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Neuer VW-Chef Müller: Ende der Egotrips
DPA

Der neue VW-Chef Matthias Müller will die Krise nutzen, um den Autokonzern umzubauen. In Leipzig schwört er seine Top-Manager auf den neuen Kurs ein und stichelt gegen seinen Vorgänger.

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joG 16.10.2015, 02:34
20. Leider wurde da nie erklärt. ...

.....wie es möglich sein kann, daß ein Mann aus der Führung von Porsche nicht wusste, daß der Motor war, was er war.

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observer2014 16.10.2015, 06:48
21. Andere Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur der vergangenen Jahre hat immerhin den Volkswagenkonzern zum World-Player und ernsthaften Konkurrenten Für Toyota gemacht und dazu den Anteilseignern, Managern und Mitarbeitern üppige Gewinne bzw. Boni eingebracht. Ich kenne die Unternehmenskulter von Toyota nicht, aber wenn mich nicht alles täuscht, gab es in den vergangenen Jahren mehrere größere Rückrufaktionen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass der Kunde für sein Geld mehr Auto bekommt.
Und Toyota hat offenbar auch ein Management mit Visionen, das seine strategischen Planungen nicht nur auf Märkte sondern auf die Zukunft des automobilen Individualverkehrs richtet. Die Japaner investieren in nicht nur in Forschung und Entwicklung von alternativen Antriebskonzepten wie Hybridnantrieb das Brennstoffzellenauto, sondern bringen diese auch auf den Markt. Die Autos von Toyota treffen im Styling nicht jedermanns Geschmack, ich finde sie zum Teil regelrecht hässlich. Aber es sind im Ergebnis die inneren Werte, die zählen. Und Autos mit Verbrennungsmotoren die nach wie vor das kostbare und begrenzte Erdöl verheizen sollten im 21. Jahrhundert eigentlich der Vergangenheit angehören.

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wibo2 16.10.2015, 07:01
22. @ cm1

Zitat von cm1
Kontrollwahn Steht denn nun irgendwann fest, dass Kontrollfreak Winterhorn tatsächlich von seinen Untergebenen nicht informiert wurde? Dann lautet die nächste Schlagzeile "Millionengehalt für einen ahnungslosen Deppen". Oder war er doch Mitwisser und damit der Kopf der Bande?
Was wusste Winterkorn?

Je mehr Mitwisser des Abgas Betrugs im VW Management bekannt gemacht werden desto schwerer fällt es zu glauben, dass Winterkorn nichts davon wusste. Das gebe ich zu.

Trotzdem glaube ich bis zum Beweis des Gegenteils, dass Winterkron ahnungslos war. Die gesamte Abgas Technik und das Test Defeat Programm kamen komplett von Bosch, wo man vornehm schweigt. Bosch sollte sich besser richtig schämen und nicht so tun, als könne man seine Hände in Unschuld waschen nach diesem dreisten (Abgas Defeat Programm) Schwabenstreich.

Die Abgastechnik wurde ja bei den VW KFZ im Normalbetrieb praktisch ausgeschaltet. Das hätte Bosch auffallen müssen wegen der ausbleibenden Ersatzteil Bestellungen infolge Verschleiß im Betrieb. Was wusste Bosch? Das wäre interessant für die Aufklärung.

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mschwing579 16.10.2015, 07:18
23. Sind Sie VW-Mitarbeiter?

