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Neuer PSA-Opel-Vauxhall-Konzern: Tavares setzt Opel-Mitarbeitern Galgenfrist
REUTERS

Drei Jahre hat Opel Zeit, dann aber muss der deutsche Autobauer nach Ansicht seines französischen Käufers PSA schnurren. Die Belegschaft in Rüsselsheim setzt das enorm unter Druck.

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Stefan_G 06.03.2017, 17:32
60. zu #3

Zitat von gammoncrack
Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, dass bei unseren 150 Firmenwagen einen Opel fuhr. Es mögen aber 2 oder 2 gewesen sein, und dann Insignia. Ich hatte einmal eine Probefahrt vereinbart. Als ich den Wagen gebracht bekam, brannte schon eine Warnleuchte für den Motor. Das war's dann natürlich.
Eine leuchtende Motorkontrollleuchte war zu Zeiten von OBC I ziemlich sicher etwas Schwerwiegendes, heutzutage bei OBC II kann das alles Mögliche sein, man muss schon die Fehlernummer auslesen.
Ich hatte schon
- eine von 4 Glühkerzen durchgebrannt
- Abgasrückführungsventil verschmutzt/schwergängig
- Kraftstofffilter wechselreif
es gibt aber noch Dutzende anderer Möglichkeiten.

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haviii 06.03.2017, 17:32
61. Die letzten guten Autos von Opel ...

... sind aus den frühen 90iger Jahren.

Opel verkauft nur noch Autos, weil deren Käufer ein Informationsdefizit haben und es nicht besser wissen. Jeder Branchenkenner, Motorjournalist und KFZ-Mechaniker weiß: Opel hat keine konkurrenzfähigen Produkte. Die aktuelle Produktpalette ist so dermaßen grottig, dass es einem die Sprache verschlägt. Welches Auto sollte man sich denn von Opel bitteschön denn noch kaufen? Den Adam (mit Deckungsbeitrag IV von - xxx € für Opel)?

Dazu kommen Entscheidungen wie das Main-Sponsoring von Germany´s Next Top Model (seit zig Staffeln) und völlig verkorkste Sportmodelle, über die man nur noch lächeln kann. Diese ganze OPC-Lachnummer tut einem doch in der Seele weh. Was da für irre Fehlentscheidungen am laufenden Band produziert wurden. Könnte jeder Auto-Motor-Sport-Abo-Inhaber besser aus dem Bauch heraus.

Wer im deutschen Automobilbau was drauf hatte, und das gilt für alle Ebenen, ist nicht zu Opel gegangen und wird es auch nie tun.

Tschau Kakau - der Laden hat es hinter sich.

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ugroeschel 06.03.2017, 17:33
62. Es werden wohl Werke geschlossen

Der Präsident von PSA hat dargelegt wie er vorgehen will. Das ist auch möglich, wenn z.B. mehr Roboter eingesetzt werden (Stichwort Industrie 4.0) und man die Zahl der Werke reduziert. Man sollte es aber nicht so machen wie bei VW es Ende der 90er Jahre mit José Ignacio López de Arriortúa gemacht hat.

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Hirndummy 06.03.2017, 17:42
63. Und wenn es so weitergeht wie es immer weiterging?

Ich fürchte, alles ist Lesen in der Glaskugel. Die Altverpflichtungen sind als politische Opfergabe eingepreist und geben einen formellen Schutz bis 2018. Zugleich wird dieses Datum den Mitarbeitern und ihrer Vertretung ab heute immer wieder in Flammenschrift an die Wand geschrieben. Völlig offen ist, was eigentlich passiert, wenn sich herausstellen sollte, dass niemand bei OPEL und GM daran interessiert war, absichtsvoll Verluste zu produzieren, sondern das die Produkte am Markt einfach nicht mehr hergeben?

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janne2109 06.03.2017, 17:43
64. was

was nicht profitabel ist muss geschlossen werden, jeder Unternehmer denkt so und das ist richtig. Opel hat es nie geschafft aus dem piffigen Image heraus zu kommen ( wie mal Audi es geschafft hat)

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murray_bozinsky 06.03.2017, 17:48
65.

Zitat von tapier
Nee, man braucht nur auf die Straßen schauen, es gibt kaum ältere Franzosen, außer vielleicht den 2CV, die rumfahren.
Ich empfehle einen Optiker. Hier in der Gegend sehe ich immer wieder z. B. Méganes der ersten Baureihe und freue mich, weil ein solcher seinerzeit mein erster Neuwagen war. Die gehen jetzt stramm auf die 20 Jahre zu und laufen tadellos. Kleiner Tipp: Wir haben 2017. Vorurteile und Ressentiments aus dem letzten Jahrtausend sollte man allmählich ad acta legen.

