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Neues Aldi-Konzept: Billig, aber edel
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Die Marktmacht von Aldi bröckelt. Nun hübscht der Discounter sein Ramsch-Image auf, will hin zu ein bisschen Luxus. Doch der Strategieschwenk birgt eine große Gefahr.

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notbehelf 16.05.2016, 10:16
130. Ah

Zitat von johankeuning
Der Albert Heijn in den Niederlanden hat es vor 30 Jahre schon eingesehen das menschen auch ein wenig Luxus beim supermarkt wollen. Und jetzt setzen zuerst Edeka und jetzt Aldi nach. Recht spät !!
Genau genommen verfolgt Edeka ebenfalls seit Jahren diese Strategie. Nur dass Edeka das Discounter-Geschäft nicht unter dem Höherwertigen Label verfolgt, sondern als Netto. Zielkundenausrichtung, nennt man das.

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tempus fugit 16.05.2016, 10:34
131. Sie reden mir aus dem...

Zitat von modellflieger
So ein Artikel kommt dabei heraus, wenn Mama einkauft und Söhnchen oder Töchterchen sich an den gedeckten Tisch setzen. Die Entwicklung der verschiedenen Märkte wird nicht beschrieben. Es geht von 800 m² Verkaufsfläche inzwischen über 1100 zu 1300. Die Edeka Märkte haben nur ein kleines Angebot an Non-Food-Artikeln. Nur das Allernotwendigste. Die Discounter bieten ein breites Angebot an. Bekleidung vom Baby bis zum XXL. Ist nicht Aldi einer der größten Bekleidungshändler in Deutschland? Es gibt Rasenmäher und Elektrowerkzeuge. Meine Stichsäge von Aldi ist die einzige, die geradeaus sägt. Auch meine von Bosch sägt schief. Der Dreieckschleifer von Aldi wird mit jedem Schleifstaub fertig. Bei meinem von Bosch waren die Kugellager nach einer Stunde unreparierbar kaputt. Und die dreijährige Garantie der Discounter darf man auch nicht vergessen.
...Herzen.
Ich hatte ein Billigschraubendreher aus PRC,
hat gute Arbeit geleistet - billig, ja. Dann einem Freund geschenkt, der sowas gerade brauchte für den Ikea-Möbelbau...

Dann gab's ein Bosch-Angebot, ganzer Koffer, 3x so teuer, aber eben Bosch.

Na ja, wenn ich mich aufregen will, nehm' ich das Teil in die Hand und der Blutdruck steigt.

Das Teil ist wackelig, die Bohr- und Drehsätze unter aller Sau und der Akku nach paar Schrauben leer.

Geguckt - und siehe da: irgendwo ganz kleiner verschämter Aufkleber: Made in PRC.

Seither ist Bosch bei mir geerdet.

Und stimmt: Alid- und Lidl-Technik ist für den Alltagsgebrauch solide, funktional und preiswert.

Auch die aufladbaren NiMh-Batterien, kosten kaum mehr
als die Einweg-Vartas, ein Ladegerät mit elektronischer Zustandsanzeige und für alle gängigen Kleinakkus für 10€ - die halten eine gefühlte Ewigkeit!

Habe noch 2 Bosch-Bohrmaschinen geerbt, über 30 Jahre alt - die laufen immer noch wie am ersten Tag.

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bristolbay 16.05.2016, 10:36
132. Verbesserungsvorschlag

Auf Schnick-Schnack kann ich verzichten.

Wie wäre es, wenn Aldi sich Selbstbedienungskassen zulegt?

Als Alternative sehr zu empfehlen, Kassen öffnen, wenn mehr als 5 Kunden anstehen. Ist ehernes Prinzip in den USA, man muss sehr schnell das Geld in der Kasse haben, der Kunde könnte sich ja mal anders entscheiden und den vollen Wagen stehen lassen.

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mona_k. 16.05.2016, 10:44
133. Aldi worldwide

Zitat von redback01
Und bitte....macht nen laden auf in Cairns...
Ich wünsch Euch den Aldi in Cairns! Und ich wünsch mir eine Aldi Filiale in Prag! Und einen Onlineshop! Lidl und Co können es auch!

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team_frusciante 16.05.2016, 10:53
134.

Zitat von vaclav.havel
Hätte ich nur 350 Euro monatliches Budget und den ganzen Tag Zeit, dann könnte ich so denken wie Sie und die 40 Minuten Fußweg zum nächsten Aldi per pedes zurücklegen und wieder zurück.
Der Forist schrieb, dass er 800m zum Aldi hat. Dafür, also für den einfachen Weg, braucht er doch keine 20 Minuten!

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OskarVernon 16.05.2016, 11:00
135.

Zitat von bristolbay
Und für alle die hier so gerne beim "Landmetzger" kaufen, wo gibt es den denn noch? Bei uns im Dorf mit ca. 8ooo Einwohner nicht mehr und in den Nachbardörfern auch nicht. Dafür sorgt eine kleine Einheit beim Kreis, das Gesundheitsamt mit den umzusetzenden Vorschriften über Hygiene und anderen grünen Vorstellungen.
Die gibt es anderswo auch - ohne kleinen Läden flächendeckend den Garaus zu machen: Hier gibts in einem

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vaclav.havel 16.05.2016, 11:04
136.

Zitat von team_frusciante
Der Forist schrieb, dass er 800m zum Aldi hat. Dafür, also für den einfachen Weg, braucht er doch keine 20 Minuten!
Bei mir sind es aber 40 Minuten.
Darauf bezog ich mich.

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ma.wittmann65 16.05.2016, 11:13
137. Nur weil man mal billig war ?

