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Neuer VW-Chef Müller: Ende der Egotrips
DPA

Der neue VW-Chef Matthias Müller will die Krise nutzen, um den Autokonzern umzubauen. In Leipzig schwört er seine Top-Manager auf den neuen Kurs ein und stichelt gegen seinen Vorgänger.

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argonaut-10 15.10.2015, 19:56
1. gut

wenn er es schafft, in diesem Zug eine neue Unternehmenskultur zu implementieren, dann ist die ganze Affäre auch noch hilfreich. Denn... niemand braucht diese Patriarchen mehr, die mit stream-line Hierarchien nur Ja-Sager nach oben spült. Ich drücke schon mal die Daumen.

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pauschaltourist 15.10.2015, 20:09
2.

VWs größtes Problem scheinen tatsächlich die mit Größenwahn gepaarten Allmachtsphantasien zu sein. Anders kann man sich den dreisten Versuch, wissend um die dortigen resoluten Behörden/Strafgelder, den US-Markt besch***en zu wollen, nicht erklären.
Der Größenwahnsinn setzte wohl irgendwann zwischen dem Bewusstsein der politischer Protektion (zumindest innerhalb der EU) und dem Erreichen der Toyota-Absatzzahlen ein.

Nur erlangte VW diesen Absatzerfolg wie wir nun wissen durch Betrug. Betrug am Kunden sowie den Mitbewerbern. Hätten die VW-Modelle funktionstüchtige und auch unter Mess-Bedingungen korrekt arbeitende Abgasreinigungssysteme besessen, hätten die VW-Fahrzeuge in Vergleichstests weniger Leistung, einen höheren Diesel-Verbrauch sowie einen höheren Listenpreis aufgewiesen. Und ob dann die regelmäßigen Siege gegen die Konkurrenz-Modelle und somit Kaufanreize der Leser dieser Automobil-Tests möglich gewesen wären, wage ich zu bezweifeln.

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raber 15.10.2015, 20:27
3. Abgas-Betrug mit nun weniger PS, langsamere Beschleunigung und höherem Verbrauch

"... mehr Entscheidungsspielraum und unternehmerische Verantwortung...". Heisst es, dass der Betrug von ganz oben befohlen oder genehmigt wurde. "Unternehmerische Verantwortung" ohne dafür gerade stehen zu müssen? So iste es doch in Deutschland. Siehe bei Bankern und jetzt bei dieser Krise. Oft haften weder die Unternehmen und erst recht nicht ihre Chefs. Der Kontrollwahn der Herren Piëch und Winterkorn war gerade bei dem Abgasthema nicht vorhanden. Was für ein Zufall!

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DMenakker 15.10.2015, 20:28
4.

Zitat von pauschaltourist
Nur erlangte VW diesen Absatzerfolg wie wir nun wissen durch Betrug. Betrug am Kunden sowie den Mitbewerbern. Hätten die VW-Modelle funktionstüchtige und auch unter Mess-Bedingungen korrekt arbeitende Abgasreinigungssysteme besessen, hätten die VW-Fahrzeuge in Vergleichstests weniger Leistung, einen höheren Diesel-Verbrauch sowie einen höheren Listenpreis aufgewiesen.
Der ganze Beitrag ist ein ziemliches Sammelsurium an unvergorenem Unsinn.

Man hätte die entsprechenden Abgaswerte wahlweise durch 100 EUR Mehrkosten in der Produktion oder auch 20 l geringerem Kofferraum ( Ad blue Tank ) erreichen können. Die 100 EUR hätte man sicherlich problemlos untergebracht. Ob man am Ende 14,8 oder 14,5 Rabatt gibt, ist ja auch eher zweitranging.

Allerdings ist dieser Betrag in einer Branche, in der man sich um zehntel Cent streitet manchmal Intellektuell einfach nicht zu erfassen und die Bereitschaft zum "künstlichen" Sparen dadurch sehr groß.

Und wir reden auch nicht über falsche Verbrauchswerte, sondern um falsche Abgaswerte.

Und jetzt mal ganz ehrlich die Frage: Welcher Kunde, speziell in den USA, schaut denn nach Angaben wie Stickoxidausschus. KEINER! Da geht es um Norm XY, die erfüllt sein muss und gut ist. Man hätte diese Norm locker erreichen können.

Wo ist dann eigentlich der echte Betrug am Kunden? Wenn überhaupt, hat VW die Zulassungsbehörden beschissen, solange der Kunde aber keinen messbaren Nachteil wie Zulassungsentzug hat, ist er auch nicht betrogen worden.

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claus.w.grunow 15.10.2015, 20:53
5. Gut?

Zitat von argonaut-10
wenn er es schafft, in diesem Zug eine neue Unternehmenskultur zu implementieren, dann ist die ganze Affäre auch noch hilfreich. Denn... niemand braucht diese Patriarchen mehr, die mit stream-line Hierarchien nur Ja-Sager nach oben spült. Ich drücke schon mal die Daumen.
Gut wird es noch lange nicht. Als die "Patriarchen" das Sagen hatten, wurde VW zu einer Spitzenmarke. Was jetzt kommt mit einem womöglichen weichen Management, in welchem alle das Sagen haben, reicht dann gerade für eine Provinzmarke. Eine starkes Unternehmen braucht Visionäre und die kommen nicht in Gruppen daher marschiert. Ein Beispiel ist Amazon's Bezos. Andere Beispiele gibt es zuhauf. Aber auch Weltmarken, die sang- und klanglos verschwanden.

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specialsymbol 15.10.2015, 21:04
6. Sparen sparen sparen

Warum nochmal kam die Krise? Ach ja, man wollte Entwicklungskosten sparen.
Man rast auf den Abgrund zu und es heißt Volldampf voraus.

Vielleicht spart man diesmal an den Angestelltenkosten ein, die verdienen nämlich immer noch blendend im Vergleich. Hauptsache die Vorstände und Aufsichtsräte (vor allem aus der Politik, die sind am besten qualifiziert und machen ihre Arbeit perfekt) laufen einem nicht davon. Wer soll sonst den Karren aus dem Dreck ziehen?

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gunpot 15.10.2015, 21:41
7. na dann

hatte Piech doch nicht so unrecht....

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uwetho 15.10.2015, 21:42
8. Bezos-Ein Visionär?

Zitat von claus.w.grunow
Gut wird es noch lange nicht. Als die "Patriarchen" das Sagen hatten, wurde VW zu einer Spitzenmarke. Was jetzt kommt mit einem womöglichen weichen Management, in welchem alle das Sagen haben, reicht dann gerade für eine Provinzmarke. Eine starkes Unternehmen braucht Visionäre und die kommen nicht in Gruppen daher marschiert. Ein Beispiel ist Amazon's Bezos. Andere Beispiele gibt es zuhauf. Aber auch Weltmarken, die sang- und klanglos verschwanden.
Ein Beispiel ist Amazon's Bezos.

Bezos ein Visionär? Ja, bei Steuersparmethoden, Ausnutzung von Arbeitnehmern, Ausspähen der eigenen Kunden und Zerstören der Konkurrenz.

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ungebetener_gast 15.10.2015, 21:50
9. 80 Milliarden...

Da will ich nicht wissen was an Ausstattung wegfaellt und entfeinert wird...ich denke die besten Jahre sind vorbei für Kunden und Belegschaft. Sowas raffen aber die meisten Leute nicht in ihrer (linken) Schadenfreude.

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