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firlefanzus 06.03.2017, 17:49
66. Alles nur ein Spiel

Mich erinnert die ganze Sache ein wenig an den Bundesligazirkus.
Ein Verein kauft einen Spieler, nicht weil man ihn braucht, sondern dass er nicht beim Konkurenzverein aufläuft.
Das erste Opfer wird wohl das Werk in Kaiserslautern sein, dort werden Dieselmotoren gebaut. Wer jetzt noch einen Wagen mit Dieselmotor kauft ist schlicht doof.
PSA hat in naher Zukunft prima Argumente zu sagen: Bitte, wenn ihr die Innenstädte für Diesel sperrt, bauen wir eben keine mehr.

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karl-felix 06.03.2017, 17:56
67. Durchaus

Zitat von ugroeschel
Der Präsident von PSA hat dargelegt wie er vorgehen will. Das ist auch möglich, wenn z.B. mehr Roboter eingesetzt werden (Stichwort Industrie 4.0) und man die Zahl der Werke reduziert. Man sollte es aber nicht so machen wie bei VW es Ende der 90er Jahre mit José Ignacio López de Arriortúa gemacht hat.
möglich , dass mehr Werke geschlossen werden um die übrigen besser auszulasten .
Das hat aber nach aller bisherigen Erfahrung nichts mit Robotern zu tun . Die erhöhen in der Regel das Preis/Leistungsverhältnis und sichern so die Arbeitsplätze. Zumindest sind das die Erfahrungen mit massivem Robotereinsatz in den USA in den letzten 10 Jahren .

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ebenfalls.hofnarr 06.03.2017, 17:57
68. Verluste entstehen meistens erst in den Büchern

und nicht am Montageband. Mit dem PSA-Volumen und den entsprechenden Mengen an Gleichteilen und Plattformen sollte es relativ simpel sein die Opel'sche Kostenstrukturen zu optimieren. Was aber die Frage aller Fragen ist: in welchem Marktsegment Opel positioniert werden soll, schließlich hängt auch noch Toyota mit drin und irgendwie auch noch Renault-Nissan-(Mercedes).

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gammoncrack 06.03.2017, 18:02
69. Mein Kommentar bezog sich auf eine Antwort zu meinem Kommentar.

Zitat von Pless1
Nein, das liegt nicht an schlechten Erfahrungen sondern an einem schlechten Image, gerade bei Firmenwagen-Fahrern. Das hat nichts mit dem Produkt selbst zu tun - für viele Firmenwagen-Berechtigte ist der Firmenwagen aber das nach außen sichtbare Erfolgsbarometer. Der Passat ist da der Standard, zum Beispiel im Vertrieb. Ein Außendienstler, der statt dessen einen Insignia oder einen Mondeo fährt gilt als unterhalb des Standards, das gilt denen quasi als öffentliche Degradierung, denn das sind in deren Welt Autos für Monteure - also eine Klasse tiefer. Dabei geht es gar nicht ums Auto selbst sondern nur um die Wahrnehmung nach außen. Klingt idiotisch und ist es auch - aber leider ticken sehr viele Mitarbeiter so, gerade im Vertrieb/Außendienst. Selbst innerhalb der Marke gibt es schnell Stress: Ein Mitarbeiter im Unternehmen eines Bekannten hatte Modell bekommen mit etwas anderer Ausstattung - und vier Endrohren. Da hatten sich etliche andere Kollegen beschwert. Hier hat ein Kollege statt des Passats eine C-Klasse bekommen. Sie glauben nicht, das da los war... "Die Kraft der Marke" kommt nur sehr bedingt durch bessere Qualität zustande sondern in erster Linie durch besseres Marketing. Und da, dass muss man dem Volkswagen-Konzern lassen, war man sowohl bei VW als auch bei Audi in den letzten 20 Jahren sehr erfolgreich. Bei Opel war man das nicht. Das hat viele Gründe, es im Einzelnen auszuführen würde zu weit führen. Aber die eigentliche Produktqualität ist dabei nicht der entscheidende Grund.
Da musste (wohl) ein Opel-Mitarbeiter auf die mangelhafte Qualität anderer Hersteller hinweisen. Der hat einfach nicht erkannt, dass es genau die von Ihnen angesprochenen Punkte sind, die Opel als Firmenwagen nicht sonderlich attraktiv machen.

Als ich vor einigen Jahren meinen Audi abgeholt habe, bin ich nach 2 km liegengeblieben. Solche Sachen passieren, haben aber nicht dazu geführt, dass niemand bei uns mehr einen Audi fahren wollte. Das perfekte Auto gibt es nun einmal nicht.

Ob bei Opel mehr "Pannen" eintreten als bei anderen Herstellern eintreten, weiß ich nicht. Aber, wie Sie sagen, es ist das Image. Und das wird schwer zu verbessern sein. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Wie war der Spruch noch? Jeder Popel fährt 'nen Opel... Und das ist zumindest im Firmenwagenbereich immer noch aktuell.

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