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Neues Gesetz: Wie sich Selbstständige endlich die Krankenkasse leisten können
DPA

Für selbstständige Kleinunternehmer war die Krankenkasse bisher ein teures Ärgernis. Viele flüchteten in die private Versicherung - und landeten in der Armutsfalle. Ein neues Gesetz schafft Abhilfe.

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der_seher59 27.10.2018, 08:57
1. hier werden falsche Anreize geschaffen

wenn ich mir keine Butter leisten kann,muss ich Margarine essen-die Butter wird meinetwegen nicht günstiger angeboten.
Mir kann niemand erzählen, dass man mit €1000 Einnahmen im Monat für sich selbst sorgen kann.
In der Selbstständigkeit ist man dort definitiv falsch aufgehoben

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dieraute 27.10.2018, 09:05
2. Solidarische Pleite

So nett die Regelung für die Betroffenen ist, so zeigt sich doch auch genau den Punkt auf, an dem die "gesetzlichen" Krankenkassen scheitern: Es wird nicht wirtschaftlich gehandelt, nicht gerechnet - sondern die Beiträge ausgewürfelt. Hier: Ein neuer Kundenkreis, der künstlich niedrige Beiträge entrichtet und selbstverständlich seine Familie kostenlos mitversichert.
Das kann nicht funktionieren und jeder weiß es.

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dbeck90 27.10.2018, 09:13
3. Wirklich?

Also ich habe nur gegründet, um aus der GKV auszutreten. 8.000€ jährlich ist mit nichts zu rechtfertigen. Selbst wenn ich jeden Monat den Arzt aufsuche, alle 2 Jahre eine kleinere OP habe und mit 70 eine unheilbare Art Krebs bekomme, deren Behandlung ich 2 Jahre lang privat bezahlen müsste (worst worst case) bin ich immernoch knapp 100.000€ Restgeld billiger dran wie mit Krankenkasse. Viele hatten mich mit überzogen hohen Kosten (dialyse 15.000 pro monat etc.) versucht zu überreden, dass eine Krankenkasse wichtig ist. Der Blick in Google zeigt mir jedoch, dass die Leute extrem überzogene Preise im Kopf haben, und dass allein knapp die Hälfte von meinem Geld an Leute zahle, die sich ausschließlich mies ernähren (diabetes). Und das mir keiner ankommt, dass die Leute nichts von können. Jährlich gibt es einen Anstieg der Erkrankungen im 2-stelligen Prozentbereich... Hauptauslöser in über 90% ist falsche Ernährung, (nein, die Genetik ist es zwar auch, aber der Auslöser bleibt fast immer die Ernährung)

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schwabenmaul 27.10.2018, 09:16
4. Die gesetzlichen Krankenkassen werden ausgeraubt

Zitat von dieraute
So nett die Regelung für die Betroffenen ist, so zeigt sich doch auch genau den Punkt auf, an dem die "gesetzlichen" Krankenkassen scheitern: Es wird nicht wirtschaftlich gehandelt, nicht gerechnet - sondern die Beiträge ausgewürfelt. Hier: Ein neuer Kundenkreis, der künstlich niedrige Beiträge entrichtet und selbstverständlich seine Familie kostenlos mitversichert. Das kann nicht funktionieren und jeder weiß es.
Genau so ist es. Wird schon bei den Harz IV-Empfängern bei jeden Einzelnen ein Fehlbetrag von ca. 50.- € pro Monat alleine von den Beitragszahlern aufgebracht geht die Ausraubung weiter. Es sind keine anderen Selbständigen belastet,es sind keine Beamten belastet sondern nur der Beitragszahler.Wo ist hier der immer beschworene Solidargedanke ? Wen wunderts dass die Leute immer mehr radikaler wählen weil Sie die "Schnauze" voll haben.

Schwabenmaul

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h3ld 27.10.2018, 09:21
5. Vielen Dank für den Artikel

Ich bin aktuell Student und weiß noch nicht so genau wo es sich hin entwickelt und ich fand den Artikel sehr informativ. Hab ihn mit auch mal als Favorit gespeichert. Man muss ja nicht unbedingt direkt ein Unternehmen gründen aber zu wissen das man sich für kleines Geld versichern kann wenn man es doch tut gibt einem schon ein Gefühl von Sicherheit. :)

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ruhuviko 27.10.2018, 09:22
6. "Entweder Sie bekommen dann Geld zurück oder Sie müssen eventuell ...

nachzahlen."
Dies war bisher nur teilweise vorgesehen: Wenn frühere Beitrags-Festsetzungen aufgrund einer höheren Bemessungsgrundlage berechnet wurden, war bei Vorlage eines neuen Steuerbescheides nur der zukünftige Beitrag niedriger. Eine Erstattung von in der Vergangenzeit zuviel gezahlten Beiträgen war nicht vorgesehen.

Wenn dagegen ein Beitrag aufgrund einer niedrigeren Bemessungsgrundlage als im späteren Steuerbescheid festgesetzt war, wurde der fehlende Beitrag nachberechnet.

Ich bezweifle, dass sich die bisherige Regelung auch geändert hat.

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aausmade 27.10.2018, 09:27
7. ich bin der gleichen

Meinung wie meine Vorredner auch. Hier wird auch der Schwarzarbeit Tür und Tor geöffnet. Warum sollte ich Einkünfte angeben, wenn ich meine "Notwendigkeit" von 1038 Euro erreicht habe. Maximal die teilselbstständige Betrachtung kann ich akzeptieren, dann muss der Versicherte aber eine Vollzeitstelle nachweisen. Bei einem Gesamteinkommen von 1038 Euro im Monat handelt es sich um ein nichtfunktionierendes Geschäftsmodell, welches eher "bekämpft" als unterstützt werden sollte. Davon kann niemand leben!

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pepe-b 27.10.2018, 09:28
8. @ der_seher59

Es geht vorrangig um Kleinunternehmer und Gründer. In den ersten Jahren der Selbstständigkeit verdient man oft noch wenig bis nichts, erst mit den Jahren wächst das Ganze. Das ist durchaus ein Hindernis für Gründer.

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KlausRutschki 27.10.2018, 09:29
9. Und wieder mehr zahlen...

Das ist schön, dass jemand an diese Leute denkt. Aber dafür zahlen andere wieder mehr oder bekommen weniger Leistung für das gleiche Geld. Wir werden sehen... Aktuell geht es den Kassen gut. Kein Problem. 2020 haben wir dann Zusatzbeitrag oder Leistungskürzung. Solidarität gut und schön. Aber Deutschland übeetreibt.

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