ein DAX-Unternehmen seinen Hauptsitz hat) ist wohl ein Witz. Wenn all die in Berlin gegründeten Unternehmen ( Allianz, Deutsche Bank, Lufthansa, Siemens etc.) ihre Firmensitze und gut bezahlte Arbeitsplätze wieder n die Hauptstadt verlegen, dann kann man auch Grossstadtpreise bei Mieten bezahlen, ansonsten sind Vergleiche kompletter Unsinn.

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logomat 18.05.2015, 14:04
35.

Zitat von bene_lava
Leider ist es so, dass gerade amtsgerichtliche Urteile oftmals nichts mit ordentlicher Rechtsanwendung zu tun haben. Amtsrichter folgen oft nur dem einfacheren Weg. Wenn es eine Partei schafft den Fall zu verkomplizieren, durch Gutachten etc...
Zivilgerichte arbeiten nur für Geld, und für den der mehr Geld hat arbeiten sie etwas mehr.

Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu, unser Rechtssystem ist für Streitfälle mit wirtschaftlich ungleichen Partein völlig ungeeignet.

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shooop 18.05.2015, 14:08
36. Vergleiche sind Nonsens

Der oft bemühte Vergleich mit London oder New York hinkt an allen Ecken und Kanten. Erstens ist Berlin Berlin und hat als Berlin auch eine eigene Identität. Ubd zweitens, wenn schon vergleichen, warum dann nicht mit Wien? Die Antwort ist: andere Städte sind andere Städte. Man kann sich Dinge, die dort gut gemacht werden, abschauen und in der eigenen Stadt umsetzen. Inwieweit die hohen Mieten, welche die Einheimischen aus der Stadt vertreiben, positiv und Vorbild sein sollen, erschließt sich mir nicht.

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Eduschu 18.05.2015, 14:25
37.

Zitat von KV491
Nice try. Es geht nicht um Handtuchhalter. Der andere Forumsteilnehmer nannte, glaube ich, u.a. die Begriffe "Abstand" und "Genossenschaft". Es ist wohl offensichtlich, was er meint: Preis lt. Immoscout ist "nothing but a number". Im Zweifelsfall nicht das, was die Wohnung kostet. Immoscout braucht übrigens Klicks. Nur mal so..... Und hört bitte mit dem S-Bahn-Ring-Scheiß auf und dem ewigen "Ihr verwöhnten Schluffis wollt bloß nicht nach Marzahn". Logo ist es in unattraktiven Lagen günstiger als am Pariser Platz. "Billig" ist es deswegen trotzdem selten und Wohnungen, die echt irgendjemand (für Geld!) haben will, werden einem auch in Hohenschönhausen nicht hinterhergeworfen. Das ist alles ganz normales Leben und kein Grund, dass es in Berlin extraschlimm wäre. Aber hört doch bitte mit dem "Mieterstadt"-Quatsch auf.
Es geht nicht um Abstand oder Genossenschaft oder weiß nicht was. Es geht um die Kaltmiete. Und das mit den verwöhnten Schluffis haben Sie gesagt - haben damit aber trotzdem Recht. In jeder anderen Stadt in Deutschland gibt es die gleichen unbeliebten Quartiere, aber ihr Berliner glaubt, das dürfe man bei euch nicht in den Mietspiegel einfließen lassen. In Stuttgart-Hallschlag will auch niemand wohnen, der was anderes findet.
Nebenbei: Das mit dem von Ihnen genannten Suchportal stammt nicht von mir.

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KV491 18.05.2015, 14:50
38.

Zitat von Eduschu
Es geht nicht um Abstand oder Genossenschaft oder weiß nicht was. Es geht um die Kaltmiete. Und das mit den verwöhnten Schluffis haben Sie gesagt - haben damit aber trotzdem Recht. In jeder anderen Stadt in Deutschland gibt es die gleichen unbeliebten Quartiere, aber ihr Berliner glaubt, das dürfe man bei euch nicht in den Mietspiegel einfließen lassen. In Stuttgart-Hallschlag will auch niemand wohnen, der was anderes findet. Nebenbei: Das mit dem von Ihnen genannten Suchportal stammt nicht von mir.
Vielleicht einigen wir uns auf: Kaltmiete ist, was als Kaltmiete im Mietvertrag steht.
Und ein paar Tausender Abstand für nix würde ich irgendwie auch in den Mietpreis einbeziehen, aber da scheinen Sie anders zu rechnen.

Wo Sie Recht haben: Gibt's alles nicht nur in Berlin.

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sbi 18.05.2015, 15:37
39. Der Berliner Mietspiegel

Die meisten, die hier ihre Meinung zum Besten geben, haben sich offensichtlich noch nicht einmal auf dem Papier mit dem Berliner Mietspiegel befasst, geschweige denn, in der Stadt eine Wohnung gesucht.

Der Berliner Mietspiegel gibt die ortsübliche Vergleichsmiete abhängig von der Lage des Hauses und dem Zustand der Wohnung an, er ist also Haus- bzw. sogar Wohnungs-bezogen. Das bedeutet, dass mir der Berlin-weite Durchschnitt gar nichts bringt, denn zu diesem Preis werden praktisch keine neue Wohnungen angeboten. Selbst die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften bieten Wohnungen durchschnittlicher Ausstattung mit einer Bruttowarmmiete von nicht unter €10/m² an und verursachen den Mietanstieg damit ursächlich mit (http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/04/jobcenter-zwangsraeumungen-klagen.html). Und, ja, für Berliner Einkommen ist das teuer. Ca. 60% der Berliner Haushalte sind so arm, dass die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Und den Transferleistungsempfängern zahlt das JobCenter solche Mieten natürlich auch nicht. (Andrej Holm zum Thema Transferleistungsempfänger: http://youtu.be/VbankuSFTNo?t=3170)

Dass hier irgendein Cleverle in den Randbezirken 5 Angebote gefunden hat, die unter dem Berliner Durchschnitt liegen, beweist gar nichts (außer Unbedarftheit), weil dabei außer Acht gelassen wurde, dass man zum Finden derselben 500 Angebote deutlich über diesem "Durchschnitt" überblättern muss. Denn es ist letztlich nur 1% der Angebote derartig niedrig. Und das sind dann i.A. nicht nur schlecht ausgestattete Kellerlöcher in Stadtrandlage, sondern es kommen trotzdem 50 Kandidaten zur Besichtigung, die jede Schweinerei des Vermieters mitmachen, um die Wohnung zu bekommen. Da meine Chance, eine solche Wohnung zu bekommen, nur unwesentlich über der liegt, einen 6 im Lotto zu haben, sind diese Angebote rein theoretischer Natur.

Wer der Meinung ist, die Berliner Mieten bewegen sich in der Realität auf dem Niveau einer Kleinstadt, dem empfehle ich, nach Berlin zu ziehen, und das kulturelle Angebot einer Großstadt zum Kleinstadtpreis zu genießen. Aber bitte für den Theaterbesuch dann auch 1-2h nächtliche Heimfahrt einplanen, denn wo es solche Preise gibt, fahren die Nachtbusse nicht mehr hin. (Ach! Das haben Sie in einem bayrischen Dorf auch, nur mit schönerer Landschaft und höherem Einkommen? – Aber das war doch mein Argument, nicht Ihrs!)

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