Zitat von DMenakker
Der ganze Beitrag ist ein ziemliches Sammelsurium an unvergorenem Unsinn. Man hätte die entsprechenden Abgaswerte wahlweise durch 100 EUR Mehrkosten in der Produktion oder auch 20 l geringerem Kofferraum ( Ad blue Tank ) erreichen können. Die 100 EUR hätte man sicherlich problemlos untergebracht. Ob man am Ende 14,8 oder 14,5 Rabatt gibt, ist ja auch eher zweitranging. Allerdings ist dieser Betrag in einer Branche, in der man sich um zehntel Cent streitet manchmal Intellektuell einfach nicht zu erfassen und die Bereitschaft zum "künstlichen" Sparen dadurch sehr groß. Und wir reden auch nicht über falsche Verbrauchswerte, sondern um falsche Abgaswerte. Und jetzt mal ganz ehrlich die Frage: Welcher Kunde, speziell in den USA, schaut denn nach Angaben wie Stickoxidausschus. KEINER! Da geht es um Norm XY, die erfüllt sein muss und gut ist. Man hätte diese Norm locker erreichen können. Wo ist dann eigentlich der echte Betrug am Kunden? Wenn überhaupt, hat VW die Zulassungsbehörden beschissen, solange der Kunde aber keinen messbaren Nachteil wie Zulassungsentzug hat, ist er auch nicht betrogen worden.
ehe Sie anderen Foristen "Unsinn"vorwerfen, sollten Sie sich in Erinnerung rufen, dass VW in den USA mit einem "clean Diesel" geworben hat. Das ist sehr wohl Verbrauchertäuschung (und nicht nur dort).
Im übrigen hat der Konzern selbst Manipulationen eingeräumt, klingt "positiver", ist aber am Ende halt Beschiss.
Außerdem frage ich mich, ob Ihr Kommentar genauso ausfallen würde, wenn Sie ein betroffenes Fahrzeug hätten und mit den Folgen wie Wiederverkaufschancen etc. leben müßten. Oder amerikanische Importfahrzeuge hier betroffen wären.
Der Aufwand wäre vielleicht bei der Herstellung der Motoren mal 100 EUR gewesen. Das Zeitfenster, das VW in Aussicht gestellt hat, läßt den Schluß zu, dass Aufwand und damit die Kosten sehr viel höher sein werden (abh. vom Motor) und zB noch gar nicht absehbar ist, mit welchen Nebenwirkungen (Verbrauch, Leistung etc.) etwa ein schlichtes Softwareupdate verbunden ist.
Unabhängig von Ihrem Kommentar: Es ist (und das sage ich nicht gern) mittlerweile typisch in diesem Land, in einem solchen Fall von einer amerikanischen/neoliberalen (oder internationalen) Verschwörung so schwadronieren, anstattnüchtern festzustellen, dass ein deutscher Weltkonzern "einfach nur" Dreck am Stecken hat, erwischt wurde und nun weltweit die Konsequenzen wird tragen müssen.
Im übrigen ist es ebenso unseriös, den Amerikanern pauschal einen Hang zur Umweltzerstörung nachzusagen. Die Gesetze in so manchem Bundesstaat dort sind vorbildlich und haben sehr wohl dazu beigetragen, dass sich auch deutsche Hersteller mit dem Thema Elektromobiliät oder Emissionen befassen mußten, wenn sie dort Fahrzeuge absetzen wollen. Vorreiter waren da (gezwungenermaßen) ganz andere wie etwa Toyota.

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al2510 16.10.2015, 07:23
24. Man muss Gott für alles danken,

wir wissen nicht wo VW stünde, wenn es die alten Herren nicht gegeben hätte. Es war halt so, und man muss das Beste daraus machen. Vielleicht hätte der Eine oder Andere ohne die überhaupt keinen Job. Ich würde auch keinen Betroffenen kündigen. Vielleicht sollte sein Wort weniger Gewicht haben. Die Gnade schafft eine neue Welt und nicht die Strafe. Sie schafft Hoffnung und Vertrauen ohne die nichts entstehen kann. VW hat viele gute und billige Autos in der Palette, darauf kann man da stolz sein und dankbar. Jeder macht mal einen Fehler. Ich hätte Herrn Winterkorn nicht entlassen, ich könnte keinen entlassen, nie, jeder hat eine 2. Chance verdient.

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WernerT 16.10.2015, 07:29
25. Belasten Sie mich nicht mit solchen (unwichtigen) Details

Zitat von cm1
Steht denn nun irgendwann fest, dass Kontrollfreak Winterhorn tatsächlich von seinen Untergebenen nicht informiert wurde? Dann lautet die nächste Schlagzeile "Millionengehalt für einen ahnungslosen Deppen". Oder war er doch Mitwisser und damit der Kopf der Bande?
Das Spaltenmaß stimmt doch. Die Führung wollte und will es gar nicht wissen. Allein bei VW hätten es paar tausend Mitarbeiter wissen können, nur da hat jeder die Augen, Ohren und Mund zugemacht und an den Jahresbonus gedacht, der sonst verloren gehen würde. Spätestens seit 2011 war VW technisch in der Lage, die Abgaswerte auch ohne die Software zu erreichen - nur hätte das einen erhöhten AdBlue Verbrauch erfordert, was man den (amerikanischen) Kunden nicht zumuten wollte.

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exbb 16.10.2015, 07:40
26. Größenwahn und Arroganz

Daran ändert auch ein Müller nicht. Er ist Teil des Sumpfes aus Korruption und Machtstrukturen in der Politik. Was hier gemacht wird, st Opium fürs Volk. Ein Wandel ist gar nicht auf dem Plan. Die Kosten zahlt der Kunde, mit Unterstützung der Politik. VW kann dich darauf verlassen, dass der deutsche Kunde träge und markenversessen ist. Eine Abstrafung durch den Markt braucht man nicht zu fürchten. Betrug ist doch ein Kavaliersdelikt. Ich betrachte die Medienschlacht und die Pseudoaufklärung als den nächsten groß angelegten Betrug.