Lidl und Aldi sind schon längst keine Billiganbieter mehr. Supermärkte bieten die selben Waren oftmals billiger an. Die technischen Artikel, die man früher unbesehen kaufen konnte, sind in der Qualität deutlich schlechter geworden. Kaum ein Artikel der nicht in der Garantiezeit zum Austausch zurück gesandt werden muss. Scheinbar prägen sich Begriffe aus früherer Zeit derart in die Gehirne ein, dass man selbst Veränderungen nicht mehr realisiert.

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mona_k. 16.05.2016, 11:27
138. Nein bin nicht blauäugig

Zitat von bristolbay
Mein Mitleid mit Ihnen hält sich in Grenzen. Und was sind das für Argumente? Sind Sie blauäugig zu glauben, dass Günther Schwarz (Stiftungsinhaber von Lidl) auf einen Cent Zuwachs an Geldvermögen verzichtet oder glauben Sie im Ernst die Top-Manager und Genossen von Edeka und Rewe verzichten? Sind die Aldis vielleicht deshalb nicht mehr in den Top Ten der "Armen" weil weniger verdient wird? Nein,. schauen Sie die Liste mal an, wer dort zu finden ist, Typen die mit sinnlosem Zeug die Gesellschaft demnächst diktatorisch beherrschen. Aber weil viele Menschen wieder zu ihren Ursprüngen des nichtaufrechten Gehens sind, wird dies nicht mehr wahrgenommen, das tägliche Tippen auf dem Smartphone muss sich irgendwo negativ auswirken
Bevor Sie hier Nonsens von sich geben sollten Sie Ihr Smartphone befragen. Das hilft ungemein! Günther Schwarz war ein Theologe. Wüsste nicht was er mit Lidl zutun hatte. Übrigens war mein Artikel eher ironisch gemeint. Sie glauben doch nicht allen Ernstes dass es den 1% der Elite um Centbeträge geht. So wie Sie schreiben tippe ich auf frustrierten ex-DDRer, der sich die Zeiten zurückwünscht wo es nichts im Laden zu kaufen gab und man sich noch über Bananen freute.

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hup 16.05.2016, 11:31
139. Ein Bauernmärchen

Zitat von Architectus
Das Problem ist doch die marktzerstörende, unsoziale Einkaufspolitik die die Landwirte ruiniert (Milchpreis) und die Zulieferer dazu zwingt, Arbeitsplätze abzubauen und Lohnkosten zu drücken. Das ist das eigentliche volkswirtschaftliche Problem der "Billig-Billig-Käufer" die zu den Discountern rennen....sich SUV`s kaufen und dann beim Lebensmittel knausern und nebenbei Mitschuld an den tausenden prekären Beschäftigungsverhältnissen haben.
Zu den Milchpreisen: Preise werden nicht Bauernfeindlich festgelegt, sie ergeben sich aus Angebot und Nachfrage. Es wird (auch EU weit) zuviel Milch produziert, also wird sie nur zu Spottpreisen abgenommen, der Handel nimmt sich dabei noch das größte Stück vom Kuchen. Das ist NICHT die Schuld des Konsumenten und seines angeblichen Geizes, und das Problem der Überproduktion wir NICHT gelöst durch künstlich überhöhte Preise, die der Konsument, warum auch immer, zahlen soll. Der Markt ist hier eben NICHT kaputt, er funktioniert, was kaputt ist ist die Produktionsseite, sprich die Bauern, die sich nicht auf die Drosselung der Kapazität einigen können. Wir brauchen nicht noch mehr noch größere Milchbetriebe mit noch kaputteren Hochleistungs-Milchkuhmaschienen, damit sich die Spirale weiterdreht, sondern eine Produzenteninitiative zur Senkung der Quantität und Steigerung der Qualität.
Landwirtschaft ist ein Business, keine Sozialromantik. Entweder räumt sich der Markt in Konkurrenz durch Pleiten (was in anderen Branchen völlig normal ist), oder die Produzenten entwickeln ein geregeltes, genossenschaftliches Modell um z.B. ein besseres Abnahmemodell mit Molkereien und Handel zu finden - ohne den Markt zu kartellisieren.
So oder so: Es ist NICHT durch die Kunden verursacht, sondern durch die Produzenten selbst, weil jeder durch Mehrproduktion ein größeres Stück vom Kuchen haben wollte und der Kuchen so groß wurde, dass ihn keiner mehr essen kann, weshalb er verschleudert werden muss. Und weil die Bauern das nicht hinbekommen das zurückzudrehen, singen sie die Dolchstosslegende vom Geiz, der sie umbringt.
Genau das selbe Problem hat die OPEC mit Öl, aber ich sehe dort keine Scheichs mit Trekkerparade, die ihr Öl vors Rathaus schütten und fordern traditionelle Fördermethoden sollen beschützt werden, und die Autofahrer gefälligst freiwillig mehr zahlen.

Das Zauberwort ist Marktanpassung und Nischenfindung, so wie bei allen anderen auch - und ja, das wird das Ende vieler (unrentablerer) kleinerer Betriebe sein, wie in allen anderen Branchen auch. Sozialromantik für Landwirte war gestern, das ist bereits seit Jahrzehnten eine Industrie, Kleinbetriebe haben es halt schwerer - immer und überall. Also: Vermarktungsnische finden (Regional, Bio, Hofladen, Direktvertrieb) oder pleite gehen, aber nicht potenzielle Konsumenten beschimpfen und lamentieren - das nützt gar nichts, und ich persönlich kann sagen, dass mir diese angeblichen "Geiz ist Geil"-Kritiken in ihrer falschen Verkürzung immer mehr auf den S*** gehen.

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