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Neues Gesetz: Warum sich eine Lebensversicherung kaum noch lohnt
DPA

Im Eilverfahren reformiert die Bundesregierung die Lebensversicherung. Das Gesetz hilft den Unternehmen, ihr Überleben zu sichern. Doch für die Kunden wird das Produkt noch unattraktiver, als es ohnehin schon ist.

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donadoni 04.07.2014, 21:14
60. Macht doch nichts

Das Volk wird mit Löws Buben ruhig gestellt. Wer über das 1:0 jubelt, den interessieren nicht die Sauereien der Politik.

Die Zeit ist doch günstig, das Volk merkt nichts.

Allerdings kann man eines der Politik zu Gute halten: Noch gibt es keine Pflicht, in das tote Produkt einzuzahlen.

Die Kapitallebensversicherung nennt man nicht umsonst die "Deppensteuer".

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bstark 04.07.2014, 21:22
61.

Zitat von Inuk
Heute weiß ich über das System Lebensversicherung Bescheid. Aber als ich vor 27 Jahren unterschrieb, saß mein Vater neben mir, der sagte: "Wenn du mal so alt bist wie ich, bekommst du einen dicken Batzen Geld." Und das wer der Auslöser für meine Unterschrift. Die Hand hält jetzt nicht die private Krankenversicherung auf, sondern die gesetzliche, denn Leistungen aus Gehaltsumwandlungen zugunsten der betrieblichen Altersversorgung sind beitragspflichtig und wird für die Dauer von 120 Monaten zu 1/120 mtl. verrechnet. Davon hat der "Anlagenexperte" natürlich nichts erzählt und es stand auch nicht im Hochglanzprospekt. Ich war seinerzeit nicht gierig, wollte nur dazu beitragen, meinen Lebensstandard zu halten.
Sorry, aber ihr Vater hat sie sehr schlecht beraten.
Zu so einem Unsinn würd ich meinen Sohn nie raten.
Lebensabsicherung und Kapitalaufbau/Sicherung grundsätzlich trennen. Versicherungen taugen nichts zum Kapitalaufbau, dazu
sind sie auch nicht geschaffen und ausgestattet.
Sowas überlässt man nicht mal einer Bank, sondern übernimmt
sowas stets selbst.

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bstark 04.07.2014, 21:23
62.

Zitat von donadoni
Das Volk wird mit Löws Buben ruhig gestellt. Wer über das 1:0 jubelt, den interessieren nicht die Sauereien der Politik. Die Zeit ist doch günstig, das Volk merkt nichts. Allerdings kann man eines der Politik zu Gute halten: Noch gibt es keine Pflicht, in das tote Produkt einzuzahlen. Die Kapitallebensversicherung nennt man nicht umsonst die "Deppensteuer".
Den Ausdruck kannte ich noch nicht, trifft aber zu:-)

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bstark 04.07.2014, 21:27
63.

Zitat von spdf
Den Sinn hinter einer Lebensversicherung habe ich noch nie verstanden. In Staatsanleihen kann ich auch selber investieren, dafür brauche ich keinen teueren "Zwischenhändler."
Im Prinzip haben sie Recht. Wenn auch widerwillig, wird aber
eine Versicherung wesentlich mehr an sie auszahlen müssen, als
sie mit Anleihen gut gemacht haben.
Aber wie gesagt, Lebensabsicherung unbedingt trennen vom
Kapitalaufbau-Kapitalsicherung.

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xcountzerox 04.07.2014, 21:36
64. ein strukki fühlt sich beleidigt?