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mmusikantin 16.10.2015, 07:51
27. Hätte, hätte,

Zitat von DMenakker
Der ganze Beitrag ist ein ziemliches Sammelsurium an unvergorenem Unsinn. Man hätte die entsprechenden Abgaswerte wahlweise durch 100 EUR Mehrkosten in der Produktion oder auch 20 l geringerem Kofferraum ( Ad blue Tank ) erreichen können. Die 100 EUR hätte man sicherlich problemlos untergebracht. Ob man am Ende 14,8 oder 14,5 Rabatt gibt, ist ja auch eher zweitranging. Allerdings ist dieser Betrag in einer Branche, in der man sich um zehntel Cent streitet manchmal Intellektuell einfach nicht zu erfassen und die Bereitschaft zum "künstlichen" Sparen dadurch sehr groß. Und wir reden auch nicht über falsche Verbrauchswerte, sondern um falsche Abgaswerte. Und jetzt mal ganz ehrlich die Frage: Welcher Kunde, speziell in den USA, schaut denn nach Angaben wie Stickoxidausschus. KEINER! Da geht es um Norm XY, die erfüllt sein muss und gut ist. Man hätte diese Norm locker erreichen können. Wo ist dann eigentlich der echte Betrug am Kunden? Wenn überhaupt, hat VW die Zulassungsbehörden beschissen, solange der Kunde aber keinen messbaren Nachteil wie Zulassungsentzug hat, ist er auch nicht betrogen worden.
hat man aber nicht.
100 Euro Mehrkosten pro Fahrzeug bei 10 Mio Kfz sind eine Milliarde an Mehrkosten. Das wird nicht mal eben problemlos untergebracht. Und mal eben einen Zusatztank für Ad Blue im Kofferraum zu installieren geht auch nicht, da muss man schon Gehirnschmalz und Ingenieurleistung investieren, was viel Zeit und Geld kostet.
Man hätte eben nicht problemlos die Abgaswerte erreichen können, denn sonst hätte man dies sicherlich getan. VW war technisch den Konkurrenten weit hinterher, man hatte zu lange auf veraltete Pumpe-Düse Technik gesetzt.
Kein Vergleichstest dieser Fahrzeuge ist mehr gültig, im Sport würde man dies Doping nennen, sich mit unlauteren Mitteln einen Vorteil vor dem Konkurrenten verschaffen zu wollen.

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Spiegelleserin57 16.10.2015, 08:06
28. dies mal zur Info einer anderen Zeitung entnommen

Zitat von specialsymbol
Warum nochmal kam die Krise? Ach ja, man wollte Entwicklungskosten sparen. Man rast auf den Abgrund zu und es heißt Volldampf voraus. Vielleicht spart man diesmal an den Angestelltenkosten ein, die verdienen nämlich immer noch blendend im Vergleich. Hauptsache die Vorstände und Aufsichtsräte (vor allem aus der Politik, die sind am besten qualifiziert und machen ihre Arbeit perfekt) laufen einem nicht davon. Wer soll sonst den Karren aus dem Dreck ziehen?
VW dementiert Medienbericht zu Ermittlungen in Abgasskandal
17.22 Uhr: Der VW-Konzern hat einen "Spiegel"-Bericht zurückgewiesen. Nach Darstellung des Nachrichtenmagazins sollen Dutzende Führungskräfte von den jahrelangen Manipulationen bei Abgaswerten gewusst haben und nun beurlaubt werden. Mindestens 30 Manager seien in den Abgas-Skandal verwickelt. "Die Zahl entbehrt jeglicher Grundlage", sagte ein Konzernsprecher.

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enfield 16.10.2015, 08:27
29. Unsinn

Zitat von claus.w.grunow
Gut wird es noch lange nicht. Als die "Patriarchen" das Sagen hatten, wurde VW zu einer Spitzenmarke. Was jetzt kommt mit einem womöglichen weichen Management, in welchem alle das Sagen haben, reicht dann gerade für eine Provinzmarke. Eine starkes Unternehmen braucht Visionäre und die kommen nicht in Gruppen daher marschiert. Ein Beispiel ist Amazon's Bezos. Andere Beispiele gibt es zuhauf. Aber auch Weltmarken, die sang- und klanglos verschwanden.
Die Patriarchen haben VW immer verfilzt gehalten und eine wahre und nachhaltige Spitzenstellung gebremst bis verhindert...Einkaufsdebakel (Lopez), Bestechung von Betriebsräten, protektionistisches "VW Gesetz", etc. bis hin zu diesem Skandal der wiedereinmal den ganzen Apparat ins Wanken bringt durch im Grundsatz eine/wenige Fehlentscheidung/en.
Schauen wir uns in DE um: BMW und Daimler sind sehr weit oben, hatten und haben ihre Probleme aber eben nicht dieser Art wie VW und sind nicht patriarchisch oder um Familien (Quandt und BMW ist ganz anders als Piëch/Porsche und VW) herum aufgebaut und von diesen abhängig. BMW und Daimler haben übrigens im Gegensatz zu VW auch bereits konkrete Modelle für die Nach-Verbrennungsmotor-Ära, die nun langsam beginnt, am Start.

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