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Neues Gesetz: Spahn will Krankenkassen zu Beitragssenkungen zwingen
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Gesundheitsminister Jens Spahn bringt sein erstes großes Gesetzespaket auf den Weg: Beitragszahler sollen spürbar weniger zahlen müssen. Bei den Krankenkassen herrscht Alarmstimmung.

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wasistlosnix 20.04.2018, 18:32
1. Keine Bürgerversicherung

aber massiv staatlich eingreifen wollen und jedem alles vorschreiben wollen.

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genugistgenug 20.04.2018, 18:52
2. Größenwahn oder Finangenie oder eben einfach "Das Spahn eben"?

Wie kann jemand die Beiträge die doch sofort in die Auszahlung fließen einfach kürzen wollen? Das ist kaufmännisches nicht machbar! Es sei denn er wirft den Kassen jahrzehntelange Misswirtschaft und Bereicherung/Betrug vor - dann hätte man aber zuerst deren Büros durchsuchen und das ganze Personal in U-Haft festsetzen müssen.
Hat das Finanzgenie vielleicht die geheimen Geldspeicher der Krankenkassen gefunden?
Unser Fazit: Das übliche Politikergeschwurbel plus "Das Spahn eben".

PS wieso kam er nicht mit der einfachen Forderung "Krankenkassenvorstände und Kassen reduzieren, plus Kassenärztliche Vereinigung gleich dazu" - das hätte Punkte gebracht. Doch so hat er nur bewiesen, dass er eben nichts weiter wie ein Politiker ist und das der alte Spruch "Wem Gott gibt ein Amt, dem nimmt er den kleinsten Verstand" zutrifft.

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gerd33 20.04.2018, 18:56
3. Wer rechnen kann .....

Wer rechnen kann und einfachen Dreisatz beherrscht muss erkennen, dass das nicht geht.
Bei zunehmend mehr Geringverdienern oder Transferleitungsempfängern als Mitglieder sinkt der durchschnittlich je Anspruchsberechtigtem maximal mögliche Betrag. Gleichzeitig steigen dank neuer medizinischer Möglichkeiten die Kosten. Wo also soll gespart werden??
Keine Lebertransplantion mehr für GKV-Patienten?
Keine neue Hüfte / Knie für über 70-jährige?
Keine Tumortherapie für GKV-Versicherte?
Honorarkürzungen bei niedergelassenen Ärzten (und Ärztemangel)?
Was wir wirklich brauchen ist eine Bürgerversicherung, in der auch Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartgner (max. 4 je Mann ;-) ) einzahlen, ebenso Beamte, Selbstständige und Politiker.
Unbedingt muss jede therapeutische Leistung dezidiert erfasst und dem Leistungserbringer entsprechend angemessen vergütet werden. Aber nicht mit "Fallpauschelen" oder "Festbeträgen" oder "Budgets".
Personen, die keine Leistungen in Anspruch nehmen, sollen eine ordentliche Rückvergütung erhalten. Ach ja: bitte auf Arzneimittel den ermäßigten MwSt-Satz. (Es kann nicht sein, dass ein Pornoheft mit 7% besteuert wird, die lensnotwendigen Medikamente des chronisch Kranken aber mit 19%).
Tolle Aufgabe für die GroKo - aber um Merkel zu zitieren: "Wir schaffen das!"
Schöne Worte - jetzt nsollten langsam Taten folgen. Sonst dürften in absehbarer Zeit parlamentarischen Mehrheiten entstehen, vor denen es einen Demokraten grausen dürfte.

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Kohloe 20.04.2018, 18:57
4. Viel Luft

Ich bin nicht selbstständig aber die Reduzierung der Kk-kosten für gering verdienende Selbstständige ist löblich.
Auf der anderen Seite muss das Geld natürlich auch irgendwo entnommen werden bzw. bezahlt werden.

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fottesfott 20.04.2018, 19:00
5. Bei näherer Hinsicht...

... ist ein solches Gesetz ja streng sozialdemokratische Politik, mit einem Spritzer FDP und Linkspartei.
Wenn es so im Koalitionsvertrag steht, dann gibt es keinen Grund sich jetzt darüber zu echauffieren.
Dass ein solches Gesetz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Bayern durchgepeitscht werden soll ist bestimmt nur Zufall...

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karl-der-kaefer 20.04.2018, 19:01
6. Zwangssolidatität für mündige Bürger

Endlich geht das mal in die richtige Richtung. Bisher wurde die Krankenversicherung immer teurer und die Leistung immer schlechter. Man sollte sich wirklich überlegen es jedem selbst zu überlassen ob und wie er sich versichert. Man redet über den mündigen Bürger aber der Staat hält seine Bürger dann wieder nicht für so mündig, dass er ihm zutrauen würde, seine Krankenversicherung selbst zu organisieren. Stattdessen zwingt er ihn in ein System der Solidarität, in dem er mit horrenden Kosten ein ineffizientes System finanzieren muss. Wer sich unbedingt mit Millionen anderer solidarisieren möchte und ihre Krankheiten und homöopatischen Pseudoheilungen bezahlen will, soll das meinetwegen tun, aber wer das nicht will, sollte auch die Möglichkeit haben.

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wabumske 20.04.2018, 19:01
7. Sehr gut

Durch die beschlossene Rückkehr zur Parität drücken bestimmt die Arbeitgeber auf Kompensationen. Bürgerversicherung ist nur Partei-Ideologie. Entlastung für bestimmte Selbständige ist sinnvoll. Weiter so.

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akku90 20.04.2018, 19:01
8. Macht unser Gesundheitssystem zukunftssicher

Wie wäre es, die Überschüsse in die Sicherung der Qualität der Versorgung eines jeden einzelnen zu stecken?

Niedergelassenen Ärzten eine faire Entlohnung für gute Leistung zuzugestehen, Pflegesätze zu erhöhen und Pflegekräften für ihren täglichen Einsatz zu danken? Die präklinische Versorgung steht kurz vor dem Kollaps und keiner will was davon wissen. Unsere heruntergekommene Krankenhäuser stehen vor einem massiven Investitionsstau (wir reden von Milliarden) und keinen da oben interessiert es.

Pflegekräfte aus dem Ausland und ein paar Euro Entlastung sollten nicht die Lösung von strukturellen Problemen bei aktuell guter finanzieller Lage sein ... aber in der Politik wird ja nicht bis übermorgen gedacht. Die nächste Wahl ist ja schon in ein paar Jahren ...

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schmuella 20.04.2018, 19:04
9. Zustimmung

Wer mal eine medzinisch notwendige Zahnbehandlung über sich hat ergehen lassen müssen, kann ein Lied davon singen, wie hoch der Selbstkostenanteil ausfallen kann: Von 600 Euro Behandlungs- und Materialkosten, muss der Patient schnell bis zu 450 Euro und mehr selber bezahlen. Da fragt man sich, wofür zahlt man Krankenversicherungbeiträge, wenn man einen Großteil selber zahlen muss.
Das Gesundheits- und Krankenkassensystem gehört von Grund auf reformiert. Es gibt viele Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten.

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