Zitat von MacKernobst
Achso. Weil jetzt die Neuverträge anders abgeschlossen werden, sehen Sie alle laufenden Verträge als schlecht an. Pauschal.
ich schreibe auch von alten verträgen, die schon immer eine reine drückerkolonnen finanzierungen waren. und das betrifft die letzten 30 jahre. eine kapitallebensversicherung war schon immer die schlechteste wahl zur kapitalbildung. aber wenigstens haben die ganz alten verträge am anfang die abzockprovisionen ausgeglichen.

es wurde gerade in den strukturvertrieben von anfang an geschult, welche produkte die meisten provisionen bringen. die klv mit möglichst langer laufzeit und am besten wachsenden prämien waren der renner. ab mitte der neuzigerjahre wurden vertriebenenheime und unterkünfte abgegrasst, um diesen neuzugezogenen menschen solche "sicheren" abzockdinger anzudrehen. die habe gerade ihre existenz in diesem lande aufgebaut und haben sich die beiträge vom munde abgespart. erst lange jahre später merkten zigtausende, was ihnen da angedreht worden ist.

die abzockvermittler, die selbsternannten "vermögensberater", wurden aber für diese abzocke gefeiert. von kohl und allen nachfolgenden regierungen. auch merkel kriecht regelmässig in den .......

einfach mal durchlesen, wie wichtig und würdigungswert für deutschland die drückerkolonnen sind: http://www.bundesregierung.de/Conten...konferenz.html

mal sich mit der entstehung der drückerkolonnen befassen und nachlesen, wie ein reinfried pohl zu seinen milliarden kam. bernie cornfeld als stichwort reicht.

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auchdabei123 04.07.2014, 21:48
65. Experten am werk

so viele "Experten " geben hier eine undifferenzierte Meinung zu einem wichtigen Thema wieder und reden auch nur vorgegebene stereotype Meinungen wieder. habt ihr nichts besseres zu tun ? so wenig Ahnung und soviel halbwissen. istmirschlecht

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Terrorist2 04.07.2014, 21:50
66.

Zitat von bbär
Abgesehen davon, dass ich es extrem "assi" finde, einem Foristen das Faseln (also z.B. sprechen unter Alkoholeinfluss) unterstellen, zweifle ich den Finanztip.de als verlässliche Quelle stark an. Ich habe selbst die Berichterstattung dort gelesen und verfolgt und mir den LV-Rechner heruntergeladen. Dieses Excelsheet versteckt seine Formeln und ist Passwortgesichert. Fakt ist, dass es mir immer einen Wert von unter 1% Rendite ausgibt während meine eigenen Berechnungen (ist ja nicht so schwer) und auch andere LV-Rechner einen höheren Wert ausgeben, der auch mit meinen garantieren Werten übereinstimmt (es sind alte LV aus dem letzten Jahrtausend). Ich persönlich rate zur Vorsicht, wenn man nur diese eine Quelle nutzt, mutmasslich ist deren Geschäftsmodell der Neuvertrag. Bei jedem Ergebnis des Berechners stand "Versicherung kündigen!" in Fettschrift.
Das würde ich überhaupt nicht bestreiten, daß diese Quelle eventuell unseriös ist. Aber sie schreiben ja selbst, daß ihr Wert mit ihren "garantierten Werten übereinstimmt", oder? Also bekommen sie gerade mal das, was ihnen gesetzlich garantiert ist. Glauben sie ernsthaft das sieht bei heutigen Verträgen anders aus?

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Dirk Ahlbrecht 04.07.2014, 21:57
67.

Zitat von xcountzerox
ich schreibe auch von alten verträgen, die schon immer eine reine drückerkolonnen finanzierungen waren. und das betrifft die letzten 30 jahre. eine kapitallebensversicherung war schon immer die schlechteste wahl zur kapitalbildung. aber wenigstens haben die ganz alten verträge am anfang die abzockprovisionen ausgeglichen. (...) einfach mal durchlesen, wie wichtig und würdigungswert für deutschland die drückerkolonnen sind: mal sich mit der entstehung der drückerkolonnen befassen und nachlesen, wie ein reinfried pohl zu seinen milliarden kam. bernie cornfeld als stichwort reicht.
Erzählen Sie uns hier keinen vom Pferd, xcountzerox. Heute im Bundestag war auch so ein "Experte" von den Grünen zu vernehmen, der den Leute glauben machen will es gäbe mit derartigen Versicherungen Geld zu verdienen - wenn denn nur die bösen Versicherungsgesellschaften und deren Vertrieb nicht wäre.

Das aktuelle Zinsniveau kann man täglich bei der Bundesbank abrufen. Und das die Zinsen, politisch gewollt und unter deren Einflussnahme, extrem niedrig sind, gibt es in solchen Anlageformen nichts zu verdienen.

Die Versicherungswirtschaft hat es mit der Gesetzesnovellierung aber offenbar geschafft zumindest ihren Teil der potentiellen Rendite in Sicherheit zu bringen; und die Sparer schauen diesbezüglich in die Röhre.

Aber, am Ende ist für diesen ganzen Schlamassel allein die Politik verantwortlich, wie so häufig - und niemand sonst.

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Terrorist2 04.07.2014, 21:58
68.

Zitat von leo19
wer die Lebensversicherungsbeiträge nicht an die Versicherung zahlte, sondern in Versicherungsaktien investierte hatte am Ende der Laufzeit ein Vielfaches! Jetzt hat er als Beitragszahler nur sicheren Kaufkraftverlust. Es ist eben teuer, sich nicht in Finanzdingen kundig zu machen und selbst Verantwortung zu übernehmen.
Nur da fragt sich doch in was soll ein normaler Bürger eigentlich alles kundig sein in unser hochgradig arbeitsteiligen Gesellschaft? Wenn ich einen Handwerker beauftrage und der begeht glatten Betrug, führt absolut nicht fachgerechte arbeiten aus bzw. empfiehlt diese und stellt mir dann auch noch eine völlig überhöhte Rechnung, muß ich dann so viel Ahnung vom Handwerk haben, daß ich dies erkenne? Oder müßte der Staat solche Verhalten sanktionieren und mich so vor solchem Betrug schützen?

Vor Glücksspiel müssen wir ja auch massiv geschützt werden und Lotterien dürfen nur staatlich betreiben werden.

Ein Finanzgeschäft, was eindeutig zum Nachteil einer Partei ist, egal welche Risiken eintreten oder auch nicht eintreten, ist in meinen Augen Betrug. Vor allem, wenn es einem auch noch von angeblichen teilweise sogar angeblich neutralen) Beratern aufgeschwatzt wird.

Vor der schlimmen Entscheidung einen Joint zu rauchen muß der Staat uns Bürger schützen. Aber vor der eindeutig schädlichen und dummen Entscheidung abzockerische Finanzprodukte zu erwerben nicht?

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JKStiller 04.07.2014, 21:58
69. Ich war nur die letzten 15 Jahre

Zitat von wurzer
Mit diesem Bericht sieht man wieder einmal Ihre negative Berichterstattung. Begründung: Ich selbst war 46 Jahre im Versicherungsgewerbe tätig. Wie oft habe ich erlebt wie froh eine Familie war, als der Versorger starb oder durch Unfall umkam, dass dieser vorher eine Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Schon nach einem Beitrag war nämlich die gesamte Leistung fällig. Dass heute die Rendite so niedrig ist, liegt doch nicht an den Lebensversicherern, sondern an der weltweiten Geldmafia.
in der Branche tätig, nicht für Drückerkolonnen, sondern für die großen Konzerne in einem alteingesessenen Maklerbüro. Auffällig war, wie oft die Maklerbetreuer in den letzten 5 Jahren immer aggressiver ihre Produkte zu vermarkten versuchten. Die Kapitallebensversicherung lebt von einem Ruf, der längst ruiniert ist. Das Produkt ist tot. Bis in die Neunziger und Nuller Jahre mag es noch attraktiv für konventionelle Anleger gewesen sein, danach eher nur noch für die Vermittler.

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